Reiseberichte / Tourenempfehlungen für Stahl-Velos

Dieses Thema im Forum 'Rennmaschinen bis 1990' wurde von MissL gestartet, 8 Mai 2012.

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    MissL Ohne Glied

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    Ich erlaube mir mal unseren Bericht der ersten Reise mit Stahl hier reinzuhängen. Im Unter-Thread für Reiseberichte ist die Artenvielfalt zu groß oder es geht auch mit Stahl und damit paßt`s hier am besten.

    Wir möchten dies gerne als Anregung verstanden wissen mit dem "Klassiker" auf große Tour zu gehen, die ungläubigen Blicke der Außenstehenden sind einem gewiß, soviel vorweg.

    Dem geneigten Leser viel Spaß beim nun folgenden Bericht über unsere Reise von Köln nach Kons(ch)tanz auf dem Fernradreiseweg R8 und die anderen sollten die Fernbedienung nehmen und umschalten, die Programmvielfalt ist ja zum Glück riesig hier.;)

    Wie alles begann....
    ....naja, mit meinem Wunsch mal zum Bodensee zu kommen. Aus dem Wunsch wurde eine fixe Idee, aber zum Glück mit Schaltung. Eine Anreise mit motorisiertem Stahl kam nicht in Frage. Also was lag näher, als mit dem Rad hin, bzw. rauf zu fahren. Entsprechendes Material war vorhanden oder wurde noch schnell angeschafft, wie die alte "Zigeunerin", die auf der diesjährigen Rennradbörse in Neerkant geschossen wurde. Das Gitane kann mit Fug und Recht von sich behaupten, klassisch zu sein und dürfte seine Füße - oh pardon - seine Räder im Laufe unserer Reise auf heimischen Boden setzen. Ich hatte mich für mein kölner Bossini - in jedem Kölner wohnt auch etwas südländisches Temperament inne, ja,ja - entschieden. Es hatte mir auf meinem allerersten Brevet durch die Ardennen gute Dienste geleistet und verfügt über die nötigen Anlötteile für Gepäckträger, etc.

    So wurde nun alles an die ollen Renner geschraubt, was man für eine mehrtägige Tour gebrauchen könnte. Dabei stellte frau erschreckt fest, dass auf das Schminktäschen und die Abendgaderobe verzichtet werden mußte. Denn jedes überflüssige Kilogramm würde sich rächen. Warum mein Mann allerdings mehrere Fleischkonserven in sein Survivalpack eingesteckt hatte, blieb mir bis zum Schluß ein Rätsel. Wir hatten weder vor durch`s tiefste Rußland zu reisen, noch zu campen. Die bepackten Räder die drei Stufen aus dem Haus auf die Straße hieven glich einem ersten Kraftakt und so mehrere hundert Kilometer radeln ? Wer war nur auf diese blödsinnige Idee gekommen. Leiser Zweifel kam in mir auf, als ich die ersten Lenkversuche unternahm. Leichtfüßige Richtungswechsel fühlten sich irgendwie anders an. Und auch die ersten Versuche im Wiegetritt zu fahren, brachten die Fuhre mächtig gewaltig ins schaukeln. Aber die Feinmotorik des Reiters stellte sich erstaunlich schnell auf die neue Situation ein. Und dann blieb nur noch die Wetterfrage. Das Frühjahr hatte sich bisher eher von seiner kaltnaßen Seite gezeigt. Also blieb zu hoffen, dass es besser werden würde.
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    Voll bepackt starteten wir am 28.04.2012 von Köln aus bei leichter Bewölkung und kühl feuchter Luft. Bis Sinzig kannten wir die Strecke von einer herbstlichen MTB-Runde aus dem Vorjahr. So passierten wir recht flotten Fußes Bonn, Königswinter, Remagen auf größenteils festem Untergrund / Asphalt.
    Für Insider, die Sache mit den hölzernen Brücken sollte sich als roter Faden durch unsere Reise ziehen.
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    Bis Koblenz war es angenehm ruhig auf der Strecke, immer mit Blick auf den Rhein.
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    In Koblenz war ein Betrieb wie auf dem Rummelmarkt, weswegen wir zusahen, die Stadt schnell zu verlassen. Mittlerweile war die Sonne rausgekommen und es wurde fast hochsommerlich warm. Und die ersten Kanten des Jahres haben wir uns dabei eingefangen. Der Untergrund wechselte nun von Kopfsteinplaster zu grobem und feinem Schotter. Unser erstes Etappenziel sollte Rhens sein, aber wir waren so gut im Zeitlimit, dass wir bis Boppard fuhren. Ein paar Kilometer vor Boppard hatten wir einen MTBler überholt, der sich bis zur Stadtgrenze in unseren Windschatten hängte. Auch gab es die ein oder andere Partnerin zu sehen, die augenscheinlich zum Radeln gezwungen worden war. Zumindestens ließen die Gesichtausdrücke beim Anblick unserer Schwertransporter und des durch uns Überholtwerdens darauf schließen. In Boppard waren wir in einem gemütlichen Weingut untergebracht, wo wir den ein oder anderen Flammkuchen und Schoppen Wein probieren konnten. Auch unsere Stahl-Rößer hatten eine weinselige Nacht.
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    Dort lernten wir dann noch, dass der Hochgewachsene am trockensten ist. Herrliche Assoziation.:p
    Bei einem Stadtbummel am Abend kamen uns Parrallelen zum Forum unter die Augen.
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    Für die Statistiker:
    Höhenmeter - zu vernachlässigen
    Kilometer - 110km
    Defekte - Frontstrahler abgerappelt
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    smunolo Trimmfahrer

