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Zu unsportlich für übliche Übersetzungen?

Ich habe untrainiert auf einem klassischen Renner angefangen und so eine Steigung hier in der Nähe. Ca. 1 km lang. Da habe ich mich in den ersten Wochen gar nicht rangetraut mit 39/26, weil ich nicht scheitern wollte.

Irgendwann geht's dann, irgendwann auch ohne aus dem Sattel zu gehen und mit der Zeit auch immer schneller.
 
Zu mir, bin Mitte 30, 75kg und ca 180cm und eigentlich recht unsportlich, viel Home-Office, wenig Bewegung.

Bei dieser Ausgangslage gibt es genau eine Lösung, trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Und dafür braucht es sehr viel Zeit und Geduld d.h. du brauchst mindestens 6-12 Monate regelmässiges Training. Und mit regelmässig meine ich nicht regelmässig 1x/Monat sondern wenn möglich mehrmals pro Woche.

An der Schaltung würde ich nichts ändern, im Gegenteil. Mit der Zeit wirst du mit der üblichen 50/34 zu 11/34 auch längere Steigungen mit 10% Steigung schaffen und auf der Geraden dank dieser Übersetzung auch mal einen Sprint >50 km/h schaffen.

Als verwöhnter eBiker musst du trotz hartem Training aber auch eine gewisse Leidensfähigkeit erlernen, den ein Zuckerschlecken sind längere Steilrampen selbst für den trainierten Spitzensportler nicht. Da sind keuchen, ein hoher Puls und brennende Beine bis zu einem gewissen Grad normal. Wenn du dazu nicht bereit bist, dann solltest du beim eBike bleiben.
 
Und ganz wichtig: Das E-MTB stehen lassen! Auch wenn's mglw. Spaß macht, letztlich sind es nur Junk-Miles ohne nennenswerten Trainingseffekt. Auch könntest Du darüber nachdenken, das Cardio-Training im Studio durch gezieltes Krafttraining zu ersetzen. Wenn Du sowieso schon dort hin gehst...
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für all die tollen Anregungen hier!
Das Gravel Bike hab ich gestern erstmal zurückgeschickt, gab da leider auch noch 2 grobe Mängel am Bike, welche ich nicht gleich gesehen hatte und schau mich jetzt mal in Ruhe nach Ersatz um.

Mein Plan sieht momentan so aus:
  • EMTB entweder ohne Strom betreiben bzw die Unterstützung noch weiter runterschrauben (lässt sich am Turbo Levo selbst definieren)
  • Anschaffung eines Radcomputers und loggen der Fahrten (Turbo Levo sendet Kadenz, Watt etc) um evtl Erfolge zu sehen
  • Fitnessstudio Cardio am Rad mit geführten Trainingsprogrammen (wir haben da sowas in der Art im Studio https://www.technogym.com/at/technogym-ride.html)
  • Fitnessstudio Krafttraining

Hab jetzt so richtig Bock drauf und finde ich muss mir das Gravel Bike erst durch die richtige Fitness verdienen :)
 
Na da bin ich mal gespannt, ob Du der Verlockung des E-Bikes widerstehen kannst ...
Das mit dem "Gravel-Bike" verdienen ist btw. ausgemacht Quatsch. Ein Gravel-Bike oder Rennrad muss man sich nicht "verdienen", man muss es nutzen.
 
Danke für all die tollen Anregungen hier!
Das Gravel Bike hab ich gestern erstmal zurückgeschickt, gab da leider auch noch 2 grobe Mängel am Bike, welche ich nicht gleich gesehen hatte und schau mich jetzt mal in Ruhe nach Ersatz um.

