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NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus

Das "Überall" ist nunmal eben auch mal ein Problem.
Ich erzähl dir gerne eine Anekdote. Wir besitzen ein kleines Waldstück, ca 1ha groß. Das haben wir aus Liebhaberei. Das heißt wir schlagen kein Holz ein, betreiben keine Waldwirtschaft.
Ich liebe es im Wald linksrum Saatgut zu sammeln, kleine Bäumchen vorzuziehen und dann auszupflanzen.
Dauert ewig und ist viel Arbeit.
Wenn dir jetzt ein oder mehrere MTB quer über die "Schonung" eiern und dabei ne mittlere zweistellige Zahl an Jungbäumen kaputt fahren ist das "überall" ziemlich scheiße, egoistisch und auch nicht solidarisch.
Cool. Gibt in NRW auch viele Anekdoten über Rennradfahrer, die bei Rot über die Kreuzung fahren. Rennradfahren auf der Straße sollte also auch verboten werden.
 
Cool. Gibt in NRW auch viele Anekdoten über Rennradfahrer, die bei Rot über die Kreuzung fahren. Rennradfahren auf der Straße sollte also auch verboten werden.
Er erzählte ein konkretes Beispiel. Und dir fällt das Antwort nur so ein Vergleich ein? Wenig überzeugend.

Ich bleib dabei, die Welt hat schon genug Whataboutism und braucht keinen weiteren.
 
Cool. Gibt in NRW auch viele Anekdoten über Rennradfahrer, die bei Rot über die Kreuzung fahren. Rennradfahren auf der Straße sollte also auch verboten werden.
Du verstehst da was grundlegend falsch....
Bei Rot über die Ampel fahren ist schon verboten
Jetzt soll das befahren von bestimmten "Strecken" im Wald auch verboten werden

Niemand sagt das "Radeln" prinzipiell verboten werden soll.

Hier lese ich dann schon das Problem - "ich will bitte meine Freiheit genießen ohne auf irgendwas Rücksicht nehmen zu müssen" und dafür fordere ich die maximale Solidarität aller ein.

Gibt genügend Wirtschaftswege die befahrbar sind und man kann sich auch heute schon mit den Waldeignern absprechen welche zusätzlichen Wege benutzt werden dürfen. Machen halt zu wenige und deshalb wird zurecht regelmentiert (wie darf natürlich gerne diskutiert werden)
 
Für die, die erstmal einfach los schreiben, ohne den Artikel gelesen zu haben, hier der wichtigste Punkt:

"Die entscheidende Verschärfung findet sich in der Begründung zum Gesetz: Ein zulässiger Fahrweg muss demnach so beschaffen sein, dass er ganzjährig von zweispurigen, nicht geländegängigen Kraftfahrzeugen befahren werden kann. Schmale Wege, Pfade auf naturfestem Untergrund und Rückegassen werden explizit von der Definition eines Fahrweges ausgenommen. Damit entfällt die rechtliche Grundlage für das Befahren fast aller Singletrails im Land, auch nicht wenige Gravelrouten können betroffen sein."

Das heißt, Radfahrer sollen im Wald mit SUV gleichgestellt werden. Weiter:

"Besonders brisant ist der im Entwurf enthaltene Verweis auf den „Erlass über den forstlichen Wegebau“ vom Mai 2023. Dieser definiert die Standards für Waldwirtschaftswege mit einer Regelfahrbahnbreite von 3,5 Metern. In der Konsequenz bedeutet dies: Was schmaler ist als ein Lkw, ist kein Fahrweg und damit für Mountainbiker gesperrt. Damit nähert sich NRW der restriktiven 2-Meter-Regel aus Baden-Württemberg an, verschärft diese jedoch durch die Koppelung an die PKW-Tauglichkeit technisch sogar noch."

Mit ein paar MTBlern, die ein paar Bäumchen umbügeln, hat das nichts mehr zu tun.

