Wo ziehst du dann die Grenze? Wenn ich meine sattelstütze auf einer Ausfahrt mal von Hand anziehe...kann ich den Rahmen dann noch guten Gewissens verkaufen?
sorry, aber wenn ich "von Hand" eine Schraube lösen und wieder fest ziehen muß, unterwegs, dann ist auch das extrem simpel: ich merke mir, um wieviel Grad/wieviele Umdrehungen ich das Ding gelöst habe, und ziehe dann sehr vorsichtig bis maximal genau dem auch wieder an. Im Zweifelsfall halt zu schwach. Im übrigens ist es egal, was DU auf Deinen Ausfahrten machst - hier hat jemand selbst dokumentiert, daß er eben nicht "auf Tour", sondern zuhause in der Werkstatt massiv außerhalb der Toleranzen eine Sattelstütze angeballert hat. Und damit ist es genau so: ja, es kann sein, daß jeder Rahmen, den wir gebraucht bekommen, schon so mißhandelt wurde- oder auch nicht. Ja, es kann sein, daß Du Deinen Rahmen bei Ausfahrten noch mehr gequält hast.
Hier geht es darum, daß jemand um eine Einschätzung bittet, und die sicher massiv geschädigte Sattelstütze zeigt. Und, wie auch schon von Dritten ausgeführt, bedeutet das, daß das Sattelrohr mit genau dieser Kraft belastet wurde. Ob das ein Problem ist oder nicht, kann vermutlich nicht einmal der Hersteller entscheiden. Und daher liegt Thomassino richtig. Das heißt nicht, daß der Rahmen wirklich einen Schaden hat. Das heißt nicht, daß nicht viele Rahmen mit solchen Schäden verkauft werden, und über Jahre problemlos funktionieren. Das heißt aber, daß kein Mensch, der einen Hauch Ahnung von Carbon hat, hier einen Freischein ausstellen wird. Es ist also am Verkäufer, eine Güterabwägung zu betreiben - akzeptieren, daß der Rahmen u.U. massiv geschädigt ist, und damit ein Verkauf nur mit entsprechenden Warnhinweisen möglich ist?