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Urwahn Schmolke Edition
Urwahn Schmolke Edition - Ein einzigartiges Rennrad mit leicht federndem Hinterbau.
Schlichte, schöne Silhouette
Schlichte, schöne Silhouette - das Bike ist gleichzeitig schnörkellos und außergewöhnlich.
Der freie Blick auf den Hinterreifen hat was
Der freie Blick auf den Hinterreifen hat was - auch Passanten fällt schnell auf, dass hier etwas anders ist.
Der Rahmen ist auch für einen Riemenantrieb vorbereitet
Der Rahmen ist auch für einen Riemenantrieb vorbereitet - die Schmolke-Edition ist sogar das erste Urwahn mit Kettenschaltung.
Design-verliebt
Design-verliebt - die Sattelklemmung sitzt vor der Sattelstütze, der "Bürzel" hat am Rennrad keine Funktion. Beim Urban-Bike ist hier ein Licht integriert.
Ungewohnter Blick aufs Tretlager-Gehäuse
Ungewohnter Blick aufs Tretlager-Gehäuse - das inklusive Yoke und Unterrohr-Anschluss aus dem 3D-Drucker stammt.
Bequemer, als er aussieht
Bequemer, als er aussieht - dennoch ist der Schmolke TLO Sattel nicht unbedingt alltagstauglich.
Steife Kettenstreben
Steife Kettenstreben - großes Kettenblatt. Unser Testrad kam mit einem Sram Force eTap Schaltwerk.
Notwendiges Übel
Notwendiges Übel - die perforierten Stützstrukturen unterhalb und innerhalb des oberen Sitzrohrknotens müssen nach dem Laserstrahlschmelzen entfernt werden.
Das Urwahn fällt leider nicht fertig aus dem 3D-Drucker
Das Urwahn fällt leider nicht fertig aus dem 3D-Drucker - stattdessen sind es Puzzlestücke wie diese, die dann manuell geschliffen und anschließend assembliert werden müssen.
Urwahn spricht von einem Fairframe und hebt die Recyclingfähigkeit hervor
Urwahn spricht von einem Fairframe und hebt die Recyclingfähigkeit hervor - natürlich ist die Herstellung in Deutschland lobenswert, die Recyclingfähigkeit besser als bei Carbon. Verglichen mit einem klassischen Stahlrahmen sind die Bauteile aus dem Laserstrahlschmelzprozess aber wesentlich energieintensiver in der Herstellung, der manuelle Aufwand noch groß.
Fast ein kleiner Frevel
Fast ein kleiner Frevel - der Flatmount-Adapter sieht am polierten Kunstwerk nicht adäquat aus.
Vertieftes Logo
Vertieftes Logo - das zudem mit einem reflektierenden Lack gefüllt wurde.
Sattel und oder Sattelklemmung knarzten leicht bei Torsionsbelastung
Sattel und oder Sattelklemmung knarzten leicht bei Torsionsbelastung - die Arretierung mit niedrigem Drehmoment gelang aber einwandfrei.
Dieses Oberflächen-Finish ist richtig aufwändig
Dieses Oberflächen-Finish ist richtig aufwändig - der gesamte Rahmen muss mühevoll poliert und verkupfert werden, bevor eine Schutzschicht appliziert wird. Robust ist das Ergebnis leider nicht, unser Testrad hatte schon so manchen Abplatzer erlitten.
Der Rahmen mit fehlendem Sitzrohr ist überraschend steif
Der Rahmen mit fehlendem Sitzrohr ist überraschend steif - im Sprint verwindet er sich nicht stärker als viele Carbonrahmen mit Sitzrohr.
Die Sitzposition ist sportlich
Die Sitzposition ist sportlich - zum tatsächlich etwas flexiblen Hinterbau (in Hochrichtung) würde fast eine bequemere Sitzposition passen.
Platz für einen Umwerfer gibt es hier nicht
Platz für einen Umwerfer gibt es hier nicht - so zwingt das Urwahn zum minimalistischen 1-fach Aufbau.
In Kurven präsentiert sich das Urwahn direkt
In Kurven präsentiert sich das Urwahn direkt - präzise und agil lenkt es ein.
Es gibt laufruhigere Rennräder
Es gibt laufruhigere Rennräder - ich würde das Bike aber noch nicht als nervös bezeichnen, sondern eher als wendig.
Am Berg ist die gewählte Kettenblattgröße und Kassette teils eine Herausforderung
Am Berg ist die gewählte Kettenblattgröße und Kassette teils eine Herausforderung - alltagstauglicher wäre - je nach Gegend - sicher ein kleineres Blatt.

