Video: 28 Gravelbikes und Rennräder der Velofollies 2026
Nach wie vor stehen Rennräder ganz oben in der Gunst des Publikums auf der Velofollies 2026. Übrigens war am Stand von Ciclisti.cc – einem Online-Shop für aufkommende chinesische Marken aus der Nähe des Messestandors Kortrijk – zu hören, dass die Geschichte der Velofollies auf eine beliebte Autogrammstunde am Bus eines Radteams auf dem Gelände zurückzuverfolgen ist. Zu Rennrädern von Radprofis auf der Messe folgt noch eine andere Story. Nun erstmal Vorhang auf für die Serien-Rennräder, die aus der Masse in den Hallen von Kortrijk, Belgien herausstachen.
Pinarello: Dogma F in Teamfarben
Definitiv ein Hingucker: das neue Team-Farbthema von Q36.5 und ein Pinarello Dogma F im frischen Look mit UBS als Sponsor auf der Gabel. Live wirkt die Lackierung deutlich spektakulärer als auf Bildern. Über die auffälligen Zipp-Laufräder wird zwar gescherzt – aber live und in Farbe passt das Gesamtbild richtig gut.
De Rosa: Campa und goldenes Traditions Bike
Italienische Traditionsmarken sind auf der Velofollies stark präsent. De Rosa stellt ein ikonische Teambike noch einmal ins Rampenlicht: das De Rosa Idol, das von Aqua e Sappone gefahren wurde.
Basso SV Sondermodell mit Bike Ahead
Nach dem Basso Palta Gravel Sondermodell der letzten Velofollies, hat sich die italienische Marke für 2026 erneut eine Kooperation mit den deutschen Carbonfertigungs-Spezialisten entschieden. Das Top-Modell Basso SV wurde gemeinsam mit dem amerikanischen Radsport-Kollektiv „Away Message“ und ausstaffiert. Das Rad ist mit der neuen Campagnolo-Super-Record-Gruppe in einem ungewöhnlichen 1×13-Setup ausgestattet sowie mit den auffälligen, neuen Bike Ahead Composites Biturbo Aero 2.0 Sechsspeichen-Laufrädern. Einen Basso SV Test findet ihr auf Rennrad-News.
Wilier Rave SLR ID2 Race Gravel als Allroad Rennrad
Wilier stellte auf der Velofollies das bereits letztes Jahr eingeführte Race Gavel Bike Rave SLR ID2 mit der neuen Lackierung für das frisch ins Leben gerufene eigene Gravel Team. Spannend: Auch als Allroad-Rennrad funktioniert das aero-optimierte Rave SLR ID2 gut, wie der Aufbau mit 42 mm Vittoria Corsa Pro Reifen zeigt. Die Pneus sitzen übrigens auf Miche Graff Laufrädern mit 62 mm hohem Felgenprofil.
Die Preise für das Rave SLR ID2 beginnen bei 4.400 Euro für das Modell mit Shimano GRX Di2 1×12 und reichen bis 10.900 Euro für die Variante mit Campagnolo Super Record 1×13 Gravel Gruppe. Mit SRAM Red XPLR wie im Bild soll es knapp unter 10.000 Euro liegen.
Ciclisti.cc mit Incolor und Quick Pro
Ciclisti.cc ist ein belgischer Onlineshop und Händler aus Waregem bei Kortrijk, der inzwischen bekannte Marken aus China wie Incolor und Quick Pro in Europa vertreibt. Damit gibt es Garantie- und Serviceabwicklung über einen europäischen Ansprechpartner.
Aktuell erfahren gerade die Modelle von Quick Pro einen Aufmerksamkeits-Schub im Netz, weil sich das recht junge Quick Pro ER:One im Aero-Test der Nero Cycling Show an der Spitze gegen etablierte Konkurrenz behaupten konnte (Nero Cycling testet im Windkanal mit Fahrer). Das Frameset liegt hier bei 2.89 Euro. Bereits bekannter ist das AR One des gleichen Herstellers, weil damit der amtierende Junioren-Weltmeister zum Titel fuhr. In der Weltmeister-Edition soll das Rahmenset 2.399 Euro kosten.
