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Death of a legend - stirbt Campa Record?

wofür man horrend Geld ausgeben muss.
Die SR13 ist jetzt nicht so viel teurer als eine Red oder DA. Sie SR12 war wirklich wesentlich teurer. Mit der 13er sind sie wieder vernünftiger geworden. Vergleicht man die Kompletträder mit DA, Red oder SR13, kosten sie ähnlich viel, die SR ist etwas teurer, macht aber auf dem Preisniveau nix mehr aus
 
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Re: Death of a legend - stirbt Campa Record?
Mit 12s ist imo das Notwendigste erreicht. 11s war auch schon gut, aber jetzt problemlos 11-34 was brauchst mehr. Klar 13s ist nochmal eine Abstufung besser aber das ist kein must have wofür man horrend Geld ausgeben muss.
Gruppe hin oder her, die Laufleistung wird durch kleine billige Kugellager im Laufrad und Tretlager entschieden, da ist die Gruppe egal. Schalten tut auch was aus der hinteren Reihe. Gut die Lager im Käfig können noch was rausholen und die Qualität der Kette womöglich.
Ergo: Nicht einfach für Campa sich abzuheben, es ist ausentwickelt und jetzt geht's um Preise. Und ihre E-Schaltung- da hat mir selbst ein Pro Shop sein Leid geklagt dass alles so filigran sei, Pins usw, also nicht so ganz praxistauglich. Kann ich selber nicht bewerten da ich noch eine mechanische Record fahre. Keine Bremsscheibe lief aber out of the box ohne Schlag, eine hatte Spiel in der Vernietung und knirschte beim Bremsen, also das Level können andere auch.
Aber wir können über Europa Italien finanzieren oder halt direkt was kaufen, also Leute kauft doch besser Campa...
Du magst ja recht haben - nur, genau solche Anmerkungen gab es auch bei Wechsel von 9 zu 10, von 10 zu 11x...
Ich als alter Sack kann auch sagen, daß schon der Wechsel von 2x5 auf 2x6 Hexenwerk war...
Am Ende geht darum, eine mittlerweile saubreite Entfaltung, mit der man eigentlich alles fahren, möglichst fein zu unterteilen, und gleichzeitig Verschleiß und Aufwand beim Einstellen im Auge zu behalten.
 
Du magst ja recht haben - nur, genau solche Anmerkungen gab es auch bei Wechsel von 9 zu 10, von 10 zu 11x...
Ich als alter Sack kann auch sagen, daß schon der Wechsel von 2x5 auf 2x6 Hexenwerk war...
Am Ende geht darum, eine mittlerweile saubreite Entfaltung, mit der man eigentlich alles fahren, möglichst fein zu unterteilen, und gleichzeitig Verschleiß und Aufwand beim Einstellen im Auge zu behalten.
Eben 12s :) (mit jetzt langem Käfig als Standard)
Ich stieg bei 10s ein und fahre am alten Canyon noch Chorus mit 2 Kränzen gemischt, dem 13/29 und 12/27, ergo 12/29 - reicht für vieles aber in den Alpen ist 11-34 halt schon Klasse als Normalo
 
reicht für vieles aber in den Alpen ist 11-34 halt schon Klasse als Normalo
Bei 15 Prozent will selbst ein trainierter Fahrer mit knieschonenden 85er Kadenz fahren und da ist eine 10-33, wie sie die Sr13 hat, schon was feines, zumal dadurch die Abstimmung feiner ist als mit 12fach. Klar, geht auch mit weniger, aber haben ist besser als brauchen.
Dass dicke Gänge cool sind und was für echte Männer war einmal. Das freute nur den Knieorthopäden.

Der Verkäufer meiner beiden Rennräder war unlängst noch Profifahrer in einem Profiteam. Unfallbedingt ist er nun im Laden seines Vaters. Er trainiert nach wie vor und meinte, dass selbst er in unseren Gefielden (Vorarlberg, Schweiz) 50-34 und 10-33 mit der SR13 fährt, da er damit eben auch Grundlage in den Bergen fahren kann und in der Ebene das locker reicht vom Tempo.

Die Übersetzung habe ich übrigens auch für das neue Rad bestellt.
 
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Bei der heutigen Vollintegration macht eine mechanische Schaltung keinen Sinn. Die Schaltkabel um so kleine Radien verlegen führt zu hohen Schaltkräften und schlechtem Schaltverhalten.

