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Victor Campenaerts hat den neuen Stundenrekord: 614 Meter weiter als Wiggins

JNL

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Victor Campenaerts ist 55,089 km in einer Stunde gefahren. Damit hält der Belgier nun den berühmten Stundenrekord. Den bisherigen Rekordhalter Bradley Wiggins übertraf er im Velodrom von Aquascalientes, Mexiko, um 614 Meter. Hier das Video mit den Infos der UCI und seines Teams zum neuen Stundenrekord.


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Flanschbob

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Aus Interesse: Kann mir jemand sagen wie gemessen wird? Es muss ja zwischen der blauen und der roten Linie gefahren werden, wobei die Runde ja kürzer wird je weiter innen gefahren wird. Je öfter man die Linie nach innen überfährt (was ja scheinbar nicht sofort zu Disqualifizierung führt), je mehr Strecke spart man.
Und am Ende wird die Zeit gestoppt und die Position des Fahrers zu dem Zeitpunkt ist dann entscheidend. Wie wird diese Position auf einen Meter genau bestimmt, wenn der Fahrer mit 55km/h unterwegs ist und an einer beliebigen Stelle der Runde ist?
Die 600m sind ja nur knapp 1%, da ist eine genaue Messung ja äußerst wichtig.
 

pjotr

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Maßgeblich ist laut UCI Rulebook für Bahnwettbewerbe die von der UCI festgelegte Nennlänge der Bahn. Diese wird entlang der inneren Linie, der sogn. "Measuring-Line" ermittelt wird. Die liegt laut UCI-Rulebook 20 cm vom inneren Rand der Bahn entfernt. Theortisch besteht damit die Möglichkeit, abzukürzen, wenn man längere Zeit zwischen "Measuring-Line" und dem blauem Band, der sogn. "Cote-d'Azure" fährt. Praktisch ist der Effekt aber bedeutunglos. Das Porblem ist auch bei viel kürzen Bahnwettbewerben als dem Stundenweltrekord viel eher, nicht zu weit nach außen auf der Bahn zu driften und dadurch zuviele sinnlose Meter zu machen. Campenaerts hatte da gestern auch Probleme gegen Ende. Man kann daher davon ausgehen, dass die Fahrer bei den Rekorden eher mehr als weniger Meter machen, als für den Rekord berücksichtigt werden.

Die Distanz für den Rekordversuch wird ermittelt, in dem die Runden gezählt werden die vor der letzten nicht vollständig beendeten Runde gefahren wurden und diese Rundenzahl mit der Nennlänge der Bahn multipliziert wird. Hinzugrechnet wird eine Distanz auf der letzten unvollständigen Runde nach der Formel = Nennlänge der Bahn x letzte Komplette Rundezeit / Restzeit beim Start der letzten Runde. D.h. für die letzte unvollständige Runde wird einfach die Geschwindigkeit der letzten vollständigen Runde angerechnet und Anhand der Restzeit die Strecke ermittelt.
 

Flanschbob

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@pjotr : Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung, wieder was gelernt.
 

ennio_99

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*Daumen Hoch* top-Ausführung/Erklärung !
 

Thomthom

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Bei Recordversuchen sollte Schwämme in den Kurven liegen,die innendurchbrechen vermeiden.
 

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Kompliment für die Leistung-ich bin mal gespannt, wann die sogenannte Weltbestleistung von 56,375 km/h von Chris Boardman von 1996 (!) eingestellt wird. Die jetzt kurzerhand wieder für regelkonform erklärten Räder sind von seinem damaligen Rad ja nicht weit weg. Außerdem wurde Wiggins der Rekord entrissen-wie der es bei der Zeitfahr-WM 2013 mit seinen vergleichsweise dürren Beinen geschafft hat, Fabian Cancellara zu schlagen, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.
 

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Spartakus II
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Macht das soviel aus? Gut, das waren im Ziel 2,5 Sekunden, allerdings hatte Wiggins anfangs einen ziemlichen Rückstand, den er dann ab etwa Rennmitte aufzuholen begann, sprich da war er dann schneller als Fabian Cancellara. Dessen Drehzahl war seinerzeit wieder mal phänomenal, geschätzt zwischen 115 und 120-konstant!
 

pjotr

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Kompliment für die Leistung-ich bin mal gespannt, wann die sogenannte Weltbestleistung von 56,375 km/h von Chris Boardman von 1996 (!) eingestellt wird. Die jetzt kurzerhand wieder für regelkonform erklärten Räder sind von seinem damaligen Rad ja nicht weit weg.

Ähhm doch:
Boardman 1996

Der aerodynamische Unterschied ist nicht zu übersehen, denke ich
Das Rad von Boardman war btw. trotz anderer Decals ein Lotus




Außerdem wurde Wiggins der Rekord entrissen-wie der es bei der Zeitfahr-WM 2013 mit seinen vergleichsweise dürren Beinen geschafft hat, Fabian Cancellara zu schlagen, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.
Wenn dicke Beine eine Voraussetzung für gute Zeitfahrleistungen >200m wären, wäre Robert Förstemann Stundenweltrekordler :D
 

ronde2009

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Für den Stundenweltrekord musst du eher ein Gemüt wie ein Apnoetaucher haben. Beine egal.
 

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Ähhm doch:
Boardman 1996

Der aerodynamische Unterschied ist nicht zu übersehen, denke ich
Das Rad von Boardman war btw. trotz anderer Decals ein Lotus






[...]
Das wußte ich schon-in der Tour vom November 1994 war das Lotus-Rad ein Thema. Da war Walter Röhrl sowohl mit einem Lotus Esprit als auch dem Lotus-Zeitfahrrad (Dura Ace 8fach STI am Hornlenker und Spenglé-Trispokes=11,4kg) auf der Nordschleife unterwegs (Rundenzeit mit dem Rad 0:38:46, das Auto gab nach einer Runde den Geist auf. Kommentar von Walter Röhrl: "Obwohl ich anfangs skeptisch war, gefällt mir das Rad immer besser. Mit dem wäre ich jetzt noch unterwegs.":D:D:D). Nach meinem Dafürhalten sind die heutigen Zeitfahrräder genauso aufwendig, wenn auch vermutlich nicht so aerodynamisch, wobei der Unterschied zwisschen Aerorad und Aerorad doch eher gering sein dürfte (das war mein Gedankengang), der Unterschied zwischen Rohrrahmen (etwa einem Cadex;)) und einem Aerorahmen sind ja schon marginal (nur kann man mit einem umgebauten Cadex doch mal einen schlechten Tag haben, mit einem Cérvelo P3 etwa gäbe es keine Ausreden). Man sollte das Lotusrad als Standardrad nehmen, damit die Werte vergleichbar sind:rolleyes::D. Das Cheetah Cat wäre auch nicht schlecht:

Cheetah groß.jpg


(Wobei ich nicht weiß, ob es das Rad auch als Bahnrad gab.)
 

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Spartakus II
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Boardmans erster Kommentar seinerzeit war: "Nie wieder! Mein Hintern fühlte sich an wie ein rohes Steak!".
 
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