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Ist etwa mein Freilauf hin?

Kabelbinder

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Hi

Hab gerstern einen neuen LRS an mein Rad geschraubt. Ist ein gebrauchter Campa-Proton mit Shimano-Freilauf,

Ich also meine ALte Ultegra-Kassette von den CXP23 runter und auf die Protons gesteckt.

Als ich mich dann draufsetze lief auch alles prima.

Allerdings nur bis ich aufhörte mit dem Treten. Denn wenn ich abrupt aufhöre zu treten, dann "schlägt das Schaltwerk durch". Weiß auch nicht wie ich das genau beschreiben soll. Wenn ich das Rad auf den Montierständer stelle, dann ist das nicht so - nur wenn ich draufsitze, reintrete udn dann auföhre machts hinten "krrrchhh!" und das Schlatwerk schlägt nach vorne. Was kann das sein. Dreht der Freilauf durch und schiebt die Kette ins Schaltwerk. Ist der Freilauf also hin?

Hatte jemand schonmal dieses Symptom?

Grüße

Kabelbinder
 
Jaaa, das kenne ich...

... allerdings von einer Shimano XT-Nabe.

Genau, wie von Dir beschrieben.

Bei der XT war übrigens...

... der Freilauf hin.

:heul:

Was aber noch nichts heißen muss, da die Campa-Nabe ja anders aufgebaut sind.

Folgendes fällt mir hierzu noch ein, allerdings auch wieder nur bei Shimano:

1. Jemand hat den Freilauf zerlegt (alle Achtung!), und neues Fett reingetan. Dieses ist jedoch ein wenig zu "zäh", und lässt den Freilauf eine Zeit lang nicht frei laufen - bis es sich seinen Weg nach draußen gesucht hat.
Den Fehler hab ich mal bei einer Shimano 600 Nabe gemacht.

2. Der Freilauf ist nicht wirklich kaputt - aber seine Konterung (bei Shimano ist's die rechte Lagerschale) hat sich gelöst, wodurch er so viel Spiel hat, dass er gelegentlich verkantet.
Das hatte die bereits erwähnte 600er vorher.

Kannst Du denn am Freilauf (bzw. am Ritzelpaket) deutlich wackeln?

Viel Glück!
 
aha! ... Danke für die Tipps.

In der Tat hat der Kerl, vom dem ich den LRS gekauft habe, gesagt, es sei alles grade frisch gefettet worden. Von daher könnte die Fett-Theorie zutreffen. Außerdem fehlt das klassische Sirren des Freilaufs, was auch für ziemliches Fettgeschmodder im Freilauf spricht.

Nachdem ich das Hinterrad eingebaut hatt, stellte ich fest, dass die Nabe gehöriges Spiel hatt. Auch das Ritzelpaket hatte Spiel. Also wenn beides an einer Konterrschraube hängt, könnte das einfach alles zu locker sein. Kann sein, dass derjenige, der das Teil "frisch überholt" hat, die Nabe nicht richtig wieder zugeschraubt hat.

Naja - wenn man nicht alles selber macht .. tz tz tz

Werd das Teil mir heute abend mal genauer anschauen und dann berichten

Danke und Gruß

Peer
 
Moin - hab mich an meien Proton HR versucht - und es hat geklappt!

Also gestern das Proton HR auseinander gebaut. Und es sah aus, wie vermutet : Alles vollgeschmoddert mit irgendnem Fett hatte die Optik von nen Fünf-Minuten-Ei in schwarz.

Irgendwer hatte mir mal gesagt "Haua-haua - Freilauf aufschrauben is nervig!", aber das scheint echt nicht schlimm zu sein. Denn so ein Proton-Freilauf ist ja echt nen simpel-geniales Teil. Ich denek die anderen sind genauso vom Prinzip.

Alles saubergemacht, geölt und nicht gefettet !

Dass der Freilauf im Arsch war, hätte eigentlich auch nicht sein können, denn so ein Freilauf ist ja eigentlich das stabilste, was an so einem Rad dran ist. Schließlich sind es diese drei kleinen Zähnchen, die die Kraft aus den Beinen auf das HR übertragen.

Natürlich bei der Gelegenheit gleich die Lager neu gefettet.

Eine schöne Sache bei den Protons ist, dass man die Lager in ungefähr 7 Sekunden einstellen kann: Einfach zudrehen. Keine Ahnung, wie das technisch genau funktioniert - aber es funktioniert!

Mal wieder einen lehrreichen Abend gehabt :-)))

Vielen Dank für den Hinweis, Knobi

Grüße

Peer
 
Ein dickes Kompliment für Deinen Mut!

Bei Shimano ist das offenbar weitaus fummeliger; da muss man, wenn Achse und Kugeln raus sind, die innere Radlagerschale mit einem Flacheisen o.ä. abdrehen. Die ist gleichzeitig auf der Rückseite die äußere Lagerschale des Freilaufs, dessen Spiel über simple Unterlegscheiben eingestellt wird. Zieht man den Freilauf dann auseinander: Sproing! Eine Ringfeder, zwei Sperrklinken, und irre viele winzige Kügelchen, die immer sofort unter dem Regal verschwinden wollen...

Dass die besseren Campa-Naben aber wirklich genial einfach und solide gemacht sind, habe ich immer wieder mal gehört. Leider hatte ich bislang noch nicht die Ehre, solch ein feines Teil mal zerlegen zu dürfen.

Grüße,
Sven
 
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