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Canyon Ultimate CF SL 7.0 Disc
Canyon Ultimate CF SL 7.0 Disc - Der leichteste Carbon-Disc-Renner im Vergleich mit Carnonrahmen mit leicht abfallendem Oberrohr, sportlicher Sitzosition, Shimano 105-Gruppe und DT Swiss P1800 Spline Db Laufrädern
Shimano 105 Kurbel
Shimano 105 Kurbel - Der Wechsel der Kettenblätter erfordert wenig Kraft
Nabe der DT Swiss P1800 Spline Laufräder
Nabe der DT Swiss P1800 Spline Laufräder - Langlebige Straight-Pull Speichen und moderates Freilaufgeräusch
Klare Formen
Klare Formen - Das Canyon Ultimate CF SL in Roadster Brown präsentiert sich in einem reduziertem Design und trägt mit dem Markenemblem nicht dick auf
Langstreckenhaltung für Trainierte
Langstreckenhaltung für Trainierte - Die stärker gebeugte Sitzposition an den Bremsgriffen
Im Wiegetritt ist das Ultimate reaktionfreudig
Im Wiegetritt ist das Ultimate reaktionfreudig
Unterlenker lohnt sich
Unterlenker lohnt sich - Der Griff in den Bogen führt am Canyon weit nach unten. Das macht windschnittig
Semi-Kompakt-Abstufung
Semi-Kompakt-Abstufung - Mit 52 Zähnen am großen Blatt bedingungslos abfahrtstauglich. 36 Zähne am kleinen Blatt fordern an langen steilen Bergen schon trainiertere Waden
11-fach Kassette mit 11 bis 32 Zähnen hinten
11-fach Kassette mit 11 bis 32 Zähnen hinten
Der Carbonrahmen ist Di2-vorbereitet
Der Carbonrahmen ist Di2-vorbereitet
Radkategorie 1 und Sport Pro Geometry
Radkategorie 1 und Sport Pro Geometry - Bikes dieser Klasse gibt Canyon für 120 kg Systemgewicht frei. Die Sport Pro Geometrie ordnet das Ultimate klar den Race Bikes zu

Das Canyon Ultimate CF SL Disc 7.0 ist der Einstieg in die Welt der Carbon-Roadbikes mit Disc der Koblenzer. Im Test mit anderen Disc-Rennern um 2.199 Euro musste es seine Klasse zeigen.

Steckbrief: Canyon Ultimate CF SL Disc 7.0

EinsatzbereichTour, Rennen
RahmenmaterialCarbon
GabelCarbon
Gewicht (o. Pedale)7,9 kg
Stack567 mm
Websitewww.canyon.com
Preis: 2.199 Euro

Mit der Ultimate CF-Baureihe wendet sich Canyon seit der Einführung an kompetitive Rennradfahrer und legt dabei Wert auf einen wettbewerbsfähigen Preis. Das Spektrum reicht vom Ultimate AL mit Felgenbremsen ab 1.699 € bis zum Ultimate CF Evo mit 935 g leichten Carbonrahmenset, das als Spitzenmodell 13.000 € kostet. Für die Profis der gesponserten Teams Katusha-Alpecin und Movistar ist das Ultimate neben dem Aeroad das Arbeitsgerät. Wer ein Ultimate mit Scheibenbremse will, findet im Ultimate CF SL Disc 7.0 das Einstiegsmodell. Es ist vergleichbar mit anderen hart kalkulierten Rädern der Preisklasse ausgestattet, wiegt aber einiges weniger, wie ein Blick auf den Steckbrief zeigt.

Gibt es eine Non-Disc-Alternative? Ja, zum gleichen Preis gibt es das Ultimate CF SL 8.0, das mit einer Ultegra-Gruppe ausgestattet ist, aber ansonsten vergleichbare Komponenten aufweist. Es wiegt laut Canyon noch einmal 700 g weniger als unser Disc-Testrad.

