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Teneriffa zum ersten mal, irgendwelche Ratschläge?

schnell war sie rum, die woche mit standort Los Gigantes. und auch wenn man von dort aus nur entweder direkt bergauf oder eine oftmals stärker befahrene straße als start hat waren wir doch heilfroh nicht in den touristen-burgen im süden gebucht zu haben (wobei auch Los Gigantes alles andere als ein beschaulicher wohnort einheimischer ist).
in erinnerung bleibt besonders der anstieg auf den Teide aus Pueorto de la Cruz, da wir dort 3h bis kurz vorm plateau im regen gefahren sind und natürlich das Masca Tal.
alles in allem eine wunderschöne insel zum radfahren mit unglaublich rücksichtsvollen autofahrern und wirklich abwechslungsreicher vegetation. beim nächsten mal wäre der bevorzugte standort vermutlich irgendwo zwischen Puerto de la Cruz und Santa Cruz, das satt-grüne dort ist schon beeindruckend - sofern man kein problem mit regen hat.
 
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Re: Teneriffa zum ersten mal, irgendwelche Ratschläge?
Ich war jetzt auch auf Teneriffa für fünf volle Tage plus zwei Reisetagen. Ich habe mir diesen Trip für mehr als ein halbes Jahr gewünscht und er hat mich stark motiviert, den ganzen Winter über abzunehmen und kontinuierlich zu trainieren. Nachträglich kann ich sagen, das war ein voller Erfolg, da ich viel souveräner Höhenmeter in Umfängen abspulen konnte, wie ich es davor noch nicht so von mir erwartet hatte!
Ich war in einem einfachen Airbnb in Alcalá stationiert und habe mein eigenes Rad in einem Buxumbox-Koffer mitgebracht, Mietwagen vor Ort.

Touren:
Teneriffa 1: Parque Rural de Teno, 118 km, 3360 hm, 21,7 km/h, 10 bis 27 °C
Teneriffa 2: El Teide, 197 km, 4531 hm, 25,2 km/h, 10 bis 29 °C
La Gomera, 135 km, 4232 hm, 23,2 km/h, 7 bis 28 °C
Teneriffa 3: Anaga, 109 km, 3057 hm, 19,1 km/h, 9 bis 22 °C

Ich hatte ursprünglich fünf Touren vorgehabt, aber der Tag zwei mit Teide, den Einfluss der Höhe und Gesamtumfang, hat mir dann doch einen Pausentag erzwungen, der richtig gut tat! Dieser ermöglichte dann auch die stressigste Tour, La Gomera, wo ich mit einer 50 min verspäteten Fähre ein Wettrennen gegen die Zeit startete, um die Rückfähre um 17:30 Uhr zu schaffen und nicht spontan dort übernachten zu müssen. Ich hätte nach zwei Dritteln eine Alternativ-Route zur Wahl gehabt, falls ich nicht meine Leistung hätte treten können.

Der Anstieg auf den Teide war von El Médano über Vilaflor und dann bis hoch zu den Observatorien, der Tipp mit dieser Route kam auf diesem Forum von @*cl* , danke! Die Abfahrt ging über die TF-38 und war sehr langweilig, nur im Supertuck rollen lassen und vom Nebel sich verkühlen.

Insgesamt war es wunderbar dort, das Wetter war perfekt, aber man hatte typischerweise die stationäre Wolkendecke, den feuchten Norden der Insel, das feuchte und leicht regnerische Anaga-Gebirge. Ich hatte die meisten Touren lange Bib und Ärmlinge mit Weste an und oft dazu noch eine leichte Windjacke. Nur La Gomera bin ich dann mal kurz-kurz im Rennanzug gefahren, das ging auch aber war gerade wegen den starken Winden dort schon frisch. Die Winde waren an dem Tag extrem, ich musste extra bremsen und mich klein machen, damit ich nicht umfalle. Meine Felgenhöhe ist 52 mm, ich wiege 73 kg, das ging gerade so gut aber ich musste viel aufpassen.

Die Autofahrer sind wirklich extrem rücksichtsvoll, ich wunderte mich so oft, warum überholt der nicht einfach, die warten sehr lange bis es wirklich sicher ist. Die Straßen sind bekanntermaßen perfekt und man trifft mitten im Gebirge auch mal die Straßenreinigung mit Kehrmaschine! Nur auf La Gomera waren an einem Anstieg mehrere Baustellen mit leichten Gravel.
 

