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Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien

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Re: Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien
Sorry aber ich brenne nur für Stahl!!!! Edelstahl macht bei Anlötteilen Sinn aber das Lötverhalten ist doch anders und ich liebe das Zusammenspeil von Flamme, Lot und Stahl einfach zu sehr.

Vlt entsteht mal ein Vorbau aus Edelstahl, aber ein ganzer Rahmen eher nicht.

@GEBLA würdest du einen Schaftvorbau aus Edelstahl mit Silberlot (30%) löten, oder lieber WIG schweißen lassen und dann nur noch Zierfillets aus Silber drüberlegen?
 
Ich hatte damals diesen Post von Knobi gefunden und das genau so gemacht.
Allerdings beim Enik (das Kotter ist ein Enik) Alltagsrad und mittlerweile auch bei dem Stumpjumper (da hattest du auch Hand angelegt) mit stinknormalem 1K Klarlack. Enik matt, Specialized glänzend.
Passt für mich. Unter Lack gibt es mit der Zeit eine Art Patina, welche für mich okay und auch erwünscht ist.
Hatte es auch nicht perfekt gebürstet, sondern eher einen rauhen Look gelassen.


Vielleicht ist das mit 2K Klarlack anders und bestimmt auch haltbarer, sodass es deinen Ansprüchen und Anforderungen entspricht!?
@Knobi kann da bestimmt mehr zu sagen.

Puuhhh, das war ein Stand vor 17 Jahren mit Materialien, die es längst nicht mehr gibt...
"Bob 1" war auch nicht so wirklich UV-beständig und konnte mit der Zeit gelb oder braun werden, wenn ich mich richtig erinnere. Da gab es auch mehrere Rezepturveränderungen, jede jeweils schlechter als die Vorgänger. Zum Schluss in jeder Hinsicht unbrauchbar.

Klarlack auf mehr oder weniger blankem Metall ist ein Sonderfall für Sonderlacke; die aktuelle Marktsituation und die Eigenschaften der jeweiligen Lacke kann ich nicht einschätzen.
Die Finger lassen würde ich von einkomponentigen "Wundermitteln" wie Glisten PC, oder generell allem von "POR15", weil das bei mir noch nie viel getaugt hat (Auto, Fahrwerksteile, auch deckend und farbig, ...).

Vertrauen würde ich wohl eher so etwas wie "Alsa Clear 4 Chrome", was aber sauteuer und in Europa auch nicht realistisch zu bekommen ist.
Ähnlich sieht die Situation mit verschiedenen "Keramik-Waffenlacken" wie Cerakote aus, die zwar manchmal einen Europavertrieb haben, aber in Wirklichkeit eher keine Kleinmengen an Privatkunden rausrücken (bestellen kann man sowas manchmal irgendwo, bekommen steht auf einem anderen Blatt).
Für ein Experiment mit unklarem Ausgang wäre mir das zu viel Kommunikationsgeschisse im Vorfeld und auch zu teuer.

Was ich aktuell wohl tun würde im Wissen, das Ergebnis nie im Dreck oder bei Steinschlag fahren zu wollen:
  • eine dünne Schicht "House of Kolor Adhereto" auf den nackten Rahmen sprühen
  • darüber einen ganz normalen 2K-Klarlack, dem ich einigermaßen traue
  • dann erstmal mehrere Wochen warten, bevor ich ein fahrrad aus dem Rahmen baue
  • und beten.
Was ich bevorzugen würde:
Normale Farbe über normaler Grundierung, kein blankes Metall unter Klarlack.
 
@GEBLA würdest du einen Schaftvorbau aus Edelstahl mit Silberlot (30%) löten, oder lieber WIG schweißen lassen und dann nur noch Zierfillets aus Silber drüberlegen?
Rostfreien Stahl ohne Muffen würde ich bei Hauptverbindungen schweißen, da wäre mir Silberlot zu heikel.
 
Mal kurz eine Off-Topic Frage für meine eigene Sache, weil hier die Rede von Edelstahl löten war. Ich möchte Röhrchen einlöten für innenverlegte Züge. Kann ich mit Silberlot Edelstahlröhrchen in den Stahlrahmen einlöten oder kann das Probleme geben? Worauf sollte ich achten?
 