Mein Plan sieht momentan so aus:
  • EMTB entweder ohne Strom betreiben bzw die Unterstützung noch weiter runterschrauben (lässt sich am Turbo Levo selbst definieren)
  • Anschaffung eines Radcomputers und loggen der Fahrten (Turbo Levo sendet Kadenz, Watt etc) um evtl Erfolge zu sehen
  • Fitnessstudio Cardio am Rad mit geführten Trainingsprogrammen (wir haben da sowas in der Art im Studio https://www.technogym.com/at/technogym-ride.html)
  • Fitnessstudio Krafttraining

Hab jetzt so richtig Bock drauf und finde ich muss mir das Gravel Bike erst durch die richtige Fitness verdienen :)
Guter Ansatz!

zum EMTB: ich habe aus Partnerschafts-Gründen ein minimal-assist EMTB, damit ich z. B. am Gardasee mit meiner Frau (fährt gerne im Turbo-Modus mit 350W) mithalten kann. Aber ich fahre in der Ebene ohne Strom und bergauf idR nur mit 100W Unterstützung. Das trainiert bei einer 1000 hm Tour auch ordentlich und mindert die üblichen Lastspitzen (Wer was anderes behauptet, hat noch nie eine solche Tour gemacht.).
Also schön mit dem Biorad trainieren; ab und zu EMTB mit wenig Watt ergänzt dein Training.

Krafttraining (mache ich schon immer) bringt fürs Rad fahren nicht so viel, kann aber Dysbalancen korrigieren, die Rumpfmuskulatur und die Stabilität trainieren und dich am Berg spritziger machen.

Es gilt der alte Spruch: "die guten Radfahrer werden im Winter gemacht", trainiere also und lies dich in die aktuellen Trainingslehren ein. Der alte Ansatz "viel radfahren hilft viel" ist zwar nicht ganz obsolet geworden, aber die Trainingswissenschaft kann mittlerweile viel mehr.

Gutes Gelingen!
 
Danke für die guten Ratschläge! Bin hin und hergerissen, ob ich aber trotzdem mein neues Gravel Bike wieder zurück gebe und mir eines mit GRX 1x12 und der 10-51 Kassette hole oder momentan einfach gar nix und einfach versuche ohne Strom zu fahren und schauen wie weit ich damit komme.
Einfach 2x die Woche vereinfachte Bergintervalle fahren. Hin an eine Steigung, hochfahren, danach runter und etwas ausrollen, langsam regenerieren. Dann das Ganze nochmal. Das machst Du einfach 3-5x. Dann wirst Du auch am Berg besser.

Wenn Du keine Steigung hast, stattdessen einen eher dicken Gang im Flachen einlegen, so dass Du irgendwo bei einer Kadenz von 65 U/min landest.

Ansonsten, einfach fahren und nicht direkt aufgeben. Wenn Radfahren leicht wäre, würde es Fußball heißen 🤭
 
Und ganz wichtig: Das E-MTB stehen lassen! Auch wenn's mglw. Spaß macht, letztlich sind es nur Junk-Miles ohne nennenswerten Trainingseffekt. Auch könntest Du darüber nachdenken, das Cardio-Training im Studio durch gezieltes Krafttraining zu ersetzen. Wenn Du sowieso schon dort hin gehst...
Das stimmt so nicht, der Trainingseffekt mit Pedelec ist nicht sooo viel geringer...
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/E-Bike-fahren-Gesuender-als-erwartet-,ebike388.html
 
Wenn ich mir die Diskussionen hier in den letzten Tagen so ansehe, kriege ich beim Lesen Agne. Die einen sind völlig unfit, wollen aber gleich ne Mehrtagestour über eine der höchsten Pässe der Alpen, der nächste scheitert offenbar schon dran, ab und mal ohne Motor ein paar Runden zu drehen und verirrt sich in Gedankenspiralen über Motor-Unterstützung und Übersetzungen.

Ziemlich abstrus, ums mal freundlich auszudrücken.

Die Idee, einfach mal öfter regelmäßig Rad zu fahren und zu schauen, wie weit einen das in der Fitness bringt, ist anscheinend zunehmend in Vergessenheit geraten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Komm doch nicht einfach so mit Fakten!

@TE: einfach fahren. Der Rest kommt mit der Zeit. Die Übersetzung ist vollkommen ok. Und ja, Radfahren ist manchmal anstrengend.
 
