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Marktstart für Pardus in Europa: Premium-Rennräder made in China

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Re: Marktstart für Pardus in Europa: Premium-Rennräder made in China
Nicht nur beim Logo, sondern beim echten Mehrwert.
Du verkennst dabei den Mehrwert einer Marke.
Hier im Forum mag es um Gewichte und Aerowerte und Steifigkeit gehen. Da draussen in der Breite gehts oftmals auch um Zugehörigkeit und das geht sehr einfach über Marken.
Rose hat Canyon nicht überholt, weil sie die technisch besseren Räder bauen, sondern weil sie extrem in die Markenbildung investiert haben. Während Canyon sich noch auf den Tour-Magazin testsiegen von vor 10 Jahren ausgeruht und Marketingbudget in den teuren Profisport gesteckt hat, ist Rose mit Ambassadoren und Influenzern dort hin gegagnegn woe das Material gefahren und damit verkauft wird.

Und so stellt sich für div. neue asiatische Marken die frage, was deren USP sein könnte.
Für die hier vorgestellte sehe ich aktuell keinen. Weder aus Händler- noch aus Kundensicht

Gruss, Felix
 
Wenn man in die westlichen Länder vordringen will, werden wohl irgendwann mal passende Rahmen gemacht...Auch hier endet XXL da, wo andere Hersteller gerade bei L/XL liegen.
 
Da hast du jetzt schon etwas missverständlich Zitiert 😜
Meine Antwort war klar an FinnS gerichtet zum Thema "Made in China".
2. Das wird hier praktisch niemanden interessieren ob das jetzt alles aus einer Hand aus China kommt oder mit Sub- und Sub-Sub-Sub-Fertigern.
Du hattest selber geschrieben "Mit der hohen vertikalen Fertigungstiefe können alte europäische Marken vielleicht noch punkten, eine neu auftretende China-Marke wohl eher nicht."
Daher meine Ernst gemeinte Frage was du denn damit meinst, da die Fertigungstiefe in China natürlich deutlich tiefer ist.
 
Du hattest selber geschrieben "Mit der hohen vertikalen Fertigungstiefe können alte europäische Marken vielleicht noch punkten, eine neu auftretende China-Marke wohl eher nicht."
Daher meine Ernst gemeinte Frage was du denn damit meinst, da die Fertigungstiefe in China natürlich deutlich tiefer ist.
Wenn der Maestro in Bella Italia stolz seinen fatto a mano Rahmen zeigt, dann lockt das den einen oder anderen Kunden.

Ob eine vielleicht große aber (noch) unbekannte China-Marke nun 100% in House fertigt oder nicht, das dürfte so egal sein wie der berühmte Sack Reis.
 
Wenn man in die westlichen Länder vordringen will, werden wohl irgendwann mal passende Rahmen gemacht...Auch hier endet XXL da, wo andere Hersteller gerade bei L/XL liegen.
Alle chinesischen Rahmenmarken haben (soweit ich das bisher mitbekommen habe) nur Rahmen bis ca. 1,90/1,95m Fahrer:Innen (soll ja auch grosse Mädels geben :D)
-> für mich gibt’s da nix

Ich finde das meiste Zeug aber auch optisch nicht ansprechend. Einzig SEKA finde ich generell ganz hübsch.
 
Während Canyon sich noch auf den Tour-Magazin testsiegen von vor 10 Jahren ausgeruht und Marketingbudget in den teuren Profisport gesteckt hat, ist Rose mit Ambassadoren und Influenzern dort hin gegagnegn woe das Material gefahren und damit verkauft wird.
Das hat CANYON inzwischen geändert. Seit ein paar Monaten werden immer mehr Influencer mit Rädern von denen "beschenkt".
 
In China wird so einiges umgangen was fairen Wettbewerb betrifft. Auch lässt man sich teilweise als Schwellenland behandeln obwohl man bald das wirtschaftlich stärkste Land sein wird.
alles richtig, aber solange unsere Politiker unser Steuergeld nach wie vor nach China als "Klimaschutz" verschicken, sind da die Prioritäten falsch. Und natürlich haben chinesische Firmen in einer staatskapitalistischen Zentralwirtschaft Vorteile, die z.B. deutsche Firmen auf einem mehr oder weniger freien Markt nicht haben.
 
Alle chinesischen Rahmenmarken haben (soweit ich das bisher mitbekommen habe) nur Rahmen bis ca. 1,90/1,95m Fahrer:Innen (soll ja auch grosse Mädels geben :D)
-> für mich gibt’s da nix

Ich finde das meiste Zeug aber auch optisch nicht ansprechend. Einzig SEKA finde ich generell ganz hübsch.
ich bin nur 189cm groß, aber als Langbeiner finde ich da auch nix (nein, ich suche nicht aktiv, aber habe mir jetzt doch mal ein paar Hersteller angeschaut - üblicherweise ist bei "L" oder "58cm" Ende...
 