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Hier meine restlichen Fotos. Man sieht in einem, wie das Rad auf der Fähre Naviera Armas untergebracht war. Schloss und einen eigenen Gurt mitnehmen ist ideal, damit man nicht den grobschlächtigen LKW-Gurt der Besatzung um den CF-Rahmen spannen muss. Die Mitarbeiter waren alle extrem hilfsbereit!

Bei der Rückfahrt mit dem Fred Olsen Express war es ähnlich, hier hab ich mein Rad mit einem gestellten Gurt an eine Wand gelehnt und gespannt, zusammen mit einem Touren-Rad.
 

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Ich war in einem einfachen Airbnb in Alcalá stationiert und habe mein eigenes Rad in einem Buxumbox-Koffer mitgebracht, Mietwagen vor Ort.
Ah der Ort, wo gefühlt immer Stau auf der Hauptstraße war. Wir residierten ein paar km weiter unten in Callao Salvaje, ebenfalls Appartement mit eigenem Rad und Mietwagen. Radmiete wäre einfach zu teuer gewesen.

Insgesamt war es wunderbar dort, das Wetter war perfekt, aber man hatte typischerweise die stationäre Wolkendecke, den feuchten Norden der Insel, das feuchte und leicht regnerische Anaga-Gebirge. Ich hatte die meisten Touren lange Bib und Ärmlinge mit Weste an und oft dazu noch eine leichte Windjacke. Nur La Gomera bin ich dann mal kurz-kurz im Rennanzug gefahren, das ging auch aber war gerade wegen den starken Winden dort schon frisch.
Ich fand es ab 1500 m ü. NN zu kalt, hatte zum Glück Überschuhe und Weste/Jacke und Langfingerhandschuhe dabei, aber alles in kurzer Bib. Drei von vier Versuchen, ganz hoch auf das Teide-Plateau zu kommen, hatte ich wetterbedingt abgebrochen (Sturm auf der TF-38, oder Regen bei 4°C in Villaflor). Ein paar Grad Celsius mehr hätte ich mir da gewünscht. Aber 1x klappte es:

Meine Frau fährt zwar kein Rad, äußerte aber trotzdem den Wunsch, unbedingt wieder zu kommen. Was sollte ich sagen, außer: "Ja Schatz!". 😍 :D

Ihn hier hatte ich übrigens auch getroffen, überholte mich oben kurz vor Santiago del Teide, hat vorschriftsmäßig gegrüßt, aber die Socken....:
 
Ein schöner Beitrag. Als ich im vergangenen Herbst auf Gomera war, dachte ich mir, dass man bescheuert sein müsste, dorthin das Rad mitzunehmen. Es gibt keine Küstenstraße außenrum und man muss um beispielsweise von San Sebastian nach Valle zu kommen, über den Pass in der Inselmitte.

Bei uns kam dazu, dass als wir da waren, gerade eine Classic Rallye auf den nicht abgesperrten Straßen durchgeführt wurde.
Wenn dir da mit dem Rad eine Celica, ein R5 Turbo mit 100 Sachen entgegen kommt, dann gute Nacht.
Als wir die Insel mit der Fähre nach Teneriffa verließen, standen die Rallyefahrzeuge neben uns.
Die Teilnehmer der nächsten Rallye, diesmal solche Sachen wie 911 GT3 kamen auf die Insel. Die waren vorher auf Teneriffa und sind da gefahren.
Radfahren und Rallye gleichzeitig sind nicht so gut.

Fährhafen Gomera:
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Teneriffa ist wirklich was für Freunde des bergauffahrens.
Absolut, wie die meisten kanarischen Inseln. Gut, Lanzarote und Fuerteventura sind flacher, aber der Rest ist bergig bzw. die kleinen Inseln La Gomera und La Palma toppen Teneriffa noch ein wenig, da die Topografie dort noch hügeliger ist. In Teneriffa hat man den Teide verbunden mit einem ziemlich langen Anstieg. Aber trotzdem gibt es auch Gebiete, die flacher sind.
Nicht nur weil es so wenig flache Strecken gibt, sondern auch ganz allgemein weil es überhaupt so wenige Strecken gibt. Wenn ich in meiner gewohnten Ecke bin (Südwesten) habe ich kein Problem damit drei mal in der Woche die gleiche “Hausrunde“ Teide hoch und wieder runter zu fahren. Das ist trotz Wiederholung genau dann attraktiv wenn man gerne 2khm am Stück macht. Die “Flachstrecken“ (auch 2khm auf 100km, aber in kleineren Häppchen) taugen um Abwechslung zu bringen oder bestimmte Ziele anzusteuern (andere Teide-Ansieht, Masca), aber laden ansonsten kaum zur Wiederholung ein.

