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Mittelfußbruch - Erfahrungen? Wann wieder aufs Rad?

Danke!

Ich schrieb, dass ein Freund das behandelt und der Operateur ein Freund von ihm ist (mit dem ich per Du bin). Ich weiß nicht, wie das die hier Kommentierenden in ihrem Freundeskreis so handhaben, aber ich traue Freunden.

Und weil ich keine medizinische Expertise wollte (die zu geben ist in diesem Teil des Forums übrigens auch nicht gewünscht). Mittelfuß mit Handgelenk zu vergleichen finde ich weder clever, noch hilfreich. Der Fachmensch meinte, "besser operieren", dem habe ich dann zugestimmt.

Der Knochen wird mit einer Platte stabilisiert, die bleibt drin, es muss keine 2. OP geben. Der Eingriff findet ambulant statt.

Also, ich freue mich über Erfahrungsberichte, wie "in 8 Wochen wieder auf dem Rad", oder in "vier Wochen moderat auf der Rolle". Wie es bei Euren Hand OPs abgelaufen ist, bringt mir leider nichts, ich hatte selbst eine Galeazzi-Fraktur und könnte da selbst (keine) Vergleiche anstellen.

Das mit drin lassen...
Du wirst die Platte und Schrauben dannach merken.
Wenn du zu lange wartest, können bei der Demontage Schrauben abreißen etz.
In nem Jahr bist du anderer Meinung "Hätte ich das gewusst, hätte ichs nicht machen lassen"
Das ist ne ausgewachsene OP, für den Körper absoluter Stress.

Es gibt viele Fälle, wo es nicht ohne Metall geht.
Aber freiwillig...
Lass dir gleich vorsorglich den Blinddarm noch rausnehmen 🫣

Ist dein Körper und deine Entscheidung. Ich kanns nicht nachvollziehen.
Ist nur ein gut gemeinter Rat:
Wenns irgendwie ne Chance gibt, dass das ohne OP geht...
 
Das mit drin lassen...
Du wirst das dannach merken.
Wenn du zu lange wartest, können bei der Demontage Schrauben abreißen etz.
In nem Jahr bist du anderer Meinung "Hätte ich das gewusst, hätte ichs nicht machen lassen"
Das ist ne ausgewachsene OP, für den Körper absoluter Stress.

Es gibt viele Fälle, wo es nicht ohne Metall geht.
Aber freiwillig...
Lass dir gleich vorsorglich den Blinddarm noch rausnehmen 🫣

Ist dein Körper und deine Entscheidung. Ich kanns nicht nachvollziehen.
Hey Basti, was ist denn an "bitte keine medizinische Expertise" nicht zu verstehen? Und was ist Dein Background für Deinen fachlichen, medizinischen Kommentar? Wo hast Du studiert und wie lange operierst Du schon? Danke!
 
Am 5. MFK hängt eine starke Sehne die die Fraktur immer mal auseinander ziehen kann wenn es nicht völlig ruhig gestellt ist, doofer Knochen zum brechen 😊 ICH würde mir das auch operieren lassen und diese Mini Platte sollte auch nicht wirklich stören und sonst kommt sie halt wieder raus 😏
Wobei ich grundsätzlich auch eher für konservative Behandlung bin
 
Wenns irgendwie ne Chance gibt, dass das ohne OP geht...

-> "Manche Chirurgen schneiden gern"
Das hat ein Chirurg gesagt, nicht ich.

Eben jener empfiehlt ohne OP, wenn ohne möglich. Eben genau wegen der Folgen.
Der OP Tag war trotzdem immer voll.
 
Also, ich freue mich über Erfahrungsberichte, wie "in 8 Wochen wieder auf dem Rad", oder in "vier Wochen moderat auf der Rolle". Wie es bei Euren Hand OPs abgelaufen ist, bringt mir leider nichts, ich hatte selbst eine Galeazzi-Fraktur und könnte da selbst (keine) Vergleiche anstellen.
Ich würde mir für die erste Zeit ein Flachpedal an an die linke Kurbel schrauben, damit ich zumindest den Fuß nicht auch noch in einen Radschuh stecken muss. Und dann mit Klein-Groß und wenig Druck 10-15 Minuten pedalieren und schauen, was am Fuß passiert. Wenn alles gut geht, ein Ritzel runter und fünf Minuten dranhängen.
 
Moin:
ich habe mir diese Woche den linken Mittelfuß gebrochen. Ich bin an einer Kante dämlich umgeknickt, es ist der 5. MFK.

Der Knochen steht "richtig" und würde wohl konservativ verwachsen, dennoch haben wir uns für eine OP entschieden. Ein Freund von mir ist Chirurg (er war vor Ort und hat sich sofort kümmern können). Das Röntgen abends und der 3D Scan am nächsten Morgen gaben dann Gewissheit. Ich bin zu einem Kumpel meines Chirurgenfreundes überwiesen worden, der als ausgewiesener Fachmann gilt (im Severinsklösterchen in Köln). Die OP ist Übermorgen, der Knochen wird mit einer Platte fixiert. Ich vertraue auf die Expertise von beiden.

