Mathieu van der Poel schade dem Cyclocrosssport ließ belgische Radprominenz schon verlauten. In der diesjährigen Weltcupstaffel hielt die van der Poel Show von Tabor keine Überraschungen bereit. Bei den Frauen lief es – wieder – spannender. Das und mehr in unserer Serie Muddy Monday. Dort findet ihr jeden Montag während der Cyclocross-Saison Neuheiten aus dem CX- und Gravelbereich. Neue Bikes und Reifen gibt es hier ebenso wie interessante Entwicklungen bei Cyclocross-Profi- oder Hobbyrennen. Wiem immer außerdem: die Vorschau auf das nächste Wochenende.

Schadet MvdP dem Cyclocross-Sport?

„Nach 10 Minuten hat man zur Zeit alles gesehen im Cycloscross-Sport. Es ist das Zuschauen nicht mehr wert“. So kommentierte Radsportlegende Roger de Vlaeminck gegenüber dem belgischen TV-Sender Sporza die Dominanz von Mathieu van der Poel.

MvDP gewan in überlegener Manier am Samstag den Weltcup im tschechischen Tabor. Der Europameister bestimmte das Renne vom Start weg, und nir 6 Fahrer konnten seinem Tempo zunächst folgen, darunter Michael Vanthourenhout, Toon Aerts, Wout van Aert, Lars van der Haar. Nach einem Fehler von Aerts holte MvdP die ersten Sekunden und baute den Vorsprung immer weiter aus. Zweiter wurde später Vanthourenhout, Dritter Lars van der Haar. Im Video der UCI vom Weltcup in Tabor gibt es diesmal eine Zusammenfassung der Show des „flying dutchman“.

Was Roger de Vlaeminck bei seinem Kommentar, in dem er auch eine Spitze Richtung Holland schickte, vergaß: Es gab ein spannendes Frauenrennen beim Weltcup in Tabor. Das gewann zudem diesmal wieder eine neue Fahrerin. Die Leistungen an der Spitze im Frauenradsport scheinen bis jetzt viel dichter zusammen zu liegen. Zu Beginn gab es allerdings einen großen Sturz. Gewinnen konnte in Tabor zum ersten Mal Lucinda Brand. Bei Annemarie Worst reichte es diesmal nur für den zweiten Platz. Dritte wurde Alice Maria Arzuffi. Weltmeisterin Sanne Cant landete auf Platz sechs.

Viel positiver als de Vlaeminck äußerte sich MvDP’s belgischer Teamkollege bei Corendon-Circus, Tom Meeusen, über den Niederländer. Nach seinem zweiten Platz bei der DVV Verzekering Trofee in Hamme am Sonntag sagte Meeusen, ein Sympathieträger der belgischen Supporter, er habe van der Poel gefragt, ob er ihn 2 Runden am Hinterrad mitnehmen könne. Das tat der Europameister. „Ich hing wie eine Flagge an Mathieu, es ist schön so einen Mannschaftskameraden zu haben“, sagt Meeusen gegenüber dem TV-Sender Sporza.

EKZ Crosstour in Hittnau

Bei der EKZ CrossTour gab es in den beiden Elitekategorien mit Denise Betsema bei den Frauen und David van der Poel bei den Männern ebenfalls zwei niederländische Siege. Auch in Hittnau begann das Rennen der Frauen Elite mit einem Unfall nach dem Start. Während vorne die Landesmeisterin aus Luxemburg, Christine Majerus, aufs Tempo drückte, kämpften hinten einige Fahrerinnen schon früh mit einem grossen Handicap. Am beeindruckendsten meisterte dies die Kanadierin Maghalie Rochette (siehe Foto oben). Nach dem Crash stieg sie als letzte wieder aufs Rad, musste das Feld von hinten aufrollen und wurde trotzdem Vierte. In Tabor war sie bereits auf den 13. Platz gefahren – und ebenfalls in Kollisionen im Feld verwickelt. Sie nahm es mit Humor:

Was steht nächstes Wochenende an?

Nächestes Wochenende steht ein Highlight des Cyclocross-Kalenders auf dem Programm: der fünfte Lauf des Weltcups in Koksijde. Das sandige Rennen hat seine speziellen Herausforderungen.

Zum Mitfahren gibt es am 24.11.2018 in NRW den nächsten Lauf des NRW Cross Cup 2018/19 in Kreuzweingarten, wo gleichzeitig auch die Landesmeisterschaften des Verbandes stattfinden.

Ganz in der Nähe, in Valkenburg im Nachbarland Niederlande, startet am Sonntag ein Gravelride: der Crossing Borders Ride hat das Radcafé Fixed Gear Coffee als Ausgangspunkt.

Habt ihr noch Cyclocross- oder Gravelbike-Tipps für das kommende Wochenende?

Infos: Redaktion / Fotos: ©radsportphoto.net/Steffen Müssiggang

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