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Wieder Disc-Unfall?: Matteo Jorgenson postet tiefe Schnittwunde nach U23 Paris-Roubaix

JNL

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Erneut berichtet ein Radprofi von einem Disc-Unfall bei Paris-Roubaix. Matteo Jorgenson von AG2R zog sich bei einem Sturz auf dem Kopfsteinpflaster bei Paris-Roubaix der Espoires eine tiefe Schnittwunde zu. Auf Twitter sagte er, "nichts anderes hätte so sauber schneiden können und 4 cm tief".


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solution85

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Wie ist da eigentlich bei der Mountainbike Fraktion? Die Jungs dürften im Verhältnis doch viel öfter stürzen. Scheibenbremsen hat so gut wie jeder, aber solche Storys kenne ich nicht. Oder liegt es vielleicht an der Schutzkleidung?
 

Gutti-g

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Ja Stürzen gehört da zum Biken dazu!
An den Waden gibt es keine Schutzkleidung. Da sind dann eher die Pins von den Pedalen das Problem. Die sind schön scharfkantig von Berührungen mit steinen etc. Da gibts ein paar Kratzer.
Scheibenbremsen sind sicher nicht das Problem. (Habe da z.B. 4Kolben, 203mm v+h, gekühlte Beläge)

Verletzungen auf Teile zu schieben die das fahren eigentlich viel sicherer machen ist nur eine Ausrede um vom eigenen Unvermögen abzulenken.
Wären sie vernünftig gefahren hätten sie sich nicht hingelegt. Wenns mich hinlegt habe ich nicht aufgepasst oder war halt zu schnell oder zu doof dafür.

Eigentlich nur Peinlich!!!
 

coddatec

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Wenn Scheibenbremsen so gefährlich sind, müsste es beim MTB in jedem Rennen ein Gemetzel geben.

Und wer so dicht an ein drehendes Rad kommt, der wäre im Fall der Fälle auch von Aero Speichen zerhackt worden.
 

MUD_doc

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Meiner Meinung nach: Geländerennen (MTB und CX) mit Rennrad-Rennen zu vergleichen ist wie mit den Äpfel und Birnen.
Das funzt nich.
Bei RR sind die hohen Geschwindigkeiten und das massive Rudelaufkommen allgegenwärtig.
Wenn es da zu einem Sturz kommt, was einen oder mehrere mitreißt, Biker einandertitschen und Laufräder und Rahmenteile fliegen... Da sind die Scheiben schon ein ziemliches Risikoteil, denk ich.
Beim Drecksport (hier mein ich XC) ist man meist nur beim Start mit vielen Anderen zusammen, danach verliert es sich. Beim CX finde ich das Tempo auch geringer. Wahrscheinlich haben die Crosser da mit den Discs weniger Berührungsangst.
Nun ja, im RR-Rennen finde ich die Disc bedenklich. Aber ich fahr halt keine Rennen, somit ist es ein PAL.
 

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vorwärts immer rückwärts nimmer
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Und wer so dicht an ein drehendes Rad kommt, der wäre im Fall der Fälle auch von Aero Speichen zerhackt worden.
Sehe ich genauso. Man kann sich auch an der einen oder anderen Verkehrsführung übel aufschlitzen. Da gabs es auch mal was in der Bundesliga und niemand hat Stollenschuhe verboten.

Shit happens. Frag mal mein Knie.
Nachtrag: Auf jeden Fall wird er wohl nicht nach Kassenleistung behandelt . Da ist auch nen ordentliches Schmerzmittel drin.
 
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Juuro

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Wie ist da eigentlich bei der Mountainbike Fraktion? Die Jungs dürften im Verhältnis doch viel öfter stürzen. Scheibenbremsen hat so gut wie jeder, aber solche Storys kenne ich nicht. Oder liegt es vielleicht an der Schutzkleidung?
Also beim Cross Country gibt es keine Schutzkleidung. Und Enduro- und Downhill-Racer starten zeitlich versetzt. Ich verfolge jetzt Cross Country seit vier Jahren intensiv und mir ist keine Verletzung durch Scheibenbremsen bekannt.