Zudem wollen die Radhersteller das schon gar nicht. Ist viel zu aufwändig im Aufbau und somit zu teuer. Eine Funkverbindung von Schalthebel zu Schaltwerk ist da viel, viel einfacher.
Die Hersteller sparen durch drahtloses elektronisches Schalten einfach so viel Zeit bei der Endmontage, daß die Messe gelesen ist. Und, ja, immer mehr Rahmen/Lenker-Vorbau-Kombis lassen überhaupt keine mechanischen Gruppen mehr zu.
 
Die Hersteller sparen durch drahtloses elektronisches Schalten einfach so viel Zeit bei der Endmontage, daß die Messe gelesen ist. Und, ja, immer mehr Rahmen/Lenker-Vorbau-Kombis lassen überhaupt keine mechanischen Gruppen mehr zu.
Mag sein und das ist sicher DER Benefit für die Werkstätten, Hersteller.
Ich habe beides, auf dem Scalpel MTB eine XT 3x10 und Ultegra DI2 2x12 auf dem Bianchi. Was soll ich sagen, gehen tut die mechanische Schaltung auch, aber eine elektrische, am besten 1x13 wäre mir hundert mal lieber. Die Di2 ist so ein Gedicht, hätte mir nie vorgestellt, dass das so angenehm ist. Die MTB Schaltung ist viel mehr im Einsatz als die Rennradschaltung, im Gelände braucht es viel mehr Schaltvorgänge. Ist nur lästig, wenn man das alles mit einem Knopfdruck auch machen könnte. Somit verstehe ich auch nicht, wie sich manche eine mechanische Rennradschaltung (von Campa) wünschen. Aber Geschmäcker sind verschieden.
 
Mag sein und das ist sicher DER Benefit für die Werkstätten, Hersteller.
Ich habe beides, auf dem Scalpel MTB eine XT 3x10 und Ultegra DI2 2x12 auf dem Bianchi. Was soll ich sagen, gehen tut die mechanische Schaltung auch, aber eine elektrische, am besten 1x13 wäre mir hundert mal lieber. Die Di2 ist so ein Gedicht, hätte mir nie vorgestellt, dass das so angenehm ist. Die MTB Schaltung ist viel mehr im Einsatz als die Rennradschaltung, im Gelände braucht es viel mehr Schaltvorgänge. Ist nur lästig, wenn man das alles mit einem Knopfdruck auch machen könnte. Somit verstehe ich auch nicht, wie sich manche eine mechanische Rennradschaltung (von Campa) wünschen. Aber Geschmäcker sind verschieden.
so unterschiedlich sind Geschmäcker! An Gravel und RR liebe ich Di2, aber die mechanische XTR am Fully reicht mir vollkommen aus - denn was mich "mechanisch" stört, sind diese drehbaren Bremsgriffe - am MTB ist das sauber getrennt, und funzt einfach gut!
 
Bei der heutigen Vollintegration macht eine mechanische Schaltung keinen Sinn. Die Schaltkabel um so kleine Radien verlegen führt zu hohen Schaltkräften und schlechtem Schaltverhalten.
Kurvenradius unterm Tretlager war früher auch nicht wahnsinnig weit. Ich glaube das Problem Sonne eher enge Radien von (relativ) wabbeligen Außenhüllen als die engen Radien an sich. Ich glaube dass mit zwei gut gemachten starren (!) Führungssystemen in Rahmen und Cockpit, verbunden mit der kürzesten Außenhüllenschikane im Steuerrohr die ausreichend Lenkradius erlaubt, das könnte richtig gut sein, besser als klassische Verlegung. Aber klar, ein Geschäft wird daraus nicht, das müsste als Liebhaberei starten. Hätte die UCI gesagt "sorry, keine elektrischen Motoren, auch nicht in der Gangschaltung", vielleicht wäre das jetzt der Stand der Technik (wahrscheinlich aber Hydraulik)


Zudem wollen die Radhersteller das schon gar nicht. Ist viel zu aufwändig im Aufbau und somit zu teuer. Eine Funkverbindung von Schalthebel zu Schaltwerk ist da viel, viel einfacher.
Klar. Mein hypothetisches "integrierte starre Zugführung bis auf etwas Flex für die Lenkung, das bräuchte dann auf jeden Fall auch eine Art Schnellverschluss irgendwo damit man auch mal Cockpit abnehmen kann und so weiter.
 