Rennräder gibt es viele – solche wie die Urwahn Schmolke Edition aber nicht. Die Magdeburger verfolgen ihren ganz eigenen Ansatz und transferieren ihr Urban-Bike „Stadtfuchs“ durch jede Menge Schmolke Carbon-Teile in Richtung Roadbike. Ist das Urwahn überhaupt ein Rennrad? Das haben wir ausprobiert.

Diashow: Stahl 3D-Druck trifft Carbon: Urwahn Schmolke Edition im Test
Der Rahmen mit fehlendem Sitzrohr ist überraschend steif
Bequemer, als er aussieht
Platz für einen Umwerfer gibt es hier nicht
Fast ein kleiner Frevel
Notwendiges Übel
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Steckbrief: Urwahn Schmolke Edition

EinsatzbereichTour
RahmenmaterialStahl
GabelCarbon
Gewicht (o. Pedale)9,2 kg
Stack427 mm
RahmengrößenXS, S, M, L, XL (im Test: M)
Websitewww.urwahnbikes.com
Preis: 8.499 €
Bikemarkt: Urwahn kaufen

Fangen wir vorne an: Im Laserstrahlschmelzen, auch als SLM oder LBPF-Metall bekannt, lässt sich Metallpulver in Form schmelzen. Tatsächlich in eine ziemlich beliebige Form. Das macht sich Urwahn Bikes im Hintergrund zu Nutze, um relativ komplizierte Muffen aus Edelstahl zu fertigen. Die werden dann mit geraden Rohren verlötet und so aufwändig verschliffen, dass tatsächlich keine Übergänge mehr zu erkennen sind. So sieht das Bike schlicht und aus einem Guss aus, wobei eines direkt ins Auge sticht: Das Sitzrohr biegt einfach in die Sitzstreben ab, anstatt das Tretlagergehäuse zu treffen. Von der Seite erinnert das an die vorgespannten Läufe des Fuchses, was auch dem Stadtrad seinen Namen gibt.

Schlichte, schöne Silhouette
# Schlichte, schöne Silhouette - das Bike ist gleichzeitig schnörkellos und außergewöhnlich.
Der freie Blick auf den Hinterreifen hat was
# Der freie Blick auf den Hinterreifen hat was - auch Passanten fällt schnell auf, dass hier etwas anders ist.

Ausstattung

Urwahn baut ja schon seit ein paar Jahren Fahrräder, aber ein Rennrad war bisher nicht dabei. Zwei Herausforderungen stellen sich Urwahn dabei: Erstens ist der unkonventionell gestaltete Rahmen schwerer als moderne Rennradrahmen, zweitens ist ein Umwerfer mangels Sitzrohr gar nicht zu montieren. Die Lösung: Bei Schmolke greift man einfach zu den „TLO“-Modellen. Steht für: „The Lightest One“. Das erklärt dann eigentlich auch schon fast alles. Fehlen nämlich nur noch ein paar Tune King / Kong Naben und eine kabellose SRAM Red 1X12 Schaltgruppe, und fertig ist ein Rennrad. Zugegebenermaßen haut ein Gewicht von 9,1 kg niemanden um, es ist gemessen an den verbauten Komponenten sogar richtig hoch. Auch über die Alltagstauglichkeit der Übersetzung lässt sich streiten, ein 50er Blatt ist am Berg sicher eine Herausforderung. Komplettiert wird das Ganze durch SRAM Red Bremsen und Conti Grand Prix 5000 Rennrad-Reifen und, speziell für diese Edition, eine aufwändige Verkupferung, die sich absolut sehen lassen kann.

