Video: Van Rysel Neuheiten 2026 Velofollies
Van Rysel FTP2 – Flanders Turbo Project E-Rennrad
Das Van Rysel FTP2 sieht aus, als hätte jemand ein Formel-1-Auto in ein Rennrad übersetzt. Projektmanager Wim van Hoecke erklärt die Idee hinter dem Namen so: FTP steht für die berühmten „Watts in den Beinen“ – und das Konzept spielt mit dem Gedanken, die eigene Leistung zu verdoppeln. Nicht als bequemes „E-Bike zum Nichtstun“, sondern als sportliches System.
Bedeutet: Man tritt mit 250 Watt rein, 500 Watt kommen raus. Oder man tritt mit 425 Watt rein und 850 Watt kommen raus. Da das Van Rysel FTP2 Konzept-Bike zudem – deutlich erkennbar – aero-optimiert ist, soll es Geschwindigkeiten über 80 km/h erreichen.
Das FTP2 ist ein Konzept, ohne Speed-Limit, nicht UCI-konform. Klar, dass es so nie in den Handel gehen soll. Dennoch betont Van Hoecke, dass das Rad genau so, wie es auf der Velofollies stand, fahrbereit ist. Auch die auffällig geformte Gabel sei schon für die typischen Lastfälle eines solchen Boliden geprüft. Eine Studie, die auslotet, was am Rennrad mit Motor möglich ist und wie der Speed ohne Limit sich in der Konstruktion spiegeln muss.
Mahle M40 Mittelmotor mit Extra-Kühlung
Im FTP2 arbeitet ein Mahle-M40-System mit bis zu 850 Watt Höchstleistung. Die Kühlrippen spielen nicht nur eine optische Rolle. Denn je heißer der Motor, desto eher greift die Leistungsreduktion (Derating) ein, weiß Van Hoecke.
Ebenso auffällig ist die Integration: Alle Knöpfe für die Schaltung und Bedienung sind eingebettet ins neue Cockpit. Darüber werden nicht nur die AXS-Schaltung und der integrierte Hammerhead Karoo Radcomputer gesteuert, auch die Schuhe. Schuhe?
Keine Pedale mehr: Aero-Schuhe
Richtig. Zum Paket gehören auch die extrem ungewöhnlichen Schuhe: Die Rennrad-Schuhe der Zukunft werden direkt an der Kurbel fixiert. Der Fuß sitzt näher an der Achse als bei einem normalen Pedal. Dazu kommt eine elektronische Schnürung mit kleinem Motor im Schuh, gespeist von einer SRAM AXS-Batterie. Schnürsenkel und Schnallen entfallen auch aus Aero-Gründen. Öffnen/schließen geht per Funk – und die Umschließung lässt sich über die Lenker-Buttons feiner justieren.
Zeitfahr-Überhelm: Aero-Hülle über dem normalen Helm
Deutlich seriennäher ist laut Van Hoecke ein ebenfalls auf der Velofollies 2026 gezeigter Zeitfahr-Überhelm. Die Aero-Schale in der Form eines TT-Helms zieht man einfach einem Rennrad-Helm „über“. Dazwischen sitzt eine Struktur, die Van Rysel als eine Art Rotationsschutz im Sinne von Mips beschreibt: Sie soll Rotationskräfte zwischen äußerer Schale und dem Helm darunter besser entkoppeln, wenn es zum Sturz kommt. Extra-Gimmick: Im oberen Luftauslass ist ein Licht integriert. Laut Van Hoecke durchläuft der Überhelm schon typische Sicherheitstests und könnte so binnen 2 Jahren auf den Markt kommen.
Neues Van Rysel EDR CF 2026: Staufach und 105 ab 2.500 Euro
Jetzt zu den Rädern, die wirklich relevant für den Alltag sind: Van Rysel zeigt ein neues EDR CF in frischer Farbgebung, abgeleitet vom bekannten EDR CF Ultra. Das gezeigte Rad steht mit Shimano 105 (mechanisch, 2×12) am Stand und soll 2.500 Euro kosten.
Die Ausstattung ist typisch für Decathlon besser, als der Preis erwarten lässt. Unter anderem sind Carbonlaufräder bereits an Bord.
- Staufach im Rahmen inkl. Pumpe, Täschchen, Werkzeug, Ersatzschlauch und Reifenzubehör.
- Reifenfreiheit 38 mm in 700c
- Laufräder Van Rysel VR35 Carbon.
- Endurance-Übersetzung: 50/34 vorn, 11–34 hinten.
- Cockpit Lenker und Vorbau separat, versteckte Leitungen
Van Rysel EDR CF mit Tiagra, AXS später im Jahr
Neben dem 105-Modell sollen weitere Varianten folgen. Genannt wird ein Tiagra R4720 (2×10) für rund 1.700 Euro. Spannend wird’s dann für alle, die elektronisch schalten wollen: Ein Modell mit SRAM Apex AXS soll später im Jahr (Herbst) kommen und bei rund 2.300 Euro liegen. Mit SRAM Rival AXS soll das EDR CF bei etwa 2.900 Euro landen. Ab Anfang März sollen die Rennräder in den Shops stehen.