(...) Somit verstehe ich auch nicht, wie sich manche eine mechanische Rennradschaltung (von Campa) wünschen. Aber Geschmäcker sind verschieden.

Mechanisch macht mir einfach mehr Spass - aber nur bei Campa!

SRAM mechanisch empfand ich immer als Zumutung, Shimano mit dem beweglichen Bremshebel hat mir auch nie besonders gut gefallen. Deswegen bin ich auf Di2 umgestiegen. Da gefällt mir 2fach Di2 viel besser, bei SRAM überzeugt mich vor allem elektronisch bei 1fach. SRAM elektronisch 2fach mit dem beidseitigen Betätigen überzeugt mich ebenfalls nicht, käme mir deswegen nicht ans Rad.
 
Mechanisch macht mir einfach mehr Spass - aber nur bei Campa!

SRAM mechanisch empfand ich immer als Zumutung, Shimano mit dem beweglichen Bremshebel hat mir auch nie besonders gut gefallen. Deswegen bin ich auf Di2 umgestiegen. Da gefällt mir 2fach Di2 viel besser, bei SRAM überzeugt mich vor allem elektronisch bei 1fach. SRAM elektronisch 2fach mit dem beidseitigen Betätigen überzeugt mich ebenfalls nicht, käme mir deswegen nicht ans Rad.
Neben der reinen Haptik bevorzuge ich mechanische Schaltungen insbesondere bei Langstrecken. Da ist nach meinem Empfingen eine mechanische Schaltung einfacher zu unterhalten und benötigt unterwegs keinen Strom/ Ladegerät für die Akkus.

Zudem empfinde ich sauber extern verlegte Züge ästhetischer als innenlaufende. Dies gilt insbesondere für klassischere Räder, die nicht voll auf Aero ausgerichtet sind. Bei meiner Körpergröße ist zudem ein relativ langes Steuerrohr erforderlich. Hier können externe Züge die Steuerrohrlänge optisch etwas kaschieren.
 
Müssen sie das denn? Ich fahre meine Campa nicht weil sie funktional besser ist als meine Di2 oder die XPLR, sondern weil sie mir mehr Spass macht. Du versteifst dich imho zu sehr auf technische Merkmale, dabei sind Kaufentscheidungen nur selten rational.
Natürlich sind sie nicht rein rational. Aber genau darauf möchte ich hinaus. Die "Irrationalität" durch Mythen/Legenden bei Campa. hochgehalten läuft eben aus, weil die älteren Radfahrer irgendwann mal absteigen und die jungen zugleich Campa. gar nicht mehr kennen. Darin sehe ich ein wesentliches Problem von Campa. und ich hoffe, durch diese Zeilen dies nochmals verdeutlich zu haben. Die wirtschaftliche Situation (Inhalt/Überschrift des Threads) kommt weder von irgendwo her, noch von heute auf morgen.

Sie bedienen heute auch Gravel.
Ja, idealerweise wären sie ein Komplettanbieter der wie seine Mitbewerber den ganzen Markt abdeckt, aber das können sie als KMU finanziell niemals stemmen und könnten im Low-Budgetbereich nicht mithalten. Der Versuch würde sie in kurzer Zeit ruinieren. Daher ist die Konzentration auf ein Teilsegment resp. eine Nische schon richtig. Wenn man es richtig macht, kann man auch da Geld verdienen und überleben. Es gibt überall kleine und grosse Fische.
Natürlich kann Campa. nicht den ganzen Markt abdecken, aber zumindest im Kernbereichen Rennrad ist mMn einfach zu wenig Präsenz/Breite vorhanden.
Das ist reine Marktabschöpfung wie jetzt die Ultra-Geschichte. Ich würde mir beides nicht kaufen, da stimmt für mich der Preis nicht.

