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Radwahl für Marathon und Stadtrennen

H-Master

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Ich bräuchte Eure Hilfe bei der Radwahl für zwei Events.

Hintergrund:
Seit Juli letzten Jahres trainiere ich halbwegs strukturiert das Rennradfahren. Zuvor bin ich gerne mit meinen alten Stahlrennern durch die stadt gedüst, aber von Training kann man da nicht sprechen.
Seit ca. zwei Monaten trainiere ich intensiv auf Zwift und habe da meinen FTP von 250 auf 315 hochgetrieben.
Jetzt habe ich mich für zwei Events im echten Leben angemeldet, allerdings ohne jeglich Erfahrung, abgesehen von entspannten Sonntagsfahrten mit Freunden und zwar:

1. Der Spreewaldmarathon, 200km durch den Spreewald, laut Ausschreibung alles rennradtauchlich (April).
2. Berlin Triathlon im Team, 40km Radstrecke, Schwimmen und Rennen machen andere (Juni).

Abgesehen von der allgemeinen Unsicherheit mit so vielen Menschen und Rädern gleichzeitig zu fahren (ich werde versuchen bis dahin noch ein paar Gruppenfahrten unterzubekommen), bin ich mir unsicher was die Radwahl und die Vorbereitung angeht. Aktuell habe ich zwei Räder, die in Frage kommen:

a) Ein Canyon Endurace CF 9 von 2014 mit DT Swiss R23 Spline Laufrädern, Dura Ace und Felgenbremsen in XXL. Mit dem rAd bin ich den Sommer über viel gefahren und habe auch längere Touren mit viel Gepäck (140km am Tag mit voller Arschrakete, Oberrohr- und Lenkertasche + Rücksack) durchgehalten. Aktuell ist die Kiste auf der Rolle für Zwift.
b) Ein Canyon Aeroad CF SL 8 Disc von 2020, Ultegra, Scheibenbremsen mit Reynolds AR58/62 DR Laufrädern in XL. Gerade erst gekauft und wird gerade für sportliche Ausfahren eingefahren.

Für die beiden Events würde ich mich gerne spezifisch, also mit dem entsprechenden Rad draußen vorbereiten und wahrscheinlich auch in ein Bikefitting investieren, da ich das bisher noch nicht gemacht habe. Ich bin 1,92m groß, aber keine extrem langn Beine, sodass ich bei Canyon gefühlt genau zwischen XL und XXL bin, klappt beides. Aktuell wiege ich ca. 89kg, nachdem ich durch das Training in den letzten Monaten 5-7kg abgenommen habe. Alter liegt bei 39 Jahren.

Der Plan ist, bis zu den beiden Events noch fitter zu werden und obwohl es Spaßevents sind, würde ich schon gerne halbwegs auf Zeit fahren. Welches Rad würdet Ihr mir in Bezug auf beide Events empfehlen? Mein Gefühl ist, dass das Aeroad für dien Triathlon und das Endurace für den Marathon jeweils richtig sind, aber vielleicht ist das Aeroad auf lange Distanz auch sinnvoller? Schneller im Ziel ist ja auch weniger Zeit im sattel, also weniger Potenzial für Schmerzen?

Die korrekte Anwort wäre wahrscheinlich sich ein neues Pianrello oder Specialized zu kaufen, aber das gibt mein Budget nicht her. Die beiden Räder habe ich mich schon gebraucht geschossen und damit das Konto ausgereizt.

Freue mich auf Eure Antworten und hoffe, dass das Thema hier richtig platziert ist.
 
Hallo 👋
Wieso überlegst du, mit dem Endurace am Radmarathon teilzunehmen? Wenn du dich auf dem Aeroad wohlfühlst, gibt es keinen Grund für das Endurace. Gerade wenn du keine übermäßig langen Beine hast, kann es sogar sein, dass dir ein rein von den Werten "sportlicheres" Rad besser liegt. Als Tipp würde ich dir auf jeden Fall mitgeben, öfter mal aus dem Sattel zu gehen bei solchen langen Strecken. In hügeligen Gegenden mit sehr steilen Anstiegen macht man das fast automatisch, im Berliner Umland muss man sich halt dran erinnern.
 
