Wahoo Fitness übernimmt die virtuelle Radsportplattform RGT Cycling und stellt den neuen Online-Service Wahoo X vor. Mit der heute bekannt gegebenen Übernahme baut Wahoo sein Angebot an Trainingslösungen weiter aus und möchte sich einen größeren Anteil am boomenden Markt der Online-Trainingsplattformen sichern.

Der Markt für Indoor-Training und Online-Cycling-Plattformen boomt seit einigen Jahren mit immensen Zuwachsraten. Wahoo Fitness ist schon seit Langem mit Geräten wie dem Wahoo Kickr oder dem Wahoo Elemnt Bolt am Start und somit auf dem Hardware-Markt aktiv. Im Oktober 2021 wurde dann auch im Bereich Software Gas gegeben und die neue Plattform Wahoo Systm vorgestellt. Mittels der Akquise von RGT Cycling geht Wahoo nun den nächsten Schritt.

Indoor-Training boomt seit einigen Jahren
# Indoor-Training boomt seit einigen Jahren - Wahoo erweitert sein Online-Angebot mit dem Zukauf von RGT Cycling.

Wahoo stärkt Position in boomendem Markt

Mit der Kombination von Systm und Wahoo RGT (ehemals RGT-Cycling) auf der neuen Plattform Wahoo X möchten die Amerikaner nach eigenen Worten eine Führungsposition im Bereich „Connected Fitness für Ausdauersportler“ übernehmen und langfristig sichern. Wahoo X wird als Abo-Dienst angeboten und soll mit einem einzigen Log-in eine komplette, virtuelle Trainingswelt erschließen.

Die Plattform Wahoo RGT stelle die nächste Generation des virtuellen Radsports dar und ermögliche es Radfahrer*innen auf hoch detaillierten virtuellen Straßen zu fahren, Rennen zu fahren und neue Routen und Features zu erkunden, so Wahoo in der Pressemeldung. Wahoo RGT biete realistisches Windschattenfahren, Kurvenfahren und Bremsen.

In einer Bibliothek sind einige der berühmtesten Strecken und Rennkurse des Radsports gespeichert, inklusive authentischer Landschaft und jubelnden Fans. Genauso lassen sich auch eigene GPX-Dateien hochladen und mit der Funktion „Magic Roads“ eine genaue, virtuelle Version des Kurses erstellen. Ähnlich wie bei Zwift, soll es auf Wahoo RGT auch gemeinsame Gruppenfahrten oder Rennen geben. So können sich Sportler*innen auf der ganzen Welt online vernetzen und gemeinsam trainieren.


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Seit man zu Hause im Keller in virtuellen Welten Radfahren kann, macht das Rollentraining Spaß
# Seit man zu Hause im Keller in virtuellen Welten Radfahren kann, macht das Rollentraining Spaß - Wahoo Fitness bietet sowohl Hardware als auch Online-Plattformen dazu an.

Wahoo X – zwei Plattformen mit einem Zugang

Um sowohl Wahoo Systm als auch Wahoo RGT nutzen zu können, ist ab heute nur noch ein Abo und ein Log-in nötig. Möglich macht das der Zukauf von RGT Cycling durch Wahoo und der Start der neuen Plattform Wahoo X. Über diesen Premium-Abonnement-Service erhält man vollen Zugriff auf alle Funktionen und Features der beiden Plattformen.

Erfreulich dabei, dass der Preis des bisherigen Systm-Einzelabonnenements übernommen wird. Der Zugang zu Wahoo X kostet also entweder 14,99 US-Dollar pro Monat oder 129 US-Dollar für ein komplettes Jahr. Wahoo verspricht zudem vom Start weg die volle Funktionalität mit der kompletten Wahoo-Produktpalette. Wer bereits ein Abo von einer der beiden Plattformen nutzt, wird laut Wahoo kostenlos zu Wahoo X migriert.

Selbstverständlich lassen sich alle gängigen Smartphones, Tablets und PCs zum Indoor-Training einbinden
# Selbstverständlich lassen sich alle gängigen Smartphones, Tablets und PCs zum Indoor-Training einbinden - das soll laut Wahoo auch so bleiben, genauso wie die Kompatibilität mit verschiedenen Smarttrainern anderer Marken.

Offener Standard

Wahoo weist zwar darauf hin, dass sich Wahoo X am effektivsten und einfachsten mit Produkten aus dem Wahoo-Kosmos nutzen lasse, betont aber gleichzeitig, dass man die Plattform selbstverständlich für die „wichtigsten Branchenakteure und -standards“ offen halten werde. Sprich, die Online-Software lässt sich zum Beispiel auch mit dem Smarttrainer einer anderen Marke nutzen.


Was sagt ihr zum Engagement von Wahoo auf dem Markt der Online-Trainings-Plattformen?

Text: Harald Englert, Fotos/Informationen: Wahoo
  1. benutzerbild

    Dr. M.Ferrari

    dabei seit 07/2007

    Virtuopro könnte was geiles werden.
    bisher nur Windows 10.
  2. benutzerbild

    PepeFast

    dabei seit 12/2019

    Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee wäre, die Physik serverseitig berechnen zu lassen. Bedenkt, dass wir von mehreren tausend Personen reden, die gleichzeitig fahren. Dann müssten die Anbieter allein dafür zig große Maschinen hinstellen. Irgendwo muss die CPU Power her kommen.
    Bei mir sind CPU und GPU tlw. unterfordert - die Daten der anderen kommen wohl nicht schnell genug rein, trotz ethernet Kabel statt WLAN.
    Evtl würden eher Server in Europa mehr helfen, um ping Zeiten /Latenzen zu minimieren.
    Oder spiel starten und dann Stecker ziehen - alleine fahren geht am schnellsten 🤪

    Auf der Website von Wahoo RGT steht, dass Fahrerposition, Draft-Effekt und Bremsen serverseitig berechnet werden. Hierfür werden 20 MBit/s und <60 ms Latenz empfohlen. Die Grafikwelt nutzt die Unity-Engine und wird lokal am Endgerät berechnet, was bei Tablets / Smartphones sehr viel Performance einfordert.
  3. benutzerbild

    QTrotter

    dabei seit 07/2021

    Böse könnte man sagen, solange in rft fast keiner fährt, wird das funktionieren.
    Das mit den <60 kann problematisch sein, wenn die Server in usa stehen kriegt das hier keiner hin
  4. benutzerbild

    kuotenmann

    dabei seit 11/2018

    Zwift entlässt Leute und "pausiert" Entwicklung eigener Bikes.

  5. benutzerbild

    QTrotter

    dabei seit 07/2021

    Zwift entlässt Leute und "pausiert" Entwicklung eigener Bikes.
    Interesting...
    Fand die Idee mit dem Bike immer merkwürdig. Zwift ist geil - wenn ich nicht draußen fahren kann...
    Ich wäre da wohl (zu?) vorsichtig(er) gewesen und hätte gewartet, wie sich die Leute nach der Pandemie verhalten.

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