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Konfliktsituationen im Verkehr

Ich kann Deinen Ansatz nachvolliehen. Aber, ist es denn sicherer, wenn Du auf der Fahrbahn fährst? Du schreibst ja selbst, dass Du dort angehupt und rücksichtslos überholt wirst. Wirklich sicherer liest sich das nicht.

Viele Straßen meide ich deshalb komplett und fahre deutliche Umwege, damit ich meine Ruhe habe beim radeln. Mir ist das Radeln auf Straßen ausserorts zu anstrengend, angespannt.

Nein, es ist definitiv nicht sicherer, auf den "Radwegen" bzw. Wirtschaftswegen zu cruisen, wo Traktoren und Leute mit Hunden ohne Leine, unsichere E-Bike-Fahrer und Familien etc. unterwegs sind.

Zum Glück sind es außerdem Ausnahmen, dass man riskant überholt wird. Diese Leute sehen einen ja zudem und wollen "nur" verkehrserzieherisch tätig sein; ein Tötungsdelikt wollen sie meist nicht aktiv begehen. Habe zudem ein Radar für hinten, so dass ich mich rechtzeitig drauf einstellen kann.

Nach Möglichkeit vermeide ich natürlich stark befahrene Straßen, sofern es von der Routenplanung her machbar ist. Bundesstraßen umfahre ich meist lieber über Land- und Kreisstraßen großräumig, bevor ich sie freiwillig nutze. Sicherheit geht vor jedes Prinzip ("Ich fahre aus Prinzip auf Straßen, wo und wann es mir passt." etc. Das bringt ja auch niemandem etwas).
 
Nee, der Idealfall ist und bleibt die gemeinsame Fahrbahnnutzung. Zusätzliche, reine Radwege, ok - aber gibt's die überhaupt?
Die gemeinsame Fahrbahnnutzung entspricht der STVO, aber das kann ohne Weiteres doch kein Ideal sein. Dafür müsste man die unterschiedlichen Geschwindigkeiten anpassen und die Idioten herausfischen, ob 4- oder 2-Rad. So wie in der sogenannten Spielstraße, falls sie belebt ist. Ansonsten wäre der 3-Wege-Verkehr der 3 Geschwindigkeiten ideal: Auto, Rad-Roller-Rollschuh und Fußverkehr. Natürlich muss sich auch der Rennradfahrer anpassen. Demokratie lebt und Frieden findet statt: im Kompromiss.
 
Nein, es ist definitiv nicht sicherer, auf den "Radwegen" bzw. Wirtschaftswegen zu cruisen, wo Traktoren und Leute mit Hunden ohne Leine, unsichere E-Bike-Fahrer und Familien etc. unterwegs sind.
Das kann ich für meine Region nicht sagen. Kann Deinen Ansatz aber, wie gesagt, nachvollziehen.
 
Das hier hat mir neulich jemand gesendet, weil ich mit dem Auto meisten langsam fahre. Es ist aus einer "Frauen"-Zeitschrift, oder ist es aus dieser ADAC-Zeitung?

Anhang anzeigen 1791997
Hier werden Absatz 1 und 2 von § 3 der STVO verdreht. In solchen Artikeln macht man aus einer Behinderung (Abs. 2) eine Gefährdung (Abs. 1).
So dreht man das Volksempfinden auch gegen Radfahrer. Natürlich behindert auch jeder Radfahrer auf der allgemeinen Straße den gemeinen Autofahrer, egal ob der Radfahrende nun 16 oder 46 km/h fährt. Man macht die potentiellen Opfer, die Schwächeren, zum Täter. So wird das Volk geschult und informiert. Mir ist übel, je mehr ich über ein solches Geschreibe nachdenke.

Freie Fahrt für freie Bürger versteht man für Autoverkehr, nur.
Ist halt ein schwieriges Thema. Was ist langsam und wann ist es zu langsam? Ich habe einen Bekannten, der fährt schon immer "Sprit sparend". Das führt dazu, dass er nie stark beschleunigt und auf Bundesstraßen maximal 80km/h erreicht. Ich bin mal bei ihm mitgefahren...🫣 Stark frequentierte Straße, vor ihm bis zum Horizont in unserer Fahrtrichtung kein Auto, hinter ihm eine Fahrzeugschlange so weit das Auge sehen konnte. Überholen war minutenlang nicht möglich. Da haben sicherlich einige vor Frust ins Lenkrad gebissen und gehen dann (natürlich verbotenerweise) hohes Risiko, wenn doch einmal kurz eine vermeintliche Möglichkeit zum Überholen besteht. Den würde ich dann schon unter "gefährliche Schleicher" einordnen.
Eine Verdrehung von §3 StVO sehe ich in dem Artikel nicht. Es geht da offensichtlich um Autos und das vorrangig auf Autobahnen.
Außerdem stimmt es doch, bei jeder Behinderung wächst natürlich das Risiko für eine Gefährdung. Das trifft logischerweise auch auf Radfahrer zu. Nur fahren die ja nicht ohne triftigen Grund zu langsam und verstoßen somit im Gegensatz zu extrem langsam fahrenden Autofahrern nicht gegen die StVO.
§3, Abs.2 StVO:
Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.
 
Weil die Radfahrer der Meinung waren, dass sie auf der Fahrbahn fahren müssen. Das ist aber falsch. Sie dürfen auf der Fahrbahn fahren.
Verstehe ich nicht.
Ein Witz am Rande: Autofahrer wird von der Polizei angehalten weil er 25 auf der AB fährt. Er deutet auf ein Schild: A25.
Gelächter aber dem Beifahrer geht es schlecht. Auf die Feage was los ist erzählt er das sie vorhet auf der B160 gefahren sind.
 
Man ruft gern vorschnell, das 60 oder 80 fahrende Autos eine Verkehrsgefährdung wären. Also fühle ich mich gefährdet, weil ich irgendwie nicht schnell genug reagieren kann, weil mein Geschwindigkeitsdelta zu groß ist? Abgesehen vom Sichtfahrgebot frage ich mich dann, ob man auch bei 40-50 fahrenden Treckern jedes mal überfordert ist und eine Nahtod-Erfahrung hat.
 
Ein Witz am Rande: Autofahrer wird von der Polizei angehalten weil er 25 auf der AB fährt. Er deutet auf ein Schild: A25.
Gelächter aber dem Beifahrer geht es schlecht. Auf die Feage was los ist erzählt er das sie vorhet auf der B160 gefahren sind.
Gut, dass er nicht auf der A995 unterwegs war...
 
Vor ca. 5 h gesehen. Ich saß ganz hinten in Dresden in ner Straßenbahn. 4 spurige Straße, Feierabendverkehr 😱. Ein Junge, schätze 7...8 Jahre kommt hinter der Bahn mit seinem 20 Zoll Rad auf die Fahrbahn, tritt ordentlich rein, macht Schulterblick, tritt nochmal rein und fährt an 3...4 parkenden Autos auf der 2. Spur vorbei um danach in die nächste Nebenstraße abzubiegen.

Keine Gefahr, alles richtig gemacht. 90 Prozent der Erwachsenen Angstradler könnten bei ihm lernen wie es geht. Mir ist das Herz aufgegangen, das war toll anzusehen.
 
Vor ca. 5 h gesehen. Ich saß ganz hinten in Dresden in ner Straßenbahn. 4 spurige Straße, Feierabendverkehr 😱. Ein Junge, schätze 7...8 Jahre kommt hinter der Bahn mit seinem 20 Zoll Rad auf die Fahrbahn, tritt ordentlich rein, macht Schulterblick, tritt nochmal rein und fährt an 3...4 parkenden Autos auf der 2. Spur vorbei um danach in die nächste Nebenstraße abzubiegen.

Keine Gefahr, alles richtig gemacht. 90 Prozent der Erwachsenen Angstradler könnten bei ihm lernen wie es geht. Mir ist das Herz aufgegangen, das war toll anzusehen.
Ich meine, das Problem ist nicht, dass ein Kind oder ein Erwachsener das Rad fahren im Straßenverkehr nicht lernen kann, sondern das Problem sind die Autos, in denen Menschen sitzen, die im Rausch ihrer Geschwindigkeit Radfahrer manchmal übersehen. Das Risiko dabei ist umso größer, je dichter und hektischer der Verkehr ist. Eine gewisse Angst ist eine Schutzfunktion der Lebewesen. Wenn man die Angst beseitigt, verringert man das Risiko für eigenes Fehlverhalten, nicht aber das bestehende Risiko durch die anderen im Getümmel des Verkehrs.
 
Wenn man aus Angst Dinge vermeidet, sollte man sich behandeln lassen. Es gibt gute Therapeuten, leider sind die Wartezeiten sehr lang. Es gibt immer ein Risiko, bei allem was du tust. Fährst du auf dem Gehweg, erhöhst du das Risiko für andere, schwächere Verkehrsteilnehmer, verletzt oder getötet zu werden. So einfach ist das.
 
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