AW: ASSOS Air Jack 851 Wer noch?
Moin,
darf man fragen, welche Unterhemden das genau wären? Hört sich ja super an.
selbstverständlich darf man fragen. Oft trage ich Funktionsunterhemden von Odlo, die Teile sind einfach klasse. Bei starkem Wind oder/und tieferen Temperaturen kommen meine Craft-Hemden mit eingebautem Windstopper zum Einsatz. Daneben habe ich auch noch Unterhemden von
Rose und Vangard als Ersatz, falls die Waschmaschine nicht mehr hinterher kommt.
Bei tieferen Temperaturen kombiniere ich, dann kommt meist noch eine kurzärmlige Sommer-Lage auf die Haut. Das Zwiebelprinzip hat sich immer bestens bewährt.
Fantastisch finde ich bei den Odlo-Sachen zuunterst, dass die oberste Schicht durchaus nass ist, doch das Hemd auf der Haut furztrocken. Das nenne ich effektiven "Feuchtigkeitstransport". Bei den Sachen von Craft klappt das eigentlich auch noch relativ gut.
Und mal ganz Allgemein: mir fällt öfter auf, dass scheinbar die Kleidungsstücke so gewählt werden, dass man nicht schwitzt (weil sie sonst nicht funktionieren?).
Das hört sich ähnlich an wie "ich träume nie" ... Natürlich schwitzt jeder, aber ob und wie es sich bemerkbar macht, ist eine Frage des Feuchtigkeitstransports von der Haut weg. Es gibt Wäsche, die das besser beherrscht als andere. Zusätzlich kommt auch die Luftbewegung und selbstverständlich der Grad des Schwitzens in die Rechnung hinein (ein schönes Beispiel ist das Training auf der Rolle, bei der man im GA1-Bereich sicher nicht mehr schwitzt als beim Straßentraining. Trotzdem tropft es nur so auf den Boden, da die fehlende Luftbewegung nicht für den nötigen Abtransport des Wasserdampfes von der obersten Kleidungsschicht sorgen kann.)
Aber was macht man, wenn man das Schwitzen nicht vermeiden kann?
Ernsthaft: wenn ich nicht schwitzen will darf ich gar nicht erst raus. Spätestens beim ersten "Berg" wirds feucht - egal bei welchem Wetter. Und nach 1-2 Stunden ist jede Schicht durch.
Wenn das ein Kleidungsstück nicht ausshält ohne mich "kalt" zu machen ist es fürn Müll.
Wie bereits geschrieben: Das Schwitzen kann man nicht vermeiden (es sei denn, man gehört zu den bedauernswerten Kameraden, die keine Schweißdrüsen besitzen).
Insofern gebe ich Dir zu Deiner ernsthaften Aussage recht. Aber es geht bei der Kleidungswahl eben darum, dass gerade
nicht jede Schicht "durch" ist. Daher ist es ja so wichtig, mehrere Schichten zu tragen. Die Feuchtigkeit wird von Schicht zu Schicht von der Haut wegtransportiert - das ist das Prinzip der Funktionskleidung. Dabei ist es nicht so tragisch, wenn die äußerste Schicht feucht wird, hauptsache, dass die unterste Schicht trocken bleibt. Wenn das nicht gewährleistet ist, kann ich auch Wollpullover beim Training tragen und darauf setzen, dass die nasse Haut nicht zu schnell auskühlt.
Ich habe für diese Fälle normalerweise eine einfache Windweste dabei und da zieht im Frontbereich kein Wind durch.
Ich wundere mich schon gewaltig, dass bei den
Assos Zugluft durchkommt [...]
Die Air Jack braucht keine Windweste drüber, das ist eher kontraproduktiv. Andererseits ist es am Arm auch kühler, wenn ich eine Windweste über einem "normalen" Langarmtrikot trage.
Das es regelrecht zieht, kann ich bei der Air Jack 851 nicht feststellen, überhaupt nicht. Natürlich ist es an den nach hinten genähten Teilen ohne Windblocker etwas kühler, denn hier findet ja der vorwiegende Wegtransport des Wasserdampfes statt. Doch nach kurzer Zeit auf dem Rad relativiert sich das - dann bin ich froh drum.

Übrigens fahre ich auch noch andere Jacken oder Wintertrikots. Heute morgen beispielsweise die
Mavic Cyclone, mit der ich ebenfalls hochzufrieden bin, die aber ganz ähnlich "arbeitet".
Gruß,
TJ