Danke, manndat! Auf genau so eine Antwort hatte ich gehofft. Meine Überlegung war, dass das Endurace vielleicht eine entspanntere Geometrie hat und daher vielleicht besser für die lange Strecke ist, quasi "mehr Platz", aber wahrscheinlich ist es so, dass die sportliche Position mit ab und zu aus dem Sattel und Verpflegungspausen optimal ist.

Das mit dem FTP hat wahrscheinlich zwei Faktoren. Zum einen bin ich in sechs Wochen bei Zwift auf lvl 40 gekommen, da ich täglich im Schnitt über drei Stunden trainiere. Zum anderen habe ich gelernt, besser zu pacen und konstantere Leistung zu fahren. Aber sagen wir's so: ich fahre gerade gerne und viel :)
 
Da Du sportlich ambitioniert bist, kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen: Nimm für den Radmarathon (der quasi komplett flach ist) das Aeroad, mit welchem Du zügiger fahren kannst.
 
Danke Euch, das hat sehr geholfen! Das Endurace bleibt dann primär Rollenmaschine und funktioniert gut fürs Bikepacking. Dann schaue ich, dass ich mich jetzt auf das Aeroad fokussiere und suche mir hier auch noch einen Termin fürs Bikefitting.

Ansonsten bin ich sehr gespannt auf die Events. Mehr als ein paar Gruppenfahrten vorher als Test, die Tage vorher gut und gesund essen und Notfallriegel einpacken kann ich als Vorbereitung ja wahrscheinlich eh nicht machen.
 
Für die 40km Radstrecke sind sicherlich ein paar Einzelfahrten gut zwecks gucken, ob Du die Aero-Position halten kannst, wie es unter Last mit dem Trinken so klappt. Den Radmarathon sehe ich mal eher nicht so unkritisch an. Die Handzeichen für Gruppenfahrten wirst Du sicherlich dabei lernen.
 

Ja, wie Ihr seht bin ich kompletter Anfänger, wollte nur für meine Frage so viele Kontextinformationen geben wie möglich, da das in Bereichen, in dnen ich mich auskenne, immer hilfreich ist.

Wie Zwift FTP einzuschätzen ist, weiss ich natürlich nicht, aber das ist nunmal die einzige Messung, die ich habe und es deckt sich damit, dass ich glaube ich in den letzten Monaten Fitnessfortschritte gemacht habe. Sicherlich komme ich damit nicht über die Kategorie "zügiger Freitzeitfahrer" hinaus, aber vor einem Jahr hätte ich mich wahrscheinlich nicht einmal getraut, mich auf ein Aero-Rad zu setzen.
 
Hey, bin jetzt schon ein paar Mal Spreewald Marathon gefahren [Heimat ☺️] und letztes Jahr auch mit einem Freund, der vorher selten Gruppe fährt und 25km/h Schnitt angepeilt hat - am Ende ist das aber eine so angenehme Veranstaltung, dass er auch super in Gruppen mitgerollt ist, wir viel schneller waren als erwartet und die 200km fast etwas schnell um gegangen sind. Mach dir nicht so einen Kopf, nimm das Fahrrad, dass die Spaß macht und segel los…
edit. und einfach am Anfang ein bisschen gucken, was die anderen machen, keine Raketenwissenschaft und man kann immer auch mal während des „Rennens“ fragen, wenn man sich unsicher ist
 
Generell empfiehlt sich: klein anfangen und groß werden. Heißt: erstmal bei RTFs ohne Zeitnehmung bewegen. Lernen wie so eine große Gruppe funzt.

Nicht gleich Ötzi, 3LG oder Dolo mit x Tausend Teilnehmer. Die anderen danken dir 😉
 
Ich nehme das gerade als das was es ist. Anfangs sicherlich nur ein grober Schätzwert, den die App nach dem ersten Beispielrennen (glaube ich) errechnet hat. Jetzt kann ich zumindest sehen, ob ich 20 Minuten am Berg Woche für Woche mit höherer Wattzahl fahren kann oder nicht. Ob das Powermeter oder die App dabei 100% akkurat sind, ist mir recht egal. Ich hoffe nur, dass es halbwegs konstant ist.

