Sicherlich mag es von Ironman nicht besonders feinfühlig gewesen sein (auch Kommunikation).
Aber es gibt ja vom Tri-mag und Ironman selbst krass zu lesende Daten.
1/3 aller 2178 Finisher, also grob gerechnet 726 Starter hatten Platten oder mehrere. Sind aber noch ins Ziel gekommen.
Irgendwas über 420 Starter sind nicht ins Ziel gekommen.
Klar fallen immer mal welche raus, auch wegen der wohl krassen Windbedingungen. Aber da kann man grob von 900-1000 Leuten mit Platten rechnen; der Einfachheit halber 1000.
Scheinen wohl auch einige gestürzt zu sein, Materialschäden neben den
Reifen"pannen" und Körperverletzung.
Teilweise wird von 6 Cuts in einem
Reifen besprochen, einer hatte wohl - angeblich - 10 Pannen. Oft auch vorne und hinten. Mehrfach.
Das sind schon ganz, ganz üble Dimensionen.
Ironman scheint auch schon laut Tri-Mag Ausweichwettkämpfe anzubieten, also Startplätze von eigentlich ausgebuchten Wettbewerben freizuschaufeln; hatte glaube ich in der Liste grob 780 Plätze + die Hamburg-Plätze in eine, Jahr gesehen.
Ich weiß jetzt nicht, ob die Startkosten da komplett erstattet werden von Ironman.
Aber mal eine grobe Rechnung:
1000 Leute mit Defekt oder schlimmer. Platten vorne+hinten, mit teilweise mehrfachem Schlauchwechsel: Also da sind wir konservativ ja schon bei 100-200 Euro pro Nase.
Kommen dann noch die knapp 800 Euro Startgeld dazu sind wir bei fast 1000 Euro Schaden. 1000x1000 sind schon ne Menge. Und da sind etwaige Materialschäden gar nicht mit drin oder Personenschäden.
Selbst wenn man "nur" die Reifenschäden alleine nimmt, spezielle TT-
Reifen vorausgesetzt sind wir ja schnell bei fast 100 Tacken pro
Reifen inkl.
Schlauch o.ä.
Also 100.000-200.000 bis 1 Mio Euro Schaden und mehr bei weiteren Personen- und Materialschäden. Ich kann mich an solche Dimensionen bisher bei einem Rad- oder Triathlonrennen nicht erinnern. Anfangs wurde ja oft nur von 150 Startern mit Pannen berichtet. Augenzeugen und Starter sprechen eher von 500+ und die Nachfrage im Ziel von Ironman geht eben in Richtung 700+. Heftig.
Wenn Ironman wirklich den Leuten Entschädigungsrennen kostenlos (?) anbietet, wird ein großes Tier wie Ironman da schon entsprechend Druck ausüben, dass vielleicht doch die Verursacher gefunden werden.
Ganz viele Hoffnungen habe ich nicht, aber anscheinend wurden die Splitter ja an mehreren Stellen vielleicht auch erst nach Streckenkontrolle und vielleicht auch erst nach den Profi-Frauen aufgebracht.
Sollte das so sein, kann ich mir kaum vorstellen, dass die Leute bei dem Ausstreuen nicht gesehen oder gefilmt (Handy) wurden.
Vielleicht also doch schon in der Nacht zuvor.
Jedenfalls ist das alles andere als ein dummer-Jungen-Streich. Schon krasse Dimensionen.
Dass die Bevölkerung offensichtlich nicht mit in die Entscheidungen oder die Wettbewerbe gewinnbringend einbezogen wurde, ist wohl leider auch offensichtlich. In Roth kann man sich das nicht so recht vorstellen, dass das derart eskaliert.
Man muss aber wohl auch sagen, dass viele Anwohner vor Ort den Startern soweit möglich geholfen haben, da war schon schön zu sehen.