Du verkennst dabei den Mehrwert einer Marke.
Hier im Forum mag es um Gewichte und Aerowerte und Steifigkeit gehen. Da draussen in der Breite gehts oftmals auch um Zugehörigkeit und das geht sehr einfach über Marken.
Rose hat Canyon nicht überholt, weil sie die technisch besseren Räder bauen, sondern weil sie extrem in die Markenbildung investiert haben. Während Canyon sich noch auf den Tour-Magazin testsiegen von vor 10 Jahren ausgeruht und Marketingbudget in den teuren Profisport gesteckt hat, ist Rose mit Ambassadoren und Influenzern dort hin gegagnegn woe das Material gefahren und damit verkauft wird.

Und so stellt sich für div. neue asiatische Marken die frage, was deren USP sein könnte.
Für die hier vorgestellte sehe ich aktuell keinen. Weder aus Händler- noch aus Kundensicht

Gruss, Felix
Siehst Du diesen USP für alle Firmen die hier bereits in bewährter Art am Markt sind?

Ich hab mal auf die Pardus Seite geschaut und da nur ein sehr eingeschränktes Angebot gefunden. Da würde mich ehrlich gesagt nicht wirklich was interessieren.
 
Siehst Du diesen USP für alle Firmen die hier bereits in bewährter Art am Markt sind?

Ich hab mal auf die Pardus Seite geschaut und da nur ein sehr eingeschränktes Angebot gefunden. Da würde mich ehrlich gesagt nicht wirklich was interessieren.
Fraglich ist auch, wie es bei Reklamtionen und Ersatzteilen aussieht, die Rahmen, Lenker und Sattelstütze betreffen. Auch wenn beispielsweise bei CANYON noch viel Luft nach oben ist, kann man zumindest dort als Kunde einiges an Ersatzteilen jederzeit nachbestellen. Reklamationen werden auch inzwischen über Service-Werkstätten abgewickelt.
 
Siehst Du diesen USP für alle Firmen die hier bereits in bewährter Art am Markt sind?

Ich hab mal auf die Pardus Seite geschaut und da nur ein sehr eingeschränktes Angebot gefunden. Da würde mich ehrlich gesagt nicht wirklich was interessieren.
unterscheidlich.
Aber ein bereits erarbeitetes Markenbild/Image einer Firma kann ja durchaus auch in USP sein.
Sonst liegen vermeindliche USPs oft eng beieinander, werden vom Marketing-Team ersonnen und/oder sind für den angepeilten Käufer schlicht nicht von Relevanz.

Gruss, Felix
 
Du verkennst dabei den Mehrwert einer Marke.
Hier im Forum mag es um Gewichte und Aerowerte und Steifigkeit gehen. Da draussen in der Breite gehts oftmals auch um Zugehörigkeit und das geht sehr einfach über Marken.
Rose hat Canyon nicht überholt, weil sie die technisch besseren Räder bauen, sondern weil sie extrem in die Markenbildung investiert haben. Während Canyon sich noch auf den Tour-Magazin testsiegen von vor 10 Jahren ausgeruht und Marketingbudget in den teuren Profisport gesteckt hat, ist Rose mit Ambassadoren und Influenzern dort hin gegagnegn woe das Material gefahren und damit verkauft wird.

Und so stellt sich für div. neue asiatische Marken die frage, was deren USP sein könnte.
Für die hier vorgestellte sehe ich aktuell keinen. Weder aus Händler- noch aus Kundensicht

Gruss, Felix
Ich gebe dir grundsätzlich recht, dass Marke mehr ist als nur Logo, Gewicht oder Aerowerte.
Zugehörigkeit, Vertrauen, Service, Verfügbarkeit, Wiederverkaufswert und auch das Gefühl, ein Produkt einer etablierten Marke zu fahren, spielen natürlich eine Rolle. Alles Hauptgründe und auch ein Traum von mir ein S-Works zu besitzen.

Trotzdem sehe ich den USP neuer asiatischer Marken nicht zwingend nur im tiefsten Preis. Der Punkt ist eher, dass sie inzwischen technisch sehr nah an etablierten Herstellern dran sind oder in einzelnen Bereichen sogar sehr konkurrenzfähig auftreten, während sie gleichzeitig ein anderes Preis Leistungs Verhältnis bieten. Für manche Käufer reicht das bereits als Argument.

Natürlich ersetzt das nicht automatisch Händlernetz, lokale Garantieabwicklung, Markenimage oder Community. Wer das sucht, wird weiterhin eher bei Rose, Canyon, Scott, Specialized oder ähnlichen Marken landen. Wer aber primär ein technisch gutes Frameset möchte und bereit ist, bei Service, Markenbindung und Wiederverkaufswert gewisse Abstriche zu machen, findet bei solchen Marken durchaus einen nachvollziehbaren Mehrwert.