Das "Welche Gruppe für wen?" ist imho Unsinn. Ich kann mir als lahmer Hobbyfahrer die DA, XTR, XX1, RED etc. leisten, darum fahre ich sie wenn ich Lust darauf habe und für mich einen Mehrwert sehe, auch wenn ich kein Profi bin.
Genau, aber du bist offenbar finanziell auch dahingehend "gut situiert", dass du es dir leisten kannst und auch willst. Ich kenne genug Rennradfahrer, die es sich auch leisten könnten, aber nicht wollen.
Gerade bei den jungen Menschen, vielfach Quereinsteiger mit 25/30, die erstmalig ein Rennrad kaufen ist Campa. nicht ansatzweise präsent und die haben auch nicht unbedingt das Geld für ein Rad mit Campa. im höheren Segement, weil in der Midrange (vergleichbar 105er Shimano) gibt es nichts. Warum soll so jemand jemals auf Campa. wechseln, was er niemals gefahren ist bzw. vielleicht vom Hören/Sagen nur kennt, aber sonst auch kaum jemand in seiner Bubble fährt?
Für mich denken manche Campa.-Fahrer zur kurzsichtig und gehen primär von sich aus. Dass ein Italophiler Campagnolofahrer mit 50+ nichts anders mehr fährt im Leben, ist mir klar. Tut er vielleicht schon 20 Jahre lang und wird das bis ans Radfahrer-Lebensende auch tun - da kann Campagnolo noch so viel verbocken mit ihren Produkten, aber der ist Markentreu. Nur darauf kann Campagnolo seine Zukunft nicht aufbauen, denn die kaufen vielleicht noch 1-3x in ihrem Radfahrerleben ein Neurad. Außerdem, die eingeschworenen Jünger halten Campa. eh die Treue - nur das ist für Campa. offenbar zu wenig finanziell/wirtschaftlich, wie auch die Posts einiger anderen User zeigen (vor allem die Schaubilder mit den Rückgängen von Campagnolo im Profisegment). Strategisch geht es aus meiner Sicht darum, eben Nicht-Campagnolo Fahrer die Marke und Produkte schmackhaft zu machen. Und das nicht mit Narrativen von Legenden/Mythen von 20 Jahren, sondern mit etwas rationaleren Argumenten wie schon zuvor genannt (Produktqualität usw.)
Man sollte es zur Kenntnis nehmen, dass der Fahrradmarkt/Komponentenwahl nicht ganz so funktioniert, wie der Luxusgütermarkt von Uhren, Autos etc. Das Rad ist mMn zu wenig Statusobjekt geworden (v.a. außerhalb der Radsportszene), wie es mitunter andere Marken/Produkte geworden sind: einer Rolex schauen viele Menschen nach, auch jene, die mit Uhren nichts am Hut haben. Ein Bentley errregt Aufmerksamkeit in der Stadt; auch schauen Leute hin, die sich nicht für Autos interessieren mitunter. Der Tesla war/ist ein Hingucker - egal ob ich selber überhaupt ein Auto besitze.
Aber, selbst wenn ich mit einem Colnago von Pogacar durch die Berliner Innenstadt trete, interessiert das niemanden und noch weniger schauen mir Leute wegen dem Rad geschweige der Ausstattung nach. Das ist der Unterschied, den ich meine. Das Rennrad boomt zwar, aber nicht als Luxusgut.
 
Eine mechanische Uhr verhält sich zur Quarzuhr wie eine mechanische Schaltung zur elektrischen Schaltung.

Ob man Sinnlichkeit oder Funktionaltität bevorzugt - dürfte von individueller Prägung abhängig sein.

Gruß messi
Das sehe ich anders. Die mechanische Schaltung muss ich nicht aufziehen laden oder nachstellen, die läuft zuverlässig über Jahre und sie gibt mir ein haptisches und Akustisches Feedback. Die E-Schaltung ist da vergleichsweise steril und ohne klares Feedback.
 
Natürlich kann Campa. nicht den ganzen Markt abdecken, aber zumindest im Kernbereichen Rennrad ist mMn einfach zu wenig Präsenz/Breite vorhanden.

Richtig, aber der "Kernbereich" ist der Bereich den "wir hier" als Einstiegsrennräder bezeichnen.
Das wäre zwar wichtig, aber das kann Campa nicht leisten, da können sie preislich nicht mithalten.