Canyon Ultimate CF SL 7.0 Disc
# Canyon Ultimate CF SL 7.0 Disc - Der leichteste Carbon-Disc-Renner im Vergleich mit Carnonrahmen mit leicht abfallendem Oberrohr, sportlicher Sitzosition, Shimano 105-Gruppe und DT Swiss P1800 Spline Db Laufrädern

Diashow: Canyon Ultimate CF SL Disc 7.0 im Test - Mehr Disc-Rennrad braucht man nicht
Radkategorie 1 und Sport Pro Geometry
Nabe der DT Swiss P1800 Spline Laufräder
Shimano 105 Kurbel
Klare Formen
Canyon Ultimate CF SL 7.0 Disc
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Ausstattung: Der Rahmen macht’s

Das niedrigere Gewicht des Testrades, das wir als „M“ in „Roadster Brown“ fuhren, deutet auf eins hin: Das Highlight des Canyon CF SL 7.0 ist das Rahmen- und Gabelset aus Carbon. Kauft man es einzeln, ruft Canyon dafür 1.499 € auf – mehr als zwei Drittel des Kaufpreises also. Auf den ersten Blick spiegelt sich die Wertigkeit in der augenscheinlich sehr guten Verarbeitung des Rahmens wider: Der zwischen Kupfer und Braun changierende Lack fasst sich samtig an, der Übergang zwischen Steuerrohr, Gabelkrone und Unterohr ist formschlüssig gestaltet, das Spaltmaß gering, alles wirkt wertig. Auch die Sattelstützklemmung am Sitzrohr unterhalb des Sitzstrebenansatzes ist formal wie technisch gut gelöst. Sie lässt der Stütze mehr Raum zum Flexen und hielt bei dem vorgegebenen Drehmoment sicher.

Canyon wirbt für das Modell zwar nicht mit dem Zusatz „Aero“, aber das Unterrohr in Kammtail-Form, die weiter ausgestellten Gabelscheiden sowie die innen verlegten Züge und die Formung des Sitzrohrs lassen auf wenigstens nicht nachteilige Aerodynamik hoffen.

Shimano 105 Kurbel
# Shimano 105 Kurbel - Der Wechsel der Kettenblätter erfordert wenig Kraft
Nabe der DT Swiss P1800 Spline Laufräder
# Nabe der DT Swiss P1800 Spline Laufräder - Langlebige Straight-Pull Speichen und moderates Freilaufgeräusch

Auf den zweiten Blick wird klar, dass das Rahmenset wesentlich zum geringen Gewicht des Rades beiträgt. Denn mit Shimano 105 Antriebs- und Schaltteilen, ergänzt um die gruppenlosen Shimano BR-505 STI-Hebel und DT Swiss Spline 1800 DB-Laufräderm nutzt Canyon Komponenten, die sich auch an anderen Bikes der Klasse finden oder vergleichbar viel auf die Waage bringen.

Ausstattung im Detail zum Ausklappen
       
RahmenCarbon, 12 mm Steckachse, 2x Flaschenhalter
GabelCarbon tapered 1 1/4-Zoll, A-Head, 12 mm Steckachse
Gewicht7,85 kg (gewogen ohne Pedale), M
Entfaltung2,37 - 9,97 m pro Kurbelumdrehung
Zulässiges Gesamtgewicht 120 kg
SchalthebelShimano ST505 Disc 2x11
Umwerfer / Schaltwerk Shimano 105 / Shimano 105
Kurbel / ZähneShimano 105 Hollowtech, 172,5 mm / 50-36 T
Ritzel / ZähneShimano 105 11-32 T
InnenlagerShimano Press-Fit
KetteShimano HG601
Bremsen Shimano BR505, v./h.: 160 mm
LaufradsatzDT Swiss P1800 Spline DB, Alu, 622x18c
Reifen / GrößeContinental Grandprix 4000 SII, 25-622
LenkerCanyon H17 Ergo Alu, oben 410 / unten 430 mm
VorbauCanyon V13, Alu, 100 mm
SattelFizik Antares R5
SattelstützeCanyon S23 VCLS CF Carbon
BesonderheitenRahmen für DI2 vorbereitet, interne Zugverlegung, Canyon Gel Lenkerband

Vorbau, Lenker und Sattelstütze stammen von Canyon. Besonders die Canyon S23 VCLS Sattelstütze verdient Lob, da sie spürbar dämpft. Mehr dazu bei den Fahreigenschaften. Bei den Reifen geht Canyon mit Conti Grand Prix 4000 S2 auf Nummer sicher und montiert einen der besten Leichtläufer mit gutem Pannenschutz. Bis hin zu Details wie dem griffigen Gel-Lenkerband lässt die Ausstattung zu dem Preis nichts zu wünschen übrig.

