Igor Kraputnik
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In der CH mußte man früher eine Versicherungsmarke auf jedes Velo kleben, kostete, meine ich, vier CHF; damit waren genau solche Situation, daß man als Velofahrer jemanden umnietet, abgedeckt. Mittlerweile haben die meisten Menschen eine Privathaftpflicht, und diese Marken wurden abgeschafft.Ich meine nicht so was wie "Kunde will nicht zahlen". Ich rede nur von Fällen mit körperlichen Schäden und den Folgen von körperlichen (oder psychischen) Dauerschäden. Aber eben nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch bei anderen Fällen, in denen es strafrechtlich als Schuld des "Täters" festgestellt wird. Ich nehme Anführungsstriche, da ich "Täter" mit klarer Absicht verbinde, es aber auch viele Fälle gibt, wo es einfach nur Dummheit, Fehleinschätzung oder Unaufmerksamkeit oder so was ist.
Man müsste das gesetzlich regeln, dass eine Versicherung das bezahlen muss, oder halt einen Fond einrichten, in den Versicherungen allgemein was einzahlen. Und es geht ja auch nur um die Beträge, die der "Täter" nicht bezahlen kann. Es geht nicht darum, dass eine Versicherung per se ALLES bezahlt - dann wäre der zivilrechtliche Schadenersatz ja keine Strafe mehr.
Eben deswegen würde ein Fond Sinn machen. Bei Dingen, in denen KFZ eine Rolle spielen, könnte dafür dann zumindest ein Teil durch eine Abgabe der Autoversicherer dienen. Ist aber nur so eine Idee, von mir aus kann man es auch rein steuerfinanziert machen.
Wenn wir so etwas regeln wollen, dann wäre vermutlich eine "breite" mandatorische Privathaftpflicht der einfachste Weg... und, ja, ich habe so eine Privathaftpflicht, obwohl ich versicherungsmäßig Minimalist bin....