Es stimmt natürlich, dass bei Rennrad-Rennen die Geschwindigkeiten höher sind. Man fährt auch über längere Zeit zusammen. Aber ich finde auch, dass man anerkennen sollte, dass Scheibenbremsen einfach die bessere Technologie sind. Daraus ergibt sich auch schon das, meiner Meinung nach, größte Problem bei der Sache. Wieso dürfen in ein und demselben Wettkampf Scheibenbremsen UND Felgenbremsen eingesetzt werden. Scheibenbremsen habe eine ganz andere Bremscharakteristik. Vor allem bei Schrecksekunden ist man mit Scheibenbremsen viel schneller viel langsamer. Wenn da einer mit Scheibenbremse vor einem mit Felgenbremse fährt kann es so leicht zu einem Auffahrunfall kommen. Wenn beide Scheibenbremsen fahren würden wäre das Risiko geringer. Ich finde die UCI sollte entweder nur Scheibenbremsen oder nur Felgenbremsen erlauben.
 
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vorwärts immer rückwärts nimmer
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Ich finde die UCI sollte entweder nur Scheibenbremsen oder nur Felgenbremsen erlauben.
Es kann sich nur keiner auf der WorldTour aussuchen mit was er fährt. Teilweise fahren Semiprofessionals mit besserem Material als die Teams. Der Sponsor will ja auch verkaufen und erklär mal Shimano das ihre Gruppen nicht mehr im Fernsehen durch die Gegend fahren. Da bekommt die UCI schon ordentlich Druck. Man muss ja nur sehen was im Radsport an Prämien, im Vergleich zu anderen Sportarten, gezahlt wird, was an Sponsorengeldern rein kommt und was an Aufwand zu treiben ist. So eine Giro oder Tour Etappe a 200km+ über 3 Wochen abzusichern geht ja auch nicht übers Ehrenamt. So eine Fussballstadium ist in 30 Minuten leer und dann kommen eine Handvoll Minijobber und wischen den Gerstenschnaps auf. Mehr ist da nicht. Die Sheriffs für die Risikospiele zahlt der Steuerzahler. Beim Radsport gibts ganz andere Auflagen.
 

tobsn

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....Ich finde die UCI sollte entweder nur Scheibenbremsen oder nur Felgenbremsen erlauben.
Das Argument hab ich noch nie ganz nachvollziehen können.
Und wenn, dann kommt es doch etwas zu spät.
Einen richtigen Unterschied bei der Bremsperformance gab es als die ersten Carbon Felgen aufkamen. Die bremsten einfach unberechenbar gegenüber den Alu Pedanten. Da hat sich aber keiner dran gestört.
Heute Bremsen eigentlich alle auf hohem Niveau, egal ob Carbon- oder Alu-Flanken oder eben Disc.

:)
 

Heshthot

höhenmetersüchtig
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Und wer so dicht an ein drehendes Rad kommt, der wäre im Fall der Fälle auch von Aero Speichen zerhackt worden.
Nicht unbedingt.
Versuch mal mit einem ausgedehnteren Objekt (wie einem Bein) in ein rotierendes Speichenrad zu kommen. Das ist gar nicht so einfach. Vor allem wenn du mit der gesamten Fläche auf das Rad kommst und nicht mit dem Zehen voran. Da wird höchstens oberflächlich was abgeschabt. So einen Schnitt wie im Artikel kriegst du evtl. hin wenn eine Speiche bricht und die dann ins Fleisch schneidet. Bei intaktem Laufrad ist, denke ich, so eine Verletzung nicht möglich.
Die Disc ist dagegen räumlich vom Laufrad abgesetzt, das ist eine ganz andere Konfiguration.
Da drängt sich schon der Vergleich mit einer Kreissäge auf.
Ob es letztlich tatsächlich eine Bremsscheibe war, kann ich natürlich auch nicht sagen. Im vorliegenden Fall ist es auf jeden Fall das "richtige" Bein, so das der Kontakt mit einer Bremsscheibe rein räumlich zumindest möglich ist.
Auch der ziemlich gerade und saubere Schnitt sieht plausibel aus. Letztlich müsste man aber Videobilder von dem Sturz sehen und auch die Unfallstelle dahin gehend untersuchen ob da nicht was anderes rumlag, was den Schnitt verursacht haben kann. (So wie bei Owain Doull, der sich ja wohl an einer scharfkantigen Absperrung verletzt hat.)
 

Pedalierer

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Aber ich finde auch, dass man anerkennen sollte, dass Scheibenbremsen einfach die bessere Technologie sind. Daraus ergibt sich auch schon das, meiner Meinung nach, größte Problem bei der Sache. Wieso dürfen in ein und demselben Wettkampf Scheibenbremsen UND Felgenbremsen eingesetzt werden. Scheibenbremsen habe eine ganz andere Bremscharakteristik. Vor allem bei Schrecksekunden ist man mit Scheibenbremsen viel schneller viel langsamer. Wenn da einer mit Scheibenbremse vor einem mit Felgenbremse fährt kann es so leicht zu einem Auffahrunfall kommen. Wenn beide Scheibenbremsen fahren würden wäre das Risiko geringer. Ich finde die UCI sollte entweder nur Scheibenbremsen oder nur Felgenbremsen erlauben.
Genau Du findest das. Die Technologie ist also besser weil sie schwerer ist, weil sie komplizierter zu warten ist, weil sie gerne Lärm macht, weil die Kraft einseitig an der Gabelscheide eingeleitet wird, weil sie eine geringere Wärmekapazität verkraftet. Ja alles ganz tolle Merkmale für überlegene Technologie 🤪

Das unterschiedliche Ansprechen der Bremssysteme stellt die Profis jedenfalls nicht vor Probleme. Die Bremspower reicht nur soweit wie die Reifen es an Haftreibung übertragen und beide System reichen an diese Haftgrenze.
Die Stürze haben mit dem Mischbetrieb nicht zugenommen. Dann kann man auch gleich unterschiedliche Hersteller verbieten, weil Shimano Disc mit Organischen anders bremst als SRAM auf metallischen Belägen.
 

cycliste17

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Seit etwas mehr als 10 Jahren bin ich auf dem MTB mit Disc unterwegs,auch in XC-Rennen. Da erreicht man in Bergabpassagen teilweise bis 60 km/h. Über Vor- und Nachteile ist ja auf Hunderten Seiten diskutiert worden. Habe die Zeit der Kinderkrankheiten erstmal abgewartet und dann eine Scheibenbremsanlage gekauft.
Verletzungen kann man auch durch andere Anbauteile bekommen. Wir erinnern uns an Marcel Wüst, damals war eine Disc am Strassenrennner undenkbar.
Das Problem bei Stürzen auf der Straße sind die anderen Rennfahrer, die auf die ersten Gestürzten drauffallen. Mit ihnen auch die Fahrräder. Ein gebrochener Kohlefaserrahmen kann auch solche Verletzungen verursachen. Wenn man allein fährt und hinfällt, fliegt das Radl meistens woanders hin als der Fahrer. Da ist die Gefahr geringer vom Fahrrad verletzt zu werden.
Vielleicht hilft so eine Bremsscheibenabdeckung wie von Uli Fahl (Tune)entwickelt etwas. Optik hin oder her. Fakt ist; schwere Verletzungen bei Rennen wird's immer geben. Mit oder ohne Scheibenbremse.
 
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Rs6pro

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Es gibt ja genügend eindrückliches Bildmaterial, die belegen, dass eine drehende Disc keine solchen Verletzungen hervorrufen kann. Bei Ventoso gabs übrigens eine von der UCI angeordnete Untersuchung durch einen Schweizer Pathologen, welcher darlegen konnte, dass der Schnitt im Knie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einem Kettenblatt stammte. Der Pathologe konnte sogar die "Abdrücke" der Zähne des Kettenblattes zeigen.
Auch in diesem aktuelle Fall ist wieder das rechte Bein betroffen. Also wieder auf der Seite des Kettenblattes...!!!
 

lakecyclist

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Es gibt ja genügend eindrückliches Bildmaterial, die belegen, dass eine drehende Disc keine solchen Verletzungen hervorrufen kann. Bei Ventoso gabs übrigens eine von der UCI angeordnete Untersuchung durch einen Schweizer Pathologen, welcher darlegen konnte, dass der Schnitt im Knie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einem Kettenblatt stammte. Der Pathologe konnte sogar die "Abdrücke" der Zähne des Kettenblattes zeigen.
Auch in diesem aktuelle Fall ist wieder das rechte Bein betroffen. Also wieder auf der Seite des Kettenblattes...!!!
Es ist aber die Außenseite vom Bein verletzt!? 🤷‍♂️
 

lakecyclist

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Genau Du findest das. Die Technologie ist also besser weil sie schwerer ist, weil sie komplizierter zu warten ist, weil sie gerne Lärm macht, weil die Kraft einseitig an der Gabelscheide eingeleitet wird, weil sie eine geringere Wärmekapazität verkraftet. Ja alles ganz tolle Merkmale für überlegene Technologie 🤪

Das unterschiedliche Ansprechen der Bremssysteme stellt die Profis jedenfalls nicht vor Probleme. Die Bremspower reicht nur soweit wie die Reifen es an Haftreibung übertragen und beide System reichen an diese Haftgrenze.
Die Stürze haben mit dem Mischbetrieb nicht zugenommen. Dann kann man auch gleich unterschiedliche Hersteller verbieten, weil Shimano Disc mit Organischen anders bremst als SRAM auf metallischen Belägen.
Auf jeden Fall- Eine Felgenbremse bringt die Räder locker zum Blockiern. Aber passiert das in der Kurve schmierst du ab...
Mit einer guten Scheibenbremse hast du ein bessere Modulation und kannst das Blockieren verhindern. Du wanderst quasi leichter auf dem schmalen Grat zwischen starker Verzögerung und Blockade…
 

Pedalierer

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Auf jeden Fall- Eine Felgenbremse bringt die Räder locker zum Blockiern. Aber passiert das in der Kurve schmierst du ab...
Mit einer guten Scheibenbremse hast du ein bessere Modulation und kannst das Blockieren verhindern. Du wanderst quasi leichter auf dem schmalen Grat zwischen starker Verzögerung und Blockade…
ja super. Hatten wir erst vor ein paar Monaten, nasse Rechtskurve kurz vor Zielgerade. Zig Discfahrer in Folge hats gelegt. So viel zu dessen überlegenen Dosierbarkeit. Blockieren tut es in der Regel hinten, deshalb schmiert man nicht gleich ab auf trockenem Asphalt. Und auch ein FB kann man beim verbremsen wieder lösen, das ist kein USP von Scheibenbremsen. Man kann FB auch so konstruieren dass sie hinten nicht so schnell blockieren über Hebelweg oder Mono-Pivot wie bei Campa.
 

pintie

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Lenker weg viel zu gefährlich. Den haben sich schon viele in den Körper gebohrt.
ums Kettenblatt bitte ein schüzendes Gehäuse.
Ach was... das Ganze Bike verkleiden.

Man kann mal gegenrechnen wie viele Unfälle durch scheibenbremsen nicht passieren.


Was für eine sinnfreie Diskussion
 
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