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    Schick, schick, schick,

    harre gespannt der zweiten Etappe... :daumen: :bier:

    Wo trocken ausgebaut wird läßt es sich auch gut trocken lagern...

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    ...oder ward Ihr sooo durstig... :p :D :D :D

    bachussche Grüße

    Martin
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    roykoeln Aktives Mitglied

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    ich sehe da aber eine ungerechte gepäckverteilung....
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    concor Ma fac

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    Ich kann nichts ungerechtes entdecken....:confused::p:bier:
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    MissL Ohne Glied

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    Ungerechtigkeit ??? Ja, ja, mein Mann hat auch darüber gemurrt, dass ich das leichtere Rad hätte. Aber das wußte ich geschickt zu kontern mit dem Hinweis, dass ich die Verantwortung für die Orientierung zu schultern hätte. :D
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  7. Offline

    roykoeln Aktives Mitglied

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    ich meinte ja nur - weil das gelbe doch 2 packtaschen weniger hat...
    aber wenn ihr alle der meinung seid, es sei in ordnung so, gebe ich ruhe.
    es kommt ja auch auf den inhalt an, und diese abschminkwatte - packungen....................................... ach ,egal:D
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    MissL Ohne Glied

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    Roy sprichst du aus Erfahrung? Ich frag`nur, weil ich auf dem Gebiet keine Ahnung habe.:p
    Nein, mal im Ernst. Ich hatte wirklich das leichtere Rad, auch wenn die Bilder anderes vermitteln.
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    carraro ventilkappen-dranlasser

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    schöner thread! ich habe übrigens die (größenwahnsinnige?!) idee, im sommer vom bodensee über die alpen und das tessin bis an die ligurische küste zu radeln. mal schauen, ob was draus wird...
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  10. Offline

    MissL Ohne Glied

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    Hallo carraro,
    sehr schöne Idee, würde ich sagen. Größenwahnsinnig wäre sich nur, das ganze an einem Stück zu fahren. Es sei denn man präpheriert den 600er Brevet in der ganz harten Ausführung. :confused:
    Wie sieht deine angedachte Streckenführung aus? Über Zürich am Zuger, Lauerzer und Vierwaldstätter See vorbei über den Gotthard und am Luganer und Comer See runter bis Ligurien ?
    Auf jeden Fall wünsche ich dir bestes Wetter und den Mut, dein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Und abends schön Tagebuch führen, damit du uns anschließend berichten kannst. Denn eine mehrtägige Alpentour ist uns auch schon in den Sinn gekommen, ob`s direkt eine Alpenüberquerung sein soll, steht aber noch in den Sternen.
    concor gefällt dies.
  11. Offline

    MissL Ohne Glied

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    Eigentlich sollte nachfolgendes Foto erst später folgen, aber es paßt gerad´ so gut in den Kontext.....
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  12. Offline

    MissL Ohne Glied

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    Am zweiten Tag starteten wir bei trübem und kühlem aber trockenem Wetter. Es klang uns noch der Ausspruch des Herbergsvaters in den Ohren: "Und morgen werden wieder Flammen aus dem Boden getreten?!" Wir müssen scheinbar einen ungewohnten Anblick geboten haben mit unseren alten Rößern und unserer Aussage, dass wir so zum Bodensee radeln wollen.