Egal wo du dich niederlässt, es gibt eigentlich nie mehr als vier grobe Streckenkonzepte < 150 km die man fahren kann: den örtlichen Hauptanstieg, den benachbarten Hauptanstieg, links irgendwie unten herumwurschteln, rechts irgendwie unten herumwurschteln. Bei allen dieser Touren kann man zwar hier und da noch ein bisschen variieren, aber das bedeutet meistens irgendeine Strecke < 15% durch eine > 20% zu ersetzen, was nicht unbedingt jedermanns Sache ist, oder, bei den “flachen“, noch größere Kompromiss bei Verkehr und Straßenqualität einzugehen.
Ich empfand die Anstiege auf Teneriffa als ziemlich "entspannt". Die Nachbarsinseln La Palma und La Gomera sind da eine ganze Nummer steiler und zwar fast immer fast. Jedoch habe ich die Straßenqualität in Teneriffa Überland als ziemlich gut in Erinnerung aus dem Vorjahr.
Der Teide von der Nordseite über La Orotava ist extrem flach, dafür eben lang (40km etwa). Ich weiß nicht, ob die Straße jemals mehr als 10% hat. Aber ja, man kann im Grunde nur auf 3 Wegen auf den Teide gelangen, da es schlichtweg nicht mehr Straßen gibt.
In Teneriffa kann man im ganzen Westen und Süden hügelig dahinfahren, ohne direkt auf den höchsten Berg rauffahren zu müssen und da finde ich das Straßennetz sogar vergleichsweise dicht. Fast ähnlich wie auf Gran Canaria.
Wenn ich unten Varianten jage z.B. weil ich oben Neuschnee sehe fühlt sich das ziemlich schnell nach stupidem im Kreis fahren an. Ein entscheidendes mehr an Streckenoptionen gibt es erst wenn man die Reichweite auf >160, >4000 erhöht, dann kann man auch weiter entfernte Auffahrten einbinden (“rum und rüber“). Das gilt auch wieder für fast jeden Startort.
Es stimmt, generell ist die Variantenvielfalt ist in Teneriffa wie auch auf Gran Canaria nicht besonders, wenngleich relativ verglichen mit anderen kanarischen Inseln ist diese noch als "groß" anzusehen. Aber, mit anderen Radsport-Regionen ist sie dennoch mau, da man im Grunde nur entlang der Küste oder ins Landesinnere fahren kann und es eben nicht so viele Straßen gibt, was u.a. topografischen Hintergrund haben dürfte. Aber, was erwartest du dir von einer Insel?
Vom Ort her bin ich an den Südwesten gebunden und damit auch sehr zufrieden. Die Südrampe bietet von allen Teide-Anstiegen am meisten Aussicht und die schönste Abfahrt (wenn man nicht zu sehr auf lange Geraden steht), bis Villaflor mindestens drei gut fahrbare Anstiegsvarianten (und noch ein paar Detailabweichungen die definitiv nicht gut fahrbar wären), Masca gerade noch in Schlagweite und auf der großen 180 km Runde kann man auch die Nordseite fahren. Einzig die Anagas sind wirklich nur mit Unterkunftswechsel zu erreichen, die hat man aber dann auch an einem Tag durch.
Leider kenne ich die Südauffahrt auf den Teide nicht. Ich kam bei meinen Runden jeweils von Santa Cruz de Tenerife und fuhr Runden bis 180km @ 4000 Hm. Bin über die TF-21 via La Orotava auf den Teide rauf und fuhr Richtung NO wieder runter. Bei beiden Auffahrten hatte ich ab etwa 1000m Seehöhe Nebel und im März gerade mal um die 4-6°C bei kräftigem NO-Wind samt Nieselregen.
Die Autofahrer sind wirklich extrem rücksichtsvoll, ich wunderte mich so oft, warum überholt der nicht einfach, die warten sehr lange bis es wirklich sicher ist. Die Straßen sind bekanntermaßen perfekt und man trifft mitten im Gebirge auch mal die Straßenreinigung mit Kehrmaschine! Nur auf La Gomera waren an einem Anstieg mehrere Baustellen mit leichten Gravel.
Das stimmt. Auf allen kanarischen Inseln sind die Autofahrer extrem rücksichtsvoll Radfahrern gegenüber. Ich musste sie regelrecht zum Überholen animieren oftmals, weil sonst fahren die kilometerweise hinter einem her.
Gut, Baustellen sind immer eine Ausnahme von "gutem Belag". Daher gibt es sie auch meistens, da dieser mit-erneuert wird. 😁
Ein schöner Beitrag. Als ich im vergangenen Herbst auf Gomera war, dachte ich mir, dass man bescheuert sein müsste, dorthin das Rad mitzunehmen. Es gibt keine Küstenstraße außenrum und man muss um beispielsweise von San Sebastian nach Valle zu kommen, über den Pass in der Inselmitte.
La Gomera ist für Radfahrer gewiß eine Challenge. Bin dort nur eine ganz kurze Runde gefahren, da ich einen Nippelriss hatte und dadurch mein Vorderrad ziemlich eierte. Höhenmetertechnisch ein Gusto-Stück vor allem Hm/Kilometer. Dieses Verhältnis fegt die meisten Radfahrer aus dem Sattel - vor allem die Flachländer. Dazu kommen Rampen mit 35% in manchen Ortschaften abseits der Hauptstraßen.
Ich hatte Mitte/Ende März Schlechtwetter dort - kalt, extremer Wind, nebel ab etwa 300m Seehöhe aus dem es nieselte und das ganze bei < 15°C. Also alles andere als angenehme Radlerverhältnisse. Da ist es zur gleichen Jahreszeit in meinen Breiten angenehmer zu fahren - selbst in den Bergen.
La Gomera ist ein einziger, großer Berg im Wasser, dessen Spitze in der Mitte liegt und alle Straßen führen sternförmig von der Spitze an die Küste. Man mus also immer ins Landesinnnere fahren, um auf der Insel weiter zu kommen. Das macht es für Radfahrer hart.
Zugleich macht dich aber La Gomera hart als Radfahrer. Du lernst dicke Gänge zu drücken und/oder hohe Wattzahlen bei gleichzeitig kurzer Erholung und viel Anstregung. :daumen:
Ich selbst würde gerne nochmals auf La Gomera eine oder mehrere Runden drehen wollen.:)
 
