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NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus

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Re: NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus
Das findest Du ganz einfach.
Das Waldgebiet ist das neben der Uni Duisburg, aber auf der mülheimer Seite der A3. Das Waldgebiet zieht sich bis Ratingen.

Wie soll man den "Wertverlust" beziffern? Ich denke null Euro. Auf die Holzernte hat das keinen Einfluss. Auf die Tiere schon. Zählungen gibt es natürlich nicht.

OK das ist natürlich kein Jagd-Pachtgebiet, sondern Hegeraum 3 Duisburg Mitte.

Die wenigen Tiere haben sich darauf spezialisiert, in der frühen Morgenzeit ohne die Wanderer, Jogger und Mountainbiker zu äsen und sonst zu schlafen.

Das ist ein kommunal betreutes Stadtrandgebiet, in dem nur Hege existiert, kein Abschuss.

Ich finde es dort auch äußerst sinnvoll, dass die wenigen Tiere geschützt werden.

Da gibt es auch keine Single Trails. Das wenige, an das ich mich erinnern kann, waren ein paar Rinnen aus Stein, die man auf einer Seite runter fahren konnte.

Ansonsten gibt es da nur fünf Meter Breite Spazierwege mit viel Schotter, ohne Naturboden.

Korrigiere mich bitte, wenn ich schief liege. War schon 20 Jahre nicht mehr im Duisburger Stadtwald unterwegs.
 
OK das ist natürlich kein Jagd-Pachtgebiet, sondern Hegeraum 3 Duisburg Mitte.

Die wenigen Tiere haben sich darauf spezialisiert, in der frühen Morgenzeit ohne die Wanderer, Jogger und Mountainbiker zu äsen.

Das ist ein kommunal betreutes Stadtrandgebiet, in dem nur Hege existiert, kein Abschuss.

Ich finde es dort auch äußerst sinnvoll, dass die wenigen Tiere geschützt werden.

Da gibt es auch keine Single Trails. Das wenige, an das ich mich erinnern kann, waren ein paar Rinnen aus Stein, die man au einer Seite runter fahren könnte.

Ansonsten gibt es da nur fünf Meter Breite Spazierwege mit viel Schotter, ohne Naturboden.

Korrigiere mich bitte, wenn ich schief liege. War schon 20 Jahre nicht mehr im Duisburger Stadtwald unterwegs.
+1 habe vor einigen Jahren umme Ecke gewohnt. Je nachdem wie man das Gebiet genau definiert. Aber Nähe Uni sind keine Trails.
 
ist das das Waldgebiet, dass man von Süden kommend ungefähr bis zum Zoo befahren kann? (6-Seen-Platte, über die Schienen und dann nordwärts)? Da gibt es afaik nur diese Reitwege, die zumindest einen Single-Trail-Charakter bieten. Wäre sehr schade, die nicht mehr befahren zu dürfen... Aber ist auch eher Gravel / CX-Terrain
 
Tatsächlich gibt es mehrere Beispiele von illegalen Mountainbike-Strecken in NRW. So wurden in den Testerbergen bei Hünxe Mitte April Bäume gefällt und der Boden aufgegraben, um eine Mountainbike-Strecke zu bauen. Im vergangenen Jahr wurde in Kleve der Reichswald für eine Strecke stark beschädigt. Und bereits 2023 wurde am Bonner Venusberg eine illegale Strecke geräumt.
Da steht jetzt natürlich nichts über die Häufigkeit - trotzdem wundert mich das dann auch überhaupt nicht wenn es Ärger gibt.
 
Ob die im Artikel genannten Beispiele wirklich alle aus der Hand von Mountainbiker stammen, wage ich persönlich mal zu bezweifeln:

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Das ist ja selbst mit nem Rennrad langweilig zu fahren.
 
Alles was Spaß macht, darf man bald nicht mehr.

Für mich bedeutet Biken im Wald Ruhe und Erholung vom stressigen Alltag. Ich hinterlasse keinen Müll, fahre vorsichtig an Leuten/Pferden vorbei und fahre nicht abseits der Wege. Das nimmt man mir dann jetzt auch noch. Aber Hauptsache man kann wieder was verbieten.

