Die Tour de France 2020 kann nicht wie geplant im Juli starten. Das ist nach der Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gestern klar. Als neuer Termin ist der 2. bis 25. August im Gespräch.

In seiner Ansprache zur Situation um COVID-19 kündigte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron eine Verlängerung der geltenden Kontaktbeschränkungen bis 11. Mai 2020 an und sagte auch, dass öffentliche Sportevents bis mindestens Mitte Juli verboten bleiben werden. Das betrifft auch die Tour de France 2020. Die Austragung am ursprünglich geplanten Termin vom 27. Juni bis 19. Juli ist damit unmöglich.

Neue mögliche Termine

In den Medien werden nun neue mögliche Termine für die Tour und die beiden anderen großen Rundfahrten, Giro und Vuelta, ins Spiel gebracht. Laut einem Bericht der spanischen Zeitung La Marca soll die Tour de France vom 2. bis 25. August ausgetragen werden, die Spanienrundfahrt im September und der Giro im Oktober. Die UCI hatte bereits vor einiger Zeit erklärt, dass bei einer Wiederaufnahme der Radrennen die 3 großen Rundfahrten Priorität besäßen. Laut La Marca, die sich auf Giro-Direktor Mauro Vegni beruft, sei auch eine diskutierte Verkürzung von drei auf zwei Wochen keine Option.

Tour ist finanziell entscheidend

Die Tour de France fand seit ihrer Gründung bisher nur während der beiden Weltkriege nicht statt. Spekulationen über eine mögliche Austragung ohne Publikum hatten viele Radteams und Radprofis schon im Vorfeld als der Tour nicht würdig bezeichnet. Für die Profi-Teams ist die Tour de France die Haupteinnahmequelle. Bereits jetzt kommt es in einigen Teams zu Kürzungen. So teilte etwa Team CCC mit, dass man die Zahl der Mitarbeiter reduziert habe und die Gehälter der Fahrer stark gekürzt habe. Bei Team CCC fährt unter anderem der deutsche Profi Simon Geschke. Auch das belgische Lotto-Soudal Team, bei John Degenkolb unter Vertrag steht, hat bereits Kürzungen bekannt gegeben. Mechaniker, Soigneure, Physiotherapeuten und Busfahrer wurden “vorübergehend arbeitslos”, heißt es. Fahrer und das Management würden freiwillig auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten.

Infos: Redaktion / Foto: Jan Gathmann

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