Ich habe die Studie jetzt nicht gelesen, aber der NDR Beitrag liest sich meinerseits eher so:

Eher unsportliche fahren eher wieder E-Bike als "normales" Fahrrad und können einen gesundheitlichen Nutzen aus dieser Bewegung ziehen.

Ich glaube die Schnittmenge dieser in dem NDR Beitrag beschriebenen Gruppe mit der Gruppe an Menschen die mehr als dreimal die Woche trainieren wird nicht sehr groß sein.

Körperliche Gebrechen, Alter, Gelände, gemeinsame Ausfahrten können natürlich die Nutzung eines E-Bikes sehr sinnvoll machen.

Im Bekanntenkreis wird ein E-Bike öfters zum Pendeln genutzt oder auch als E-MTB als Seilbahnersatz. Sport im Sinne von Training macht damit keiner.
 
Auf die Idee, einfach mal öfter regelmäßig Rad zu fahren und zu schauen, wie weit einen das in der Fitness bringt, ist anscheinend zunehmend in Vergessenheit geraten.
Das ist jetzt aber sehr Old School. Da gibt es bestimmt noch ein paar Äpps, die mich dabei unterstützen. Ich muss doch hinterher noch nachschauen, ob ich den Berg hochgekommen bin :cool:
 
Ich fahre mein e-MTB so, dass ich genau die passenden HF Zonen erreichen kann. Im Vergleich zum normalen Rad ist, dass der Radius und Dauer größer ist und ich mich nicht überlastet. Ggf bringt mich das Rad beim verschätzen auch nach Hause.
 
Und ganz wichtig: Das E-MTB stehen lassen! Auch wenn's mglw. Spaß macht, letztlich sind es nur Junk-Miles ohne nennenswerten Trainingseffekt. Auch könntest Du darüber nachdenken, das Cardio-Training im Studio durch gezieltes Krafttraining zu ersetzen. Wenn Du sowieso schon dort hin gehst...
Stimmt so auch nicht. GA1/GA2 ist ebenso ein wichtiger Trainingsanteil. Das Problem entsteht erst, wenn man ausschließlich diese Intervalle fährt und Leistungssprünge am Berg erwartet.
Gleichzeitig will ich sagen, dass der Einfluss sehr deutlich ist. Ich habe ein Lastenrad mit E-Motor und selbst in der niedrigsten Stufe unterstützt es mit 50% meiner Leistung. 50% mehr Leistung sind mehr als ein paar Wochen Training. Das ist wirklich viel. Im Turbo unterstützt es glaube ich mit 480%, da bin ich schon fast vom Sattel hinten gerutscht vor Schreck, wie das anzieht wenn man ordentlich anfährt.
Ich fahre das Rad auch oft ohne Motor (schon alleine weil ich es ständig nicht auf die Kette kriege den Akku zu laden), das merkt man am Berg und beim Anfahren wirklich sehr deutlich.
 
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Also ich kann aich nur den meisten hier zustimmen.

EInfach etwas mehr fahren gehen, der rest kommt von selbst.

Ich selbst war letztenFrühling noch absoluter Sportmuffel/couch potato.
2 Treppen hoch gehen, und ich war ausser Puste.

Im März beschloss ich etwas zu ändern.
Angefangen mit Ernährungsunstellung (keine Süssogkeiten, viele Proteine u d Gemüse). Und Joggen.

Nach nem Monat begannen meine Fersen und Knie, mit schmerzen, die ungewohnte Belastung vom Joggen 3x die Woche war zu viel.

Also ab aufs Rad. Erstmal 2 Monate war ich mit nem Mountainbike unterwegs. (3 Fach Kurbel, extreme Untersetzung)

Da kurbelte ich untersetzt einfach extrem langsam alle Steigungen hoch.

Im Sommer kaufte ich mir ein erstes RR
2 Fach compakt Kurbel 50/34 und 11-28 Kasette.

Dann kam ich das erste mal auf die Welt! Als ich meine übliche MTB Route (aber durchgehend asphaltiert) über unsere Emmentaler Hügel machen wollte, fehlte mir extrem die Untersetzung. Ich musste auf meiner Hausroute 4x pausieren, weil meine Beine nicht mehr konnten.