Geometrie: Sport-Ergonomie

Sieben Rahmengrößen von 2XS bis 2Xl stehen beim Canyon Ultimate CF SL Disc zur Wahl. Viel! Konkret ist das Ultimate eine Nummer kleiner als die meisten anderen Rennräder in diesem Vergleich. Und auch große Fahrer werden beim Canyon Ultimate CF SL Disc eher fündig als zum Beispiel bei Giant, wo die ganz große Höhe fehlt. Große und/oder schwere Fahrer werden sich freuen, dass auch die Gewichtszulassung zu dem größeren Spielraum bei den Rahmenhöhen passt: 120 kg für ein 7,7 kg-Rad sind ein Wort.

Klare Formen
# Klare Formen - Das Canyon Ultimate CF SL in Roadster Brown präsentiert sich in einem reduziertem Design und trägt mit dem Markenemblem nicht dick auf

Der Aufkleber auf dem Unterrohr „Sport Pro Geometry“ macht unmissverständlich klar, dass sich Canyon mit dem Ultimate CF in der Disc-Variante an den rennorientierten Fahrertyp wendet. Konsequenterweise spiegelt sich das auch in den Geometriedaten wider: Der Blick auf die Steuerrohrlänge zeigt klar, dass Canyon eine betont niedrige und damit windschnittige Lenkerposition ermöglichen will. Mit 148 mm fällt das Steuerrohr unseres Testrades in Größe „M“ am kürzesten im Vergleich aus. Gleichzeitig stellen die Koblenzer das Steuerrohr steiler, je höher die Rahmen sind. Dagegen bleibt der Sitzwinkel gleich. So rücken Sattel und Lenker weiter auseinander. Passt! Die Kettenstebenlänge bleibt dafür über alle Größen bei 415 mm, womit es auch bei den Disc-Roadbikes eher zur Fraktion der Räder mit längerem Hinterbau gehört.

Geometrietabelle zum Ausklappen
Rahmengröße2XSXSSMLXL2XL
Sitzrohrlänge mm434 467494522554584614
Oberrohr horizontal mm513529543556571596612
Steuerrohr mm89107130148174195213
Lenkwinkel Grad69,671,072,373,373,373,573,8
Sitzwinkel Grad73,573,573,573,573,573,573,5
Kettenstrebe mm415415415415415415415
Radstand mm983988993996101110341046
Stack mm500522546567592613631
Reach mm368378385391399418428
STR1,351,381,411,451,481,471,47

Letzte Zweifel an der geometriemäßigen Race-Tauglichkeit des Rades räumt der STR-Wert aus, den wir wie immer für euch errechnet haben (siehe Tabelle). Der STR-Wert wird gerne von Bikefittern verwendet. Er drückt das Verhältnis zwischen der Länge des Rahmens und der virtuellen Höhe eines gedachten waagerechten Oberrohrs mit Ansatz am oberen Punkt des Steuerrohrs aus – jeweils bezogen auf die Tretlagermitte. So werden Rahmen vergleichbar, ganz gleich, wie sehr ihr Oberrohr abfällt oder wie hoch oder tief das Tretlager wandert. Der STR-Wert des Canyon Ultimate CF SL Disc 7.0 Testrades liegt bei 1,45 und ordnet es damit eindeutig auf der race-orientierten Seite ein. Auch quer über alle Rahmengrößen bleibt der Wert immer deutlich unter 1,5. Auf den beiden kleinsten Rahmen sitzen Fahrer sogar noch sportlicher.

