Teutone
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Meine Meinung nach (..man kann gerne andere Meinungen äußern, ich sehe ja, dass "er" hier auch aktiv ist) führt ganz allgemein das beschriebene Training mittelfristig zu Rückschritt. Da Du aber LIT-Intervalle machen möchtest, riet ich dazu, diese wenigstens durchgängig, und weiter oben angesiedelt zu machen. Damit Dein Körper überhaupt was merkt. dazu gleich mehr.Genau das habe ich ja probiert, war aber n Rückschritt.
Das, was ich oben schrieb.Das wäre konkret?
So toll ist die Kurve nicht, wenn Du sie durch 85,5kg teilst
Ziel: Mitochondrien züchten, weniger KH verbrauchen auf langen Strecken.
Die Kurve ist toll, darauf bezogen (immer das Positive sehen!), dass Du sehr, sehr wenig Laktat aufbaust. Da bewegt sich lange gar nichts, steigt dann gemächlich an, und wird selbst bei Ausbelastung nicht zweistellig. Frage: Wie dieselig willst Du denn noch werden? Glaubst Du, durch stundenlanges Fahren in einem Bereich, den Du selbst als "ins Nichts treten" beschreibst, baut sich etwas auf? Ich weiß, ich werde gleich wieder zerrissen, es interessiert mich nicht, es wird wegignoriert, aber manchmal muss man sich echt fragen, von was was kommen soll. Ich bin übrigens - anders als mancher es mir vorhalten möchte - kein Feind von Volumen. Man muss nur für seinen eigenen Körper, seine eigenen Werte, sein eigenes Zeitbudget hinterfragen, was man da eigentlich macht. Ich habe auch (zuletzt im Trainingswissenschafts-Thread) was dazu geschrieben, was es mit Pogis Z2 auf sich hat. Dass er nicht Z2 fährt, sondern 300 Watt. Und da kommen wir beide, da wir beide die 80 Kilo-Fraktion sind (ich leicht drunter, Du leicht drüber) in eine ähnliche Situation: Wir sind groß, und treten nominal viel Watt. Die Körper - es ist tatsächlich so - skalieren Magen-Darm-technisch aber nicht mit der Größe, bzw. nur minimalst. Will heißen, wenn Du oder ich 3 Stunden 3 Watt/Kilo fahren (240 W), dann ist im Körper metabolisch schon ganz was anderes los als bei einem 60-Kilofahrer, der dann 180 Watt tritt, und sich davon 100 aus Fettverbrennung holt. Denn wir können auch nur 100 aus Fettverbrennung holen, aber bei uns bleiben dann schonmal 140 über. Bei 4 Watt/Kg nochmal extremer. Das ist auch der eigentliche Grund (zuletzt auch grafisch im Veloclub von Aldag erläutert), warum wir großen Fahrer gewisse Probleme auf gewissen Etappen haben: Wir müssen sehen, wie wir den ganzen Brennstoff reinbekommen. Und da bringt es uns weiter, wenn wir lernen, mit dem KH-Feuer umzugehen, statt versuchen, mit lockerem Rumdaddeln (ohne die Beine zu spüren), 5 Watt mehr aus der Fettverbrennung zu holen, oder zu hoffen, dass noch ein Mitochondrium nachwächst. Was noch nichtmal erwiesen ist, also, dass das mit lockerem Fahren besser klappt als mit Straffem. Auch wenn man sich in oberen Bereichen tummelt, wird der Körper umgebaut, zugunsten der Ausdauerleistung, Effizienz und Laktatfestigkeit. Und dann macht man einen Ruhetag oder fährt Z1, falls man Profi ist. Es wird m.E. zu viel Rückschluss aus "den Norwegern" oder Pogi abgeleitet, ohne den wirklichen Sinn dahinter zu verstehen, bzw. was sie eigentlich machen, und noch wichtiger, welche Schlüsse man für sich als Hobbyfahrer daraus ziehen kann (weniger als man denkt, wenn man so denkt, wie viele denken; mehr als man denkt, wenn man sich das anguckt, was den eigentlich Effekt hat).
