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Absurde (benutzungspflichtige) Fahrradwege

3. Schild mit grünen Rand, was soll das bedeuten?
Grün bedeutet Gutes, grün heißt: Kannst fahren. :D

Ein Verbot steht dort nicht, auch nicht textlich. Privat ist nicht grundsätzlich verboten, siehe Privatwald, Feldwege usw.
Ich denke, dass es um die Verkehrssicherungspflichten des privaten Eigentümers geht (Winterdienst, Schlaglöcher, Ein-Engung am Mast o.ä.) und dass die zuständige Kommune sich mit ihm und vielleicht auch dem Bund (Bundesstraße?) nicht einig geworden ist. Der Anfang des Asphaltweges liegt ja nicht an der Bundesstraße. Ein Foto oben zeigt, dass am Anfang des Asphaltweges ein Schilderpfosten ohne Schild steht. Wahrscheinlich war dort mal das Rad-Fuß-Wegschild montiert. Wer weiß.
 

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Re: Absurde (benutzungspflichtige) Fahrradwege
Ist denn der asphaltierte Weg durchgehend oder steht der Gittermast da drauf?
Ein Teil der Fläche des Weges ist vom Betonfuß des Masts belegt:

Wozu wird der Weg denn überhaupt zum Privatweg deklariert,
Vermutung: dieser ist Teil des Grundstücks, das dem Betreiber des Hochspannungsmasts gehört.
Wenn der Weg um den Strommast herumgeht (wie im Link steht), dann würde ich einfach den Privatweg befahren.
Machen ohnehin die meisten.
3. Schild mit grünen Rand, was soll das bedeuten?
Amtlichen Verkehrszeichen nachempfundene Schilder, die auf Privatgrund stehen und vom Grundstücksbesitzer aufgestellt worden sind.
 
Vermutung: dieser ist Teil des Grundstücks, das dem Betreiber des Hochspannungsmasts gehört.
Das ist klar, aber wozu den Weg deklarieren? Anders gefragt: Was stört den Betreiber daran, dass da Leute den Weg nutzen? Mir fällt da an sich nur die mögliche Haftung ein, zB falls der Weg mal in einen schlechten Zustand gerät oder im Winter nicht gestreut wird oder so.
 
Das ist klar, aber wozu den Weg deklarieren? Anders gefragt: Was stört den Betreiber daran, dass da Leute den Weg nutzen? Mir fällt da an sich nur die mögliche Haftung ein, zB falls der Weg mal in einen schlechten Zustand gerät oder im Winter nicht gestreut wird oder so.
Haftungsgründe würde ich auch vermuten. Tatsächlich ist es so, dass der Weg an einer Stelle durch den Betonfuß des Hochspannungsmasts deutlich verengt wird (siehe Foto oben). Ein unachtsamer Fahrer(/in) könnte da ein Problem bekommen.
 
Amtlichen Verkehrszeichen nachempfundene Schilder, die auf Privatgrund stehen und vom Grundstücksbesitzer aufgestellt worden sind.
Die Intension des Zeichens ist mir klar, aber so ein Zeichen hat keine rechtliche Bedeutung. Und wenn mich vor Ort jemand fragt, dann bin ich dumm und ich weiß nicht, was damit gemeint ist, weil so ein Zeichen nirgends definiert ist. Es könnte ja eine ganz andere Bedeutung haben.
 
Haftungsgründe würde ich auch vermuten. Tatsächlich ist es so, dass der Weg an einer Stelle durch den Betonfuß des Hochspannungsmasts deutlich verengt wird (siehe Foto oben). Ein unachtsamer Fahrer(/in) könnte da ein Problem bekommen.
"Haftungsgründe". Oh Mann, wir sind echt verloren in Amtsdeutschland. Was soll das? Jeder Erwachsene ist doch für sich selbst verantwortlich. Ganz ängstliche Gemüter unter den Verwaltungsbeamten könnten ja ein Schild "Benutzung auf eigene Gefahr" aufstellen und gut ist.

Und der Netzbetreiber soll mal schneller die Netze ausbauen, das ist wesentlich dringender als Nanny- Schilder aufzustellen.
 
