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Breite Rennrad Schuhe

Dachte ich mir. Beim Riot hatte ich mal massiv Ärger mit Bont in China, weil sie mir weis machen wollten, dass der gelieferte Riot angeblich „wide“ wäre, obwohl er es nachgemessen definitiv nicht war.

Die höherpreisigen Vaypor bspw. sind dagegen maßhaltig, habe aktuell einen Vaypor+ in double wide. Der ist wirklich weit. Aber Dein CX201 sieht auch gut weit aus.
 
Bei Lake muss man unheimlich aufpassen - bei der Größentabelle und auch bei dem Frage-Antwort-Tool, das einen bestimmten Schuh empfiehlt.

Kurz zur Einordnung, meine Füße sind 265mm lang (also irgendwo bei Größe 42.5 bis 43), aber 112mm breit (Größe 46).

Das Frage-Antwort-Tool hatte mir den CX219 (breite Version) und Größe 43 empfohlen. Ich hatte dann zum Testen 44 bestellt - viel zu eng seitlich. Der 45er war dann okay, aber nach vorne dann mehr als 1,5cm Platz.

Bei der Größentabelle könnten die ruhig mal dazu schreiben, was die einzelnen Leistenformen bedeuten (welche sind breit, welche schmal, ...). Mit "sport last", "race last", "competition last" kann kein Mensch was anfangen.

Durch Internetrecherche (YouTube) bin ich beim CX201 in 43 gelandet. Das passt soweit von Länge und Breite und in weiß sehen die eigentlich ganz ok aus. In schwarz sind die zugegebenermaßen sehr hässlich.
Ich hab zwar in denen ab und zu immer noch taube Zehen, aber das liegt weniger an den Maßen als an der Sohle. Unten hat der Fuß fast nur im Bereich der Zehengrundgelenke Kontakt zur Sohle, Fußgewölbe und Zehen liegen komplett hohl. Nächste Woche habe ich ein Date beim Elsenbach - ich hoffe, dass neue Einlagen das Problem lösen werden.

Der CX178 (wide) ist übrigens fast genauso breit wie der CX201, allerdings eher flach im Bereich des Spanns.
 
Gebe dir recht - der viel gelobte Größenrechner von Lake hat bei mir auch nur Murks ausgegeben. Da ich mich schon seit Jahren nicht mehr auf solche Rechner und/oder Angaben verlasse, hab ich einfach direkt mehrere Größen, angefangen bei der empfohlenen, bestellt. Geworden ist es dann 45.5 statt der empfohlenen 44 😉

Den 178 schaue ich mir auch mal an.
 
Hallo zusammen,
ich bin auf der Suche nach neuen passenden Schuhen. Ich habe leider immer das Problem, das meine Füße ziemlich breit sind vorne, so dass ich meist 1 -2 Nummern größer kaufen muss. Das möchte ich bei meinen Rennrad Schuhen vermeiden.
Ich habe mir die Shimane S Phyre in Größe 43 Wide anprobiert. Von der Länge her passen sie, sie drücken jedoch an der Seite bei meinem Knöchel. Habt ihr Erfahrungen mit etwas breiteren Schuhen? Welche könnten passen?
Das Problem mit den Schuhen bei breiten Füßen besteht oftmals darin, dass sie eigentlich ganz gut passen, aber früher oder später, d. h. bei langen Fahrten oder/und bei Hitze oder/und am Abend dann doch unangenehm drücken, wie man dann ggf. auch an geröteten Stellen am Vorderfuß sieht.5

Edit: D. h. die Sohle passt aber das Obermaterial drückt unter (ungünstigen) Umständen (s. o.) noch an einigen Stellen.

Anstatt einen noch größeren Schuh zu kaufen, der eigentlich zu groß ist, habe ich Folgendes erfolgreich ausprobiert, um den Schuh sanft und gleichmäßig zu weiten.

Schuh gründlich reinigen, in den Schuh eine 10 L Tiefkühltüte geben und nach maximalem Schließen des Schuhs, die Tiefkühltüte mit Wasser füllen und dabei den Schuh tendenziell senkrecht halten, Tüte schließen (verknoten), Schuh in eine saubere Plastiktüte stecken und in ein Gefrier- oder Tiefkühlfach geben und frühestens nach 24 h wieder raus holen, nachdem das gefrorene Wasser wieder geschmolzen ist die Tiefkühltüte entfernern. Gegebenenfalls wiederholen (Schuh erneut maximal Schließen).