Langstreckenhaltung für Trainierte
# Langstreckenhaltung für Trainierte - Die stärker gebeugte Sitzposition an den Bremsgriffen

Ergonomisch lässt Canyon insgesamt seine Kunden nicht im Regen stehen. Der hauseigene H17 Ergo AL Lenker bietet einen guten Übergang vom oberen Lenkerbogen zu den Hebeln der Shimano RS505-Serie. Seine Oberseite hat eine bequeme, flache Auflagefläche. Und auch die Breite des Lenkers variiert über die Gößen hinweg passend. Gleiches gilt für die Länge der Tretkurbel, die in den mittleren Rahmenhöhen auch in 2,5 mm Schritten wächst – keinesfalls selbstverständlich in der Großserie. Die Sattelstütze mit 25 mm Setback platziert den Fahrer etwas weiter über dem Hinterrad, das passt zu den längeren Kettenstreben. Insgesamt machte die Gewichtsverteilung über unserem Testrad einen ausgewogenen, sehr gelungenen Eindruck.

Auf dem Kurs

„Draufsetzen, losstürmen“ war der erste Eindruck im Kontakt mit dem Ultimate. Im direkten Vergleich mit anderen Rennrädern fühlte es sich auf den ersten Metern, die immer auf der topfebenen, autofreien Wuppertaler Nordbahntrasse laufen, schon agiler und wendiger an. Zurückzuführen ist das dabei nur zu einem Teil auf das geringere Gewicht. Auch die tiefere Sitzposition, aus der Fahrer leichter Druck aufs Pedal bringen, prägt das Fahrgefühl. So hat das Ultimate CF grundsätzlich eine ähnliche Geometrie wie zum Beispiel das Rose Team GF. Wichtige Kennzahlen wie Radstand, Kettenstrebenlänge oder Lenkwinkel unterscheiden sich nur geringfügig. Jedoch fällt das Steuerrohr deutlich kürzer aus. Der Rücken neigt sich mehr, der Schwerpunkt wandert Richtung Vorderrad.

Im Wiegetritt ist das Ultimate reaktionfreudig
# Im Wiegetritt ist das Ultimate reaktionfreudig

So sportlich aufs Rad gesetzt, will man am liebsten auch immer schnell unterwegs sein. Gemütliche Touren mit Blicken nach links und rechts kann man mit dem Canyon Ultimate zwar auch, seine Domäne ist es aber nicht. Die liegt eher in winkligen Kursen, an kleinen Stichen, in schnell gefahrenen Kurven und in knackigen Antritten. Unter den Sportwagen wäre das Canyon Ultimate der Roadster. Hier findet ihr eine Testfahrt des Canyon Ultimate CF SL Disc auf Strava.

Die Rennrad-News Standard-Teststrecke beinhaltet einen Anstieg zu einem beliebten „KOM-Pilgerziel“ der Region samt Abfahrt. Hier entfaltet das Ultimate CF SL Disc am besten sein Potential. Es klettert leichtfüßig, weder der Rahmen noch das Cockpit noch die Laufräder zeigen sich irgendwie nachgiebig, alle Kraft geht in den Vortrieb. Canyon fordert das kraftvolle Kurbeln am Berg mit der 105-Kurbel in der Semi-Kompakt-Abstufung 52-36. Für weniger trainierte Fahrer im Gebirge ist die Übersetzung nicht optimal, für die typischen Mittelgebirgssteigungen aber geradezu ideal. In der Abfahrt ist das Ultimate dann gänzlich in seinem Element. In Kurvenlage fühlt man sich gut aufgehoben. Präzise folgt das Rad den Lenkbefehlen. Das höhere Gewicht auf dem Vorderrad gibt dabei ebenso Vertrauen in den Kurvengrip wie der Conti-Reifen.

Unterlenker lohnt sich
# Unterlenker lohnt sich - Der Griff in den Bogen führt am Canyon weit nach unten. Das macht windschnittig
Semi-Kompakt-Abstufung
# Semi-Kompakt-Abstufung - Mit 52 Zähnen am großen Blatt bedingungslos abfahrtstauglich. 36 Zähne am kleinen Blatt fordern an langen steilen Bergen schon trainiertere Waden
11-fach Kassette mit 11 bis 32 Zähnen hinten
# 11-fach Kassette mit 11 bis 32 Zähnen hinten

Im Wind auf der der Geraden punktet das Ultimate mit dem Lenker mit viel Drop. So kommt der Oberkörper noch tiefer, womit sich die Aerodynamik verbessert. Bei aller Sportlichkeit straft das Canyon seine Piloten jedoch nicht mit unnötiger Härte. Vor allem der Komfort am Sattel erweist sich auf den Schlaglochpisten und der Kopfsteinpflasterpassage als ausgeprägt, sogar höher als bei den anderen Vergleichsrädern. Die Nachgiebigkeit der Gabel bei Stößen ist gefühlt vergleichbar mit jener der anderen Testbikes.