Hier muss ich wahrscheinlich niemandem erklären, dass Ende Mai den ganzen Tag auf dem Sofa den Fuß hochlegen und kühlen keinen Spaß macht.

Hat jemand Erfahrungen mit solch einem Bruch? Was habe ich zu befürchten, was zu beachten? Wann kann ich wieder aufs Rad? Ich freue mich über Berichte.

[Edit] Ich möchte natürlich keine medizinische Expertise, sondern freue mich eher über Eure Erfahrungsberichte.
Ja, hab mir am 10.03.2022 den Mittelfuß rechts gebrochen. Jones Fraktur. Und da ich dachte es sei kein Bruch sondern nochmal die Sehne, hab ich mich (ganz sanft) draufgestellt 🤦‍♀️ War dann so eine Art Mini-Steuerkreuz auf dem Röntgenbild.
Erst wollten sie operieren, dann haben sie gesagt geht so. Ich hab Psoriasis ich wär nur mit Gewalt in nen OP gegangen, du weisst da nie ob das je wieder gescheit verheilt. Gab schon mit den beschissenen Thrombosespritzen massive Komplikationen die man mir als Hypochondrie einreden wollte bis heute!!!

Durfte dann 8 Wochen Orthese tragen (zum Baden abgenommen halt alle 3 Tage weil der Fuß da drin bestialisch anfängt zu stinken), nur zum Klo und zum Arzt wegen Blutabnahme zur Kontrolle jede Woche und ansonsten hochlegen. Danach dufte ich sanft belasten mit Krücken noch und ich hab mich durchgesetzt ab und zu auf Rolle fahren zu dürfen ganz behutsam. Hab Schuhe relativ locker gehabt und Auslösehärte auf super leicht an den Cleats.
Ab 3ten Juni war ich ohne Krücken wieder am Strand vorsichtig zu Fuß und am 5ten die erste 20km Radtour draussen. Danach war eh dauernd Schietwetter, daher nur Hausründchen und im August dann erste 40km+ Tour wieder usw...
 
Danke!

Ich schrieb, dass ein Freund das behandelt und der Operateur ein Freund von ihm ist (mit dem ich per Du bin). Ich weiß nicht, wie das die hier Kommentierenden in ihrem Freundeskreis so handhaben, aber ich traue Freunden.

Und weil ich keine medizinische Expertise wollte (die zu geben ist in diesem Teil des Forums übrigens auch nicht gewünscht). Mittelfuß mit Handgelenk zu vergleichen finde ich weder clever, noch hilfreich. Der Fachmensch meinte, "besser operieren" …..
Servus Laufi, alles Gute für die OP und rasche, vollständige Genesung.

Du schreibst ja selber, dass du beiden vertraust, die werden dich auch dementsprechend beraten/betreuen.

Die von dir gewünschten Erfahrungsberichte werden dir nicht helfen - jeder Mensch/Fuss ist anders und verheilt auch anders. Möglicherweise ärgerst du dich nur, wenn jemand reinschreibt dass er nach x Tagen wieder locker radeln konnte und du länger brauchst. Mach dir keinen Druck, Verlass dich auf deine beiden Freunde und gib deinem Körper die Zeit die er braucht, egal wie lange ein anderer gebraucht hat.

Alles Gute nochmal
 
Und eines ist ganz wichtig: such dir irgendwas das dich gut beschäftigt. Mach dich selbst nicht verrückt! Es dauert so lange wie es dauert. Mir haben die Ärzte ständig gesagt ich soll nicht so ungeduldig sein, das dauert X Wochen bevor die Orthese ab dürfte und damit basta!

Für mich waren das mit die längsten und schlimmsten 8 Wochen meines Lebens. Genau am Unfalltag fing nämlich das Wetter an bombastisch zu werden, und am Fenster radelte ein Rennradfahrer nach dem anderen vorbei. Ich bin fast wahnsinnig geworden vor Sehnsucht auch da draussen zu sein! Ich hab dann eine Switch bekommen, und konnte gemeinsam mit dem besten Gatten Luigi daddeln am TV im Schlafzimmer sofern ich nicht gepennt habe (hab versucht so viel zu schlafen wie ich konnte). Das hat mir enorm über die Zeit geholfen! Und Serien bingen wie bekloppt.
 
Für mich waren das mit die längsten und schlimmsten 8 Wochen meines Lebens. Genau am Unfalltag fing nämlich das Wetter an bombastisch zu werden, und am Fenster radelte ein Rennradfahrer nach dem anderen vorbei.
ja, das ist hier grad so ähnlich ;-) Am Sonntag geht sogar ne (sehr feine) RTF durchs Dorf, ich denke allerdings, ich werde mich den Fuß hoch mit Kaltgetränken in die Einfahrt setzen - da dürften genug dabei sein, die mich kennen ;-)
Und Serien bingen wie bekloppt.
das ist ein Plan! :)
 
Bin grad auch ausser Gefecht, seit November. Rennrad hängt überm Bett an der Wand.
Du kannst nix machen, hilft nix.
Hab mir nen C64 gekauft :D
 
Bin grad auch ausser Gefecht, seit November. Rennrad hängt überm Bett an der Wand.
Du kannst nix machen, hilft nix.
Hab mir nen C64 gekauft :D

Da bist du nicht der einzige.
Hab letzten Sommer mit Atemproblemen dank angeknackter Rippe ein Rad bestellt. 🫣
Bester Frustkauf ever!