    Das Rheintal verengte sich immer mehr, dafür stieg die Anzahl der Schlösser und Burgen dies und jenseits des Rheins. Bei völliger Windstille und den noch im Sonntagsschlaf ruhenden Orten, ging es gut voran. In Höhe der Loreley träumten ein paar japanische Touristen auf dem Radweg herum und wurden von uns unsanft geweckt, nachdem sie auf unser klingeln hin keinerlei Reaktion zeigten. Etwas weiter rheinaufwärts, waren wohl einige französische Besucher auf uns aufmerksam geworden und riefen uns ein begeistertes la Randonneur hinterher. Bis Mainz lief es ruhig und beschaulich auf gutem Aspahlt.
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    Dann kam die Sonne und mit ihr die Sonntagsfahrer raus. Mainz wurde schnell und ohne Halt durchquert. Dann wurde der Belag unruhiger. Das erste von - wie wir später feststellen dürften - vielen Naturschutzgebieten wurde erreicht. Nicht nur wegen des geschotterten Weges sondern auch weil eine großer Trupp Wildgänse mit anhängendem Kindergarten just im gleichen Moment beschlossen den Weg zu queren, um auf dem nahegelegenden Feld einen Snack einzunehmen, war eine aufmerksame Fahrweise geboten. Die Altvögel fauchten uns in beeindruckender Lautstärke an.
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    Das Land weitete sich wieder und es folgten große Obstwiesen und riesige Schrebergartenanlagen. Zwischen den Scherbergärten fuhren wir auf ein mit Kopfhörern bewaffnete Joggerin und beilaufendem Pocketdog auf. Unsere Klingeln wurden schon heiser, also mußten wir sie beherzt von hinten aus den Turnschuhen schreien. Trotz ihrer darauf folgenden sehr emotionalen Reaktion, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Sie war nämlich nicht nur einen halben Meter in die Höh`gesprungen, sondern sie drehte dabei auch gleichzeitg noch Pirouetten in der Luft.

    Kurz vor Oppenheim gings kurz vom Rhein weg in die Weinberge. Bei dem auf und nieder wurden wir wieder an unsere Schwerlasttransporter erinnert. Mittlerweile waren wir in Hessen angekommen und die Beschilderung des Fernradwegs war nur für den Ortskundigen begreiflich. Trotzdem wurde Oppenheim gefunden, welches wir ursprünglich als Etappenziel angedacht hatten. Aber der Tag war noch jung. Also ging`s weiter nach Nackenheim. Die Wegweiser hatten sich im Nichts aufgelöst. So beschlossen wir zur besseren Orientierung kurz auf die Schnellstraße auzuweichen. Was dann folgte konnte nur als Ramsauer`s Rache an allen Radfahrer verstanden werden. Erst führte der offizielle R8 über einen Rheindamm bestehend aus einem schmalen Trampelpfad mit Rillen. Wir waren sehr bemüht nicht mit den entgegenkommenden Sonntagsradlern zusammen zu stoßen oder die Spaziergänger mit unseren Packtaschen vom Deich zu kicken. Aber der Verlauf wartete mit weiteren Prüfungen auf uns, bestehend aus weit auseinander gelegten Kopfsteinplastern, Holzgeschnetzeltem, Schotter in allen erdenklichen Farben und Schüttungsmengen, Steinen aller Art, sowie üppig in Sand oder losem Kies versteckten spitzen Steinen. Positiv betrachtet eignet sich die Strecke hervorragend zur Einstimmung auf die Strade Bianchi.
    Leider auf dem Foto nicht wirklich zu erkennen
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    Dafür wuchsen aus den Pilzen Bäume....
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    Der Garmin verweigerte spontan und mehrfach seinen Dienst und ein Gurt an meiner vorderen Packtasche riß ab. Mir kam spontan der bondsche Spruch in den Sinn: geschüttelt nicht gerührt!

    Die Uhr neigte sich gegen Abend und Roß und Reiter verlangten nach Ruhe. Am Ende der Rüttelpiste sprach uns eine Einheimische an und meinte in ihrem jugendlichen Leichtsinn: "Ah, ich fahrt bestimmt noch bis Worms weiter."
    Nein, ganz bestimmt nicht, die Popometer zeigten rot. So kamen wir in Gimbsheim an oder besser gesagt irgendwo im nirgendwo. Trotzdem ließ sich nach mehreren Ortsdurchfahrten die angezeigte Unterkunft finden. Geschafft...aber wo gibt`s was zu futtern ? Man verwies uns an eine Pizzeria, die sich als Bude an einer unbemannten Tankstelle entpuppte. Uns wurde unmißverständlich klar, das sich hier nicht gerade ein touristischer Hotspot befindet. Aber Hauptsache ein Bett und eine warme Mahlzeit. Wir lernten uns demütig den Gegebenheiten hinzugeben.
    Kein Foto, da will keiner wirklich stranden.

    Für die Statistiker:

    Höhenmeter - 74 über NN

    Kilometer - 120km, was Garmin und der ebenfalls mehrfach ausgefallene Sigma-Tacho so anzeigten

    Defekte - abgerissener Gurt an der Fronttasche
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  13. Offline

    carraro ventilkappen-dranlasser

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    an einem stück? da fall ich ja tot um! :eek:

    im ernst, das wäre meine erste mehrtägige radtour, deshalb bin ich mir noch ein wenig unsicher was geht und was nicht. ich rechne mal mit 4-5 tagen, bei etappen von 70-120 km (mit ruhetagen dann eine woche). meine streckenplanung ist jetzt noch nicht so konkret, nur mal hin und wieder ein blick auf die karte wo man denn fahren könnte. was bisher so angedacht ist:

    zuerst am Rhein entlang bis Chur, dann nach Disentis und über den Lukmanierpass ins Tessin. alternativ dazu vielleicht auch über den San Bernardino oder Splügenpass, mal sehen was da die humanste variante ist, die alpen zu überqueren ohne große umwege. dann am Lago Maggiore entlang, rüber nach Italien, von Varese aus ist auch Mailand nicht mehr weit. dann sind es noch rund 200 km bis ans meer (Genua bzw. Savona), da muß ich mir noch eine machbare und landschaftlich attraktive strecke ausdenken.

    geplant ist, mit möglichst wenig gepäck auszukommen, aber das ist ja immer relativ (wie man auf den bildern oben sieht). wäre schön, wenn ich mit je einer großen sattel- und lenkertasche auskäme und nicht extra einen gepäckträger ans rennrad dranmontieren muß. sonst muß ich wohl aufs trekkingrad umsatteln, was ich ungern täte. ich hoffe auch, daß es wegen der unterkünfte keine probleme gibt, in italien ist es ja im sommer gern mal ausgebucht.

    wäre schon toll, wenn das heuer noch zustande käme, ich träume schon länger von einer solchen fahrt in den süden. naja, vielleicht wirds auch nur eine abgespeckte variante bis zum Lago Maggiore. reisebericht und urlaubsbilder stelle ich hier gern ein, wenns soweit ist! :) :cool:

    p.s. schöne tour am rhein, die ihr da macht. gute fahrt noch!
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    smunolo Trimmfahrer

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    Moin,

    nimm den Lukmanier, wenn Du die "Quäldich-Einheiten" gering halten willst... :rolleyes:

    Ist auch der verkehrsärmste Paß. Reizvoller sind allerdings San Bernadino oder der Gotthard (der auch und besonders wegen der "via Tremola"). Bei Splüggen landest Du zu weit östlich. Der Comer See ist zwar auch sehr schön, aber wenn Du zum Maggiore kommen willst hast Du gleich mal zwei "QuäldDich -Einheiten" mehr... ;)

    Egal wie Du Dich entscheidest, Hauptsache Du machst Dich auf den Weg... :daumen:

    reisefreudige Grüße

    Martin
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    mirsanmimradlda Aktives Mitglied

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    Uiii, ganz dünnes Eis, Kenner wissen Bescheid! Schöner Bericht.
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    einbeiner Heute linksrum - und immer schön treten

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    Na hoer' mal!
    marcfw gefällt dies.
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    marcfw Marc aus Köln

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    Immerhin das Genus richtig gemacht.
    Also wirds auch keine Probleme geben...
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    Liga neu aber alt

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    Toller Bericht bis hierhin, bin beeindruckt, habe es seit über 20 Jahren nicht mehr geschafft mit dem Radl zu vereisen, habe auch nicht die passende Frau dazu, und noch zu kleine u. viele Kinder um mal eben ne Woche wegzubleiben, aber irgendwann mache ich das, ich glaube damit die Familie mitmacht, muß ich erst unser Auto abschaffen...
    Marnolo, Deine Gabel ist inzw. v. den beiden abgeholt, ich habe kurioserweise genau die gleiche aber ohne Restevorbau drin hier rumligen, leider reicht die Steuerrohrlänge der Meinigen für Dein Gardemaßrahmen nicht aus...
  19. Offline

    MissL Ohne Glied

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    Tag drei unserer Tour begann mit einem blank geputzten Himmel. In der Nacht hatte es ordentlich geregnet. Bei dem örtlichen Bäcker erst einmal einen leckeren Kaffee und Croissant geteilt und alle belegten Brötchen aufgekauft, es waren ganze drei. In der Bäckerei spürten wir deutlich unseren gewohnten Sprachraum verlassen zu haben. Gab es dort Paarwig zu kaufen, wozu der gewöhnliche Kölsche Röggelchen säht. Der Weg führte heute auch wieder an großen Obstwiesen und später riesigen Gemüsefeldern auf aspahltierten Wirtschaftswegen bis nach Eich lang. Danach gings hinter dem Rheindamm weiter, der Wind hielt sich in Grenzen. Den Rhein sollten wir heute kaum zu Gesicht bekommen, dafür konnten wir immer wieder einen Blick auf alte Rheinarme erhaschen. Das Land war weitläufig und viele Naturschutzgebiete reihten sich aneinander. Außer dem Rauschen der Räder und unzähligen Vogelstimmen war nichts zu hören. Gelegentlich stieg uns der Duft von Flieder in die Nasen. So wurde auf einsamen Wegen Ludwigshafen erreicht. Am Stadtrand hielt uns der regionale ADFC-Beauftragte an. Mit stolzgeschwellter Brust wies er uns daraufhin, dass er gerade dabei wäre, die Srecke neu zu beschildern, damit würde er uns (höchstpersönlich) rund um die Stadt führen. Zum Abschied überreichte er uns noch seine Visitenkarte. Tatsächlich führte der Weg weit um Ludwigshafen herum - zum Teil auf einer 10km langen Waldautobahn - und wieder zurück zum Rheindamm über Altrip bis Speyer. Da wir wieder gut im Zeitlimit lagen, beschlossen wir uns einmal die Stadt anzuschauen.
    Eine von vielen Radwegenetzkarten
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    Speyerer Dom....
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    ...das haben wir als Aufforderung verstanden uns wieder auf die Pferde zu schwingen
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    Hinter Speyer war der Radweg teilweise gesperrt und wir dürften dadurch die nähere Topographie kennen lernen, gerne auch zweistellig. Also wurde kräftig de Buggel nuf gedrückt. Früh erreichten wir das gesetzte Etappenziel - Germersheim. Eine sehr angenehme Unterkunft wurde schnell gefunden und von der Gastwirtin erfuhren wir, dass am vergangenen Wochenende eine Fahrradmesse für Spezialräder stattgefunden hatte. Daher erklärte sich auch die Dichte der Liegeräder und Liegeradtandems die uns am Tag begegnet waren.

    Für die Statistiker:

    Höhenmeter - 100 über NN

    Kilometer - 120km

    Defekte - nix
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  20. Offline

    Bonanzero txirrindulari

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    23 März 2008
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    Ich wusste gar nicht, dass Jakob Spilger so ein Prommi ist, dass man ihm ein Denkmal setzen müsste.

    Prima Bericht übrigens. Bin gespannt, wies weitergeht.
  21. Online

    Fleischsalatpirat Trüffelschwein

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    11 Dezember 2008
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    Setzt mir auch keiner, wenn ich mal aufen' Weg bin ...:confused::D



    morgen gehts weiter ;)