Genau, aber du bist offenbar finanziell auch dahingehend "gut situiert", dass du es dir leisten kannst und auch willst. Ich kenne genug Rennradfahrer, die es sich auch leisten könnten, aber nicht wollen.
Gerade bei den jungen Menschen, vielfach Quereinsteiger mit 25/30, die erstmalig ein Rennrad kaufen ist Campa. nicht ansatzweise präsent und die haben auch nicht unbedingt das Geld für ein Rad mit Campa. im höheren Segement, weil in der Midrange (vergleichbar 105er Shimano) gibt es nichts. Warum soll so jemand jemals auf Campa. wechseln, was er niemals gefahren ist bzw. vielleicht vom Hören/Sagen nur kennt, aber sonst auch kaum jemand in seiner Bubble fährt?

Der Mainstream kennt nur den Mainstream und empfiehlt nur den Mainstream. Sehe ich in meinem Umfeld, da fährt kaum einer Campa. Wer nur Shimano 105 kennt, der denkt auch nicht viel weiter als Shimano 105 und empfiehlt auch nur Shimano 105.

Für mich denken manche Campa.-Fahrer zur kurzsichtig und gehen primär von sich aus. Dass ein Italophiler Campagnolofahrer mit 50+ nichts anders mehr fährt im Leben, ist mir klar. Tut er vielleicht schon 20 Jahre lang und wird das bis ans Radfahrer-Lebensende auch tun - da kann Campagnolo noch so viel verbocken mit ihren Produkten, aber der ist Markentreu.

Ich bin nicht italophil und auch (noch) nicht über 50! Ich fahre auch nicht ausschliesslich Campa, im Gegenteil, mehr Shimano und neuerdings auch SRAM. Markentreue in dem Sinne kenne ich zwar, ist aber hier nicht das entscheidende Element.


Nur darauf kann Campagnolo seine Zukunft nicht aufbauen, denn die kaufen vielleicht noch 1-3x in ihrem Radfahrerleben ein Neurad. Außerdem, die eingeschworenen Jünger halten Campa. eh die Treue - nur das ist für Campa. offenbar zu wenig finanziell/wirtschaftlich, wie auch die Posts einiger anderen User zeigen (vor allem die Schaubilder mit den Rückgängen von Campagnolo im Profisegment). Strategisch geht es aus meiner Sicht darum, eben Nicht-Campagnolo Fahrer die Marke und Produkte schmackhaft zu machen. Und das nicht mit Narrativen von Legenden/Mythen von 20 Jahren, sondern mit etwas rationaleren Argumenten wie schon zuvor genannt (Produktqualität usw.)
Man sollte es zur Kenntnis nehmen, dass der Fahrradmarkt/Komponentenwahl nicht ganz so funktioniert, wie der Luxusgütermarkt von Uhren, Autos etc. Das Rad ist mMn zu wenig Statusobjekt geworden (v.a. außerhalb der Radsportszene), wie es mitunter andere Marken/Produkte geworden sind: einer Rolex schauen viele Menschen nach, auch jene, die mit Uhren nichts am Hut haben. Ein Bentley errregt Aufmerksamkeit in der Stadt; auch schauen Leute hin, die sich nicht für Autos interessieren mitunter. Der Tesla war/ist ein Hingucker - egal ob ich selber überhaupt ein Auto besitze.

Alles richtig, aber ohne Belang, denn Campa kann in diesem Markt nicht mithalten.
 
Richtig, aber der "Kernbereich" ist der Bereich den "wir hier" als Einstiegsrennräder bezeichnen.
Das wäre zwar wichtig, aber das kann Campa nicht leisten, da können sie preislich nicht mithalten.

Die Liebhabernische existiert auch unterhalb der Klasse "alles nur Carbon und Titan". Man muss keine Preiskämpfe mit der 105 gewinnen um denen die etwas abseits vom Mainstream haben wollen aber nicht bereit sind (oder nicht in der Lage sind) sind 10000€ für ein Rad auszugeben etwas anzubieten. Dieser Markt ist natürlich nicht riesig, aber es sollte keinesfalls unmöglich sein diesen zumindest kostendeckend zu bedienen. Und sei es nur damit sich die Superrecord als Luxusvariante in Szene setzen kann von einer Mittelklassegruppe.

