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Video-Interview Workpacking Tour Gunnar Fehlau: „E-Bikefahren ist nicht Rumgeschubse“

Video-Interview Workpacking Tour Gunnar Fehlau: „E-Bikefahren ist nicht Rumgeschubse“

Mit dem Rad zur Arbeit? Nein, das Büro aufs Rad. Gunnar Fehlau hat für ein Jahr sein Büro auf ein Cargobike verlagert. Gestern kehrte er in Göttingen zurück. Wir haben ihn zweimal unterwegs getroffen und mit ihm über seine Erfahrungen geredet – hier die Ausrüstung in der Fotostory und das Video zum Hören oder Schauen.

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Video-Interview Workpacking Tour Gunnar Fehlau: „E-Bikefahren ist nicht Rumgeschubse“

Welche Fragen hättet ihr noch an Gunnar?
 

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Re: Video-Interview Workpacking Tour Gunnar Fehlau: „E-Bikefahren ist nicht Rumgeschubse“
Ah, eben erst das Geschwür am Tretlager entdeckt. Das entschuldigt latürnich alles.
 
Einfach weil man es kann?
Mir erschließt sich der Sinn hinter diesem Projekt nicht ansatzweise. Kann man machen, vermutlich einfach nur um anders zu sein, eine Herausforderung sehe ich darin überhaupt nicht, viel mehr eine absurde Aktion, aber damit passt es wiederum perfekt in die aktuelle Zeit.
 
Mir erschließt sich der Sinn hinter diesem Projekt nicht ansatzweise. Kann man machen, vermutlich einfach nur um anders zu sein, eine Herausforderung sehe ich darin überhaupt nicht, viel mehr eine absurde Aktion, aber damit passt es wiederum perfekt in die aktuelle Zeit.
Und mir erschließt sich der Sinn hinter deiner Frage nicht :)

Da hat jemand eine Idee, einen Traum, formuliert daraus Ziele und lebt das Ganze für sich aus. Einfach des Erlebens wegen. Sollte so nicht das Leben sein?

Deine Sinn-Frage finde ich bezeichnend. Nein, eigentlich ist es die daraus herauswachsende Wertung und Bewertung. Nur weil er als Einzelperson etwas tut, was Du Dir nicht für Dich vorstellen kannst, ist das dann sinnlos? Wozu diese Abwertung?

Hier lebt jemand Freiheit. Normal ist das ganz sicher nicht, aber die Freiheit lässt das zu. Die Norm, das ist doch eigentlich das, was viele machen. Gerne auch unhinterfragt, weil es viele machen. Das ist dann normal.

Wenn zum Beispiel ein großes Unternehmen zu Werbezwecken dazu aufruft, zwischen den Tagen 500 Kilometer abzuspulen, dann versuchen auf einmal viele, diese von außen an sie herangetragene Erwartung zu erfüllen. Herausforderung, sagen sie dazu. Und manche schrecken sogar nicht einmal davor zurück, das ganz sklavisch im Keller auf der Rolle abzuliefern. Freiwillig? Auf jeden Fall herausfordernd. Von außen herausgefordert. Auch das passt perfekt in die aktuelle Zeit.

Genauso wie das Neiden, wenn jemandem, der etwas aus seinem Leben zu erzählen weiß, ein Plattform geboten wird, die man sich eigentlich selbst wünschen würde. Hätte man nur etwas zu erzählen. "Das ist ja gar nichts!", ruft dann jemand. "Das müsste er rückwärts auf dem Einrad gemacht haben!" Wir wollen Highlights sehen! Also wenn das nicht in die aktuelle Zeit passt, dann weiß ich auch nicht.

Ich freue mich jedenfalls für Gunnar, dass er sein Projekt durchgezogen hat. Wild, bunt, farbenfroh. In Farbe und in Stereo. So muss das Leben sein :bier:
 
@Vito Leone: Naja, 12tkm mit dem EBIKE in Dschland durch die Gegend zu rollen, ist jetzt, zumindest für Radsportler, wohl nicht so der Burner. Das er dabei noch seinen Bürojob handeln musste - nunja, muss ich auch zwischen meinen Trainingsfahrten. Da lag die Challange ja eher im Alltag meistern - also Schlafplatz organisieren und Strom für den Bürojob bereitzustellen.

Vor 2x quer durch die USA innerhalb einiger Wochen und das ohne EBike, habe ich dann schon Respekt und finde es sportlich herausfordernd sowie mental inspirierend.
 
Verstehe die Kritik: weil thematisch nicht so ganz schlüssig hier, aber Vito Leone hat es schon gut auf den Punkt gebracht.

Neben dem: Wo bleibt der Sport, die Qual usw.? – erachte ich das wirklich Einende: die Begeisterung für Fahrräder und allem was damit zusammenhängt, für weit wichtiger.
Evtl. ist es wieder einmal der Übertitel "Rennrad-News", der hier thematisch zu wenig Entsprechung findet?!


Ich hatte das Projekt selber nur so nebenbei wahrgenommen, nachdem ich auf die Schnelle die Gründe dafür nicht nachvollziehen konnte, auch kannte ich Gunnar Fehlau nicht.
Nach den Interview(s) in dem Artikel, war ich erstaunt wie reflektiert und differenziert Gunnar berichtet und wie häufig ich dem Geschilderten zugestimmt habe.
Die Welt aus einer entschleunigten und eben auch beschränkenden Position heraus wahrzunehmen und Alltag zu meistern, macht für die meisten evtl. erst ab >50 von Sinn. ;)


Mit Rennrad BALLERN :eek: hat das alles nix zu tun, aber der Protagonist kennt auch den Aspekt des Radfahrens – und damit trifft es wieder die eingangs erwähnte Begeisterung.



BTW. ich kenne auch Radsportler, die das Gerät nur als Mittel für einen Zweck sehen und keinerlei Leidenschaft für die Varianten und die Technik der Fahrmaschine an sich aufbringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was war daran jetzt so besonders ? Ich kann auch Zuhause arbeiten und jeden Tag bei Wind und Wetter fahren und den Alltag entsprechend umorganisieren. Außer dass sich die Schlafplätze ändern war das jetzt nix dolles.
 
Hier lebt jemand Freiheit.

Ist das so, wenn man das Ganze dokumentieren muss, es auf Social Media begleitet und vermarket?

Finde das vollkommen OK, schön, wenn er einen Markt für sowas findet und sein Ding macht. Aber es zum großen Freiheitskampf aufblasen muss man es nun auch nicht zwingend ;)
 
Ist das so, wenn man das Ganze dokumentieren muss, es auf Social Media begleitet und vermarket?

Finde das vollkommen OK, schön, wenn er einen Markt für sowas findet und sein Ding macht. Aber es zum großen Freiheitskampf aufblasen muss man es nun auch nicht zwingend ;)
"Freiheitskampf"?! habe ich was überlesen?
Aufblasen – bitte nicht, da bin ich bei Dir, darauf zu schließen nur weil der Begriff Freiheit benutzt wurde? hm.

Ließe sich ja auch so lesen, dass Gunnar die Freiheit genommen hatte, zu entscheiden ein Jahr als Nomade unterwegs zu sein. Nicht mehr und nicht weniger. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Und mir erschließt sich der Sinn hinter deiner Frage nicht :)

Da hat jemand eine Idee, einen Traum, formuliert daraus Ziele und lebt das Ganze für sich aus. Einfach des Erlebens wegen. Sollte so nicht das Leben sein?

Deine Sinn-Frage finde ich bezeichnend. Nein, eigentlich ist es die daraus herauswachsende Wertung und Bewertung. Nur weil er als Einzelperson etwas tut, was Du Dir nicht für Dich vorstellen kannst, ist das dann sinnlos? Wozu diese Abwertung?

Hier lebt jemand Freiheit. Normal ist das ganz sicher nicht, aber die Freiheit lässt das zu. Die Norm, das ist doch eigentlich das, was viele machen. Gerne auch unhinterfragt, weil es viele machen. Das ist dann normal.

Wenn zum Beispiel ein großes Unternehmen zu Werbezwecken dazu aufruft, zwischen den Tagen 500 Kilometer abzuspulen, dann versuchen auf einmal viele, diese von außen an sie herangetragene Erwartung zu erfüllen. Herausforderung, sagen sie dazu. Und manche schrecken sogar nicht einmal davor zurück, das ganz sklavisch im Keller auf der Rolle abzuliefern. Freiwillig? Auf jeden Fall herausfordernd. Von außen herausgefordert. Auch das passt perfekt in die aktuelle Zeit.

Genauso wie das Neiden, wenn jemandem, der etwas aus seinem Leben zu erzählen weiß, ein Plattform geboten wird, die man sich eigentlich selbst wünschen würde. Hätte man nur etwas zu erzählen. "Das ist ja gar nichts!", ruft dann jemand. "Das müsste er rückwärts auf dem Einrad gemacht haben!" Wir wollen Highlights sehen! Also wenn das nicht in die aktuelle Zeit passt, dann weiß ich auch nicht.

Ich freue mich jedenfalls für Gunnar, dass er sein Projekt durchgezogen hat. Wild, bunt, farbenfroh. In Farbe und in Stereo. So muss das Leben sein :bier:

Es geht darum, dass es gezielt so in die Öffentlichkeit gestellt wird bzw. sogar gestellt werden muss.
Anders gefragt: Gab es zuerst die Idee dieser Aktion oder sollte irgendwas passieren um ein Buch darüber zu schreiben und Interviews geben zu können?
 
Es geht darum, dass es gezielt so in die Öffentlichkeit gestellt wird bzw. sogar gestellt werden muss.
Anders gefragt: Gab es zuerst die Idee dieser Aktion oder sollte irgendwas passieren um ein Buch darüber zu schreiben und Interviews geben zu können?
Das mit Themen gleich welcher Art alle Kanäle bespielt werden sind wir aus vermarktungssicht gewohnt, und hier wird es anrüchig?
Ist die Frage, was zuerst da war – die Idee oder die Art wie sich etwas am besten vermarkten lässt? Könnte sich auch gleichzeitig ergeben haben, die Grenzen verschwinden zunehmend.
Ich nehme an, dass Gunnar sich in der Szene ganz gut auskennt und mit der Aktion nun noch besser vernetzt ist als zuvor und zudem auch noch monetären Gewinn machen könnte - kann ich mit leben, ohne es selber zu wollen noch lobend zu erwähnen.
 
Während der 12tkm war wohl keine Zeit den Bremssattel mal richtig in der Höhe auszurichten?
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Ich kann ja nachvollziehen, dass dem einen oder der anderen aufstößt, dass dieses Workpackingthema auf einer Webseite, das den Namen Rennrad im Titel trägt, unpassend erscheint. Aber sind wir nicht alle medienkompetent genug, um das, was uns im weltweiten Netz an Informationen gereicht wird, zu filtern und das für uns Unwichtige zu ignorieren?

Manchmal kommt es mir so vor, dass der Blick einiger Rennradfahrer gerade mal so breit ist wie der Asphaltstreifen vor ihren zusammengekniffenen Augen im Tunnelblick auf der Hausrunde. Links oder rechts ein geschotterter Weg? Der Rennradgott behüte, denn eigentlich sind wir hier die wahren Götter auf dünnen Reifen. Es geht nur um Zahlen, um Leistung, um Vergleich und um die ewige Jugend. Es gibt nichts anderes.

Es geht darum, dass es gezielt so in die Öffentlichkeit gestellt wird bzw. sogar gestellt werden muss.
Anders gefragt: Gab es zuerst die Idee dieser Aktion oder sollte irgendwas passieren um ein Buch darüber zu schreiben und Interviews geben zu können?

Da ist also wieder diese Diskussion, die es auch in dem Thread über das Buch von Jonas Deichmann gab. Darf jemand etwas machen, was er kann und gerne macht, und damit vielleicht auch noch Geld verdienen?

Der Bäcker backt die Brötchen. Brötchen verkaufen ist in Ordnung. Und das soll er bitte auch Sonn- und Feiertags machen. "Wie machen Sie das eigentlich, dass Ihr Teig so fluffig wird?", wird er oft gefragt. Vorsicht!, lieber Bäcker. Komm jetzt bloß nicht auf die leichtsinnige Idee, ein Buch darüber zu schreiben. Mit Rezepten und vielleicht auch dem ein oder anderen unterhaltsamen Anekdötchen. Oh nein. Unvorstellbar! Das ist doch den Schriftstellern zu überlassen.

Der Schriftsteller schreibt die Bücher. Sitzt mit seiner Hornbrille an seiner Schreibmaschine, hat den dicken Zigarrenstumpen zwischen die Zähne geklemmt, und ist verdammt zum Schreiben. Ein Kochbuch muss her, und das mit viel Phantasie direkt aus seinem Kopf, denn vom Backen hat er keine Ahnung.

Wer sagt, dass der Bäcker nicht schreiben darf und der Schriftsteller nicht backen?
 
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