Klarlack auf mehr oder weniger blankem Metall ist ein Sonderfall für Sonderlacke [...]
So isset! Ich hab einige Möbel aus lackiertem Stahl, die zeigen alle feine adernartige Unterrostungen unter dem Lack. Ebenso ein wie schon beschrieben mit Klarlack behandelter Stahlrahmen nach einiger Zeit. Ursache ist mMn die fehlende Diffusionssperre durch Pigmente, so dass Sauerstoff besser an den ungeschützten Stahl kommt. Etwas Abhilfe könnte feineres Polieren bringen, ähnlich der Oberflächenverringerung von Edelstahlschrauben durch chemischen Polieren mit Zitronensäure. Aber ich vermute, das verzögert den Prozess hier lediglich.
 
Mal kurz eine Off-Topic Frage für meine eigene Sache, weil hier die Rede von Edelstahl löten war. Ich möchte Röhrchen einlöten für innenverlegte Züge. Kann ich mit Silberlot Edelstahlröhrchen in den Stahlrahmen einlöten oder kann das Probleme geben? Worauf sollte ich achten?

Genauso solltest du es machen und es funktioniert Problemlos. Falls du ein Silberlotfillet erzeugen willst, empfehle ich Lot mit ca 30% Silver. Falls alles mit Anlötteilen geschehen soll, geht auch ein höherer Silberanteil.

Bei mir hat sich da eine kleine kalte Flamme mit deutlichem Propanüberschuss bewährt.
 
Mal kurz eine Off-Topic Frage für meine eigene Sache, weil hier die Rede von Edelstahl löten war. Ich möchte Röhrchen einlöten für innenverlegte Züge. Kann ich mit Silberlot Edelstahlröhrchen in den Stahlrahmen einlöten oder kann das Probleme geben? Worauf sollte ich achten?

Noch kurz dazu, überleg vorher, ob Du den ganzen Züg samt Hülle im Rohr versenken willst, oder nur den Innenzug. Für beides gibt es mehrere Optionen, mit unterschiedlichen Einzelteilen, Vor- und Nachteilen.

Wenn der komplette Zug ins Rohr soll, wirst Du ziemlich große Langlöcher machen und das Führungsrohr trotzdem noch ein wenig biegen müssen. Dann würde ich eher ein Messingrohr nehmen, weil es sich meistens kontrollierbarer biegen lässt, und die Löcher auf jeden Fall mit Blechen verstärken.
Probier mit dem fertig gebogenen Röhrchen im Rahmen sicherheitshalber, ob der Zug wirklich noch durchpasst, bevor Du es festlötest.
Hier mal für eine Bremsleitung im Unterrohr, Röhrchen aus Edelstahl, aber das musste fast nicht gebogen werden:

dscn9916-jpg.1177438

Regelrechte Führungen brauchst Du dann nicht, aber es gibt vorgefertigte kleine "Hauben" die das Ergebnis klassisch aussehen lassen, gleichzeitig die die Löcher verstärken und ein wenig Knickschutz für die Hülle bieten, z.B. hier als 141 und 142, hat jeder schonmal an irgendeinem Rahmen so gehabt.

Wenn nur der Innenzug durchs Rohr soll, brauchst Du noch weitere Rohrstummel für die Führung der Hülle.
Dabei können die Führungsstummel samt Hülle im Rahmenrohr verschwinden und dort erst mit dem dünneren Röhrchen für den Innenzug zusammenkommen (meiner Meinung nach seltsam, hab ich aber schon gesehen), oder außerhalb des Rahmenrohrs liegen und dabei gleichzeitig die Verstärkung für das dann sehr viel kleinere Loch bilden.
Die Führungsstummel kannst Du je nach Verfügbarkeit der Einzelteile aus mehreren Stücken zusammenlöten, also dünnes Röhrchen 1 im Rahmen, darauf ein kurzes Distanzstück für die Lücke zwischen beiden Durchmessern und über allem die eigentliche Hüllenführung, oder auf einer Drehbank passend anfertigen und anschließend schräg absägen, oder von Anfang an mit einem eher großzügigen Röhrchen für den Innenzug und einem etwas größeren Spalt zum Stummel für die Hüllenführung planen. Alles davon hat so seine Vorteile und Tücken.

Mit Distanzstücken hatte ich es vor langer Zeit hier mal beschrieben und mache es auch immernoch meistens so, nur natürlich längst ohne Zwischenschritt in einem Durchgang:

2ZuganschlagKettenstrebe.jpg
 
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Noch kurz dazu, überleg vorher, ob Du den ganzen Züg samt Hülle im Rohr versenken willst, oder nur den Innenzug. Für beides gibt es mehrere Optionen, mit unterschiedlichen Einzelteilen, Vor- und Nachteilen.

Wenn der komplette Zug ins Rohr soll, wirst Du ziemlich große Langlöcher machen und das Führungsrohr trotzdem noch ein wenig biegen müssen. Dann würde ich eher ein Messingrohr nehmen, weil es sich meistens kontrollierbarer biegen lässt, und die Löcher auf jeden Fall mit Blechen verstärken.
Probier mit dem fertig gebogenen Röhrchen im Rahmen sicherheitshalber, ob der Zug wirklich noch durchpasst, bevor Du es festlötest.
Hier mal für eine Bremsleitung im Unterrohr, Röhrchen aus Edelstahl, aber das musste fast nicht gebogen werden:

dscn9916-jpg.1177438

Regelrechte Führungen brauchst Du dann nicht, aber es gibt vorgefertigte kleine "Hauben" die das Ergebnis klassisch aussehen lassen, gleichzeitig die die Löcher verstärken und ein wenig Knickschutz für die Hülle bieten, z.B. hier als 141 und 142, hat jeder schonmal an irgendeinem Rahmen so gehabt.

Wenn nur der Innenzug durchs Rohr soll, brauchst Du noch weitere Rohrstummel für die Führung der Hülle.
Dabei können die Führungsstummel samt Hülle im Rahmenrohr verschwinden und dort erst mit dem dünneren Röhrchen für den Innenzug zusammenkommen (meiner Meinung nach seltsam, hab ich aber schon gesehen), oder außerhalb des Rahmenrohrs liegen und dabei gleichzeitig die Verstärkung für das dann sehr viel kleinere Loch bilden.
Die Führungsstummel kannst Du je nach Verfügbarkeit der Einzelteile aus mehreren Stücken zusammenlöten, also dünnes Röhrchen 1 im Rahmen, darauf ein kurzes Distanzstück für die Lücke zwischen beiden Durchmessern und über allem die eigentliche Hüllenführung, oder auf einer Drehbank passend anfertigen und anschließend schräg absägen, oder von Anfang an mit einem eher großzügigen Röhrchen für den Innenzug und einem etwas größeren Spalt zum Stummel für die Hüllenführung planen. Alles davon hat so seine Vorteile und Tücken.

Mit Distanzstücken hatte ich es vor langer Zeit hier mal beschrieben und mache es auch immernoch meistens so, nur natürlich längst ohne Zwischenschritt in einem Durchgang:

2ZuganschlagKettenstrebe.jpg
Danke für die ausführliche Antwort!
Im Oberrohr will ich das Dicke Rohr (7mm außen, 5mm innen) für den Anschlag der Hülle auch im Rohr versenken und habe auch so ähnliche Verstärkungplätchen bzw. "Hauben" dafür wie von dir gezeigt.
Auf die Idee die dickeren Rohre (7/5mm und 5/3mm) als Verstärkung zu nutzen bin ich allerdings noch nicht gekommen. Das werde ich wohl bei den Ausgängen hinten so machen, genau wie auf dem Bild von dir. So ergibt sich dann auch sehr gut was zuerst und zuletzt gelötet werden muss...
Als Führungsrohr für den Innenzug habe ich Röhrchen mit 3mm außen und 2mm innen gekauft. Ich hoffe, dass ich sie nicht soviel biegen muss. Falls doch besorge ich mir noch Messingröhrchen.
 
Als Führungsrohr für den Innenzug habe ich Röhrchen mit 3mm außen und 2mm innen gekauft. Ich hoffe, dass ich sie nicht soviel biegen muss. Falls doch besorge ich mir noch Messingröhrchen.

Die dünnen Röhrchen kannst Du auch bei Edelstahl biegen, wie Gummi.
Doof wird das eher bei hauchdünnen Exemplaren mit 5 oder mehr mm Innendurchmesser, weil die dann häufig knicken.
 
Die Züge kompletto im Rohr mag ich auch mal haben. Bzw hab ich am WÜTHRICH. Da habe ich beherzt die Züge gezogen und festgestellt, dass die Züge lose durch den Rahmen liefen 🙄
Sowas bekomme ich nur mit einem Faden von der Gegenseite wieder eingefädelt?!
Aber Schaltung mit STI/Ergos ist so natürlich mang.
Beim CHESINI ist die umlenkung der Schaltzüge über eine Hülse auf der Tretlagerwelle gelöst. Funktioniert dann aber auch nur mit einem klassischen Tretlager.
Screenshot_20250805-212315.jpg
Screenshot_20250805-212130.jpg



Interessant finde ich auch die Lösung von Serge Mannheim für den Zug des Rear Derailleur. Zum "spass" läuft der Zug einmal von unten nach oben durch die Kettenstrebe.
53655559687_ee32992a77_c.jpg
hier noch Details


Der Zug im Oberrohr der Bremse hat auch sehr delikate Abschlüsse. Innen läuft der Zug durch ein Röhrchen.
53656899290_a420c05e96_c.jpg


Schön isses auch an meinem KLEIN.
ähnlich wie beim KUWAHARA. Aber ohne Sockel für Rahmenschaltern.
Screenshot_20260408-225500.jpg
 
Zwei Schaltzüge, eine Bremsleitung und das Lichtkabel im Unterrohr, komplett in Röhrchen vom Steuerrohr (fast) durchs Standard-Tretlagergehäuse bis zur jeweils sinnvollen Austrittswunde, bitteschön:

Lack-2.jpg


DSCN0083.JPG

DSCN0088.JPG


Das funktionierte überhaupt nur wegen des Tüten-Steuerrohrs und des fetten 38er Unterrohrs, aber ich mache sowas nie wieder mit einem normalen Tretlagergehäuse.
Es ging nur mit Versatz und einem stabilen "Schott", auf das dann die Haube gelötet wurde. Die Bremsleitung verläuft dort ein kurzes Stück weit frei.
Unter dem Deckel ist noch die Stromverteilung fürs Licht mit dem empfohlenen "adaptiven Widerstand" = Halogenbirnchen für diesen Dynamotyp.
Mit einem T47-Gehäuse (das ist kein russischer Panzer!) wäre es ein Kinderspiel gewesen.

DSCN9904.JPG


Ein richtig irres Spiel war es dagegen, die einzig mögliche Position für die Schaltzugröhrchen zu ermitteln, die gerade so eben durchs Steuerrohr geht, aber innen auch noch genug Abstand zum konischen Gabelschaft lässt. 😅

Aber wir sollten den Thread hier auch nicht völlig mit eigenen Machwerken killen, denke ich.
Also gut jetzt...?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sowas bekomme ich nur mit einem Faden von der Gegenseite wieder eingefädelt?!

Nee. Der neue Innenzug ist ja in jedem Fall länger, als der alte - mach dort einfach einen Knick ins letzte Stück, das sowieso später abgeschnitten wird.
Kommt das Zugende mit dem Knick innerhalb des Rohrs in die Nähe der Austrittsstelle, drehst Du den Zug am anderen Ende zwischen den Fingern hin und her, bis das Knickende ins Loch einrastet oder zumindest sichtbar wird. Manchmal braucht man dann noch ein Stück dünnen Draht mit Haken zum Angeln.
 
Ich habe von der ganzen Materie, die hier abgehandelt wird, de facto keinerlei Ahnung!
Was ich demgegenüber aber reichlich habe, ist großen Spaß daran, diesen Faden zu verfolgen und die Schilderungen, Bilder und Exkurse eingehend zu genießen.
Vielen Dank für's teilen!!!
 
Kleines Update zum Giraffenrahmen:

Schaftverlängerung sieht sauber aus 😁
PXL_20260410_080529684.MP.jpg


Der Schaft ist einfach riesig aber so hat er nun genug Platz für alles

PXL_20260404_122932611.jpg



Dann noch schnell Ösen für ein super leichtes Alurack

PXL_20260403_232138515.jpg


Und der Rahmen im Ganzen mit den Anpassung

IMG-20260404-WA0019.jpeg


Gestern wurde er abgeholt und wird bald zum Einsatz kommen 😁
 
Kleines Update zum Giraffenrahmen:

Schaftverlängerung sieht sauber aus 😁
Anhang anzeigen 1765652

Der Schaft ist einfach riesig aber so hat er nun genug Platz für alles

Anhang anzeigen 1765653


Dann noch schnell Ösen für ein super leichtes Alurack

Anhang anzeigen 1765655

Und der Rahmen im Ganzen mit den Anpassung

Anhang anzeigen 1765654

Gestern wurde er abgeholt und wird bald zum Einsatz kommen 😁
Meinst du wir bekommen Bilder der aufgebauten Räder zu sehen?
 
Update 2:

1776319517146.png


Fährt sich leut dem Besitzer wunderbar und auch freihändig super stabil.

GEO (selbst gemessen):

RH: 65 ct
OR: 57 cc
Sitzrohrwinkel: 73°
Steuerrohwinkel: 72,5°
Vorbiegung: ca. 50mm
Nachlauf: ca. 50mm

Bald geht der Rahmen zum pulvern zu BikeColors und dann gibt es ein neues Update.

Einzig die Bremsleistung der DiaCompe 980 lässt zu wünschen übrig. Hier werden erstmal neue Belege getestet und dann ggf. zu Shimano AT50 oder BR62 gewechselt.
 
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