ModellSchmolke Edition
Preis8.499,00 €
Gewicht (56cm)9,1 kg
RahmenUrwahn SP1-FR1 | CrMo Stahl
GabelUrwahn Aero | Carbon | Tapered
BremsenSRAM Force eTap AXS
SchalthebelSRAM Force eTap AXS 1x12
SchaltwerkSRAM Force eTap AXS, 36T max Zähne
Umwerfer-
Kurbel / ZähneSRAM Red AXS Aero 50Z
LaufradsatzTune King / Kong Schmolke SCH9 Clincher 45 mm
ReifenContinental Grand Prix 5000
CassetteSRAM Force 1X12 10-28Z
InnenlagerSRAM DUB
KetteSRAM Force, 12 speed
SattelSchmolke TLO 64g
SattelstützeSchmolke TLO 78g
LenkerSchmolke TLO 440mm 155g
VorbauUrwahn Aero 90mm
Der Rahmen ist auch für einen Riemenantrieb vorbereitet
# Der Rahmen ist auch für einen Riemenantrieb vorbereitet - die Schmolke-Edition ist sogar das erste Urwahn mit Kettenschaltung.
Design-verliebt
# Design-verliebt - die Sattelklemmung sitzt vor der Sattelstütze, der "Bürzel" hat am Rennrad keine Funktion. Beim Urban-Bike ist hier ein Licht integriert.
Ungewohnter Blick aufs Tretlager-Gehäuse
# Ungewohnter Blick aufs Tretlager-Gehäuse - das inklusive Yoke und Unterrohr-Anschluss aus dem 3D-Drucker stammt.
Bequemer, als er aussieht
# Bequemer, als er aussieht - dennoch ist der Schmolke TLO Sattel nicht unbedingt alltagstauglich.
Steife Kettenstreben
# Steife Kettenstreben - großes Kettenblatt. Unser Testrad kam mit einem Sram Force eTap Schaltwerk.

Der Preis von 8.499 € kann übrigens mindestens als „fair“ bezeichnet werden: Erstens sind die Anbauteile durchweg hochwertig und teuer, zweitens ist der Rahmen in der Produktion sehr aufwändig. Laserstrahlschmelzanlagen sind enorm teuer und in Relation langsam – obendrauf kommen dann auch noch viel Handarbeit für das Entfernen der Stützstrukturen, Löten, Polieren, Polieren, Polieren… und das alles in Deutschland! Die Rohre werden in Düsseldorf beschnitten, der 3D-Druck und eigentliche Rahmenbau findet in Dresden statt. Zertifiziert ist das Bike bei EFBE in Waltrop, und die Endmontage läuft in Magdeburg.

Notwendiges Übel
# Notwendiges Übel - die perforierten Stützstrukturen unterhalb und innerhalb des oberen Sitzrohrknotens müssen nach dem Laserstrahlschmelzen entfernt werden.
Das Urwahn fällt leider nicht fertig aus dem 3D-Drucker
# Das Urwahn fällt leider nicht fertig aus dem 3D-Drucker - stattdessen sind es Puzzlestücke wie diese, die dann manuell geschliffen und anschließend assembliert werden müssen.

Die erste kleine Enttäuschung gleich vorne weg: Das Urwahn ist nicht als Maßrahmen erhältlich. Zwar könnte im 3D-Druck eigentlich jeder Rahmen mit anderen Muffen ausgestattet werden, doch die Sache hat zwei kleine Haken: Erstens muss man diese Varianten erst einmal konstruieren oder die Konstruktion automatisieren. Und zweitens müssen die Teile nachverfolgt und unterschiedlich assembliert und gerichtet werden. All das erzeugt einen Aufwand, den Urwahn – zumindest heute – nicht für umsetzbar erachtet.

Urwahn spricht von einem Fairframe und hebt die Recyclingfähigkeit hervor
# Urwahn spricht von einem Fairframe und hebt die Recyclingfähigkeit hervor - natürlich ist die Herstellung in Deutschland lobenswert, die Recyclingfähigkeit besser als bei Carbon. Verglichen mit einem klassischen Stahlrahmen sind die Bauteile aus dem Laserstrahlschmelzprozess aber wesentlich energieintensiver in der Herstellung, der manuelle Aufwand noch groß.

Die fünf verfügbaren Rahmengrößen sind von XS bis XL benannt, dahinter verstecken sich Sitzrohre zwischen 52 und 58 cm. Die Lenk- und Sitzwinkel betragen über alle Rahmengrößen hinweg 73°, der Radstand landet bei dem von mir gefahrenen M-Rahmen bei 996 mm, ist also ziemlich kompakt.