Ein einziger, großer Vulkan.
Man muss halt für eine Runde immer zum Pass hoch.
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TF-21 via La Orotava auf den Teide
War bei meinem ersten Aufenthalt meine absolute Lieblingsstrecke. Da bin ich von Puerto de la Cruz aus bestimmt 5 oder 6 mal hoch in zwei Wochen. Wenn man an den letzten Häusern vorbei war und zwischen den Kiefern immer höher aufsteigt - fand ich einfach nur traumhaft. Dann noch gemütlich durch die Cañadas bis zum Parador (danach wurde damals der Asphalt deutlich schlechter) gerollt und wieder zurück. Abfahrt nach Santiago war zu der Zeit vom Belag her nicht so toll, habe ich nur einmal gemacht ansonsten wäre das ne schöne Runde gewesen. Wobei die Runde am Observatorium vorbei nach La Laguna natürlich auch nicht schlecht ist.

Leider kenne ich die Südauffahrt auf den Teide nicht
Westauffahrt über Santiago del Teide und Südauffahrt über Vilaflor sind stärker der Sonne ausgesetzt, da wurde es Ende April/Anfang Mai schon recht mollig. Mein erster Versuch damals an der Westauffahrt scheiterte an Wasser- und Kräftemangel. Puerto - Buenavista - Masca - Teide war an dem Tag für mich etwas drüber hinaus. In Santiago war auch alles zu und ich konnte nichts nachfüllen. Irgendwann dann abgebrochen und zurückgerollt.
Die Runde Poerto - Los Cristianos - Vilaflor - Teide - Puerto lief dann besser, aber am Abend brauchte ich dann auch nix mehr 😁.

Der zweite Aufenthalt war dann in Los Cristianos. Da lag Süd- und Westauffahrt natürlich vor der Haustür. Insgesamt hat es mir im Norden besser gefallen. In L.C. war mir zuviel Saufpublikum und zu der Zeit auch deutlich mehr Verkehr als im Norden.

