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EM Langdistanz Hamburg

Wenn irgendwo Massen einfallen, egal welches Verkehrsmittel, wirds immer lästig und störend für die Anwohner. Finde z.B. auch die Autokorsos, die mit entspr. Geräuschpegel nach gewonnenen Spielen "ihrer" Mannschaft immer Innenstädte terrorisieren (mal abgesehen vom in der StVO verankerten Verbot des sog. "unnützen Hin- und Herfahrens"), zum abgewöhnen. Hab aber noch nie von ausgeworfenen Nägeln oder ausgelegten Nagelbrettern gehört... einfach unterste Schublade so was.
 
"Ihr raubt uns unsere Freiheit" weil man mal einen Tag eingeschränkt ist. Wahrscheinlich steht auf der anderen Seite vom Schild noch "Rettet den Wal".
 
Natürlich sind Sperrungen etc lästig für Anwohner. Das ist aber doch ein geben und nehmen.... Ich habe Rock im Park, Messe, Norisring und 17 Heimspiele einer 2. Liga Mannschaft vor der Haustür. Ja, nervt manchmal aber ich gönne jedem seinen Spaß und erwarte dafür auch, dass man mir meinen Spaß gönnt. Vor allem will ich, dass jeder wieder gesund und am Leben nach Hause kommen darf... Einfach unfassbar traurig...
 
Zuletzt bearbeitet:
"Ihr raubt uns unsere Freiheit" weil man mal einen Tag eingeschränkt ist.
Find ich auch in höchstem Maß lächerlich. Diese Vollpfosten sollten mal mit ehemaligen DDR-Bürgern über "Freiheit" diskutieren, insbesondere mit solchen, die sich mit dem Regime mal so gar nicht anfreunden konnten und schon für Äußerungen, die heute nicht mal ne Notiz in der Kleinstadtzeitung wert wären, in Haft kamen.

Wie es anders geht, sieht man ja auch beispielsweise in Wackäääään 🎸🎸🎤🎤🍻🚜

Ich war früher auch mal "Betroffener" mit "eingeschränkter Freiheit" - einmal im Jahr gab es ein direkt vor der Haustür stattfindendes Seifenkistenrennen. Einmal im Jahr an einem Sonntag. Mann war das dramatisch, mal sein Auto da von der Straße wegfahren zu müssen, völlig unzumutbar.
 
Sicherlich mag es von Ironman nicht besonders feinfühlig gewesen sein (auch Kommunikation).

Aber es gibt ja vom Tri-mag und Ironman selbst krass zu lesende Daten.
1/3 aller 2178 Finisher, also grob gerechnet 726 Starter hatten Platten oder mehrere. Sind aber noch ins Ziel gekommen.
Irgendwas über 420 Starter sind nicht ins Ziel gekommen.
Klar fallen immer mal welche raus, auch wegen der wohl krassen Windbedingungen. Aber da kann man grob von 900-1000 Leuten mit Platten rechnen; der Einfachheit halber 1000.
Scheinen wohl auch einige gestürzt zu sein, Materialschäden neben den Reifen"pannen" und Körperverletzung.
Teilweise wird von 6 Cuts in einem Reifen besprochen, einer hatte wohl - angeblich - 10 Pannen. Oft auch vorne und hinten. Mehrfach.

Das sind schon ganz, ganz üble Dimensionen.
Ironman scheint auch schon laut Tri-Mag Ausweichwettkämpfe anzubieten, also Startplätze von eigentlich ausgebuchten Wettbewerben freizuschaufeln; hatte glaube ich in der Liste grob 780 Plätze + die Hamburg-Plätze in eine, Jahr gesehen.
Ich weiß jetzt nicht, ob die Startkosten da komplett erstattet werden von Ironman.

Aber mal eine grobe Rechnung:
1000 Leute mit Defekt oder schlimmer. Platten vorne+hinten, mit teilweise mehrfachem Schlauchwechsel: Also da sind wir konservativ ja schon bei 100-200 Euro pro Nase.
Kommen dann noch die knapp 800 Euro Startgeld dazu sind wir bei fast 1000 Euro Schaden. 1000x1000 sind schon ne Menge. Und da sind etwaige Materialschäden gar nicht mit drin oder Personenschäden.
Selbst wenn man "nur" die Reifenschäden alleine nimmt, spezielle TT-Reifen vorausgesetzt sind wir ja schnell bei fast 100 Tacken pro Reifen inkl. Schlauch o.ä.
Also 100.000-200.000 bis 1 Mio Euro Schaden und mehr bei weiteren Personen- und Materialschäden. Ich kann mich an solche Dimensionen bisher bei einem Rad- oder Triathlonrennen nicht erinnern. Anfangs wurde ja oft nur von 150 Startern mit Pannen berichtet. Augenzeugen und Starter sprechen eher von 500+ und die Nachfrage im Ziel von Ironman geht eben in Richtung 700+. Heftig.