Wenn man wenigstens dafür sorgen würde, dass die Städte insgesamt grüner werden.

Seien wir doch ehrlich, es geht hier nur um eins: Den Waldbesitzern stört es, dass Leute mit ihrem Fahrrad durch den Wald fahren und würden ihn am liebsten nur für sich haben.
 
Wie kommt man nur von dem
Ein zulässiger Fahrweg muss demnach so beschaffen sein, dass er ganzjährig von zweispurigen, nicht geländegängigen Kraftfahrzeugen befahren werden kann.
auf das
Besonders brisant ist der im Entwurf enthaltene Verweis auf den „Erlass über den forstlichen Wegebau“ vom Mai 2023. Dieser definiert die Standards für Waldwirtschaftswege mit einer Regelfahrbahnbreite von 3,5 Metern. In der Konsequenz bedeutet dies: Was schmaler ist als ein Lkw, ist kein Fahrweg und damit für Mountainbiker gesperrt.
Der "Erlass über den forstlichen Wegebau" ist doch nur für den zukünftigen Bau von Waldwirtschaftswegen relevant.
Dh doch nicht, dass bestehende, schmälere (2-3,5m) Waldwege, die mit einem Kfz befahren werden können, dann für Fahrräder verboten werden.

Und dann gibt es noch welche, die weiten das dann auf eine generelles Verbot aus
Für mich bedeutet Biken im Wald Ruhe und Erholung vom stressigen Alltag. Ich hinterlasse keinen Müll, fahre vorsichtig an Leuten/Pferden vorbei und fahre nicht abseits der Wege. Das nimmt man mir dann jetzt auch noch. Aber Hauptsache man kann wieder was verbieten.
 
Man kann nicht den illegalen Bau von Trails - inklusive Sprungschanzen - als Begründung für ein allgemeines Fahrverbot von Trails hernehmen. Dieser Trailbau ist bereits jetzt verboten und hat rein gar nichts mit dem normalen Befahren von existierenden Trails zu tun. Das Befahren/Betreten des Waldes ist ein Grundrecht (egal ob in öffentlicher oder privater Hand, im Mittelalter durfte niemand den fürstlichen Wald betreten). Dass eine Einschränkung dieses Grundrechts erforderlich ist, um ein konkretes Ziel zu verfolgen, muss nachgewiesen sein.

Also:
  • Welches Ziel verfolgt ein allgemeines Verbot?
  • Gibt es mildere Mittel?
  • Welcher Nachweis besteht, dass der derzeitge Zustand überhaupt einer Änderung des Gesetzes bedarf?
 
Ich verstehe einen Großteil der Diskussionsbeiträge hier nicht.
Mit dem MTB abseits von Wegen rumfahren, Trailbau, sich rücksichtslos gegenüber Fußgängern verhalten... alles bereits verboten.

Aber wenn man im Wald nur noch 3,5m breite Wege fahren darf, kann man es komplett knicken im Wald fahren zu wollen.

Bei mir in der Gegend sind fast alle größeren Wege im Wald durch kleinere verbunden.

Ich fahre beim Graveln nur auf Wegen, fahre keine Trails und verhalte mich anderen Leuten im Wald gegenüber rücksichtsvoll.
Trotzdem wären durch die neuen Regelungen 100% meiner Graveltouren illegal.

Ich glaub man braucht kein Verschwörungstheoretiker sein um Zweifel daran zu hegen, dass es der CDU mehr um Umweltschutz als um den Schutz von Lobbyinteressen geht.
Wer als passionierter Radfahrer CDU wählt, dem kann nicht geholfen werden. Wer als Forstwirt und/oder Jäger nicht CDU wählt wird vermutlich auf dem Dorf exorziert.
 
Das Gebiet von dem ich berichte ist schon lange populär. Die Nutzungsfrequenz steigt seit vielen Jahren. Das wird auch ein Stück weit mit reinspielen - sicher. Habe ich auch nicht ausgeschlossen.

Es ging aber um die These dass es keinen Unterschied macht ob mit oder ohne Motor - das halte ich für falsch. Unabhängig davon was ich selbst beobachte oder nicht. Das liegt schon allein an der Physik.