Auf allen kanarischen Inseln sind die Autofahrer extrem rücksichtsvoll Radfahrern gegenüber.
War auch meine Empfindung. Kann mich noch an eine Situation auf einer schmalen Straße in den Bergen erinnern, da hatte ich irgendwann das Gefühl, dass was hinter mir ist. War kräftiger Gegenwind also habe ich nicht viel gehört. Nach einem Moment drehe ich mich um und sehe einen LKW der wohl schon ein Stück hinter mir her fährt. Kein Hupen, kein dicht auffahren, nix. Bin dann rechts ran und habe ihn vorbei gelassen. Beim Vorbeifahren hat er noch zu mir rüber gewunken.
Wenn sich mal jemand aufgeführt hat, waren es Touristen im Leihwagen.

Ist aber alles schon ne Ewigkeit her. Wollte immer mal wieder hin, hat aber mit Familie und sonstigem nie gepasst. Mittlerweile ging es wieder, aber da müssten erst noch ein paar Kilogramm runter und ein paar Bergkilometer drauf, sonst macht das keine Spaß.
 
Ich war jetzt auch auf Teneriffa für fünf volle Tage plus zwei Reisetagen. Ich habe mir diesen Trip für mehr als ein halbes Jahr gewünscht und er hat mich stark motiviert, den ganzen Winter über abzunehmen und kontinuierlich zu trainieren. Nachträglich kann ich sagen, das war ein voller Erfolg, da ich viel souveräner Höhenmeter in Umfängen abspulen konnte, wie ich es davor noch nicht so von mir erwartet hatte!
Ich war in einem einfachen Airbnb in Alcalá stationiert und habe mein eigenes Rad in einem Buxumbox-Koffer mitgebracht, Mietwagen vor Ort.

Touren:
Teneriffa 1: Parque Rural de Teno, 118 km, 3360 hm, 21,7 km/h, 10 bis 27 °C
Teneriffa 2: El Teide, 197 km, 4531 hm, 25,2 km/h, 10 bis 29 °C
La Gomera, 135 km, 4232 hm, 23,2 km/h, 7 bis 28 °C
Teneriffa 3: Anaga, 109 km, 3057 hm, 19,1 km/h, 9 bis 22 °C

Ich hatte ursprünglich fünf Touren vorgehabt, aber der Tag zwei mit Teide, den Einfluss der Höhe und Gesamtumfang, hat mir dann doch einen Pausentag erzwungen, der richtig gut tat! Dieser ermöglichte dann auch die stressigste Tour, La Gomera, wo ich mit einer 50 min verspäteten Fähre ein Wettrennen gegen die Zeit startete, um die Rückfähre um 17:30 Uhr zu schaffen und nicht spontan dort übernachten zu müssen. Ich hätte nach zwei Dritteln eine Alternativ-Route zur Wahl gehabt, falls ich nicht meine Leistung hätte treten können.

Der Anstieg auf den Teide war von El Médano über Vilaflor und dann bis hoch zu den Observatorien, der Tipp mit dieser Route kam auf diesem Forum von @*cl* , danke! Die Abfahrt ging über die TF-38 und war sehr langweilig, nur im Supertuck rollen lassen und vom Nebel sich verkühlen.

Insgesamt war es wunderbar dort, das Wetter war perfekt, aber man hatte typischerweise die stationäre Wolkendecke, den feuchten Norden der Insel, das feuchte und leicht regnerische Anaga-Gebirge. Ich hatte die meisten Touren lange Bib und Ärmlinge mit Weste an und oft dazu noch eine leichte Windjacke. Nur La Gomera bin ich dann mal kurz-kurz im Rennanzug gefahren, das ging auch aber war gerade wegen den starken Winden dort schon frisch. Die Winde waren an dem Tag extrem, ich musste extra bremsen und mich klein machen, damit ich nicht umfalle. Meine Felgenhöhe ist 52 mm, ich wiege 73 kg, das ging gerade so gut aber ich musste viel aufpassen.

Die Autofahrer sind wirklich extrem rücksichtsvoll, ich wunderte mich so oft, warum überholt der nicht einfach, die warten sehr lange bis es wirklich sicher ist. Die Straßen sind bekanntermaßen perfekt und man trifft mitten im Gebirge auch mal die Straßenreinigung mit Kehrmaschine! Nur auf La Gomera waren an einem Anstieg mehrere Baustellen mit leichten Gravel.
Schöner Bericht! 2018 war ich auch da, viel zu lange her.
 