Dazu braucht man aber trotzdem eine gewisse Ernsthaftigkeit bei der Bedienung dieses Marktes. Einfach eine mechanische Chorus noch nicht aus dem Programm genommen haben die auf dem Stand der Record von vor 8 Jahren stehengeblieben ist (12s mechanisch war 2018, heute ist 26), das reicht eben nicht. Zumal dann wenn es kaum noch hochwertige Rahmen gibt die überhaupt irgendwie mit Mechanik kompatibel sind (und viele davon nur mit durchgängigen Hüllen, was am Campa-Umwerfer auch nicht klappt).


Der Mainstream kennt nur den Mainstream und empfiehlt nur den Mainstream. Sehe ich in meinem Umfeld, da fährt kaum einer Campa. Wer nur Shimano 105 kennt, der denkt auch nicht viel weiter als Shimano 105 und empfiehlt auch nur Shimano 105.
Und genau deshalb ist es so wichtig dass die Leute die Lust auf etwas abseits vom Mainstream haben auch unterhalb der Preisklasse Superrecord fündig werden.
 
Es ist ja schon interessant, wenn man als Mountainbiker diese Diskussion hier verfolgt.
Ich muss zugeben, das ich über viele Argumente pro Camapgnolo einfach nur erstaunt bin. Wie kann man einem so dermaßen verblassten Mythos noch so krass hinterherhängen und zum Teil Preise für Produkte zahlen, die man einfach nur noch in die Kategorie "absurd" einordnen kann?
Ich habe jahrelang Rennsport in einem anderen Bereich gemacht und da gewöhnst du dir ganz schnell ab, irgendwelchen Emotionen zu folgen, denn da zählt nur das was die Uhr sagt.
Manchmal sind es die unscheinbarsten Produkte, die am besten funktionieren und eben nicht das mit Brillanten verzierte Italo-Bike mit goldenen Schriftzügen usw. das ein Vermögen kostet und eigentlich nur an der Eisdiele punkten kann und quasi das männliche Gegenstück zur Handtasche von Gucci ist.
Das Problem von Campagnolo ist einfach, dass sie seit Jahrzehnten einfach nicht mehr innovativ sind und in den letzten Jahren keinerlei wirklich bahnbrechenden Fortschritte mehr gemacht haben, außer mal ein zusätzliches Ritzel als erster Hersteller hinzuzufügen.
Auch Shimano hat da in den letzten Jahren spürbar nachgelassen, lebt aber noch von seinem guten Ruf, der aber durch kollabierende Kurbeln und zum Teil lustlos und der Zeit hinterherhinkende Produkte zunehmend ramponiert wird.
Die jüngeren coolen Kids stehen da wohl eher auf SRAM, denn die haben zum einen eine seit Jahren immer weiter ausgebaute Plattformstrategie und zum anderen brennen sie ein wahres Innovationsfeuerwerk mit vielen zum Teil wirklich bahnbrechenden Entwicklungen ab und sie beherrschen offenbar das Einmaleins des Patentmanagements.
Das sind für manch einen sicher unbequeme Wahrheiten und in Italien hat man auf diese Entwicklungen bisher überhaupt keine Antworten finden können oder wollen.
Wenn da jetzt in Vicenza mit 120 Mitarbeitenden 40% der Belegschaft entlassen werden kann das eigentlich nur zwei Dinge bedeuten:
Die Mitarbeitenden entfallen in der Produktion, da diese nach Fernost oder an einen anderen günstigeren Standort verlagert wird und in Zukunft gibt es weniger Italo-Bling für einen vertretbaren Preis
oder
es wurden Leute in der Entwicklung freigesetzt, da man die Braut für den Verkauf schön machen will und es steht eine Übernahme durch eine Firma an, die eine eigene, etwas fähigere Entwicklungsabteilung hat.

Und was die Präsens von Campagnolo bei den Pro-Teams angeht würde ich nicht zwingend davon ausgehen, dass es nur am Geld liegt, dass man sich das Sponsoring nicht mehr leisten kann oder will.
Campag hat fürs RR oder Zeitfahrrad keine wirkliche 1-fach Option, vieles war oder ist deutlich komplizierter und zeitintensiver im Aufbau und in der Wartung als z.B. bei SRAM.
Und das Märchen, dass SRAM die dickste Kohle an die Teams gibt halte ist auch nicht für wirklich zutreffend, denn Fahrende wie WvA und Roglic setzen ganz bewusst oft auf 1-fach SetUps und wenn der Rahmen es zulässt, wird bei den Frühjahrsklassikern sogar mit Gravel-Antrieben gefahren und auch die Powermetersituation ist bei SRAM viel einfacher. Mit dem Hammerhead haben sie sogar einen eigenen Bike-Computer, davon sind die anderen beiden Hersteller noch weit entfernt, auch wenn Shimano da jetzt in einigen Bereichen etwas nachzieht.
Die Fahrenden wissen mittlerweile sehr genau was geht und was nicht und das hat zunehmend Einfluss auf die Materialwahl der Teams.
 
