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Ungefragtes Drafting („Lutschen“)

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Re: Ungefragtes Drafting („Lutschen“)
Das habe ich überlesen.

Dabei gibt es einfache und allgemein anerkannte Regeln, was man als sowohl Auffahrender als auch Vorausfahrender machen sollte.

Die offensichtlich nicht jedem bekannt sind, der hier schreibt - da sollte man vielleicht mal was machen.

Aber der stolze Bericht der Nötigung mit Unfallfolge schlägt dem Fass den Boden aus.
 
Du kannst dir das selber anschauen. Die Funktion befindet sich oben an der Themen-Navigation und ist von jedem benutzbar.

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Ich möchte mit diesem sinnlosen Thema nichts zu tun haben, da sich hier leider teilweise Abgründe auftun, bis zu stolzen Berichten von Nötigung.

Bei der ersten Meldung mache ich es zu :)

Mit Verlaub, lieber Arno, aber ob das Thema sinnlos ist oder nicht ist eine persönliche Bewertung, die du natürlich vornehmen kannst. Sie als Moderator so zum Ausdruck zu bringen ist unschön. Damit qualifizierst du jeden pauschal ab, der sich hier beteiligt hat. Davon abgesehen meine ich mich zu erinnern, dass du hier selbst gepostet, das aber anscheinend gelöscht hast.

Ich widerspreche auch deiner Einschätzung das Thema sei sinnlos. Es ist ein durchaus häufiger vorkommendes Szenario und darüber zu diskutieren ist nicht weniger sinnoll oder sinnlos als die Handzeichen bei Gruppenfahren oder die besten Aerosocken zu besprechen.

Ich stimme zu, dass es hier einige Beiträge gibt, die nicht nur etwas ungewhönlich sind, sondern in der Sache und der dahinterliegenden Geisteshaltung für mich nicht akzeptabel. Absichtlich jemanden mit einer Bremsung zu gefährden (wenn man nicht ernsthaft 'verfolgt' wird) gehört für mich dazu. Ich bin aber kein Freund davon, dann einfach einen Thread zu schließen. Es gibt hier ja auch einige sehr nachvollziehbare Argumente und Diskussion ist meist besser als die Zensur.

Nicht zuletzt ist vieles hier auch augenzwinkernd gemeint, anderes einfach schräg, aber beide trägt zum Unterhaltungswert bei. Ich würde eine Schließung des Themas nicht verstehen und ich verstehe schon jetzt die Drohung nicht und zusätzlich auch nicht den lachenden Smiley neben der Drohung.

Eidt: 500 Tippfehler korrigiert.
 
Ich würde ja meinen, man muss hier gar keine (ungeschriebenen) Rennrad-Regeln bemühen - es sollte ja schon der Anstand gebieten, anderen etwas Platz zu lassen, die Privatsphäre zu achten. Und das macht man halt definitiv nicht, wenn man sich ungefragt an ein Hinterrad hängt …
 
Dann macht doch mal bitte eine Kurzzusammenfassung der Regeln (a la Velominati), die können wir oben anpinnen und dieses Thema schließen.

Mit dem Posting zu der vollzogenen Nötigung mit Unfallfolge wird das Thema eigentlich ein Kandidat für den Mülleimer.

@DreiHügel Der Unterhaltungswert für die Moderation ist doch eher gering. Ich kann gerne darauf verzichten, mir so etwas zum Teil abgründiges durchlesen zu müssen.

Der Grund, wieso hier aktuell noch auf ist, sind einige Lichtblicke durch ausgewogene Beiträge von anderen Benutzern.
 
Ich habe schon viel gelernt in diesem Thread.
Des Öfteren habe ich mich schon gefragt, was das soll, wenn einer an mir vorbei schießt und dann erkenntlich vom Gas geht, wenn er dann weit genug vor mir ist. Gelernt habe ich hier, der will mit mir nichts zu tun haben. Ich habe das bislang als dämliches Machotum interpretiert.
Wird mir nie im Leben einfallen.
Wenn ich einen überhole und den Überholten als Sportskameraden identifiziere, dann gibt es einen freundlichen Gruß und ein freundliches Wort.
Das ist für mich Anstand.
Auch tue ich mich schwer beim Aufenthalt im öffentlichen Raum von einer Privatsphäre zu sprechen. Da scheint mir die Begrifflichkeit falsch gewählt.
 
Auch tue ich mich schwer beim Aufenthalt im öffentlichen Raum von einer Privatsphäre zu sprechen. Da scheint mir die Begrifflichkeit falsch gewählt.
Also ich wünsche mir doch, dass man auch im öffentlichen Raum stets den Anstand hat, etwas Abstand zu wahren … brauch es z.B. im Supermarkt genauso wenig, dass mir wer ins Ohr hechelt, wie am Rad.
 