"Haftungsgründe". Oh Mann, wir sind echt verloren in Amtsdeutschland. Was soll das? Jeder Erwachsene ist doch für sich selbst verantwortlich. Ganz ängstliche Gemüter unter den Verwaltungsbeamten könnten ja ein Schild "Benutzung auf eigene Gefahr" aufstellen und gut ist.
Es gibt genug Zeitgenossen, die aus persönlichem Mißgeschick Kapital schlagen wollen. Gerne mit windigem Anwalt in der Verwandtschaft ;)
Und der Netzbetreiber soll mal schneller die Netze ausbauen,
Warum sollte die Deutsche Bahn (denen gehört die Leitung) das tun?
das ist wesentlich dringender als Nanny- Schilder aufzustellen.
Die stehen schon einige (mindestens zwei) Jahre da.
 
Zumindest Hinterbliebene oder Betreuer eines schwer Verunfallten werden jeden halben Cent rausholen wollen, der geht, und das Argument „selber dumm gestellt“ zählt bei denen nicht.
Es sind aber meiner Erfahrung nach mehrheitlich Versicherungen, die möglichst wenig bezahlen wollen und deswegen mit jeden Zehntelcent rechnen und diesen auch einfordern.

P.S. Mal wieder zu langsam gewesen 🙈
 
Die Vollkaskomentalität führt halt zu Abwehrmaßnahmen der möglicherweise in Anspruch Genommenen. Hier in RLP gibt‘s gerade ein schönes Thema für Wanderer und MTB-Fahrer: Eigentlich muss jeder im Wald mit „waldtypischen Gefahren“ rechnen, von Stolpern über Wurzeln bis zu herunterfallenden Ästen. Nicht aber dort, wo Leute angelockt werden, also rund um Sitzbänke, Schutzhütten, Rastplätze etc. Dort ist Verkehrssicherungspflicht des Waldeigentümers. Ergo: Viele Sitzbänke, Schutzhütten, Rastplätze etc. werden verschwinden.

Vor dem Hintergrund braucht man sich über die ein oder andere absurde Radwegführung nicht wundern. Niemand will für die Risikofreude oder Blödheit Anderer haftbar gemacht werden können. Dem Thread hier werden die Beispiele nicht ausgehen.
 
Die Vollkaskomentalität führt halt zu Abwehrmaßnahmen der möglicherweise in Anspruch Genommenen. Hier in RLP gibt‘s gerade ein schönes Thema für Wanderer und MTB-Fahrer: Eigentlich muss jeder im Wald mit „waldtypischen Gefahren“ rechnen, von Stolpern über Wurzeln bis zu herunterfallenden Ästen. Nicht aber dort, wo Leute angelockt werden, also rund um Sitzbänke, Schutzhütten, Rastplätze etc. Dort ist Verkehrssicherungspflicht des Waldeigentümers. Ergo: Viele Sitzbänke, Schutzhütten, Rastplätze etc. werden verschwinden.

Vor dem Hintergrund braucht man sich über die ein oder andere absurde Radwegführung nicht wundern. Niemand will für die Risikofreude oder Blödheit Anderer haftbar gemacht werden können. Dem Thread hier werden die Beispiele nicht ausgehen.
Im Frankfurter Biegwald stehen Schilder mit der Aufschrift "Waldgrenze" - sicher ist sicher.
 
Vor dem Hintergrund braucht man sich über die ein oder andere absurde Radwegführung nicht wundern. Niemand will für die Risikofreude oder Blödheit Anderer haftbar gemacht werden können. Dem Thread hier werden die Beispiele nicht ausgehen.
Der Wald- bzw. Grundbesitzer möchte aber vor allem nicht verklagt werden.
Das ist aber reine Wunschvorstellung, es gibt schlicht keine Möglichkeit nicht verklagt zu werden und sei die Klage auch noch so unsinnig.
 
Hier im Offenbacher Wald weis ich auch von mindestens 2 Bänken, die abgeräumt wurden. Jetzt weiß ich auch warum! Im Frankfurter Bereich ist mir sowas noch nicht aufgefallen.
 