Ich habe das mal ausprobiert und es funktionierte bei meinen Schuhen prima und v. a. ohne dass das Material darunter leidet.
Entspricht im Prinzip dem Heatmoloding von Bont ist aber sanfter und gleichmäßiger.

V. a. dort, wo der Schuh bislang drückte ist jetzt Raum und auch nach Radfahren bei Hitze, wie in den letzten Tagen, zeigen sich keine roten Stellen mehr am Fuß, ohne dass ich einen noch größeren Schuh kaufen muss, geschweide denn, dass der Schuh drückt.

Aber Ausprobieren ist natürlich auf eigenen Gefahr. Je nachdem wie der Schuhe gearbeitet/geklebt ist, könnte das Material belastet werden und ich bezweifele, dass dann noch eine etwaige Garantie greift.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem mit den Schuhen bei breiten Füßen besteht oftmals darin, dass sie eigentlich ganz gut passen, aber früher oder später, d. h. bei langen Fahrten oder/und bei Hitze oder/und am Abend dann doch unangenehm drücken, wie man dann ggf. auch an geröteten Stellen am Vorderfuß sieht.5

Edit: D. h. die Sohle passt aber das Obermaterial drückt unter (ungünstigen) Umständen (s. o.) noch an einigen Stellen.

Anstatt einen noch größeren Schuh zu kaufen, der eigentlich zu groß ist, habe ich Folgendes erfolgreich ausprobiert, um den Schuh sanft und gleichmäßig zu weiten.

Schuh gründlich reinigen, in den Schuh eine 10 L Tiefkühltüte geben und nach maximalem Schließen des Schuhs, die Tiefkühltüte mit Wasser füllen und dabei den Schuh tendenziell senkrecht halten, Tüte schließen (verknoten), Schuh in eine saubere Plastiktüte stecken und in ein Gefrier- oder Tiefkühlfach geben und frühestens nach 24 h wieder raus holen, nachdem das gefrorene Wasser wieder geschmolzen ist die Tiefkühltüte entfernern. Gegebenenfalls wiederholen (Schuh erneut maximal Schließen).



Ich habe das mal ausprobiert und es funktionierte bei meinen Schuhen prima und v. a. ohne dass das Material darunter leidet.
Entspricht im Prinzip dem Heatmoloding von Bont ist aber sanfter und gleichmäßiger.

V. a. dort, wo der Schuh bislang drückte ist jetzt Raum und auch nach Radfahren bei Hitze, wie in den letzten Tagen, zeigen sich keine roten Stellen mehr am Fuß, ohne dass ich einen noch größeren Schuh kaufen muss, geschweide denn, dass der Schuh drückt.

Aber Ausprobieren ist natürlich auf eigenen Gefahr. Je nachdem wie der Schuhe gearbeitet/geklebt ist, könnte das Material belastet werden und ich bezweifele, dass dann noch eine etwaige Garantie greift.
Du dehnst da das Obermaterial, richtig? Bei Leder OK, aber bei Synthetik-Obermaterial?
 
Du dehnst da das Obermaterial, richtig? Bei Leder OK, aber bei Synthetik-Obermaterial?
Ja, genau so. Das hat bei dem Bont Riot durch Heat Molding funktioniert und jetzt bei einem Lake durch gefrierendes Wasser.

Aber die These, dass synthetisches Material nicht gedehnt werden kann , ist mir auch bekannt. Dann würde der Versuch die gewünschte Dehnung nicht hervorrufen. Fraglich ist, ob es ein Risiko gibt und das gibt es:

Vor vielen Jahren hatte diese Dehnung mal ein Schuster für mich mit einem Leder-Halbschuh durch Erwärmen (Spezial-Föhn) gemacht. Nach zwei Wochen löste sich das Obermaterial von der Sohle und ich konnte die Schuhe wegwerfen. Ich glaube daher, die zentrale Schwachstelle ist die Verbindung von Obermaterial und Sohle.

Durch die sehr langsame Weitung mittels langsam gefrierendem und sich dadurch gleichmäßig ausdehnendem Wasser erfolgt die Weitung auf möglichst schonende Weise. Aber v. a. auch das Material weitet sich sehr gleichmäßig, weil der Druck sich gegen die gesamte Fläche des Obermaterials richtet.

Beim Heatmolding von Bont, erfolgt die Dehnung indem man mit dem Fuß in den erwärmten Schuh steigt und eigentlich nur an den Stellen, an denen das Obermaterial enger ist, dieses dehnt. Und das natürlich auch in wenigen Minuten und nicht, wie oben geschildert, über Stunden.