Das Problem von Campagnolo ist einfach, dass sie seit Jahrzehnten einfach nicht mehr innovativ sind und in den letzten Jahren keinerlei wirklich bahnbrechenden Fortschritte mehr gemacht haben, außer mal ein zusätzliches Ritzel als erster Hersteller hinzuzufügen.
Seit Jahrzehnten nicht "innovativ"?

Was ist mit den Laufrädern, die Carbonfelgen zählten mit zu den besten für Felgenbremsen, weil die Bremsoberfläche abgefräst und später noch mit Rillen versehen wurde. Davor gab es (jedenfalls von einem größeren Hersteller) nicht wirklich gute Carbonfelgen, wenn man ordentlich verzögern wollte.

Auch die Epoxymischungen galten als die haltbarsten in diesem Bereich mit relativ wenigen Hitzeschäden, wo eine ganze Branche damit zu kämpfen hatte, haltbare und sicher bremsende Carbonfelgen zu bauen.

Asymmetrische Einspeichungen (G3) wurden von Campa etabliert und von fast allen kopiert, weil sie einfach Sinn machen. Asymmetrische Felgen hatten sie auch früh in ihren Systemlaufrädern.

Campa war außerdem der erste Hersteller, der Carbon an Gruppenteilen etabliert hat. Ging in den 90ern los, erst waren es Kleinteile wie Ergo-Griffkörper, dann der ganze Ergo inkl. Hebel, dann am Schaltwerk ab 2000 und immer weiter ausgebaut, 2004 waren die Gruppen voll carbonisiert, Umwerferbleche, Schaltkäfige, alles. Wenn man das (bezahlen) wollte. Kurbeln gibt es von Shimano bis heute keine aus CF(!)

An den Laufrädern ebenso, 2003 gab es Bora G3 mit Naben in Vollcarbon (komplett tragend) und asymmetrischer Einspeichung. Das ist bis heute kein Standard, es gibt immer noch genug Räder ohne diese Einspeichung. Und das ist nur ein Beispiel, das wirklich fast alle kopiert haben, weil es sinnvoll ist. (Lastgerecht)

Differenzierte Bremsen mit Mono-Pivot Hinterrad, wo es Sinn macht, weil man sowieso weniger Bremsleistung übertragen kann, die Bremse modulierbarer ist und nicht so schnell blockiert? Und wer wollte, konnte sich auch die Doppelgelenkerbremse dranschrauben, man hatte schlicht die Wahl.

Ich meine, sie waren 2004 auch die ersten mit Compactkurbeln am Markt. 50/34 hat sich später komplett durchgesetzt, bei Shimano musste man fünf Jahre warten, bis das kam.

Das war durchaus innovativ, vorher gab's Hobbyluschenkurbeln nur in 3-fach. Auch war Campa federführend darin, dass es endlich Kassetten mit größeren Rettungsringen gab, glaube schon 2001 rum gab es ein extra Schaltwerk mit längerem Käfig, um eine 13-29 Kassette schalten zu können. Bei SRAM und Shimano gab es zu der Zeit 26/27 Zähne zu kaufen. Zumindest bei den Renngruppen, bestimmt haben die in anderen Bereichen natürlich größere Ritzel angeboten. Shimano ganz sicher.


Also es kommt natürlich drauf an, wie man "innovativ" definiert, das Rad neu erfinden kann man nicht. Aber neue, sinnvolle Dinge ausprobieren, Teile aus CF bauen, die vorher noch niemand so konstruiert hat, sich Gedanken über ordentliches Bremsen auf Carbon machen, alles Dinge, die ich unter dem Buzzword "innovativ" zusammenfassen könnte.

Aber es hat sich mehr getan, als ein zusätzliches Ritzel.
 
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Seit Jahrzehnten nicht "innovativ"?