Ich würde deshalb nicht sagen, dass diese Marken keinen USP haben. Der USP ist nur ein anderer. Weniger Lifestyle und Händlerstruktur, dafür direkterer Zugang zu einem technisch interessanten Produkt zu einem attraktiveren Preis. Ob das für den einzelnen Käufer reicht, ist am Ende eine persönliche Abwägung.
 
unterscheidlich.
Aber ein bereits erarbeitetes Markenbild/Image einer Firma kann ja durchaus auch in USP sein.
Sonst liegen vermeindliche USPs oft eng beieinander, werden vom Marketing-Team ersonnen und/oder sind für den angepeilten Käufer schlicht nicht von Relevanz.

Gruss, Felix
Soweit ich das überblicken konnten war einiges der höherwertigeren Asien Produkte teilweise schon z.B. mit einem eindeutigen Aero oder Gewichtsfokus unterwegs und konnte das auch in Europa nach den üblichen Teststandards (z.B. BeindummyTest in Silverstone) nachweisen und dort in Bereiche vorstoßen, die bislang reinen Spezialisten vorbehalten waren. Da würde ich schon ein rel. klares Bild erkennen was diese Marke erreichen möchte. Pardus war mir da bislang gar nicht so ins Auge gefallen, aber Incolor mit dem SSR zB liefert da richtig gut ab. Sogar in der Kombi aus Aero und Gewicht. Da muss man sich fast eher Fragen wo noch der USP einiger etablierter Firmen liegt die offensichtlich wesentlich langsamer sind was die Weiterentwicklung ihrer Produkte angeht.
 
Trotzdem sehe ich den USP neuer asiatischer Marken nicht zwingend nur im tiefsten Preis. Der Punkt ist eher, dass sie inzwischen technisch sehr nah an etablierten Herstellern dran sind oder in einzelnen Bereichen sogar sehr konkurrenzfähig auftreten, während sie gleichzeitig ein anderes Preis Leistungs Verhältnis bieten.
Über diesen Punkt sind die HighEnd Firmen da schon hinweg. Incolor ist weit entfernt davon irgendwas zu Kampfpreisen zu verschleudern oder sich mit konkurrenzfähig zufrieden zu geben.

Die hauen einfach ein richtig leichtes Frameset mit Top Aerodynamik raus und lassen sich das auch bezahlen.
 
Die hauen einfach ein richtig leichtes Frameset mit Top Aerodynamik raus und lassen sich das auch bezahlen.
Finde ich in Anbetracht der Werte aber auch völlig in Ordnung.


Siehe den Besitzer von Pandapodium: Sein SSR wiegt rund 5.5 kg. Bei diesen Aerowerten ist das wirklich nicht von schlechten Eltern. Klar, handelt es sich um eine kleine Rahmengrösse, aber trotzdem beachtlich.
 
Aber dafür zahlen will keiner während logischerweise immer ein Fortschritt des eigenen Lebensstandards gefordert wird.
Ich persönlich zahle lieber etwas mehr aber habe dafür Gewissheit das ich auch weiterhin einen anständigen Job und Sozialleistungen habe.

Die Frage ist, wo man da die Grenze zieht. Zahlt man lieber 500€ mehr, um so viel Wertschöpfung in Deutschland zu haben, wie man z.B. bei Canyon bekommt oder würde man 3000€ mehr zahlen für ein komplett in Deutschland gefertigte Rad mit deutscher F&E, Carbonverarbeitung, Anbauteile und Montage? Zur Coronazeit schien der Traum vom deutschen Fahrrad als Massenprodukt realistisch, ist aber in weite Ferne gerückt.

Davon ab: Das Rad macht schon einen ganz guten Eindruck. Mich überzeugt aber die Geometrie nicht, es fehlt der Vorteil gegenüber etablierten Marken mit bekannten Problemen und Stärken, für die Erfahrung im Feld notwendig ist und ich würde aktuell ganz sicher kein Rad mit Ultegra kaufen. Ich warte noch etwas ab, meine Tendenz geht aber in die Richtung, dass ich mir ein Supersix hole.
 
Meine Erfahrung mit high-end-Marken aus China sieht in etwa so aus, und zwar konsequent:
"Ich bräuchte Sonderlösung X und dann bitte noch andere decals [anderen Lack, etc.]!"
Antwort am selben Tag: "Klar, machen wir doch gerne! Und da du ja bereits Teil Y von uns hast, geben wir dir 20% Rabatt. Den anderen Decalsatz legen wir auch noch bei - man weiß ja nie! Viel Spaß mit dem Zeug!" Bonus: Paket kommt dann gerne noch ohne jeden Plastikmüll.

Bei meinem 9velo-LRS hab ich beim Auspacken die Nabenendkappe verschlampt: Die haben mir kommentarlos das Bild von der letzten Qualitätskontrolle geschickt, wo die Endkappe drauf war und dazu einen trackinglink. Kostenlos.

Die Chinasachen, die ich fahre, fahre ich weil das das beste ist, was ich für meine Nische(n) am Markt gefunden habe. Und die Kundenorientierung und Flexibilität ist einfach brutal.
 
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