Nachdem ich den Fred mal durchgelesen habe, möchte ich, danke Meinungsfreiheit und die Lizenz zum Blödsinnschreiben, auch was dazu erläutern.
Und wenn Colnago & Co. die teuren Karren nach Asien oder meinetwegen in die Emirate verkauft,
Auch hier wird kräftig verkauft, halt nicht in den Cube, Rose, Canyon Stückzahlen, aber Colnago ist auch ein Krämerladen im Vergleich zu den supermarktgroßen Firmen. Am Glockner gerade, ich war das erste mal bei einem Event, viel mir auf, dass Cube so jeder hat, Canyon auch, S-works (superedle und teure Radware) fand ich auch viele. Man sieht, teuer ist nicht gleich selten. Mit meinem Pinarello war ich eher alleine, dafür haben mich 5 andere Pinarellofahrer und eine Fahrerin darauf angesprochen, weil man sich irgendwie über die Marke verbunden fühlt. Ich fand das großartig, nett, interessant. Gibts das auch bei anderen Marken wie Cube etc. (dafür viel zu zahlen wäre ich aber auch nicht bereit, das hat schon andere Gründe, aber mir gefiel es).
Die Austattungen versteht man nicht unbedingt. Warum hat die Variante mit Dura Ace die Laufräder von Fulcrum, und nicht auch Enve oder passend auch die Laufräder von Dura Ace?
Auf ein Colnago kommt wie auf ein Pinarello eine Campa. Logisch? Nein! Aber g..l So meine bescheidene Meinung
ch gebe zu, als ich "Staufach" gelesen habe, bin ich schon etwas erschrocken ...

Hat da der Zahnarzt sein Notfallbesteck drin? (Um das Klischee weiterhin hochzuhalten.