Was ist mit den Laufrädern, die Carbonfelgen zählten mit zu den besten für Felgenbremsen, weil die Bremsoberfläche abgefräst und später noch mit Rillen versehen wurde. Davor gab es (jedenfalls von einem größeren Hersteller) nicht wirklich gute Carbonfelgen, wenn man ordentlich verzögern wollte.

Auch die Epoxymischungen galten als die haltbarsten in diesem Bereich mit relativ wenigen Hitzeschäden, wo eine ganze Branche damit zu kämpfen hatte, haltbare und sicher bremsende Carbonfelgen zu bauen.

Asymmetrische Einspeichungen (G3) wurden von Campa etabliert und von fast allen kopiert, weil sie einfach Sinn machen. Asymmetrische Felgen hatten sie auch früh in ihren Systemlaufrädern.

Campa war außerdem der erste Hersteller, der Carbon an Gruppenteilen etabliert hat. Ging in den 90ern los, erst waren es Kleinteile wie Ergo-Griffkörper, dann der ganze Ergo inkl. Hebel, dann am Schaltwerk ab 2000 und immer weiter ausgebaut, 2004 waren die Gruppen voll carbonisiert, Umwerferbleche, Schaltkäfige, alles. Wenn man das (bezahlen) wollte. Kurbeln gibt es von Shimano bis heute keine aus CF(!)

An den Laufrädern ebenso, 2003 gab es Bora G3 mit Naben in Vollcarbon (komplett tragend) und asymmetrischer Einspeichung. Das ist bis heute kein Standard, es gibt immer noch genug Räder ohne diese Einspeichung. Und das ist nur ein Beispiel, das wirklich fast alle kopiert haben, weil es sinnvoll ist. (Lastgerecht)

Differenzierte Bremsen mit Mono-Pivot Hinterrad, wo es Sinn macht, weil man sowieso weniger Bremsleistung übertragen kann, die Bremse modulierbarer ist und nicht so schnell blockiert? Und wer wollte, konnte sich auch die Doppelgelenkerbremse dranschrauben, man hatte schlicht die Wahl.

Ich meine, sie waren 2004 auch die ersten mit Compactkurbeln am Markt. 50/34 hat sich später komplett durchgesetzt, bei Shimano musste man fünf Jahre warten, bis das kam.

Das war durchaus innovativ, vorher gab's Hobbyluschenkurbeln nur in 3-fach.


Also es kommt natürlich drauf an, wie man "innovativ" definiert, das Rad neu erfinden kann man nicht. Aber neue, sinnvolle Dinge ausprobieren, Teile aus CF bauen, die vorher noch niemand so konstruiert hat, sich Gedanken über ordentliches Bremsen auf Carbon machen, alles Dinge, die ich unter dem Buzzword "innovativ" zusammenfassen könnte.
Ich möchte noch ergänzen dass sie auf die ersten waren die die Züge am Lenker entlang verlegten, statt Wäscheleinen und zudem auch die Einzigen die Mehrfachschalten in beide Richtungen konnten. Ein Feature dass gerade beim großen Gangsprung der aufs kleine Blatt in einem Rutsch ermöglichte, ohne das man ins Leere trat.

Bei der Konkurrenz gab es vielfach Rückrufe und Laufradkonstruktionen die sinnbefreit waren. Bei Campa ist abseits von Escape-Ergos und Powertorque Kurbeln nicht viel auf der Bullshitliste.
 
Die E-Schaltung ist da vergleichsweise steril und ohne klares Feedback.
Mein ehemaliger Schrauber des Vertrauens mit ~30 Jahren Berufserfahrung, stand mal vor so einer defekten Di2-Box der ersten Generation, die einfach nicht mehr funktionierte, schüttelte nur den Kopf und sagte leise und mit einer gewissen Wehmut, er wäre Mechaniker und kein Elektriker.
 
Mein ehemaliger Schrauber des Vertrauens mit ~30 Jahren Berufserfahrung, stand mal vor so einer defekten Di2-Box der ersten Generation, die einfach nicht mehr funktionierte, schüttelte nur den Kopf und sagte leise und mit einer gewissen Wehmut, er wäre Mechaniker und kein Elektriker.
Es gab mal eine Zeit in der mit dem Rechenschieber gerechnet wurde. Kennt heute kaum mehr jemand ...
 
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