Da sind ein paar ganz andere Lobbygruppen unterwegs ...
 
Bin auch viel im Wald unterwegs. Schüttle auch immer den Kopf, wenn "starke Männer" Wanderer/Spaziergänger vom Weg "wegschrecken" durch lautes Rufen oder Vorbeirösten. Dann kommt es natürlich irgendwann zwangsläufig zu solchen Gesetzesgebungen. :-/ Ist halt nicht anders als das Verhältnis Radfahrer <-> Auto auf der Straße, nur dass da der Radf. da der Schwächere ist ... daher immer im Zweifelsfall bremsen, so geil die Abfahrt auch ist, sich ankündigen und bedanken, egal wie die Leute drauf sind.

Ja, den Vgl. mit den Harvestern und Co. finde ich auch zulässig, da die auch ganz schön den Wald "zerschroten". Aber richtig: Es gibt div. Trails, die wir MTBler definitiv auch kaputt gemacht haben im Laufe der Zeit (und wo nie ein Forstfahrzeug langkommt), weil wir eben zu viele sind - so ehrlich dürfen wir auch zu uns sein. Der Elektriker ist dann nur die Kirsche auf der Sahnetorte, macht das Kraut imho nicht fett.
 
Hier waren mehrere Strecken illegal. Dann hat die Stadt die Strecken mit Baggern platt gemacht und dabei eigentlich zusätzlich den Wald drumherum beschädigt.
Dann gab es hier eine Diskussion zur Legalisierung.
Nun sind die Strecken hier in Mülheim über das Bauamt, Ordnungsamt und Umweltamt genehmigt.
Es gibt ein Sicherheitskonzept, eine Tafel mit Notrufdaten, einen Anfahrtplan für den RTW und so weiter.

Wie soll das jetzt mit dem neuen Gesetz vereinbar sein?

Das sieht so aus...
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Sein konkretes Beispiel scheint mir wenig mit dem Verbot zu tun zu haben.

War also bisher auch nicht erlaubt. Wie wird dir das Verbot jetzt konkret bei deinen Pflanzungen helfen?

Leider schon so halb ... es heißt bei uns in Brandenburg nämlich "Auf Wegen" und wie ein Weg definiert wird, ist leider immer noch schwammig und so werden auch zb Wildwechsel etc gerne als "Weg" gesehen/missbraucht.
Deshalb finde ich eine Gesetzesänderung sinnvoll und bin Freund von Wege müssen als Befahrbar ausgewiesen werden. Das Problem wird ja auch im Artikel so benannt
 
Wer haftet in NRW, wenn auf privaten Trails etwas passiert, z.B. wenn einer dem anderen die „Vorfahrt“ nimmt und das Rad beschädigt, bzw. wenn sich einer dabei verletzt?
 
Leider schon so halb ... es heißt bei uns in Brandenburg nämlich "Auf Wegen" und wie ein Weg definiert wird, ist leider immer noch schwammig und so werden auch zb Wildwechsel etc gerne als "Weg" gesehen/missbraucht.
Deshalb finde ich eine Gesetzesänderung sinnvoll und bin Freund von Wege müssen als Befahrbar ausgewiesen werden. Das Problem wird ja auch im Artikel so benannt
So lange etwas wenige machen und dann idealerweise auch noch rücksichtsvoll geht ganz viel. Sobald es dann viele werden, was ja erst mal nicht schlecht ist, das mehr und mehr Menschen mit dem Rad oder Bergmofa raus in die Natur wollen, werden Dinge reglementiert.

In meiner Jugend konnte man den Tremalzo auch noch mit dem Motorrad lustig hoch und runter fahren. Irgendwann war’s dann halt zu viel. Jetzt kann man dort nur noch MTB fahren (und wandern) 🙊
 
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Das heißt, Radfahrer sollen im Wald mit SUV gleichgestellt werden. Weiter:

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Mit ein paar MTBlern, die ein paar Bäumchen umbügeln, hat das nichts mehr zu tun.