Aber ich machte weiter.
1 Monat später konnte ich die Route schon durchfahren ohne Pausen. Mittlerweile mache ich bis 15% Steigung mit dieser Übersetzung, das hätte ich mir im Sommer noch nichtmal vorstellen können!

Also gib dem ganzen etwas Zeit, fahre regelmässig und bleib dran!

Der Rest kommt von selbst!

Ich konnte in diesem Halben Jahr Training mein Körperfett Anteil von 25% auf 13% senken... und bin 12kg leichter.
Das hilft beim Berge hochfahren natürlich auch extrem.
 
Das ist jetzt aber sehr Old School. Da gibt es bestimmt noch ein paar Äpps, die mich dabei unterstützen. Ich muss doch hinterher noch nachschauen, ob ich den Berg hochgekommen bin :cool:
Man kann sich auch einen Coach buchen, der erklärt einem dann, dass man zum Radfahren die Füße aufs Pedal machen muss und wo am Berg oben ist. ☝️
 
Ich habe die Studie jetzt nicht gelesen, aber der NDR Beitrag liest sich meinerseits eher so:

Eher unsportliche fahren eher wieder E-Bike als "normales" Fahrrad und können einen gesundheitlichen Nutzen aus dieser Bewegung ziehen.

Ich glaube die Schnittmenge dieser in dem NDR Beitrag beschriebenen Gruppe mit der Gruppe an Menschen die mehr als dreimal die Woche trainieren wird nicht sehr groß sein.

Körperliche Gebrechen, Alter, Gelände, gemeinsame Ausfahrten können natürlich die Nutzung eines E-Bikes sehr sinnvoll machen.

Im Bekanntenkreis wird ein E-Bike öfters zum Pendeln genutzt oder auch als E-MTB als Seilbahnersatz. Sport im Sinne von Training macht damit keiner.
"Die Analyse der fast 60.000 Fahrten zeigt, dass die Pedelec-Fahrerinnen und -Fahrer 135 Minuten pro Woche unterwegs waren, ein Großteil davon mit einer gesundheitlich effektiven Belastung. Allein dadurch konnten die Fahrenden zwei Drittel des WHO-Bewegungsziels von 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche erreichen. Entgegen vieler Vorurteile zeigen die Studienergebnisse dass Muskeln und Herz-Kreislauf-System auf dem Pedelec nahezu so intensiv gefordert werden wie beim herkömmlichen Radfahren."
Ich war auch überrascht über das Ergebnis. Und verglichen wurde die Pedelec Fahrer nicht mit Rennrad Fahrern.
Trotzdem kann es ein sinnvoller Weg sein, wieder mit dem Radfahren anzufangen.
 
Anschaffung eines Radcomputers und loggen der Fahrten (Turbo Levo sendet Kadenz, Watt etc) um evtl Erfolge zu sehen
Mich würde tatsächlich mal interessieren was für Wattwerte das ausspuckt. Ich bin schon viele Systeme gefahren die auch angeblich die Leistung messen. Oft jedoch ist das Müll was da rauskommt.
Bei manchen Systemen tritt man wie ein wilder und es will einem was von 150 Watt erzählen.
Bei wiederum anderen Systemen gibt man kaum Druck aufs Pedal und es stehen 200 Watt auf dem Tacho. Jedoch war ich schon der Meinung, das die Motorleistung damit nicht gemessen wird, sondern es schon der angebliche Druck aufs Pedal sein soll.
Ich fahre privat kein E-Bikes, aber teste ab und zu mal welche, bzw. habe in der Vergangenheit. Das Bedürfnis jst einfach nicht da.

Also falls du hierzu was teilen kannst wäre das mal interessant.
 
Hier mal einen Auszug von der HF bei einer Radtour. Irgendwie ist die Datei zerhackt, aber es ist beispielhaft für eine 3,5h Tour im Mittelgebirge.
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