Eddy Merckx: Pévèle Allroad Titan und Strasbourg
Eddy Merckx rückte die neuen Modelle Corsa Pévèle Ti Allroad und das Corsa Strasbourg Ti Gravelbike ins Rampenlicht, beide mit Titanrahmen. Die Bikes erweitern die bestehende Corsa-Range, die bereits Allroad- und Gravel-Modelle aus Stahl umfasst. Alle Rahmen werden in Italien in Handarbeit aus Columbus-Hyperion-Titanrohren gefertigt, die Endmontage erfolgt am Hauptsitz der Belgian Cycling Factory in Beringen (Belgien). Beide Modelle besitzen speziell angefertigte, 3D-gedruckte UDH-Ausfallenden, die moderne Antriebs-Kompatibilität und ein zukunftssicheres Design gewährleisten.
Der Corsa Pévèle Ti besitzt ein etwas tieferes Tretlager als bei einem klassischen Rennrad. Die Reifenfreiheit beträgt bis zu 40 mm mit 1x-Antrieb und 38 mm mit 2x-Setup, sodass sich das Bike an unterschiedlichste Untergründe anpassen lässt. Zusätzlich bietet das Pévèle Ti Montagepunkte am Oberrohr sowie Aufnahmen für Schutzbleche.
Darimo: Maßgeschneiderte Lenker aus Spanien
Die spanische Edelschmiede Darimo zeigt, dass Leichtbau nicht gleichbedeutend mit Verzicht auf Steifigkeit oder Komfort sein muss:
Custom Carbon Layup: Darimo passt das Carbon-Laminat im Inneren der Komponenten (Sattelstützen, Vorbauten, Lenker) individuell an das Gewicht und den Fahrstil des Kunden an. Ein Sprinter erhält eine extrem steife Struktur, während ein Endurance-Fahrer ein Layup für maximale Dämpfung bekommt. Auch bei den Abmessungen sind durch flexible Formen bei der Carbon-Herstellung etliche Varianten darstellbar. Variiert werden können bei der Produktion Vorbaulänge, Flare, Lenkerbreite und Steigung des Lenkers.
Gewichtsersparnis: Mit Sattelstützen, die teils unter 100 Gramm wiegen, lassen sich im Vergleich zu Standard-Komponenten oft zwischen 70 und 150 Gramm einsparen.
Aerodynamik: Neben klassischen runden Stützen bietet Darimo mittlerweile über 200 verschiedene Modelle für nicht-runde Sitzrohr-Profile moderner Aero-Bikes an.
Alle Teile werden zu 100 % in Llíria bei Valencia gefertigt – von der CNC-Bearbeitung bis zum Carbon-Laminat.
Cyclite Nano Taschenserie
Die neue Cyclite Nano Taschenserie ist ein ultraleichtes Taschenset für Rennrad- und Gravel-Fahrer, die Wert auf Aerodynamik und minimalistisches Design legen. Sie besteht aus drei Taschen: der Lenkertasche (Handle Bar Bag Nano), der Oberrohrtasche (Top Tube Bag Nano) und der Satteltasche (Saddle Bag Nano).
Die Lenkertasche hat die typische aerodynamische „Waschbeckenform“. Zusammen bieten die Taschen ein Volumen von 2,4 l. Sie sind wasserdicht, aerodynamisch und wiegen zusammen gerade einmal ca. 230 g. Montiert werden die Taschen mit Magneten und Pins, was die Handhabung sehr einfach macht. Die Taschen werden mit Universalhaltern zur Befestigung mit Gummibändern am Rahmen ausgeliefert. Wenn es der Rahmen zulässt, können Halter für die Verschraubung erworben werden.
Das Taschenset besteht aus Top Tube Bag Nano / 01, Saddle Bag Nano / 01 und Handle Bar Bag Nano / 01, welche auch einzeln zu erwerben sind, ist ab Mitte Februar 2026 verfügbar und soll ca. 240 € kosten.
Neben der Nano-Taschenserie zeigt Cyclite auf der Velofollies auch die Fork Bags / 01 am Ausstellungsrad. Diese glänzen mit Ihrer schlanken Form (ca. 8 cm breit) durch eine hervorragende Aerodynamik, was zum Gesamtkonzept der Taschen passt. Das Anbringen der Fork Bags / 01 ist am Anfang etwas fummelig, hält dafür aber sehr gut – auch auf ruppigem Terrain. Die Taschen sollen ideal für den Transport von Kleidung, und leichterem faltbaren oder rollbaren Equipment sein.
Auch für die Fork Bags / 01 gilt die Verfügbarkeit von Mitte Februar 2026. Kosten sollen die Fork Bags / 01 ca. 120 € einzeln oder 230 € im Set.
