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Interview Josh Poertner - Teil 3: Kettenwachs und das Ende der Aero-Entwicklung

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Re: Interview Josh Poertner - Teil 3: Kettenwachs und das Ende der Aero-Entwicklung
@Geraffelbike mit kleinerem Radius hast du weniger Hueft- und Kniebeugung, kannst daher einfacher flache Position einnehmen und ein paar mm tiefer sitzen und auch weiter vorne. Und beim Bike hast du weniger Chance auf Bodenkontakt mit dem Kurbelarm als Bonus. Fuer die Knie ist es entlastend.
was mache ich falsch, im gegensatz zu allen anderen:

wenn ich die kurbelarme um 5mm verkürze stelle ich die sattelstütze ca. 5mm höher um weiterhin den gewohnten durchtritt zu haben und freue mich über ca. 10mm weniger angehobene Beine (also weniger Hüftöffnung) . Also Nix mit tieferer Sitzposition bei kürzeren Kurbelarmen??🤷🏼‍♂️
 
Habt Ihr schon einmal ausprobiert wenn man die Kurbelarme in einem 90 ° oder 120 ° Winkel montiert?
Dann kann man doch auch weiter die 175 mm Kurbel fahren und spart sich die Neuanschaffung.
 
So viel Aufwand wie manche Hobbyfahrer betreiben noch nicht einmal Profiteams.
Was gewinnt man eigentlich am Ende? 30km länger gefahren, aber ne Menge Geld und Zeit versenkt?
10000 km weiter gefahren vor dem nächsten Kettenwechsel und keine Minute mit dem Lappen an der Kette verbracht sondern einfach nur gelegentlich mehr von dem Zeug drübergekippt. Kann nicht für Heisswachser sprechen, aber als Minimalaufwandträufelwachser frage ich mich warum ich Zeit und Geld mit Öl verschwenden sollte?
 
Also ich kenne niemanden, der von Wachs wieder auf Öl zurück ist. Nur der "Sprung" auf Wachs scheint für viele das Abenteuer des Lebens zu sein, da muss man sich jahrelang bereit für machen :)
Ich werde es tun, zumindest für die Gravel Räder und für die Räder, die auf Rollen stehen. Auf der Rolle hab ich ständig schwarze Flocken auf dem Boden, die sich nur schwer entfernen lasen, weil Wachs. Und beim Graveln wird’s häufiger nass.
Auf der Straße wachse ich nach wie vor, obwohl auch da wird die Kette genau so schnell schwarz und dreckig wie beim Ölen, sehr enttäuschend. Da rede ich mir die Vorteile des Wachsens einfach ein, für mich persönlich sind sie bisher noch nicht messbar.
 
Also ich kenne niemanden, der von Wachs wieder auf Öl zurück ist. Nur der "Sprung" auf Wachs scheint für viele das Abenteuer des Lebens zu sein, da muss man sich jahrelang bereit für machen :)
Doch ich. An meinem Gravel Bike, welches ich fast ausschließlich bei Regen verwende. Da bin ich wieder zurück zu Öl. Beim Aero-Renner bzw Schön-Wetter-Rad würde ich aber nicht mehr zurück wechseln wollen.
 
Dieser Josh ist schon ein Teufelskerl. Der hat alle Themen drin, um dieses Forum zum Überlaufen zu bringen:
Aerosocken, Hookless, Kettenwachs.
Nur an Campa gegen Shimano hat er sich nicht getraut! 😉
 
Mag das mal jemand mit den Kurbellängen erklären? Ich habe natürlich auch mitbekommen, dass das gerade ein Trend ist. Und aus diesem Interview bin ich in der Hinsicht nicht viel schlauer geworden.