RahmengrößeXSSMLXL
Reach395411427444460
Stack509524538552567
Sitzrohrlänge520535550565580
Überstandshöhe820834849863877
Oberrohrlänge520540560580600
Steuerrohrlänge135150165180195
Lenkwinkel73.0°73.0°73.0°73.0°73.0°
Sitzwinkel73.0°73.0°73.0°73.0°73.0°
Tretlagerabsenkung4545454545
Tretlagerhöhe-----
Kettenstrebenlänge405405405405405
Radstand95697699610161036
STR-Wert1,291,271,261,241,23
Fast ein kleiner Frevel
# Fast ein kleiner Frevel - der Flatmount-Adapter sieht am polierten Kunstwerk nicht adäquat aus.
Vertieftes Logo
# Vertieftes Logo - das zudem mit einem reflektierenden Lack gefüllt wurde.
Sattel und oder Sattelklemmung knarzten leicht bei Torsionsbelastung
# Sattel und oder Sattelklemmung knarzten leicht bei Torsionsbelastung - die Arretierung mit niedrigem Drehmoment gelang aber einwandfrei.
Dieses Oberflächen-Finish ist richtig aufwändig
# Dieses Oberflächen-Finish ist richtig aufwändig - der gesamte Rahmen muss mühevoll poliert und verkupfert werden, bevor eine Schutzschicht appliziert wird. Robust ist das Ergebnis leider nicht, unser Testrad hatte schon so manchen Abplatzer erlitten.

Praxis-Test: Urwahn Schmolke Edition

Genug gesprochen, los geht’s. Ich sitze mit 177 cm auf einem Rad in Größe M, das mache ich meistens. Das Urwahn fühlt sich für mich etwas auf der großen Seite an, das vielleicht vorne weg. Einige wenige Worte zu den „Initialimpressionen“:

  1. Das Bike ist schwerer, als man es erwartet. 9,15 kg zeigt meine Waage, ohne Pedale. Mit den vielen Schmolke TLO-Teilen hätte man was anderes erwartet, „leicht“ ist anders.
  2. Der Sattel ist speziell, mit 64 g muss er perfekt passen. Das tut er bei mir nicht, also bin ich die meiste Zeit mit einem anderen Sattel gefahren – geschenkt, das ist normal.
  3. Schon nach den ersten Antritten steht fest: Der Rahmen ist im Tretlagerbereich überhaupt nicht weich, das fehlende Sitzrohr wurde offenbar gut kompensiert. Im Gegenzug ist er aber tatsächlich in den Sitzstreben etwas weicher, hier scheint das Konzept also zu funktionieren!
Der Rahmen mit fehlendem Sitzrohr ist überraschend steif
# Der Rahmen mit fehlendem Sitzrohr ist überraschend steif - im Sprint verwindet er sich nicht stärker als viele Carbonrahmen mit Sitzrohr.
Die Sitzposition ist sportlich
# Die Sitzposition ist sportlich - zum tatsächlich etwas flexiblen Hinterbau (in Hochrichtung) würde fast eine bequemere Sitzposition passen.
Platz für einen Umwerfer gibt es hier nicht
# Platz für einen Umwerfer gibt es hier nicht - so zwingt das Urwahn zum minimalistischen 1-fach Aufbau.

Bei den folgenden Ausfahrten, konnte ich feststellen: Das Bike fährt sich gut, und wesentlich weniger spektakulär als es aussieht. Ein steifes Steuerrohr sorgt für Präzision beim Lenken, das steife Tretlager für knackige Antritte. Bergauf ist es leider durch die gewählte Übersetzung – ein 50er Kettenblatt gepaart mit einem 28er Ritzel – nicht alltagstauglich. Ehrlich gesagt hätte ich hier wenigstens auf ein etwas kleineres Kettenblatt oder eine größere Kassette gesetzt, so muss man an doch vielen Anstiegen sehr beißen oder kommt sie schlicht nicht hoch. Eine Classified-Nabe wäre sicher ein interessanter Ansatz, um trotz fehlendem Umwerfer mehr Bandbreite zu generieren.

Die Sitzposition ist tatsächlich recht sportlich, sodass in der Ebene und bergab ordentlich Tempo gemacht werden kann. Das Lenkverhalten ist dabei recht wendig, dank der hohen Steifigkeit aber nicht nervös. Insgesamt fährt sich das Urwahn Schmolke Edition so direkt und schnell, dass man nicht meinen sollte, dass hier irgendwann einmal ein Urbanbike die Gene gespendet hat.

Für mich persönlich könnte das Rad etwas laufruhiger sein (Lenkwinkel flacher, Tretlager runter), das Oberrohr vielleicht etwas tiefer – doch so wie der Rahmen ist, maximiert er den visuellen Effekt des fehlenden Sitzrohrs definitiv, und das ist sicher ein wichtiger Punkt für Interessenten des Urwahn. Den Blicken von Passanten nach zu urteilen, schafft es dieses Bike, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wie es nur wenigen Fahrrädern heute noch gelingt.

