Ich fahre nun schon seit einem Jahr mit den Specialized S-Works Ares II. Ich habe mich aufgrund des breiteren Zehenbereichs für dieses Modell entschieden und bin zuvor mit den S-Works Torch gefahren. Leider verursachen die Ares II nun nach zwei bis drei Stunden auf dem Rad starke Schmerzen in meinen Füßen; es fühlt sich so an, als würden die Füße in der Breite zu stark zusammengedrückt. Gleichzeitig verspüre ich ein Kribbeln und Hitze in den Zehen, was ich auf zu starken Druck des Obermaterials an meinem hohen Fußgewölbe zurückführe. Meine Füße sind mittags 274 mm lang und 112 mm breit. Bei Hitze schwellen sie an, und der 5. Mittelfußknochen ist etwas vergrößert.
Ich musste mich auf eine lange Suche begeben und viele verschiedene Schuhe online bestellen; zahlreiche davon habe ich vermessen. Alle Maße sind in EU-Größe 45 angegeben. Der Ares II ist außen 96 mm breit; das Obermaterial ist recht flexibel, für mich jedoch nicht flexibel genug und im Vergleich zu ein paar derneuen Optionen wirkt erdoch noch schmal.
– Der Bont Vaypor sah zunächst vielversprechend aus und fühlte sich auch so an, doch bei einem Test auf dem
Rollentrainer spürten meine Füße allmählich die Kante der „Bathtub“-Carbonsohle. Diese Sohle ist zwar nicht so hoch wie bei anderen Bont-Schuhen, aber sie wurde schnell unbequem.
- Der Lake CX21C wird von Lake für Füße mit einer Breite von 116 mm empfohlen. Anfangs fühlten sich meine Füße darin gut an, aber nach drei Stunden testen begannen sie zu schmerzen.
- Der Lake CX201 ist außen 106 mm breit und Lake empfiehlt ihn für Füße mit einer Breite von 110 mm. Er ist sehr geräumig, aber ich habe ihn nicht länger getestet, da auch der Fersenbereich breit war und ich das Gefühl hatte, dass meine Ferse zu sehr herausrutschte.
- Der Fizik Tempo Decos (breite Version) gehörte zu den besten Kandidaten und fühlte sich beim Fahren an den richtigen Stellen (vom Mittelfuß bis zum Vorderfuß) wirklich geräumig an. Ich hatte das Problem, dass meine Füße zu Beginn der Tour im vorderen Bereich der Schuhe zu locker saßen, während der Fußgewölbebereich zu stark zusammengedrückt wurde, und nach drei Stunden fingen die Füße plötzlich an, stark zu schmerzen, da sie sich an den Seiten eingeengt anfühlten. Sie sind außen 106 mm breit, und Fizik empfiehlt die breite Version für Füße mit einer Breite von über 111 mm.
- Der Gaerne G.Jet Wide sah vielversprechend aus, aber beim Anprobieren fühlten sich meine Füße leicht unwohl an, sodass ich ihn nicht weiter getestet habe. Er war außen nur 99 mm breit.
- Schließlich fühlte sich der Q36.5 Unique Pro ganz anders an. Er hat ein sockenartiges Obermaterial, ähnlich wie der ursprüngliche S-Works Ares, was dazu führt, dass meine Füße auch ohne Druck durch die Boa-Drehverschlüsse bequem sitzen. Diese Schuhe sehen recht schnittig und schlank aus, gehören aber gemessen zu den breitesten Modellen unter denen, die ich ausprobiert habe: 103 mm Außenbreite in Größe EU 45. In Größe EU 46 wurden sie viel zu lang (6 mm längere Einlegesohle) bei nur 2 mm zusätzlicher Breite. In Größe 45 fühle ich mich stundenlang wohl darin und werde versuchen, sie noch ein wenig weiter einzulaufen. Bei meiner zweiten Tour verspüre ich wieder ein leichtes Unbehagen, weil ich die Kante der Carbonsohle spüre, aber das passiert nur beim Wiegetritt, sodass ich damit leben könnte und verschiedene Einlegesohlen ausprobieren werde. Beim Unique Pro habe ich erst gestern mit Heißluftpistole das Obermaterial noch ein wenig weiten können, aber man muss aufpassen, es nicht zu weit zu beschädigen. Es ist aber anscheinend thermoplastisch!