Die Kurbel wird kürzer, ich sitze niedriger auf dem Rad und bin damit weniger Hindernis im Wind? Was hat das noch für Vorteile aus Sicht eines Hobbyfahrers? Und was sind die Nachteile? Nach meiner Beobachtung hat jede Geometrieänderung zwangsläufig zwei Seiten. Macht das was mit den Knien der Fahrer?
es gibt gute biomechanische Näherungsformeln für die Kurbellänge im Verhältnis zur Hebellänge der Ober/Unterschenkel. Wenn man die beachtet, kann man feststellen, daß sehr viele kleine und mittelgroße Radfahrer mit tendenziell viel zu langen Kurbeln unterwegs sind. Leider wird mit dem aktuellen hype das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, und selbst Leute mit Innenbeinlängen jenseits der 95cm sollen plötzlich 165er fahren. Beides ist murks! Ich fahre an einem älteren bike noch einer 180er Dura Ace Kurbel, und ansonsten fast überall 175er; nach den Näherungsformeln müßte ich bei meinen Maßen eher noch etwas längeres als 180mm fahren. Ich werde also alles so lassen, wie es ist.
Und, nein, Du sitzt ja HÖHER mit der kurzen Kurbel; aber wenn natürlich genauso falsch wie bisher "175 paßt für alle" dann 160 der neue "Standard" wird, kann man die Tretlager entsprechend absenken...
Grundsätzlich ist es eine Abwägung zwischen optimalem Drehmoment (lange Kurbel!) und optimaler Biomechanik (kurze Kurbeln sind insbesondere für wenig flexible Athleten angenehmer zu fahren). Und, nein, 5mm spürt man eigentlich nicht - 10mm hingegen schon...
 
es gibt gute biomechanische Näherungsformeln für die Kurbellänge im Verhältnis zur Hebellänge der Ober/Unterschenkel.
Diese Formeln sind noch aus den 1990er Jahren, wo man mit einer 60er Trittfrequenz auf 16mm Reifen gefahren ist.

Selbst eine Studie aus 2001 hat schon ergeben, dass sogar eine 145mm Kurbel Sinn machen kann.
(Determinants of maximal cycling power“ von Martin, D.T., Davidson, G., & Hahn, A. (2001))

Entscheidend ist die Trittfrquenz bei entsprechender Übersetzung: Kürzere, kompaktere Kurbel mit 120er Kadenz (heute) statt Heldenkurbel mit 60er Kadenz (früher).

Für jemanden, der seit 30 Jahren immer nur eine 60er Trittfrequenz fährt, macht eine kürzere Kurbel keinen Sinn. Der soll lieber bei seiner 180er Kurbel bleiben.
 
Ich bin ehrlich zu faul für und von der Missionierei des einfach gestrickten maximal abgeschreckt.
Zu dem Lager gehöre ich bislang auch.
Aber die Bemerkung, dass in der Bilanz der Aufwand beim Wachsen geringer sein kann, wenn das Putzen mit betrachtet wird, hat mich jetzt doch nachdenklich gestimmt.
 
Diese Formeln sind noch aus den 1990er Jahren, wo man mit einer 60er Trittfrequenz auf 16mm Reifen gefahren ist.

Selbst eine Studie aus 2001 hat schon ergeben, dass sogar eine 145mm Kurbel Sinn machen kann.
(Determinants of maximal cycling power“ von Martin, D.T., Davidson, G., & Hahn, A. (2001))

Entscheidend ist die Trittfrquenz bei entsprechender Übersetzung: Kürzere, kompaktere Kurbel mit 120er Kadenz (heute) statt Heldenkurbel mit 60er Kadenz (früher).

Für jemanden, der seit 30 Jahren immer nur eine 60er Trittfrequenz fährt, macht eine kürzere Kurbel keinen Sinn. Der soll lieber bei seiner 180er Kurbel bleiben.
Von der Ausgangslage würde eine kürzere Kurbel bei mir wahrscheinlich Sinn machen. Habe eher kurze Beine und verkürzte Hüftbeuger.

Was ich mich Frage: Ich fahre auch heute mit der 172,5er Kurbel schon eher Höhere Trittfrequenzen. Mit einer kürzeren Kurbel müsste ich ja nun nochmal schneller treten. Ist das dann nicht irgendwann ineffizient?
 
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