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Ist gleiche Kurbellänge bei RR und MTB besser?

cumuru

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Hallo zusammen,

ich würde jetzt gerne eure Erfahrungen, Kenntnisse oder Meinung zu o.g. Thema erfahren.

Also, die Kurbellänge meines MTB beträgt 175mm. Am Rennrad wäre die für mich passende Kurbellänge 172,5mm.
In verschiedenen Beiträgen kann man aber nachlesen, dass man besser immer die selbe Kurbellänge fährt.
Was meint ihr, soll ich das RR auch mit 175 mm fahren?
Mein MTB werde ich auf jeden Fall mit 175mm weiter fahren.
Bin gespannt auf eure Meinungen!

Gruß

André
 

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Re: Ist gleiche Kurbellänge bei RR und MTB besser?
Laut Gressmann Michael der das Buch "fahrradphysik und Biomechanik" geschrieben hat brauchen die wenigsten Menschen eine 175er Kurbel beim Rennrad!

"bei hohen Drehzahlen mit geringem Krafteinsatz sind kürzere Kurbeln von Vorteil! Die längere Kurbel erzielt eine bessere Kraftübertragung, was natürlich auf Kosten der Trittfrequenz und des Kurvenneigungswinkels geht!"

Super Buch!!
 
cumuru schrieb:
Am Rennrad wäre die für mich passende Kurbellänge 172,5mm.
Wie kommst du darauf?

Ich fahre überall die gleichen Kurbellängen.
Womit ich nicht klar komme, ist der große Unterschied der Kröpfung der Kurbelarme zwischen Rennrad und MTB.
 
Wenn fuer Dich 172.5 die richtige Laenge ist, dann muesstest Du auch am MTB mit 172.5 fahren. Das Rennrad auf 175 umzuruesten hielte ich nicht fuer richtig.
Andererseits geht es Dir genauso wie mir: 172.5 ist ideal, aber mit 175 an den MTBs komme ich auch zurecht. Was mir keinen Spass gemacht hat (und ich es deshalb abgeschafft habe) sind 170er Kurbeln.
Bei MTB ist 172.5 kaum zu kriegen ...
Ansonsten, zum Thema, welche Kurbellaenge nun ueberhaupt die richtige ist ... www.cranklength.info - da kann man auch zwischen zwei Berechnungsideologien hin- und herschalten, ich bin Anhaenger der Ideologie mit dem Faktor 0.208 ;) :)

LG .. Wolfi :D
 
Man merkt es imho schon wenn die Kurbeln unterschiedlich sind. Ich habe an meinem RR eine MTB Kurbel montiert (als Kompakte) und somit jetzt überall (MTB UND RR) gleiche Lagerbreite und gleiche Kurbellänge. Das is mir positiv aufgefallen, man spührt schon wenige mm sehr deutlich.

Torsten
 
Der Unterschied von 172.5 auf 175 ist für die wenigsten spürbar. Im direkten Vergleich ok, aber im Blindtest kaum.

Eine längere Kurbel am MTB wird dadurch gerechtfertigt, dass man da weniger mit konstanter TF rumrollt, sondern tendenziell mehr über Hindernisse, Wurzeln etc. drücken muss.
Kann man natürlich nicht pauschalisieren, ich kenn auch Leute die die Uroma-Gänge ihrer MTB Schaltung bei jeder Bodenwelle gnadenlos ausnutzen, oder die am MTB ebenfalls streng nach TF-Messer (auf planierten Waldautobahnen...) fahren.

Für mich persönlich ist die Kurbel am MTB auch länger als am Rennrad. Wegen 2.5mm eine neue zu kaufen halte ich aber für Geldverschwendung und würde es selbst nicht tun.

Ausserdem:
So ein Kurbellängen Rechner ist vielleicht als Anhaltspunkt für Anfänger ne gute Sache, aber wer schon länger fährt und verschiedenes ausprobiert hat, der weiss was ihm am besten liegt - egal ob die Länge hinterher zu irgendeiner Formel passt oder auch nicht.
 
lelebebbel schrieb:
Wegen 2.5mm eine neue zu kaufen halte ich aber für Geldverschwendung und würde es selbst nicht tun.

Nee, deswegen würde ich mir auch keine neue Kurbel kaufen. Da ich aber eine neue kaufen muß, dachte ich, mit der gleichen Länge vielleicht etwas verbessern zu können. Soll ja am Berg, wenn man einige andere Threads hier durchliest, von Vorteil sein. Und bergig ist es ja bei uns.
Aber auf der anderen Seite fahre ich auch lieber eine höhere TF, was ja eher für eine kleinere KL spricht.
Meine bisherigen 170mm am RR waren auch nie ein Problem.
Vielleicht sollte ich einfach bei der KL bleiben, denn "never change a running system"!:)

Gruß und Dank

André
 
Ich habe im letzten Sommer, nachdem ich das Radl reaktiviert habe, von 170mm (damals Ende Jugend passte das noch so einigermaßen, war aber auch schon etwas kurz (Beininnenlänge heute 89cm) auf 175mm umgebaut. Ich bin eigentlich kein echter Kraft-, sondern eher Frequenzfahrer und trete in der Ebene immer um die 100 U/min. Ich gebe zu: Nach dem Wechsel habe ich die 5mm sehr gespürt und war erst mal so um die 90 max. Mittlerweile trete ich wieder mindestens genauso schnell und tendiere eher gegen 105-110, weil ich es ein wenig trainiert habe. Knie machen ohne Probs mit. Dieses ganze Massenschleudergebamselthema kann ich bei mir nicht feststellen, obwohl ich sicherlich noch zu schwer für optimales Kampfgewicht bin (im Moment 79 Kilo bei 186cm). Und ein guter Teil des Gewichts hängt in den Schenkeln - aber die kriegt man auch mit 175mm gut zum Drehen. Also, meines Erachtens ist das Übungs- und Gewohnheitssache. Maro Moskopp sieht das auch so, auch wenn das nicht für alle das Prädikat "zustimmungswürdig" beinhaltet.

Vielleicht hilft's bei der Kaufentscheidung.

Grüßle, Boffel
 
cumuru schrieb:
Nee, deswegen würde ich mir auch keine neue Kurbel kaufen. Da ich aber eine neue kaufen muß, dachte ich, mit der gleichen Länge vielleicht etwas verbessern zu können. Soll ja am Berg, wenn man einige andere Threads hier durchliest, von Vorteil sein. Und bergig ist es ja bei uns.
Aber auf der anderen Seite fahre ich auch lieber eine höhere TF, was ja eher für eine kleinere KL spricht.
Meine bisherigen 170mm am RR waren auch nie ein Problem.
Vielleicht sollte ich einfach bei der KL bleiben, denn "never change a running system"!:)

Gruß und Dank

André

Gutes Material ist schon wichtig, aber es ersetzt natürlich keine Top Kondition, vor allem am Berg.
 
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