Vielleicht dies noch, zu Illustration …

IMG_0344.jpeg
Mit über 3,60 m Abstand kann ich auch am Rennrad gut leben, da ich meine, hier kann jeder Hinterherfahrende auch gut reagieren, sollte vor mir etwas Unvorhergesehenes passieren, sodass ich ausweichen / bremsen muss. Denn eine Privatfahrt sollte sich schon von der Hatz im Peloton unterscheiden dürfen …
 
Also ich wünsche mir doch, dass man auch im öffentlichen Raum stets den Anstand hat, etwas Abstand zu wahren … brauch es z.B. im Supermarkt genauso wenig, dass mir wer ins Ohr hechelt, wie am Rad.
Mensch zu Mensch hat im Supermarkt oft weniger Abstand als auf dem Rad zueinander?
Fußgänger Zone vor Weihnachten?
Nahverkehr zur Stoßzeit? Bitte nach mir nicht mehr einsteigen oder was?
Clubs, Live Konzerte??....
 
Gut, das wieder rum ergibt sich ja - meiner Meinung nach - schon daraus, dass man im Supermarkt selten Rad fährt … jedenfalls dort, wo ich wohne. Da fallen also schon mal per se an die 28” Anstand weg.
Dafür hast Du das Wägelchen. Gilt damit dann 2m Abstand auch zu anderen?? Oder 10?
 
Wenn du bei jemandem hinten drauf fährst, musst du dich zu erkennen geben und musst dich abwechseln.

Eigentlich sollte man das im Verein gelernt haben, und auch, dass man ungefragt Zeichen gibt, wenn sich jemand hinten anmeldet.

Aber, da hapert es ja immer mehr.

Es ist schade, dass man die fast satirisch anmutende aber durchaus ernst gemeinte Regelsammlung der Velominati hier bemühen muss:

"Das ist im Radsport eines der verpöntesten Verhaltensweisen überhaupt. Die Velominati haben dafür natürlich auch klare Worte, denn dieses Verhalten – das unaufgeforderte „Dranhängen“ ohne Übernahme von Führungsarbeit – wird als extrem unhöflich und regelwidrig angesehen.

Hier sind die Regeln, die dieses Verhalten („Lutschen“) adressieren:

Die „Velominati“-Sicht auf das „Lutschen“

Regel #82: „Schließe die Lücke“ (und zwar aktiv).

Die Regel besagt nicht nur, dass man eine Lücke schließen muss, sondern impliziert auch, dass man Teil der Arbeit sein muss. Wenn du dich an ein fremdes Hinterrad hängst, bist du laut Kodex verpflichtet, dich kurz vorzustellen, zu fragen, ob du dich anschließen darfst, und unverzüglich Führungsarbeit zu übernehmen.

Der Kodex des Hinterrad-Lutschens

Die Velominati sind hier sehr strikt: Wenn du dich an jemanden dranhängst, der deutlich schneller fährt als du, und dich nur ausruhst, verstößt du gegen den Geist des Sports.

Die goldene Regel

Wenn du nicht in der Lage bist, vorne mitzufahren (also Führungsarbeit zu leisten), darfst du dich nicht einfach hinten dranhängen („lutschen“). Wenn du merkst, dass du den Windschatten brauchst, um überhaupt das Tempo zu halten, ist das ein Eingeständnis von Schwäche – und laut Regel #5 („Harden The Fuck Up“) solltest du dann entweder dein eigenes Tempo fahren oder dich höflich verabschieden.

Die soziale Komponente (Etikette)

„Hallo sagen“: Wenn du an jemanden heranfährst, gehört es zum guten Ton, kurz zu grüßen und zu signalisieren, dass du da bist („Hallo, darf ich mich kurz in den Windschatten hängen?“).

Die Führungsübernahme: Wenn du dich dranhängst, ist es Ehrensache, nach ein paar Kilometern oder bei der nächsten Gelegenheit (z.B. am Anstieg oder einfach nach einem angemessenen Zeitintervall) nach vorne zu gehen und deine Ablösung anzubieten. Wer das nicht tut, wird als „Lutscher“ gebrandmarkt – und das ist im Radsport das ultimative Schimpfwort.

Zusammenfassend: Warum das „Lutschen“ so verhasst ist

Die Velominati-Philosophie basiert auf gegenseitigem Respekt durch Leistung.
  • Wer lutscht, nutzt die Energie des anderen aus, ohne etwas zurückzugeben.
  • Es ist unvorhersehbar: Wenn der Vordermann nicht weiß, dass du da bist, kann es zu gefährlichen Situationen kommen.
  • Es nimmt dem anderen den Spaß am eigenen Training."
Hier die Basis-Quelle: https://www.velominati.com/
 
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