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Neuheiten 2019
Giant Revolt Advanced – erstes konsequentes Gravelbike

Giant stellt mit dem Revolt Advanced 2019 sein erstes konsequentes Gravelbike vor. Mehr Komfort, Trailtauglichkeit und mehr Befestigungsmöglichkeiten für Zubehör heben es von den Cyclocross-Bikes der Taiwaner ab. Das Einstiegsmodell des neuen Giant Carbon-Gravelbikes mit SRAM Apex 1×11 gibt es für 2.499 Euro.

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# Für langes schnelles Fahren auf unbefestigten Wegen

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Giant Revolt Advanced – kurz und knapp

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Geometrie: länger und komfortabler

Bei der Geometrie hat Giant eine laufruhige Auslegung gewählt. Gegenüber einem typischen Rennrad fällt der Radstand des Giant Revolt Advanced rund 3 cm länger aus. Vor allem an den Kettenstreben, die quer über alle Rahmengrößen 425 mm lang ist, hat das Revolt an Länge zugelegt. Das macht das Fahren von Steilstücken leichter und schafft gleichzeitig den nötigen Platz für die breiteren Reifen. Auch der flache Lenkwinkel fällt auf: Er bedingt den mit 71 bis 74 mm üppigen Nachlauf, der ebenfalls für ein betont ruhiges Lenkverhalten im Gelände spricht.

Für eine komfortable Haltung erhielt das Giant Revolt Advanced einen leicht erhöhten Stack und kürzere Vorbauten ab Werk als bei den Rennrädern, quer über alle Rahmengrößen hinweg. Der STR-Wert um die 1,5 weist Giants neuen Gravelracer klar als komfortorientiert mit sportlichem Einschlag aus.

RahmengrößeS M MLLXL
Sitzrohr mm450470490510530
Sitzwinkel73,573,5737373
Oberrohr mm540550565575590
Steuerrohr mm135150165180195
Lenkwinkel70,570,571,071,071,0
Gabelvorbiegung mm5050505050
Nachlauf mm7474717171
Radstand mm 10201031103610461062
Kettenstrebenlänge mm425425425425425
Tretlager Absenkung mm7070707070
Vorbaulänge mm8090100100100
Stack 558572588602616
Reach 375381385391402
STR1,481,511,531,541,53

Zudem sitzt das Tretlager etwas näher an den Achsen, also höher über dem Boden. Da die Erhöhung zum Beispiel gegenüber dem Giant Defy mit 5 mm moderat ausfällt, bleibt der Schwerpunkt für ein Geländerad recht niedrig, was ebenfalls in Richtung Laufruhe wirkt.

# Die Züge verlaufen im Rahmen - Die Gabel bietet viel Reifenfreiheit
# Flache, tief angesetzte Sitzstreben für mehr Komfort
# Abgeflachtes Sitzrohr für viel Reifenfreiheit

Für Komfort auf Kieswegen und Waldpfaden soll das neue D-Fuse-Konzept sorgen. Es basiert im Wesentlichen auf einem neu entwickelten Lenker und der bekannten D-Fuse Sattelstütze und kommt auch beim Endurance-Modell Defy zum Einsatz.

Hier geht es zur Vorstellung des neuen Giant Defy 2019

Dabei sollen D-förmig profilierte Carbon-Rohre von Lenker und Stütze einen Flex in einer Richtung ermöglichen und so die Unebenheiten von unbefestigten Wegen etwas filtern. Das D-Fuse Konzept an der Sattelstütze führte Giant ursprünglich an den Cyclocross-Bikes der TCX-Reihe ein, im Rennrad-News.de-Test zeigte sich dies bereits als funktional. Der Lenker als wichtigster Kontaktpunkt zum Fahrer verfügt für den Graveleinsatz zudem über leicht ausgestellte Lenkerenden. Außerdem ist der Oberlenker um 5 Grad zurückgebogen (Backsweep), was der Kontrolle im Gelände entgegenkommt.

# D-Fuse Carbon Lenker - Laut Giant mit 10 Prozent mehr „Druck“- oder Abwärts-Komfort und 20 Prozent mehr „Zug“-oder Aufwärts-Steifigkeit
# D-Fuse Carbon Sattelstütze - Ihre Form und Composite-Konstruktion sollen bis zu 12 mm „Federweg“ bereitstellen

Ausstattung: Shimano Ultegra oder SRAM Apex

Das Giant Revolt Advanced gibt es in Deutschland in zwei Modellvarianten: wahlweise mit SRAM Apex 1×11-Gruppe oder mit Shimano Ultegra 2×11 Komponenten der 8000er Reihe. An letzterer ist bereits das graveltypische neue Schaltwerk der Japaner verbaut.

# Giant Revolt Advanced 0 - Ultegra R8020 2x11 Gruppe mit hydraulischen Disc-Bremsen und Giant Carbon-Laufradatz. 3.599 €
# Allroundprofil - Giant CrossCut Reifen in 40-622
# Disc-Bremse im Flat-Mount Standard - 142 mm Hinterbau

Das Kernstück beider Modelle ist der neue Revolt Advanced Carbonrahmen mit den erwähnten D-Fuse Komponenten an den Kontaktpunkten. Rahmen und Gabel sind für Flat-Mount Scheibenbremsen und 12 mm Steckachsen ausgelegt – aktuell der Quasi-Standard bei Gravelbikes. Montagemöglichkeiten für bis zu 3 Flachenhalter und Trägersysteme qualifizieren das Rahmen- und Gabelset für längere Bikepacking-Trips. Ein Vorteil bei rauem Geländeeinsatz dürften die integrierten Protektoren am Unterrohr und an der Kettenstrebe sein – ein Punkt, an dem sich das Giant Revolt auch von so manchem anderen Gravelbike abhebt.

-> Hier findet ihr alles über Gravelbikes: Neuheiten und Tests

Bei der Ausstattung unterscheiden sich die Modelle deutlich. Das Einstiegsmodell Revolt Advanced 1 für 2.499 € setzt auf SRAM 1×11 Technik der Apex Gruppe mit einem 42 Zähne Ritzel hinten und einem 40er vorne. Hier gibt es den hauseigenen Alu-Laufradsatz mit eher schmalen Felgen (19 mm) und Formula-Naben dazu. Wer eine 2-fach Gruppe fahren will, muss auch auf ein höheres Ausstattungsniveau wechseln. Die gibt es am Revolt Advanced 0 mit Ultegra-Gruppe für 3.599 €. Hier wird eine 48-32 Praxis-Works Kurbel mit einer 11-34 Zähne zählenden Kassette kombiniert. Leichtere Berggänge gibt es für mehr Geld also nicht. Lediglich mehr Abstufungen und bessere Abfahrtsgänge kommen hinzu. Außerdem montiert Giant am Revolt 0 bereits einen Carbon-Laufradsatz. Er dürfte auch wegen der größeren Felgenbreite von 21 mm die bessere Wahl sein.

Was haltet ihr vom ersten echten Giant Gravelbike?

# Dirty Kanzaa - Ryan Steers vom Giant Co-Factory Off-Road Team trat beim Dirty Kanza 200, einem brutalen 206-Meilen-Rennen über Schotterpisten in Kansas, mit einen Prototyp des Revolt Advanced 0 an. Foto: PinnedGrit

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Text und Redaktion: Jan Gathmann / Pressemitteilung | Fotos: Thomas Paatz, Giant/Jake Orness photo
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