Der zweite Aufenthalt war dann in Los Cristianos. Da lag Süd- und Westauffahrt natürlich vor der Haustür. Insgesamt hat es mir im Norden besser gefallen. In L.C. war mir zuviel Saufpublikum und zu der Zeit auch deutlich mehr Verkehr als im Norden.


War auch meine Empfindung. Kann mich noch an eine Situation auf einer schmalen Straße in den Bergen erinnern, da hatte ich irgendwann das Gefühl, dass was hinter mir ist. War kräftiger Gegenwind also habe ich nicht viel gehört. Nach einem Moment drehe ich mich um und sehe einen LKW der wohl schon ein Stück hinter mir her fährt. Kein Hupen, kein dicht auffahren, nix. Bin dann rechts ran und habe ihn vorbei gelassen. Beim Vorbeifahren hat er noch zu mir rüber gewunken.
Wenn sich mal jemand aufgeführt hat, waren es Touristen im Leihwagen.

Ist aber alles schon ne Ewigkeit her. Wollte immer mal wieder hin, hat aber mit Familie und sonstigem nie gepasst. Mittlerweile ging es wieder, aber da müssten erst noch ein paar Kilogramm runter und ein paar Bergkilometer drauf, sonst macht das keine Spaß.
Santa Cruz de Tenerife ist keine "Kleinstadt" mehr - vermutich auch nach DE-Verhältnisse - da wohnen knapp über 200.000 EW. Dementsprechend ist auch der Verkehr dort bzw. um Ballungsraum.
Ich fuhr damals vom Hafen kommend nach NO raus, Richtung San Andres und dann dort hoch in das "Mittelgebirge" auf 600-800m Seehöhe. Dann über Las Mercedes und Tegueste eben weiter in den Südwesten bis La Orotava. Das war alles recht ruhig vom Fahren her. Bin aber nur auf Hauptstraßen unterwegs gewesen.
Ich muss gestehen, mir als langjähriger Bergfahrer haben die Kanaren (und Madeira) durchaus gefallen. Denn es ist mir bewußt, dass manche Inseln manche Radfahrer ans Limit und drüber bringen, zumal es mit flach fahren dort generell nicht viel ist und es eben permanent rauf oder runter geht. Da sind 2-3 Alpenpässe mit in Summe der gleichen Höhenmeteranzahl wesentlich angenehmer als die Kanarischen Inseln (mit Ausnahme des Teide, der ein durchgehend langer anstieg ist). Aber, die meist Höhenmeter sammelt man dort, weil es permanent rauf oder runter geht. Also 50Hm rauf, 20 runter, 150Hm rauf, 100Hm runter. Und so geht es auf zahlreichen Inseln den ganzen Tag dahin. Manchmal sind die Anstiege halt länger, wie auf La Gomera, wo man gleich mal ein paar Hundert Hm rauf muss um dann wieder runter zu fahren. La Palma ist ähnlich. Ich machte etwas über 30.000 Hm in 11 Fahrtagen auf den Kanaren + Maderia. Da ist der Norden DE, Dänemark, Holland gewiss besser. 😁

Auch klimatisch/wettertechnisch war ich eher etwas enttäuscht (war von Mitte bis Ende März) während meines Aufenthalts: laufend Wind zw. 30-70km/h auf NO, meist wolkiges Wetter und in den Bergen häufig Nebel samt Nieselregen daraus. Also eher Novemberwetter bei uns - auch die Temperatur von < 5°C passte dazu. Kurzum: das sind keine "idealen Radbedingungen" in meinen Augen, wenngleich die Kanaren auch sehr viele Wetterzonen auf kürzester Strecke enthalten und der Kontrast daher krass ist. Der Süden und Südwesten soll auf allen Inseln merklich besser sein, als eben der jeweilige Norden. Ich starte meine Touren stets in den Hauptstädten.
Dennoch würde ich gerne wieder kommen um ein paar Kilometer mit dem Rad dort zu drehen.
 
Nach Santa Cruz bin ich nie gekommen. Ist sowohl von Puerto als auch von Los Cristianos ein gutes Stück weg und da war nix was mich iwie angezogen hätte. La Laguna war von Norden her so der Wendepunkt bzw. Abzweig in den Esperanzawald.