Aber ein Restrisiko bleibt natürlich. Aber bevor der vorhandenen Schuh nicht mehr angezogen und ein neuer gekauft wird, ist es vielleicht einen Versuch wert.
 
Die Idee mit gefrierendem Wasser finde ich genial.

Das Heatmolding bei Bont gilt aber vor allem der wannenförmigen Carbonsohle. Ich hatte da bei meinen zwei Paaren solange geheatmoldet, bis die komplette Sohle meiner Fußsohle „folgt“. Spart mir die Einlagen.
 
Die Idee mit gefrierendem Wasser finde ich genial.

Das Heatmolding bei Bont gilt aber vor allem der wannenförmigen Carbonsohle. Ich hatte da bei meinen zwei Paaren solange geheatmoldet, bis die komplette Sohle meiner Fußsohle „folgt“. Spart mir die Einlagen.
Die Idee mit dem gefrierenden Wasser hatte ich irgendwo im Internet mal vor zwei Monaten aufgeschnappt. (Ist also nicht mein Verdienst). Aber genial finde ich die Idee auch.

Ich fand die Dehnung des Obermaterials durch Heat Molding auch nur begrenzt und musste auch mehrere Anläufe vornehmen. Dass diese Methode v. a. der Carbon-Sohle gilt, wie du sagst, wusste ich gar nicht.

Da ich auch normalerweise Einlagen trage, bezweifele ich deine These, dass du dir Einlagen sparst. Zumindest wenn du Einlagen trägst, damit die Pelote das Längs- oder das Quergewölbe stützt.

Mein Orthopäde hält Einlagen beim Radfahren für verzichtbar, außer natürlich man hätte immer auch lange Gehpassagen. Einlagen bei Radschuhen nutze ich daher auch nicht.

Also du bräuchtest dann ohne Einlagen gar keine weiten Schuhe?
 
Da ich auch normalerweise Einlagen trage, bezweifele ich deine These, dass du dir Einlagen sparst. Zumindest wenn du Einlagen trägst, damit die Pelote das Längs- oder das Quergewölbe stützt.

Mein Orthopäde hält Einlagen beim Radfahren für verzichtbar, außer natürlich man hätte immer auch lange Gehpassagen. Einlagen bei Radschuhen nutze ich daher auch nicht.
Einlagen waren mir immer zu hoch aufbauend. Selbst die teuren von Solestar. Die vom Orthopäden sowieso. Deswegen habe ich so lange probiert und geheatmoldet (auch mit Druck von außen unten auf die heiße Sohle gegen den Fuß), bis ich irgendwann nach rund 20 Anläufen einen sich wie angegossen anfühlenden Schuh hatte.

Also du bräuchtest dann ohne Einlagen gar keine weiten Schuhe?
Doch doch. Der breite Vorderfuß verlangt das trotzdem.
 
Einlagen waren mir immer zu hoch aufbauend. Selbst die teuren von Solestar. Die vom Orthopäden sowieso. Deswegen habe ich so lange probiert und geheatmoldet (auch mit Druck von außen unten auf die heiße Sohle gegen den Fuß), bis ich irgendwann nach rund 20 Anläufen einen sich wie angegossen anfühlenden Schuh hatte.


Doch doch. Der breite Vorderfuß verlangt das trotzdem.
Dann hilft dir vielleicht die Kombination beider Dehnungsverfahren.

Du fährst dann derzeit den Bont Riot (MTB oder Rennrad) oder welchen Schuh fährst du dann jetzt?
 
Dann hilft dir vielleicht die Kombination beider Dehnungsverfahren.

Du fährst dann derzeit den Bont Riot (MTB oder Rennrad) oder welchen Schuh fährst du dann jetzt?
Den falschen Riot+ konnte ich wieder verkaufen.

Ich fahre aktuell einen alten Vaypor+ in wide und einen neueren Vaypor+ in double wide. Zwischendurch hatte ich mal einen Vaypor S, da hätte ich tatsächlich die Methode mit dem Wasser anwenden können, denn der war mir vom Obermaterial vorne im Bereich der Zehenbox zu flach.
 
Der Riot hat ausserdem eine höher bauende Wannenform im Vergleich zum Vaypor, was wieder eher hinderlich ist in der Breite, wenn es nicht exakt passt.
 
Kann man doch recht einfach und so oft wie man will anpassen.
Aber nicht unendlich weit. Ich habe beim Bont Riot 24 wirklich alles versucht, Backofen und Heißluftpistole, Finger und Kochlöffel/Schraubendrehergriff, heißt gemacht und gleich reingestiegen. Ja, die Wanne hat sich modellieren lassen, aber für meinen Schneiderballen und großen Zeh nicht weit genug. Alu-Renner hat schon recht.
 