Atom6 Gold Rennrad
Immer wieder für auffällige Lackierungen gut ist die belgische Marke Atom6, ein Direktanbieter, der vor allem Open Mould Rahmen mit Custom Designs veredelt. Diesmal im Zentrum des Interesses ein Glossy-Gold Lack. Wie gefällt es euch?
Duke Aero Felgen
Duke stellte sein Angebot an Aero-Felgen in den Fokus, zu sehen an einem S-Works Shov Zeitfahrrad. Die neuen Aera Modelle mit strukturierter Felgenflanke erinnern etwas an Scope Artech, aber mit vergrößerten „Schuppen“ und versprechen beste Aerodynamik. Die Effizienz soll sich um 10 % gegenüber einer glattem Oberfläche verbessern. Eine 65 mm hohe Felge soll 405 g wiegen. Ein Radsatz mit dieser Felge ist ab 1.272 g Gewicht zu haben, in 56 mm sind 1.174 g laut Duke drin. Die Innenweite liegt bei 24 mm.
Merida startet Custom Programm
Merida startet ein eigenes Custom-Programm und zeigt ein Scultura in einer neuen Sonderfarbe, dazu Custom-Laufräder von Bike-Head Composites. Im Hintergrund stehen weitere Beispiele, wie wild oder elegant man Lackierungen künftig gestalten kann – inklusive ausgefallener Muster und „Eisdesign“-Optiken.
Buxum Box Radtransportkoffer aus Alu
Buxum Boxen aus Alu sind auf eine lange Nutzungsdauer und viele Reisen ausgelegt und erinnern optisch an Flugzeugtrolleys, was kein Zufall ist, denn der Gründer war zuvor in der Luftfahrt tätig. Die Buxumboxen lassen sich in etwa 5 bis 10 Minuten be- und entladen. Außerdem nehmen sie moderne Bikes mit integrierten Cockpit- und Lenkerlösungen meist ohne große Demontage auf.
Bei der Ventoux Road Box für Straßen- und Gravelbikes mit integriertem Lenker reicht es aus, Räder und Sattelstütze zu demontieren. Das spart Zeit und schont sensible Komponenten. Auf der Homepage lässt sich jede Box individuell konfigurieren. Laufradtaschen sind bereits inklusive. Optional lässt sich weiteres Zubehör, wie ein Workstand-Set zur Nutzung als Montageständer, ergänzen. Die Buxumbox Ventoux Road Box kostet rund 1.350 €, zuzüglich Versand.
Stahl-Ästhetik bei Colnago und Cinelli
Colnago liefert am Stand des Distributors großes Messekino. Das Steel Novo Rennrad in „Light Blue“ wirkt live und in Farbe nooch ein extrem klassisch und schlank, das Frameset liegt bei etwa 5.500 Euro. Daneben stehen Aero-Rahmen in speziellen Pogacar-Lackierungen mit Effekt-Details und prominenten Cockpit-Gimmicks, rahmenseitig preislich klar im High-End-Bereich.
…und Cicli Barco Edelstahl Feinarbeit und Felgenbremse
Dass Stahlrahmen weit mehr sein können als nur ein Relikt aus alten Zeiten, beweist die italienische Schmiede Cicli Barco auf der Velofollies. Mit dem Viva präsentieren die Norditaliener ein klassisch anmutendes, aber modern produziertes Columbus XCR Rennrad für Felgenbremsen.
Herzstück des Ensembles ist die eigens im Haus entwickelte Viva-Gabel. Gefertigt aus Columbus XCR Edelstahl mit einem Gabelschaft aus Carbon, besticht sie durch eine extrem schlanke und geradlinige Form. Das Rahmendesign wurde konsequent um diese Gabel herum entwickelt. Das „Viva Shades of Grey“ kommt komplett ohne Lack aus. Cicli Barco kombiniert stattdessen drei verschiedene Oberflächenbearbeitungen des Edelstahls. Statt einer externen Schelle wird die Sattelstütze durch zwei integrierte Schrauben an den Sitzstreben fixiert, was für eine sehr cleane Optik sorgt.