)
Ich finde das genial.
Was soll eigentlich diese ständige personenbezogene Diskriminierung von ZahnÄrzten? Wenn hier ein Nichtzahnarzt sich ein absurd teures bike noch mit superduper-Teilen "tuned", dann jubelt das Forum, aber bestimme Berufsstände dürfen kein teures bike fahren?
Zahnärzte sind Selbständige. Anderen Selbständigen gönnt man auch den Erfolg für ihren Aufwand. Bitte auch bei der Berufsgruppe.
Es liegt auch an den Prioritäten. Ich, Beamter in A, also nixreich, kaufe mir so unrationalteures Zeug auch manchmal, bin bei anderen Sachen frugal. Um mal die Schnappatmenden wieder auf den Boden zu bekommen: Es sind max. 20k, keine Millionen. Das spart jeder, wirklich jeder zusammen, wenn er eben seine Prioritäten dafür setzt. Einer länger, der andere weniger lang. Andere fahren Autos, die einer Bank gehören, bei denen die Leasingraten jedes Jahr so ein Rad ergäben, aber müssen das Auto zurückgeben OHNE Gegenwert. Das Rad ist auch nach vier Jahren noch da und erfreut einen Enthusiasten.
und wenn man die Kohle hat, ist man nicht mehr so fit. Na und?
Ich z.B. Glockner Ultra in 3h, fahre trotzdem kein Baumarktrad, einfach, weil ich es ins Wohnzimmer hänge und täglich grinse, dass die Mundwinkel sich hinten treffen.
Ein C68/C72 Fahrer ist auch kein V5Rs Kunde. Mit einem C72 will man sich einen kleinen Traum erfüllen - Rahmenbaukunst, exklusive Lackierung, hochwertige Ausstattung, perfekter Service und ein Rad für die Ewigkeit oder vielleicht auch nur zum "Besitzen und Betrachten".
Würde ich nicht sagen. Das V5 und das C72 sind in meiner engeren Auswahl, was mein letztes und nächstes Rad betrifft, da ich DIE drei Italienerinnen besitzen möchte (zwei habe ich schon). Es kommt auf die Geometrie an. Das C72 ist aber erst in die nähere Auswahl gekommen, oder wird kommen, da es vorher nichts gab. Das C68 gefällt mir z.B. nicht, so edel es auch sein mag. Das V5 lässt sich herrlich leicht aufbauen (lassen, ich mach das nicht selber).
Dieses Zahnwälte-Späßchen ist vermutlich inzwischen etwas überdehnt, aber es ist schon kein ganz unzutreffendes Sittenbild der Entwicklungen im Radbereich hin zum Statussymbol. Dass bei sowas auch unterschwellig Neid mitschwingt, ist auch klar. Aber das ist ja bekanntlich die höchste Form der Anerkennung.
Weshalb kann man anerkennden einem nicht auch was gönnen und SICH SELBER fragen, was man unternehmen könnte, um sich auch so was kaufen zu können, statt du fragen, weshalb sich das ein anderer gönnt.
Aber irgendwas macht Colnago wohl richtig.
Irgendwo hab ich gelesen, dass Colnago auch in den letzten Jahren richtig profitabel war.
Das kann man ja nur von den allerwenigsten Radherstellern behaupten.
Sie haben ihren Markenkern, und richten sich auch konsequent an ihre Zielgruppe.
Die 20 Marke, die an Cubekunden oder Canyonkunden Räder verkaufen möchte, gibts ja genug. Und die kämpfen alle in dem Haifischbecken. Es ist schon nicht unklug, zu schauen, welche Nische weniger besetzt ist. Und es gibt heute keine schlechten Räder mehr. Ich habe beim Event dieses WE einiges an "günstigeren" Rädern gesehen (die ja manchmal belächerlt werden) die topp ausgesehen haben und mir richtig gut gefielen und deren Fahrer mich rasant überholt haben (und ich dabei neidvoll aber gönnend ihnen hinterher schaute).
dass das Leute außerhalb der Zielgruppe nicht verstehen, wird sie nicht sonderlich jucken.
So ist es. Die Blase ist recht selbstbewusst. Sonst wären sie auch nicht in dieser Blase.
CH 2007 zurück nach Schland kam;
Schland, das Volk der Neider (wie in A bei mir). In der Schweiz oder in FL würde nie jemand auf teures Spielzeug des Nachhbarn so reagieren wie in meiner Heimat (A) oder in Schland.
ne, für den Preis kaufe ich mir lieber ein anderes gleichwertiges Rennrad + ein Gravelbike mit HP60-
Unterstützung + ein e-scooter und für´s restliche Geld überlege ich noch
Und das ist gut so und auch nachvollziehbar für mich.
Ja, das ist ein gutes Stück gesellschaftliche Sozialisationskultur. Anderen etwas gönnen, ist hier kein grundsätzliches Kulturgut.
Amen!
Wie stellst du dir das denn vor, für das halbe Geld ein Toprad zusammenzustellen? Ein gutes Rahmenset im Topsegment kostet gut 6.000 €. Laufräder ungefähr 4.000 €. Eine Campagnolo
Super Record 13 ca. 4.500 € Listenpreis. Dazu Sattel und sonstiger Kleinkram. Da liegt man dann aber schon oberhalb des UVP für ein Komplettrad.
Italienischer Rahmensatz mit Campabestückung und Camparädern, Anbauten wie Radcomputerträger, Flaschenhalter und einen schönen Sattel, Wattpedale, eine Sonderlackierung (Mayway z.B.) und es geht gegen 20k. Ist einfach so, außer man hat das Geschick, sich das Zeug abseits eines UVPs (das der Händler halt verrechnet beim Individualaufbau) zu besorgen und selber zusammenzuschrauben. Ich kann das (leider) nicht.
Wie stellst du dir das denn vor, für das halbe Geld ein Toprad zusammenzustellen? Ein gutes Rahmenset im Topsegment kostet gut 6.000 €. Laufräder ungefähr 4.000 €. Eine Campagnolo
Super Record 13 ca. 4.500 € Listenpreis. Dazu Sattel und sonstiger Kleinkram. Da liegt man dann aber schon oberhalb des UVP für ein Komplettrad.
Es würde mich mal interessieren, wie du so etwas bewerkstelligen möchtest. Schon aus ganz eigenem Interesse. Ich überlege, im nächsten oder übernächsten Jahr ein neues Rennrad zu kaufen, auf jeden Fall mit Campagnolo (da kommt ja dann nur die teure Super Record 13 in Frage aktuell). Insofern habe ich immer gedacht, ein individualaufbau ist, auch wegen der zusätzlichen Arbeitszeit, noch mal deutlich teurer als ein Toprad des gleichen Segments. Vielleicht kann ich noch was lernen.
Individualaufbau ist halt immer teurer, weil der Händler bei den Bauteilen voll zulangt. Bsp: Campa Bora WTO Ultras 3800. Im Netz um 2600 gesehen und das geht so weiter.
Am Ende ist sowas ohnehin nur für das subjektive Wohlbefinden. Vermutlich wäre ich auch mit einem 2.000 € Rad vom Bike-Discount nur ein paar Sekunden langsamer auf einer Ganztagestour mit diversen Eisdielen und Tankstellenstopps. Aber irgendwie will man ja auch seiner Seele schmeicheln. Ne schöne (Individual-) Lackierung wäre an einem Ital. Renner noch schön. Lässt sich aber wohl nicht im Sub High End-Segment realisieren.
Für mich wäre ein1200 Grizl Canyon noch oversized, mein FTP ist jener eines Grablichtes. Aber ich sitze nicht nur auf dem Rad, ich stehe auch daneben und dann sehe ich es und will mich besonders freuen.
Interessant ist ja auch, dass das Rad zielgruppengerecht sowohl Top Komponenten, als auch eine entspannte Sitzposition bietet. Und das Fach für Kleinkram ist auch schlau. Wer vermisst die hässlichen Täschchen und er dem Sattel schon.
Genau meine Worte.

Das Rad kommt, egal wie schön es ist, nur in Frage, wenn ein Fitting da grünes Licht gibt. Sonst fährt man damit später nicht (gerne).
Ich werde mal heute beim Colnagohändler vorbeigehen und mal fragen, ob die Farben auf Lackproben zu sehen sind.