Gerade als Anfänger wie ich ist man ja froh irgendwelche Vergleichswerte zu haben. Ich bin bei meinem Training recht alleine, darum habe ich auch hier die vielleicht naiv klingende Frage gestellt.

Natürlich kann man Zwift-Werte nicht für bare Münze nehmen, aber das kann man wahrscheinlich bei den wenigsten "Werten", mit denen Leute in online-Foren angeben. Wenn ich auf Zwift ab und zu mal Rennen fahre, wundere ich mich auch, dass ich scheinbar 20kg schwerer bin als jeder andere Teilnehmer. Aber selbst bei Strava kann man ja irgendwie tricksen.

Meine Frage und Werte habe ich hier vor allem gepostet da ich mich sicher fühlen möchte, wenn ich bei Events auf andere treffe. Danke für die freundlichen Antworten!! Ich hoffe, dass ich im realen Leben nicht auf Gatekeeping treffe, das ist in dem Konext wahrscheinlich meine größte Sorge.
 
3 h pro Tag ist schon viel, da ist – gerade am Anfang – eine große Steigerung im FTP-Test realistisch. Wenn du die Intervalle, die sich auf % FTP beziehen, gut fahren kannst, passt alles.
 
Ich mache bei Zwift nicht die direkten FTP Tests, da ich Spaß am "Game" habe. DAs passiert da immer automatisch, wenn im Climbportal isolierte Berge fahre. Die sind dann immer in 10 Segmente mit natürlich unterschiedlichen Steigungen aufgeteilt und Du bekommst für alles Deine Durchschnittswatt. Da sehe ich dann zu dass ich solange über meinem FTP bleibe wie es geht und in den letzten 10% ist entweder Überleben oder Rausballern angesagt. Ich glaube der nimmt dann den Höchstwert in einem 20-Minuten-Segment und rechnet x .95,

Für diese Woche habe ich meine "Zwift-Hausaufgaben" (ich mache immer alle Events, "of the week" etc.) erledigt. Vielleicht mache ich da am Wochenende mal einen 2x 20 Minuten Test und schaue, was dabei rauskommt. Ist das der, den Ihr empfehlen würdet?

Aus diesen ganzen Daten muss man auch erstmal schlau werden. Bin gerade mal aus Spaß ein Rennen gefahren (dumm wie ich bin immer mal wieder vorne weg und dann den Spint zu spät gesetzt), aber so ganz verstehe ich das noch nicht. Für mich sieht es so aus als wären ein paar vorne signifikant weniger Leistung gefahren... Naja, ich fahre eh primär aus Spaß.

Screenshot (1428).png



Aber da es ja hier scheinbar okay ist, off topic zu sprechen. Habt Ihr Empfehlungen, wo ich mich als ambitionierten Arfänger umschauen kann? Ich schaue immer mal wieder auf "Rundedrehen", aber da gibt es (zumindest bei mir hier in Berlin) immer nur Gravelfahrten.

Ich sehe im Grundewahld und auf anderen Strecken natürlich viele Fahrer und auch Gruppen, weiss aber nicht so richtig wie man da am besten Anschluss bekommt. Bin mir auch immer ein wenig unsicher wenn ich mit meinem ollen Rad zu ner Gruppe komme, wo jeder 20k € unter dem Hintern und am Körper hat...

Bis vor einem halben Jahr bin ich auch sportlich noch auf meinen 80er-Stahleseln mit Rahmenschaltung gefahren, da bin ich in der Welt noch nicht so richtig angekommen.
 
Bedenke bitte: Ein hoher FTP ist zwar immer eine gute Basis, aber bei weitem keinerlei Garant für eine gute Leistung in einem realen Radrennen.
Hier kommt es darauf an (wie du schon schreibst) sich in der Gruppe gut und sicher zu bewegen und wiederholt Spitzenbelastungen wegzustecken. Ich erlebe öfter Hobbyfahrer die richtig drücken können, aber nach 2-3 Zwischensprints platt sind weil sie sich nicht davon erholen. Baue in dein Training auf jeden Fall regelmäßig entsprechende Intervalle ein um die Erholungsfähigkeit zu schrauben. Das ist mindestens so wichtig wie FTP.
 
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