Neuer EDR-Helm und passende Brille: Endurance-Accessoires zum Kampfpreis
Ebenfalls neu in der EDR-Familie: ein Endurance-Helm von Van Rysel. Preisansage: etwa 60 Euro, Gewicht: 290 Gramm. Dazu gibt’s eine passende Brille – und eine „Helmgarage“ im Helm, in der die Brille verstaut werden kann.
EDR CF Ultra als Bikepacking-/Randonneur-Setup: Licht, USB und Dynamo
Am Stand steht außerdem das bekannte EDR CF Ultra als Langstrecken- und Bikepacking-Variante – hier inklusive Apidura-Taschen. Technisch interessant ist die Touring-Ausrichtung mit:
- Busch & Müller-Licht
- USB-Lader oben am Steuerrohr
- Dynamo-Setup: DT-Swiss-Laufrad mit Shutter Precision-Dynamo
- ebenfalls 38 mm Reifenfreiheit
Das Setup zielt klar Richtung Langstrecke/Randonneur – „fertig ausgestattet“ statt „erst mal alles nachrüsten“.
Was sagt ihr zur Vision von Van Rysel?
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42 Kommentare
» Alle Kommentare im Forum"Hydraulische Scheibenbremsen sollten mindestens einmal jährlich entlüftet werden, aber bei intensiver Nutzung (z. B. Mountainbiking, tägliches Pendeln) oder wenn der Bremshebel schwammig wird oder der Druckpunkt nachlässt, sollte dies öfter geschehen, oft alle 6 Monate oder bei Bedarf sofort. Die Entlüftung entfernt Luft, die die Bremsleistung mindert und ist für die Fahrsicherheit unerlässlich"
Keine Ahnung wie wenig andere mit dem Rad fahren und die Bremse nicht beanspruchen. Meine Disc-Bremsen an den verschiedenen Rädern sind nicht defekt. Aber ich habe hohe Ansprüche an Druckpunkt, Bremskraft und Genauigkeit, schon allein wegen hohen Abfahrtsgeschwindigkeiten und Systemgewicht von 95kg. Du kannst deine Bremse auch erst in 10 Jahren entlüften, mir egal. Die allgemeine Regel ist aber einmal im Jahr ggfs. auch kürzer. Kein weiterer Kommentar von meiner Seite.
Man sollte auch vor jeder Fahrt sämtliche Schraubverbindungen überprüfen. Korrekten Sitz von....(Bauteile)
Sonst kann es zu schweren Unfällen kommen und es besteht Lebensgefahr.
So oder so ähnlich steht es seit Jahrzehnten in der Beschreibung.
Aber wer bitte macht das?
Man kann entlüften, anbauen, abbauen, ersetzen,.... was man will. Ist jedem selbst überlassen.
Ich entlüfte, wenn der Druckpunkt weich wird, oder man den Bremshebel fast durchziehen kann. Bei manchen Bremsen öfter, bei anderen jahrelang nie. Beläge und Scheiben wechseln, mehr brauchen einige Bremsen nicht. Andere sind zickig, obwohl es der gleiche Hersteller ist.
Regelmäßige Serviceintervalle habe ich nicht. Entweder präventiv checken oder wenn ich Veränderungen merke.
Es hilft wenig, hier über einige Punkte zu streiten. Jeder fährt anders, hat andere Bikes und Parts. Manche haben Glück, andere weniger. Manche sind bei der Wartung und Pflege pedantisch, andere nicht.
Hauptsache, man kommt unfallfrei wieder nach Hause, und es wird hier nicht zu sehr OT.
Was soll das heißen, "wenn das Speed Limit für E-Bikes fällt."?
Das klingt ja so, als ob es fallen würde, deshalb "wenn".
Und was wollen sie mit dem Teil beweisen? Dass du mit einem Aerorennrad, das dafür da ist, mit Muskelkraft möglichst effektiv zu fahren, noch etwas schneller fahren und einen auf dicke Hose machen kannst?
Sollen dann massenweise Leute auf Egotrip mit 80 km/h auf Radwegen fahren?
Man kann auch so richtig idiotische Konzepte machen, und das hier ist wohl das übelste, was jemals vorgestellt wurde.
Wow, das ist ja preislich schon ein Angriff auf Cube. Zum Teil ist man sogar attraktiver und scheint auch deutlich innovativer zu sein.
Ich bezweifle dass man das Rad einfach so im Straßenverkehr fahren darf.
Wenn, dann braucht man sowieso Nummernschild und alles andere dazugehörige, weil es kein Pedelec ist.
Auf Privatgelände könnte man schon 80 km/h fahren. Vielleicht gibt's eine abgespeckte Version davon zu kaufen.
Das hier ist ja nur eine Version um zu sehen, was möglich ist.
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