Dass das Gelände sichtbar deutlicher zerfahren wird seit die allermeisten mit Motor unterwegs sind ist einfach so. Zum Teil sicher weil nun noch mehr Leute unterwegs sind, aber eben auch weil anders gefahren wird. Das lässt sich nicht leugnen.
Mehr E-Bikes = mehr leute im Wald!
Mehr Motoren = mehr Drehmoment = mehr Antriebseinflüsse
Mehr Leute im Wald = mehr Vollpfosten dabei

Nochmal der Vollständigkeit halber: das „Problem“ sitzt wenn primär auf dem Sattel. Egal ob mit oder ohne Motor. Wie ich erwähnt habe: man kann so oder so rücksichtslos unterwegs sein.

Grundsätzlich ist es mir egal wer mit was fährt - wenn zumindest im gewissen Maße die Natur in der man unterwegs ist geachtet wird.
Absolut!

Davon ab:

Gemessen daran was die Forstwirtschaft in den Wäldern alles veranstaltet, ist es eh hanebüchen „uns“ eine größere Schädiger-Rolle zuzuschieben. Egal wer, egal mit was.
Wer wird denn hier nach Verstand fragen?
 
Fragen zum Gesetzentwurf von der DIMB:

Warum soll ein einspuriges Fahrrad im Wald nur noch auf Wegen fahren dürfen, die für zweispurige, nicht geländegängige Kraftfahrzeuge geeignet sind?

Der Vergleich zwischen Fahrrädern und zweispurigen Kraftfahrzeugen erscheint nicht sachgerecht. Fahrräder unterscheiden sich sowohl hinsichtlich Breite als auch Gewicht und Antriebskraft deutlich von Kraftfahrzeugen. In ihrer Wirkung auf Wege und Natur sind Radfahrende eher mit zu Fuß Gehenden vergleichbar.

Warum soll der Waldboden durch die neue Regelung besser geschützt werden, obwohl Radfahren bereits bisher nur auf „festen Wegen“ erlaubt war?

Die bisherige Regelung erlaubte das Radfahren auf festen Wegen. Bereits bei der damaligen Landtagsdebatte 2010 wurde das Thema Mountainbiken ausführlich behandelt; eine zusätzliche Wegbreitenregelung wurde bewusst abgelehnt. Entscheidend war bislang, dass die Wegoberfläche ausreichend tragfähig zum Befahren ist. Ausführlich findet ihr die bisherige Rechtslage mit einer Kommentierung hier.

Wie funktioniert das Ausweichen auf Waldwegen in der Praxis?

Auf Waldwegen nehmen Nutzerinnen und Nutzer gegenseitig Rücksicht und machen einander Platz – unabhängig von der Wegbreite. Die gelebte Praxis beim Mountainbiken ist, sich rechtzeitig bemerkbar zu machen, langsam zu fahren und bei Bedarf anzuhalten. Dieses rücksichtsvolle Miteinander funktioniert bereits heute auf schmaleren Wegen.

Wenn Querfeldeinfahren verhindert werden soll, warum reicht ein allgemeines Wegegebot nicht aus?

Schon nach dem Bundeswaldgesetz ist Radfahren nur auf Wegen erlaubt. Eine zusätzliche Einschränkung ist dort nicht vorgesehen. Denn der Wegkörper stellt bereits einen bestehenden Eingriff in den Waldboden dar. Die Auswirkungen des Radfahrens auf diesen Wegen sind vergleichbar mit denen des Fußverkehrs, dem das Betreten des Waldes sogar abseits von Wegen weiterhin erlaubt bleibt.

Von hier:

https://www.dimb.de/2026/05/13/neue...nschraenkungen-fuer-das-radfahren-vorgesehen/
 
Es wird ja im Entwurf wieder einmal behauptet, dass Begegnungsverkehr von Fußgängern und Radfahrern auf schmalen Wegen nicht möglich bzw. zu gefährlich sei.
Mich würde deswegen mal interessieren, wie nach Einschätzung der Ersteller des Entwurfes, der gefahrlose Begegnungsverkehr von auf den Forststraßen erlaubt verkehrenden Kraftfahrzeugen und Fußgängern, angesichts der häufig sehr knapp bemessenen Straßenbreite, überhaupt möglich ist.
 