Wenn Ironman wirklich den Leuten Entschädigungsrennen kostenlos (?) anbietet, wird ein großes Tier wie Ironman da schon entsprechend Druck ausüben, dass vielleicht doch die Verursacher gefunden werden.
Ganz viele Hoffnungen habe ich nicht, aber anscheinend wurden die Splitter ja an mehreren Stellen vielleicht auch erst nach Streckenkontrolle und vielleicht auch erst nach den Profi-Frauen aufgebracht.
Sollte das so sein, kann ich mir kaum vorstellen, dass die Leute bei dem Ausstreuen nicht gesehen oder gefilmt (Handy) wurden.
Vielleicht also doch schon in der Nacht zuvor.

Jedenfalls ist das alles andere als ein dummer-Jungen-Streich. Schon krasse Dimensionen.

Dass die Bevölkerung offensichtlich nicht mit in die Entscheidungen oder die Wettbewerbe gewinnbringend einbezogen wurde, ist wohl leider auch offensichtlich. In Roth kann man sich das nicht so recht vorstellen, dass das derart eskaliert.
Man muss aber wohl auch sagen, dass viele Anwohner vor Ort den Startern soweit möglich geholfen haben, da war schon schön zu sehen.
 
Aber mal eine grobe Rechnung:
1000 Leute mit Defekt oder schlimmer. Platten vorne+hinten, mit teilweise mehrfachem Schlauchwechsel: Also da sind wir konservativ ja schon bei 100-200 Euro pro Nase.
Kommen dann noch die knapp 800 Euro Startgeld dazu sind wir bei fast 1000 Euro Schaden. 1000x1000 sind schon ne Menge. Und da sind etwaige Materialschäden gar nicht mit drin oder Personenschäden.
Selbst wenn man "nur" die Reifenschäden alleine nimmt, spezielle TT-Reifen vorausgesetzt sind wir ja schnell bei fast 100 Tacken pro Reifen inkl. Schlauch o.ä.
Also 100.000-200.000 bis 1 Mio Euro Schaden und mehr bei weiteren Personen- und Materialschäden. Ich kann mich an solche Dimensionen bisher bei einem Rad- oder Triathlonrennen nicht erinnern. Anfangs wurde ja oft nur von 150 Startern mit Pannen berichtet. Augenzeugen und Starter sprechen eher von 500+ und die Nachfrage im Ziel von Ironman geht eben in Richtung 700+. Heftig.
Hotel und Reisekosten kann man auch noch hinzunehmen, da das ja dann auch alles umsonst war.
 
Hotel und Reisekosten kann man auch noch hinzunehmen, da das ja dann auch alles umsonst war
Klar.
Letzten Endes könnte man auch sämtlich Vorbereitung, Trainingslager, Trainerkosten, weiß der Geier einberechnen.
Also könnte man wirklich. Oder eben Reisekosten bspw. für Leute aus den USA, die neben dem Urlaub hier den Wettkampf machen wollten.

Das ist durchaus irgendwo valide. Fand ich dann doch eher übertrieben. Denn die Summe ist mit den 1.000.000 Euro Kosten ohne den ganzen Rest (Verletzungen, Arztkosten, Kosten am Rad 😱 , Reisekosten, etc.) ja schon unfassbar hoch. Finde ich jedenfalls. Für viel Leute dürfte der Spaß und Freude am Wettkampf nach vielen Platten am Stück oder gar keinem Finish auf jeden Fall krass getrübt sein. Wenn man den Zahlen glauben mag, haben also rund 45% der Starter eine oder mehrere Panne erlitten.
Einfach Wahnsinn. Das sind schon echt kranke Dimensionen.
Wenn ich das richtig gelesen habe, wird wohl auch vermutet, dass an gleich mehreren Stellen das Zeug auf die Fahrbahn gekippt wurde. Schon perfide.

Und machen wir uns nichts vor: also ich hätte wenig Bock da in dem nächsten Jahr - oder wenn die Strecke weiterhin so bleibt - dort jemals starten zu wollen. Wer hat denn da Lust drauf? Der Imageverlust ist also auch gravierend.
 
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