Da sind ein paar ganz andere Lobbygruppen unterwegs ...

Ich seh' das ähnlich. Ein differenzierter Blick würde dem Entwurf gut tun:

1.) Zum Beispiel gewisse Bergab-Abschnitte von Wanderstiegen, die als S3 Downhillstrecken "missbraucht" werden und am Wochenende von E-Bike-Horden aus der Großstadt bevölkert werden. Fahrt doch innen Bikepark, gibt eh nur Stress mit denen, die zu Fuß unterwegs sind!

2.) Pferdewege, die auch schöne, flowige MTB-Singletrails sind und bei uns in der Gegend grundsätzlich wenig bevölkert sind. Für Wandernde quasi off-track, für Enduro-MTBler aber ein Fest. Vollkommen uninteressant für E-Biker, die fahren den meist den Wirtschaftsweg oder (1). Das Fahrrad hier zu verbannen, kann man ruhig als Schutz der privilegierten Pferde-/Jagd-Bros und der Großgrundbesitzer hier begreifen, die sich vom harten IT-Bürojob am Wochenende in Bauerngucci wickeln um die Midlifecrisis bewältigen.

3.) E-MTB-ler. Siehe 1: Gerne ab in den Bikepark oder auf den Wirtschaftsweg, off-track sehe ich hier nur Konflikte.
 
Ach weh die Harvestergeschichte wieder. Die Welt braucht dringend noch mehr Whataboutism.

Sorry, ich fahre selber gerne und sehr, sehr lange schon MTB. So wie die Bikebranche von shredden und senden redet und teils entsprechend martialisch wirbt, das ist ein Image das man sich da aufbaut. Und dann die ganzen Elektroradl mit mehr und mehr Torque mit denen Radfahrer in mehr und mehr Ecken in größerer Zahl auf den Berg vordringen. Das hat dann halt dann auch mal Konsequenzen.
Und wieviel der shreddenden Shredde Ricos hast du im echten Leben in einem Wald in NRW schon gesehen? Ich bin viel mit dem MTB in den Wäldern unterwegs und die Anzahl außerhalb der Bikeparks ist exakt gleich NULL
 
Und wieviel der shreddenden Shredde Ricos hast du im echten Leben in einem Wald in NRW schon gesehen? Ich bin viel mit dem MTB in den Wäldern unterwegs und die Anzahl außerhalb der Bikeparks ist exakt gleich NULL
Ich sprach vom Image, das die Branche dem Sport in Teilen damit verpasst.

Mein Post im Original:

"So wie die Bikebranche von shredden und senden redet und teils entsprechend martialisch wirbt, das ist ein Image das man sich da aufbaut."
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gut, dass die RRler das begrüßen. Es gibt aber auch RRler, die wie ich MTB fahren. Egal, es herrscht wie immer die Meinung:“Solange es mich nicht betrifft“. Schön, dass man so leicht zu spalten ist. Im gelben wird man dann darum bitten, dass das nur für eMTB gilt und im emtb freut man sich, dass Scooter gar nicht mehr in den Wald dürfen, Segways auch nicht
Jetzt tu nicht so, dass die eMTBler die großen RRfreunde sind. Wenn ich mir die Kommentare im MTB-News Forum zu RRlern durchlese (zB zum Fahren auf der Straße mit Radweg), da haben die eMTBler von mir keine Solidarität zu erwarten.
 
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Das heißt, Radfahrer sollen im Wald mit SUV gleichgestellt werden.
Mit einen SUV darf man nicht im Wald fahren (wenn man nicht Jäger, Waldbesitzer oder Waldarbeiter ist). Daher ist von "Gleichstellung" keine Rede.
Genauso frage ich mich, warum SPedelecs erwähnt werden. Imho sind das Kleinkrafträder und von daher ist es schon immer verboten damit im Wald zu fahren.
 
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