Beim Wetter hatte ich auf Teneriffa Glück. Einmal zum Wandern im September und zwei mal Radfahren im April/Mai. Wobei beide male am Ankunftstag noch Schnee bis unter 2000 m lag. Bei der ersten Auffahrt von Puerto aus lagen noch vereinzelte Reste am Straßenrand und beim Aufstieg zum Pico eine Woche später stand ich teilweise hüfttief im Schnee und der Eingang zum Refugio de Altavista war komplett zugeschneit. Bin dann weiter zur Bergstation der Seilbahn und habe da biwakiert. War witzig die anderen Touris zu beobachten. Unten an der Talstation war es recht warm und so kamen nicht wenige in kurzen Hosen, T-Shirts und Badschlappen mit der Bahn hoch. Oben war es dann niedrig einstellig und es wehte eine steife Brise und zu allem Überfluss hatte auch noch die Bar geschlossen, also nix mit Windschutz. Da standen dann einige Gestalten in Handtücher gewickelt rum und warteten zitternd auf die nächste Seilbahn :D. Nachts gab es dann deutlichen Frost und der Wind wurde so stark, dass ich am Morgen teilweise auf allen Vieren zum Gipfel rauf bin. Bei Sonnenaufgang alleine da oben zu stehen hattet schon was
während meines Aufenthalts: laufend Wind zw. 30-70km/h
Ja Wind ist immer ein Thema. Bei meinem zweiten Tripp bin ich an einem der ersten Tag bei fast Windstille unterhalb vom Flughafen entlangerollt und dachte mir, hier kann man ja schön einrollen bevor es in die Berge geht (Straße nach El Medano ist ja flach) und habe das meinen Kumpels auch so geschildert. Am nächsten Tag kamen wir mit der Nase überm Vorbau und fast Anschlag gerade so über 10 km/h. Da war dann der Anstieg nach Granadilla danach die Erholung.

Der Süden und Südwesten soll auf allen Inseln merklich besser sein, als eben der jeweilige Norden.
Im Norden ziehen Nachmittags halt oft (meist?) die Wolken rein, war aber eigentlich nur ein Thema bei der Abfahrt und mit einer dünnen Jacke gut auszuhalten. Im Süden war es dagegen im Mai schon ganz schön warm und mit Schatten ist nicht viel. Falls ich wirklich nochmal hinkomme würde ich wieder Ecke Puerto ansteuern.
 
Ja Wind ist immer ein Thema.
Also auf Gran Canaria aber auch Teneriffa und anderen kanarischen Inseln bei bei meinem Aufenthalt der Wind ein echtes Thema. Wie ich es nicht kenne, weil ich aus einer Windarmen Region komme - wenn da der Wind mit 20km/h weht, ist das schon "merklich" für mich. 😁
Aber, was ich bei der Auffahrt auf den Pico de las Nieves auf Gran Canaria erlebte ein paar Tage nachdem ich auf Teneriffa war, ist nicht ohne gewesen. Auch die anderen kanarischen Inseln wie Fuerteventura oder Lanzrarote haben mich verblasen: auf LZ fuhr ich mit 15-20 km/h in die eine Richtung und mit 50-60 km/h in die entgegengesetzte. 😁
Teneriffa war bei der Abfahrt vom Teide ein "Highlight": 4-8°C, Nebel + Nieseln samt NO-(Gegen)-Wind in der Größenordnung von 50-70km/h tlw. Hatte große Probleme das Rad auf der Straße zu halten. Aber oben bei den Sternobservatorien fast windstill. Vor allem in den mittleren Höhen von geschätzt 700-1700m. Wenn man dann unten ist, ist der Wind auch meist ruhiger.
Im Norden ziehen Nachmittags halt oft (meist?) die Wolken rein, war aber eigentlich nur ein Thema bei der Abfahrt und mit einer dünnen Jacke gut auszuhalten. Im Süden war es dagegen im Mai schon ganz schön warm und mit Schatten ist nicht viel. Falls ich wirklich nochmal hinkomme würde ich wieder Ecke Puerto ansteuern.
Klar, weil bei der Abfahrt fährt man schon selbst 40-70km/h und dann da der Wind zusätzlich entgegen gesetzt einfährt, hast schnell mal 100km/h Windspitze am Körper. Nicht ohne und vor allem nicht ungefährlich.

Trotzdem würde ich gerne wieder auf die Kanaren fahren, da es mir schon gefallen hat trotz gelegentlich widriger Bedingungen. :)
 
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