Ein Arbeitskollege hat im Krankenhaus noch ein neues Stumpy bestellt gehabt.
(War aber kein Radunfall..)
 
Das mit drin lassen...
Du wirst die Platte und Schrauben dannach merken.
Wenn du zu lange wartest, können bei der Demontage Schrauben abreißen etz.
In nem Jahr bist du anderer Meinung "Hätte ich das gewusst, hätte ichs nicht machen lassen"
Das ist ne ausgewachsene OP, für den Körper absoluter Stress.

Es gibt viele Fälle, wo es nicht ohne Metall geht.
Aber freiwillig...
Lass dir gleich vorsorglich den Blinddarm noch rausnehmen 🫣

Ist dein Körper und deine Entscheidung. Ich kanns nicht nachvollziehen.
Ist nur ein gut gemeinter Rat:
Wenns irgendwie ne Chance gibt, dass das ohne OP geht...
Sorry, ich bin ja auch eher "Team konservativ", aber hier scheint eine klare OP-Indikation vorzulegen. Ist übrigens auch der Bias, warum es gerade nach OP immer "Komplikationen" gibt, bei konservativ eher nicht - eben weil man die schwierigen Fälle operiert... dito haben die besten Chirurgen nicht zwingend die beste Überlebensstatistik...
Und, nein, das ist KEIN "absoluter Streß" für den Körper. Streß ist alles, wo die großen Körperhöhlen eröffnet werden müssen, maximaler Streß ist OP an der Herz-Lungen-Maschine (die riesige künstliche Austauschoberfläche, welche als Oxygenator die Lunge ersetzt, sorgt u.a. für eine massive Komplementaktivierung etc - ein erfahrener Neurologe kann noch zwei Jahre nach HLM durch rein klinische Tests kognitive Defizite nachweisen; da muß die Indikation knallhart sein.
Am Fuß ist einfach nur nervig, daß dort wg. des orthostatischen Drucks alles eher schlecht verheilt - das weiß der Fredersteller aber, und wird den Flunken die nächsten Wochen konsequent hochlagern.
Ich glaube, hier ging es auch weniger um eine Diskussion OP ja oder nein, sondern eher darum, wie lange man braucht, um wieder 'reinzukommen. Ich kann da nicht mitreden, weil bisher im Mittelfußbereich keinerlei Brüche...
 
Ah, ja. Das ist wahrlich eine ernstzunehmende Expertise.
Der Arzt wollte wohl nur nett sein (oder hat selbst keine Ahnung)... natürlich sind gewisse grundlegende Prinzipien gleich, aber bei der Osteosynthese kommen noch ein paar Dinge erschweren hinzu - u.a. kann man nicht, wie der Maschinenbauer, sich die beste Legierung für die Gewinde der Kortikalis- oder Spongiosaschrauben aussuchen, sondern muß damit leben, was biologisch vorhanden ist. Ich erinnere mich selbst noch daran, wie v.a. bei komplexen Rippenfrakturen es ganz ruhig wurde im OP, wenn ich den äußerst dünnen (im wörtlichen Sinne - hauchdünne Kortikalis) Grenzbereich beim Anziehen der Miniplättchen auf osteoporotischen Rippen auslotete. Teilweise mußten wir dann das machen, was ein Maschinenbauer eben nicht machen muß, z.B. zusätzliche Drahtcerklagen darum basteln. Dann lernt man schnell, daß es schöne Osteosynthese für die Röntgenbilder gibt, und Osteosynthesen, die radiologisch wüst aussehen, aber gut funktionieren...
 
Wout hat 3 Monate später Roubaix gewonnen. So schlimm kann das nicht sein 😉

Gute Genesung!
Naja Profis tun wegen Verträgen ihren Körpern teils Sachen an die äußerst fragwürdig sind. Aber wenn er sich fit fühlte und der Arzt das OK gab - dann muss er ja wissen was er tut/tat.
 
Hatte auch den linken Mittelfuß mal gebrochen. Zeiträume kann man glaube ich schwer vergleichen. Du merkst aber sehr gut 'wenns wieder geht'. Mir wurde eine konservative Behandlung empfohlen und es ging alles gut. Hätte aber auch auf den Arzt gehört wenn er mir eine Operation empfohlen hätte.
Ich würde jedoch tendenziell die Rolle wieder aufbauen. Drin fahren geht auf jeden fall früher und paar Monate kannst du schon rechnen 😅
Gute Besserung
 
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