Ich bin im Umfeld mit Hunden groß geworden... einige Schäferhunde, darunter auch ein scharfer Stall-Wachhund. Also keinerlei Angst bei mir und auch Verständnis wie Hunde kommunizieren.
Auf dem Rad bin ich aber schon gebissen worden.
Das ganze ging so schnell... keine Chance.
Ich war im frischen nassen Schnee am hellichten Tage langsam bergab gefahren, einen Fuß auf dem Boden schleifend, also wirklich sehr langsam und im frischen Schnee akustisch von weitem zu hören.
In dem Moment wo ich den Besitzer mit dem Hund passiert habe, ist der schlagartig aggressiv geworden und hat die Frau hinten an der Leine einfach wie eine Puppe hinter sich her gerissen...
Ich hatte sofort gehalten und im Instinkt noch eben den Fuß hochgezogen . Eigentlich wollte ich runter vom Rad und es zwischen mich und Hund bringen. Keine Chance. Der Hund hat mich in den Schuh gebissen. Hätte ich den Fuß nicht hoch, wärs wohl das Knie gewesen.
Die hohle Nuss hat mich dann angeschrien es sei meine Schuld, während ich nur Panik hatte, dass der Köter noch mal beißt und beim nächsten Biss nicht nur Gummi erwischt. Irgendwas kampfrasseartiges wars um jedem Klischee gerecht zu werden.
Und jetzt die Frage:
Was kann man denn gegen so was tun? Fußhupen, die schon aus 100m Entfernung akustisch explodieren oder Hunde, die deutliche, aber freundliche oder gelangweiltee Reaktionen zeigen.. geschenkt.
Aber ein Hund, dem man gar nichts anmerkt, und der vom Bruchteil der Sekunde von Spaziergang auf Angriff springt und den auch ohne Zögern ausführt? Mir ist bei ähnlichen Konstellationen seitdem unwohl.
Selbst wenn ich Pfefferspray dabei gehabt hätte und es sicher und schnell bedienen könnte, so schnell ist keiner. Außer in Comics wo Luke schneller als sein Schatten schießt

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