Jaegher – Kunstedition
Jaegher zeigt, wie weit Handwerk und Kunst im Rahmenbau gehen können: ein Edelstahl-Frameset um 7.000 Euro, dazu limitierte Kunstdesigns mit Aufpreis. Daneben ein Gravelbike im Military-Look mit Cane-Creek-Invert-Gravelgabel und konsequent lackierten Komponenten – ein Gesamtpaket, das fast schon mehr Galerie als Produktpräsentation ist.
BMC – Kunst am Rennrad
Bei BMC war der ebenfalls in Belgien ansässige Künstler TJ Eisenhart mit live Kunst am Rennrad beschäftigt. Sein Werk wird am Ende das BMC Roadmachine R Aero-Rennrad schmücken.
Girs Jugendrennrad
Die französische Marke Girs hat sich auf Jugendrennräder spezialisiert. Ähnlich wie am kürzlich von uns getesteten Giant Seek muss der Nachwuchs hier keine Performance Kompromisse eingehen. Im Unterschied zu en Taiwanern nutzt man aber 28″ Laufräder. Eine Jugend-Übersetzung ist bereits an Bord. Das Gewicht soll um die 7,6 kg liegen.
…und mehr schicke Rennräder
Was sagt ihr zu den Rennrädern der Velofollies 2026?
Hier lest ihr mehr zum Thema Velofollies auf Rennrad-News
- Velofollies 2026 – Profi-Rennräder: 14 Arbeitsgeräte und Bonusmaterial
- Velofollies 2026: Van Rysel Neuheiten – und Rennrad der Zukunft?
Garmin Varia RearVue 820 StVZO: Radar-Update erkennt Fahrzeuggrößen
Rose Shave – erster Test: Geschärftes Endurance-Rennrad
Eurobike 2024: Der Mega Gravel Bike Überblick
Leatt Endurance Kollektion für XC und Gravel

46 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumWas ich von dir wissen wollte, ist das Handling des Scultura dem Oltre (Die schönen Generationen) vergleichbar? Ich dachte das Scultura is weniger race und mehr auf Komfort ausgelegt?
P.s.: Mit dem neuen Oltre hat mich Bianchi sowas von enttäuscht und als Rahmensetkäufer verloren.
Der direkte Vergleich zum Scultura ist schon beeindruckend, sehr prägnant und heftig im Unterschied.
Das Scultura ist deutlich agiler. Fast schon nervös, hektisch. Schnelle Kurven wirken spielerisch und man traut sich schnell an die Grenze und im Tempo zu bleiben. Enge Kurven oder schnelle Lenkbefehle werden sofort umgesetzt. Der Komfort ist schon ein deutlicher Pluspunkt und zeichnet das Scultura aus. Spätestens mit der runden 27.2 Carbonstütze wird alles weggeschluckt. Im Antritt ist es aber supersteif und nimmt die Energie des Wiegetritts als Vortrieb. Wie ein Gummiband beim loslassen. Aber wie gesagt... man muss die hektische Art des Scultura mögen und nutzen. Das Oltre ist nun im Vergleich schwerfällig, behäbig und treu. Macht was es soll, selbst wenn es etwas verzögert ist. Das Scultura ist ein Jack-Russel Terrier und das Oltre ein Golden Retriever.
Ich habe das Scultura wegen der Agilität gewählt. Ich fahre sehr unterschiedlich und unterschiedliche Strecken und Reviere und wollte mich mit einem Aero Reacto nicht einschränken. (zumal es auch nicht sooo schön ist)
Allerdings gefiel mir das Oltre besser im längeren Climb. So richtig verstehe ich es allerdings nicht. Die Sitzposition habe ich größtenteils übernommen.
Das ist doch jetzt kein Argument dagegen. Und ich würde nicht darauf wetten, dass sie der globale Markt nicht interessiert. Sonst würde es wohl keine Exklusiv-Edition für Pandapodium geben.
Es ist doch unbestritten kein Vorteil, wenn es eine unnötige Verwechslungsgefahr gibt. Und das ausgerechnet bei einem Unternehmen, das so stolz auf seine Trademark ist, dass sie sie sogar ganz groß auf den Rahmen drucken…
Weiss jemand, wie die Cyclite Nano Satteltasche an der Sattelstütze des Aeroad (?) angebracht ist? Normalerweise wird die Magnetleiste (in die wiederum die Taschen eingeklinkt wird) ja mittels Gummischlaufen befestigt, so wie es bei der Oberrohrtasche am Ausstellungsrad zu sehen ist, aber die scheinen an der Satteltstütze zu fehlen.
Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular: