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Hier haben sie den Radweganteil publikationsträchtig von 0,0012 % auf 0,0013% erhöht und ein Jahr lang oder länger an einem einseitigen Radweg (im Bild links) gebaut. Ich bin nun zum ersten Mal daran vorbeigekommen. Kommt man von rechts, blickt man auf eine geschlossene Leitplanke. Kommt man aus der Richtung wie auf dem Foto und befindet sich auf dem Radweg, kann man gar nicht nach rechts abbiegen. Eine wahrliche planerische Meisterleistung.
Einfache Lösung: Ein "Durchfahrt für Radfahrer verboten"-Schild an die Straße rechts, Problem erledigt... Wo man nicht reindarf, muss man ja auch nicht hinkommen können...
Ich hätte da einen DERZEIT absurd benutzungspflichtigen Radweg und die Frage, ob ich den trotzdem nutzen müsste. Es geht um ein Teilstück mit ca. 600m, bei dem es leicht bergab geht kurz vor einem Kölner Vorort. Man kommt von einem ordentlichen Radweg, muss dann bei einem Kreisverkehr rüber auf die andere Seite und dann links entlang der Straße fahren. Das legen die Schilder nahe, weil rechts lang nur ein reiner Fußweg ist.
Nach ca. 200m kommt man auch an einem bewohnten Teil der Strecke vorbei. Ich bin da 10 mal vorbei, 2x kam ein Auto und hat natürlich nicht mit Verkehr von rechts gerechnet - ist aber nix passiert, weil ich so fahre, dass ich auf Sicht
bremsen kann.
Dann fängt eine lange Linkskurve entlang eines Waldes an, das sind dann gute 300m. Auf dem Foto ist alles gut: Der Weg ist breit, da können 2-3 Leute nebeneinander laufen, und trotzdem komm ich vorbei, und man kann die Kurve gut genug einsehen - man kann zwar nicht Vollgas fahren, aber so 40 km/h sind gefahrlos drin.
ABER: Seit 2 Wochen ist die Vegetation vom Wald dermaßen in den Weg reingewachsen, dass man - wenn einem ein Rad entgegen kommt, mit dem
Reifen so 10cm Abstand vom Bordstein fahren muss, wenn man nicht will, dass das Gegenüber mit dem Lenker in die Büsche kommt. Das wäre ja noch okay, WENN das keine Kurve wäre und man daher nun nur noch vielleicht 20m vorausschauen kann. Beim letzten Mal sind mir da ein E-Bike und 2 E-Roller (die zum Draufstehen) entgegengekommen, jeweils um die 20 km/h, und die sind mächtig ins Straucheln gekommen, weil sie wohl nicht mit Gegenverkehr auf ihrem Weg gerechnet haben. Ich selber bin da eh schon mit angezogener Bremse runter - ohne Bremse wären das locker nach 100m 30 km/h und später 40km/h.
Frage: wäre das ein Fall, in dem ich rechtlich auf der sicheren Seite bin, wenn ich sage, dass der Weg unzumutbar bin und daher doch die Straße nehme? oder ist das einfach Pech, und man muss halt gaaanz langsam fahren? Fürs Rennradfahren wäre die Straße definitiv sicherer, da kann man mit sportlichem Pedalieren locker mit 45-50 runter und würde auch nur in einem geringen Maße stören, weil es ja keine mehreren km sind.