Es wird ja im Entwurf wieder einmal behauptet, dass Begegnungsverkehr von Fußgängern und Radfahrern auf schmalen Wegen nicht möglich bzw. zu gefährlich sei.
Mich würde deswegen mal interessieren, wie nach Einschätzung der Ersteller des Entwurfes, der gefahrlose Begegnungsverkehr von auf den Forststraßen erlaubt verkehrenden Kraftfahrzeugen und Fußgängern, angesichts der häufig sehr knapp bemessenen Straßenbreite, überhaupt möglich ist.
Und dann kombinierte Rad-/Fusswege mit 1,5 m Breite - genau mein Humor!
 
Ist eigentlich aufgefallen, daß es nicht nur um MTBs, sondern auch um Gravelräder geht? Bisher hab ich dies noch nicht gelesen - auch diese Gruppe sollte mobilisiert werden...
 
Ist eigentlich aufgefallen, daß es nicht nur um MTBs, sondern auch um Gravelräder geht? Bisher hab ich dies noch nicht gelesen - auch diese Gruppe sollte mobilisiert werden...
Und Cross-Raeder! Und Kinderfahrraeder werden auch betroffen sein.
 
Ich denke das begrüßt hier keiner, aber man sollte Realitäten in die Augen sehen. Ich bin gerne mit dem Crosser im Wald unterwegs mit maximal 35 mm Reifen. Da zählen Skills mehr als Material und ich denke die hinterlassenen Spuren sind geringer als die von elektischen Monsterdotzern. Ich passe mich dem Wald an und mache mir nicht den Wald passend wie es manche leider tun. Wie so oft eine Frage des Respektes
Und ich glaube, dass deine 35mm schmalen Trennscheiben wesentlich mehr Spuren hinterlassen als ein 60mm MTB Reifen mit dickerer Karkasse und daher weniger Luftdruck...
Was sind das denn für Skills die du da mehr benötigst als beim Fahren mit dem MTB?
Natürlich gibt es überall Idioten, die sich daneben benehmen.
Bin gespannt wann RRler dann von der Straße verbannt werden, die ja ausschließlich für Autos reserviert sind. Können ja auch auf dem Rad-, Feld- oder Fosteweg fahren.
 
Ich glaube ein Ausspielen der MTB vs. Rennrad vs. Gravelfraktion hilft genauso wenig, wie das schimpfen auf die bösen E-Biker. Es sitzen alle im gleichen Boot und deshalb wäre es besser, wenn alle einsehen, dass ein "betrifft mich ja nicht so dolle" oder "die anderen sind Schuld" nur der Verbotslobby etwas bringt.
 
Es tauchen immer mehr E-Biker im Wald auf, die von den Grundregeln und Begegnungen auf schmalen Wegen keine Ahnung haben. Weil es oft auch die gleichen Menschen sind, die einen dicken SUV fahren und / oder rücksichtslose Autofahrer sind. Die benehmen sich im Wald dann auch so. Und erwarten auch niemanden, der schneller ist. Ich erschrecke mich öfter, wenn im Wald an unmöglichen Stellen die E-Fraktion auftaucht. Denen fehlt gerne auch mal die Fahrtechnik, was dann auch zu Unfällen ohne Fremdeinwirkung führt.

Die paar Wenigen, die hier Trails errichten, tun der Geschichte nichts gutes, keine Frage. Keine würde sich freuen, wenn durch den eigenen Garten jemand einen Weg baut.

Ich fahre mit Gravel oder Mtb auf Waldwegen, Rückgassen (Abfxxk) und auch auf schmalen Wanderwegen. Ich hinterlasse nichts und bremse auch für Fußgänger und Pferde.

Wenn man einmal nach Jahren in einen Wald zurück kommt, wo Bäume geerntet wurden, dann ist das ein ganz anderes Schadensbild, als wenn Radfahrer auf schmalen Trails, die sich meist nie ändern, fahren. Aber es wird grundsätzlich darum gehen, dass die Wälder der Forstwirtschaft vorbehalten werden sollen, und die Jäger genug Abschüsse erreichen können.
 
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