Ich sage, wir brauchen jetzt mal wirklich : Kettensäge Bürokratieabbau. Wer im Wald stolpert oder gegen einen Hochspannungsmast fährt oder seine Katze in der Mikrowelle trocknet oder den Willimann in einen Staubsauger steckt, ist selbst schuld. Niemand anderes.

Dieses ganze Geheule, wer mir Schadenersatz zahlt, weil ich zu blöd bin, eine Bank im Wald zu benutzen, ist doch komplett lächerlich.

Und ja, es geht sehr wohl anders, aus eigenem Erleben kann ich, nur als ein Beispiel, Australien nennen. Schild, sinngemäß: "Du darfst hier hochklettern, die Aussicht ist toll. Aber: Seit 1989 sind hier bereits 20 Personen tödlich verunglückt, hier die Namen." Das nenne ich Verkehrssicherungspflicht like a boss.

An die Verwaltungsexperten hier: Ihr könnt wieder ausatmen, ich bin schon wieder weg ;)
 
Der Wald- bzw. Grundbesitzer möchte aber vor allem nicht verklagt werden.

Wir hatten mal eine kleine Parzelle Wald mit borkenkäferzerfressenen Krüppelfichten (= sich selbst überlassener Bio-Wald), der an einen Weg grenzte. Diesen versandeten, geschotterten, matschigen Weg wollte die Stadt in den Radwegeplan aufnehmen, deswegen erhielten wir einen 32-seitigen "Vertrag" in bestem Juristendeutsch, dessen Grundtenor beim ersten Überfliegen sinngemäß lautete: "Wenn etwas passiert, hat der angrenzende Waldbesitzer Schuld und nicht der Wegbesitzer = Stadt". Wir haben diesen Vertrag dann schön gelocht und abgeheftet, aber natürlich nie unterschrieben. Der Wald selber war natürlich versichert, wenn da einer durchgewandert und umgenickt wäre, hätte sich schön die Versicherung mit dem Deppen herumschlagen können.
 
Ich sage, wir brauchen jetzt mal wirklich : Kettensäge Bürokratieabbau. Wer im Wald stolpert oder gegen einen Hochspannungsmast fährt oder seine Katze in der Mikrowelle trocknet oder den Willimann in einen Staubsauger steckt, ist selbst schuld. Niemand anderes.
Das ist eine ziemlich versimplifizierte Sichtweise. So einfach ist es in der Realität nicht.
Mal als Beispiel: Ich wandere durch einen Wald. Es kommt eine Lichtung mit einer Bank. Ich setze mich darauf. Was ich nicht sehen konnte, die Bank ist an einer Stelle schon leicht morsch und bricht. Ich stürze und füge mir einen komplizierten Bruch des was-weiß-ich-für-einen Knochen zu. Trotz mehrfacher Operationen habe ich einen bleibenden Schaden. Für all das gibt es Versicherungen. Meinen Schaden bezahlt mir meine Unfallversicherung. Die will sich das Geld von demjenigen holen, der für die Bank verantwortlich ist. Eventuell mit Erfolg. Auch ich kann versuchen mir noch Geld vom Verantwortlichen zu holen. Eventuell ebenfalls mit Erfolg. Beides sollte kein Problem darstellen, weil man solche Sachen per Haftpflichtversicherung absichert. Wenn man nun aber, um zu sparen, keine Haftpflichtversicherungen mehr abschließt, dann führt das zu solchen Dingen wie: Ich verbarrikadiere mein Stück Wald oder reiße alle Bänke ab.
Dieses ganze Geheule, wer mir Schadenersatz zahlt, weil ich zu blöd bin, eine Bank im Wald zu benutzen, ist doch komplett lächerlich.
Toll, was heißt das in der Endkonsequenz? Persönlichen Schaden muss ich mir leisten können? Verantwortung kann man leicht abwehren, weil der Geschädigte muss ja zu doof gewesen sein?
Ich bin auch für Selbstverantwortung, aber häufig ist die Sachlage gar nicht so klar.
wenn da einer durchgewandert und umgenickt wäre, hätte sich schön die Versicherung mit dem Deppen herumschlagen können.
Erstaunlich wie leicht man hier zum "Deppen" wird. Manch einer scheint ja fehlerfrei zu sein...
 
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