In Kurven präsentiert sich das Urwahn direkt
# In Kurven präsentiert sich das Urwahn direkt - präzise und agil lenkt es ein.

Haltbarkeit

Auf den zweiten Blick fielen ein Paar Platzer der Beschichtung auf – unser Testrad war zuvor schon in mehreren Redaktionen und hat hier offenbar etwas gelitten. Es gibt sicher robustere Beschichtungen, aber Hand aufs Herz: Wer sich ein Kupfer-Gold-Hochglanz-Fahrrad in den Keller stellt, der denkt nicht viel über Robustheit nach.

Aus dem Bereich des Sattels kam bei Torsionsbelastung häufig ein leichtes Knarzen. Ich kann nicht sagen, ob es der Sattel in der Sattelstütze oder die Sattelstütze im Rahmen war, beim normalen Fahren trat es auch nicht auf, aber wer hier pingelig ist, hätte sich daran gestört. Ansonsten machten die TLO-Komponenten trotz ihres Gewichts einen robusten Eindruck, ich bin mit 68 kg aber auch keine „Belastungsprobe“.

Es gibt laufruhigere Rennräder
# Es gibt laufruhigere Rennräder - ich würde das Bike aber noch nicht als nervös bezeichnen, sondern eher als wendig.
Am Berg ist die gewählte Kettenblattgröße und Kassette teils eine Herausforderung
# Am Berg ist die gewählte Kettenblattgröße und Kassette teils eine Herausforderung - alltagstauglicher wäre - je nach Gegend - sicher ein kleineres Blatt.

Test-Fazit: Urwahn Schmolke-Edition

Ein Bike, das Blicke auf sich zieht - und bei aller außergewöhnlichen Optik recht gewöhnlich fährt - was in diesem Fall ein Kompliment ist. Es ist schwer, die Geometrie lässt sich trotz 3D-Druck nicht individualisieren, es passt nur ein Flaschenhalter, kein Umwerfer, ... alles richtig. Wer sich in das Urwahn verliebt, wird darüber aber wohl hinweg sehen. Alle anderen dürfen sich auf die Zukunft freuen, denn ich bin mir sicher: Da kommt noch was.

Pro
  • Design
  • Für Made in Germany, Produktionsprozess und Komponenten fair bepreist
  • Steif im Antritt und in der Lenkung
  • Bequem im Sitzen
Contra
  • Schwer
  • Keine Individualgeometrie trotz 3D-Druck
  • Kein Umwerfer möglich, nur eine Flaschenhalter-Aufnahme

Testablauf

Testräder werden bei den Herstellern für den Test in der beschriebenen Kategorie angefragt. Die Hersteller stellen das Rad kostenlos in der Art und Weise zur Verfügung, wie es der Fachhandel erhält; bei Testrädern von Direktanbietern, wie sie der Endkunde erhält, d.h. vormontiert. Testräder wurden in der Redaktions-Werkstatt endmontiert. Für den Test werden die Räder gewogen, die Sitzposition bei identischer Sattelhöhe (bezogen auf die Tretlagermitte) vermessen und der Reifen auf den mittleren empfohlenen Reifendruck befüllt. Für eventuelle Geländefahrten wird der Reifendruck auf den unteren empfohlenen Wert gesenkt. Nach Testende erhalten die Hersteller die Testräder zurück.

Wer von euch könnte sich in das Urwahn vergucken? Oder ist euch das „von Allem zu viel“?

  1. benutzerbild

    sulka

    dabei seit 05/2009

    ...zum tatsächlich etwas flexiblen Hinterbau (in Hochrichtung) würde fast eine bequemere Sitzposition passen.

    Das ist doch mal echter Qualitätsjournalismus. Andere würden ganz lapidar „Vertikale Richtung“ schreiben smilie
    so einfach geht das nicht. Das Rad ist "assembliert".
  2. Ich werde sofort bestellen.
  3. benutzerbild

    snowdriver

    dabei seit 07/2016

    so einfach geht das nicht. Das Rad ist "assembliert".
    Weil das sonst nicht distinguiert exaltiert genug wirkt!!! smilie
  4. "Zusammengebraten" klingt halt wenig kompetent.

    🤓
  5. benutzerbild

    snowdriver

    dabei seit 07/2016

    Womit wir die semantischen Endpunkte in beide Richtung gefunden hätten …

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