Nachdem er beinahe von einem Auto gestreift wurde, macht der Radprofi Alessandro de Marchi seinem Ärger auf Instagram Luft. Im Englischen gibt es ein Wort für diese Art der Gefährdung von Radfahrern: “Closepass”. De Marchis Post findet breiten Widerhall.

“Ich habe es satt, buchstäblich satt und habe eine Gänsehaut! Ich habe immer noch Halsschmerzen von zu viel Schreien und Angehen gegen den x-ten Autofahrer während des x-ten “Beinaheunfalls”, an dem ich heute beteiligt war. Ich kann es nicht mehr ertragen.” So beginnt der italienische Radprofi Alessandro de Marchi (Team CCC) seinen Post auf Instagram, nachdem er, wie er schreibt, im Abstand von Zentimetern mit hoher Geschwindigkeit von einem Auto überholt worden war.

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Sono stufo, letteralmente stufo e con i nervi a fior di pelle. Ho ancora male alla gola dal troppo urlare e inveire contro l’ennesimo automobilista durante l’ennesimo “quasi incidente” in cui sono stato coinvolto oggi. Non ce la faccio più. Mattina di oggi, domenica 17 novembre, qualche minuto alle 10. Parto da casa come ogni giorno e mi dirigo verso il centro di Buja, salendo verso la salita di “tonino 2” come è conosciuta qui. Salgo piano, sulla dx , senza intralciare. Circa a metà di questa percepisco prima il rumore di un auto e poi la sensazione di “sfioro” sul mio gomito e mano sx. L’auto, una grossa audi, mi passa, al triplo della mia velocità, sfiorandomi per una questione di cm, ripeto CENTIMETRI. Mi sbilancio, finisco sul marciapiede basso che segue la salita e con tutta la mia voce inveisco contro l’automobilista. Lo stesso viene fatto dall’auto che lo segue, una piccola jeep blu, che, avendo visto tutta la scena, a forza di clacson lo fa accostare . Da lontano vedo che l’automobilista della jeep discute con l’altro. Arrivo sul posto che l’audi è ancora ferma, gli grido che ha rischiato di ammazzarmi e mi viene risposto : “ Non ti ho mica toccato, vai a cagare !!!” Allibito non faccio in tempo nemmeno a replicare, che questo riparte sgommando. Riparte sgommando per fermarsi 200m dopo di fronte ad un’edicola! Arrivo giusto per fare la foto a targa, auto e guidatore (mentre scende per andare all’edicola ) e sentirmi ancora maledire dal soggetto. Caro automobilista ignorante, riguarda bene la mia faccia qui sotto nella foto, riguarda la faccia di quello che stavi quasi per ammazzare stamattina . Perché si, caro automobilista ignorante, il “toccarmi” di cui parlavi, nella migliore delle ipotesi mi avrebbe mandato dritto all’ospedale o su una carrozzina, nella peggiore dritto in una bara! Caro automobilista ignorante, oggi, con la tua bella Audi A6 grigia metallizzata, mi hai quasi ammazzato … per arrivare prima all’edicola! Caro automobilista ignorante ti odio con tutto me stesso e spero che tu legga queste righe o che qualcuno ricordando la tua auto pensi a te e te le faccia vedere.

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Weiter schreibt er, dass er gestern, Sonntag, 17. November, auf seiner täglichen Trainingsrunde den Anstieg “Tonino 2” bei Buja ansteuerte, als sich nach seiner Schilderung der Vorfall so ereignete: “Ich klettere langsam, rechts, ohne den Weg zu verstellen. Etwa zur Hälfte der Fahrt nehme ich zuerst das Geräusch eines Autos wahr und dann wie etwas an meinem Ellbogen und meiner linken Hand vorüberzieht. Das Auto, ein großer Audi, fährt an mir vorbei, mit dreifacher Geschwindigkeit und streift mich im Abstand von cm, ich wiederhole Zentimetern!” Auch als der Autofahrer an einem Kiosk zur Rede gestellt, antwortet er laut De Marchi nur: “Ich habe dich nicht berührt, scheiß drauf!!!!!!”.

De Marchi schließt mit den Worten: “Lieber ignoranter Autofahrer, es geht um mein Gesicht, hier auf dem Bild, es geht um das Gesicht dessen, den du heute Morgen fast töten wolltest. Denn ja, lieber ignoranter Autofahrer, das “mich berühren”, von dem du gesprochen hast, hätte mich bestenfalls direkt ins Krankenhaus oder in den Rollstuhl geschickt, schlimmstenfalls direkt in einen Sarg!

Sehr geehrter ignoranter Autofahrer, heute, mit Ihrem wunderschönen grauen, metallicfarbenen Audi A6, haben Sie mich fast getötet…. um zuerst zum Kiosk zu kommen! Lieber ignoranter Autofahrer, ich hasse dich von ganzem Herzen und ich hoffe, dass du diese Zeilen liest oder dass jemand, der sich an dein Auto erinnert, an dich denkt und sie dir zeigt.”

De Marchis Post wird unter anderem von Europameister Matteo Trentin getwittert, der sich an die italienische Politik wendet und schreibt: “Wie viele von uns müssen sterben, bevor etwas passiert?”.

In Deutschland hat das Kabinett im November eine StVO-Novelle gebilligt, die die Sicherheit von Radfahrenden erhöhen soll. Sie enthält erstmals auch eine genaue Angabe des Mindestabstands beim Überholen. Er wird auf 1,5 bis 2 Meter festgelegt.

Glaubt ihr die deutsche Neuregelung bringt eine Verbesserung des “Closepass” Verhaltens?


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Infos: Redaktion / Foto: Screenshot
  1. benutzerbild

    SprintLooser

    dabei seit 03/2011

    boltzer schrieb:

    und pinker Perücke

    samt Clownskostüm!

    Dann aber auch auf dem Hollandesel!
  2. benutzerbild

    whitewater

    dabei seit 07/2008

    bada-boom schrieb:

    Ein krankenhausreif umgenieteter Radler kostet um die 350 €, ein toter Radler 900 €. Kann sich jeder leisten

    Also die Auswahl des Emoticons ist auch gewöhnungsbedürftig. Ich gehe mal (zu Deinen Gunsten) von Sarkasmus aus.
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  4. benutzerbild

    bada-boom

    dabei seit 02/2018

    Eigentlich sollte aus dem Kontext heraus die Intention klar erkennbar sein. Oder ist das hier ein Motorsport-Forum?
  5. benutzerbild

    whitewater

    dabei seit 07/2008

    bada-boom schrieb:

    Eigentlich sollte aus dem Kontext heraus die Intention klar erkennbar sein. Oder ist das hier ein Motorsport-Forum?

    Schon schon, aber mit etwas Rest-Empathie hat es was von einer Bordsteinkante. Wenn man nicht sehr vorrausschauend fährt, rummst es erstmal kräftig
  6. benutzerbild

    Liebertson

    dabei seit 01/2014

    https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-12/radfahren-landstrassen-mut-erfahrungen-natenom-blog#comments

    Passt hier rein.

    Mandalka: Es gibt drei Gruppen: Die erste weiß nicht, dass sie eigentlich mehr Abstand halten müsste. Die zweite Gruppe weiß das zwar, aber kann nicht einschätzen, wie viel 1,50 Meter sind. Wenn man Menschen das fragt, zeigen sie mit ihren Händen meistens eher einen halben Meter. Und dann gibt es noch die Leute, die mit Absicht knapp überholen, um mir zu zeigen, was sie von mir halten. Das sind aber nur sehr wenige.

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