Ich fahre nun schon seit einem Jahr mit den Specialized S-Works Ares II. Ich habe mich aufgrund des breiteren Zehenbereichs für dieses Modell entschieden und bin zuvor mit den S-Works Torch gefahren. Leider verursachen die Ares II nun nach zwei bis drei Stunden auf dem Rad starke Schmerzen in meinen Füßen; es fühlt sich so an, als würden die Füße in der Breite zu stark zusammengedrückt. Gleichzeitig verspüre ich ein Kribbeln und Hitze in den Zehen, was ich auf zu starken Druck des Obermaterials an meinem hohen Fußgewölbe zurückführe. Meine Füße sind mittags 274 mm lang und 112 mm breit. Bei Hitze schwellen sie an, und der 5. Mittelfußknochen ist etwas vergrößert.

Ich musste mich auf eine lange Suche begeben und viele verschiedene Schuhe online bestellen; zahlreiche davon habe ich vermessen. Alle Maße sind in EU-Größe 45 angegeben. Der Ares II ist außen 96 mm breit; das Obermaterial ist recht flexibel, für mich jedoch nicht flexibel genug und im Vergleich zu ein paar derneuen Optionen wirkt erdoch noch schmal.

– Der Bont Vaypor sah zunächst vielversprechend aus und fühlte sich auch so an, doch bei einem Test auf dem Rollentrainer spürten meine Füße allmählich die Kante der „Bathtub“-Carbonsohle. Diese Sohle ist zwar nicht so hoch wie bei anderen Bont-Schuhen, aber sie wurde schnell unbequem.

- Der Lake CX21C wird von Lake für Füße mit einer Breite von 116 mm empfohlen. Anfangs fühlten sich meine Füße darin gut an, aber nach drei Stunden testen begannen sie zu schmerzen.

- Der Lake CX201 ist außen 106 mm breit und Lake empfiehlt ihn für Füße mit einer Breite von 110 mm. Er ist sehr geräumig, aber ich habe ihn nicht länger getestet, da auch der Fersenbereich breit war und ich das Gefühl hatte, dass meine Ferse zu sehr herausrutschte.

- Der Fizik Tempo Decos (breite Version) gehörte zu den besten Kandidaten und fühlte sich beim Fahren an den richtigen Stellen (vom Mittelfuß bis zum Vorderfuß) wirklich geräumig an. Ich hatte das Problem, dass meine Füße zu Beginn der Tour im vorderen Bereich der Schuhe zu locker saßen, während der Fußgewölbebereich zu stark zusammengedrückt wurde, und nach drei Stunden fingen die Füße plötzlich an, stark zu schmerzen, da sie sich an den Seiten eingeengt anfühlten. Sie sind außen 106 mm breit, und Fizik empfiehlt die breite Version für Füße mit einer Breite von über 111 mm.

- Der Gaerne G.Jet Wide sah vielversprechend aus, aber beim Anprobieren fühlten sich meine Füße leicht unwohl an, sodass ich ihn nicht weiter getestet habe. Er war außen nur 99 mm breit.

- Schließlich fühlte sich der Q36.5 Unique Pro ganz anders an. Er hat ein sockenartiges Obermaterial, ähnlich wie der ursprüngliche S-Works Ares, was dazu führt, dass meine Füße auch ohne Druck durch die Boa-Drehverschlüsse bequem sitzen. Diese Schuhe sehen recht schnittig und schlank aus, gehören aber gemessen zu den breitesten Modellen unter denen, die ich ausprobiert habe: 103 mm Außenbreite in Größe EU 45. In Größe EU 46 wurden sie viel zu lang (6 mm längere Einlegesohle) bei nur 2 mm zusätzlicher Breite. In Größe 45 fühle ich mich stundenlang wohl darin und werde versuchen, sie noch ein wenig weiter einzulaufen. Bei meiner zweiten Tour verspüre ich wieder ein leichtes Unbehagen, weil ich die Kante der Carbonsohle spüre, aber das passiert nur beim Wiegetritt, sodass ich damit leben könnte und verschiedene Einlegesohlen ausprobieren werde. Beim Unique Pro habe ich erst gestern mit Heißluftpistole das Obermaterial noch ein wenig weiten können, aber man muss aufpassen, es nicht zu weit zu beschädigen. Es ist aber anscheinend thermoplastisch!
 
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