Bremsen und Schaltung funktionieren so, wie man es von der Shimano 105-Gruppe erwarten kann: mit keinem fühlbarem Unterschied zur nächsthöheren Ultegra-Klasse. Druckpunkt und Bremskraft der Shimano BR505 Komponenten, die mit Scheiben aus der XT-Reihe aufgewertet wurde, sind jeder Fahrsituation gewachsen. Allenfalls die Ergonomie der gruppenlosen Shimano BR505-Schaltbremshebel am Übergang zum Lenker ist aus unserer Sicht nicht optimal – das Nachrücken der aktuellen 105 R7000 Shimano mit eigenen Hebeln dürfte ein Grund sein, warum Canyon das Rad zur Zeit der Erstellung dieses Tests reduziert anbietet.

Haltbarkeit & Service

Canyon lässt das Ultimate CF SL Disc für ein Gesamtgewicht von 120 kg zu und gibt 6 Jahre Garantie auf das Rahmen- und Gabelset. Damit gehen die Koblenzer sowohl in Sachen Gewicht als auch zeitlich über die gängige Praxis bei Rennrädern hinaus. Während des einmonatigen Tests mit circa 280 Testkilometern zeigten sich keine Beeinträchtigungen der Funktion, was auch nicht zu erwarten war. Die Züge laufen an keiner Stelle offen, was der dauerhaft reibungsarmen Funktion zugute kommen dürfte.

Radkategorie 1 und Sport Pro Geometry
# Radkategorie 1 und Sport Pro Geometry - Bikes dieser Klasse gibt Canyon für 120 kg Systemgewicht frei. Die Sport Pro Geometrie ordnet das Ultimate klar den Race Bikes zu

Bei einem Rennrad aus dem Direktvertrieb gehört auch die Versandform zum Kapitel Haltbarkeit und Service. Das Testrad kam so in die Redaktion, wie es auch der Otto-Normal-Käufer erhält: verpackt im Canyon Bike Case. Schon das Öffnen desselben weckt die Vorfreude, weil neben einladenden Worten auch ein paar kleine Geschenke warten. Eine Musette gehört dazu ebenso wie eine Organza-Tasche. In ihr kann man das Kleinzeug, das man zum Transport immer wieder benötigt, dauerhaft verstauen. Vorbildlich ist der beigelegte Drehmomentschlüssel mit analoger „Anzeige“. Er ermöglicht erst die sachgerechte Montage des Vorbaus und der Sattelstütze. So ein Werkzeug sollte eigentlich bei jedem Rad aus dem Versand inkludiert sein, ist es aber nicht. Die Montage selbst gelingt mit der guten Bedienungsanleitung auch kaum versierten Schraubern. Nicht zuletzt ist auch der Bike Case selbst ein Vorteil. Denn er ist so ausgelegt, dass man ihn mehrmals verwenden kann. Ein Youtube-Video von Canyon erklärt gut, wie man das Rad wieder darin verstaut. Allerdings könnte Canyon es beizeiten einmal auf Disc-Rennräder aktualisieren, die etwas anders verpackt werden müssen.

Fazit – Canyon Ultimate CF SL Disc 7.0

Das Canyon Ultimate CF SL 7.0 katapultiert sich mit herausstechender Fahrdynamik weit nach oben in die Wertungsskala. Das mit Abstand leichteste Rad im Vergleich der 2.199-Euro-Disc-Renner fährt sich auch am leichtesten - egal ob in Kurvenlage, bei Sprints oder auf der schnellen Geraden. Der Dämpfungskomfort ist ebenfalls gelungen, nur die Sitzposition weist klar Richtung Race. Dazu top verarbeitet, klassengemäß ausgestattet und vorbildlich erklärt.

Pro
  • klassensprengendes Gewicht
  • hervorragende Fahrdynamik
  • agiles Handling
  • sehr gute Verarbeitung
  • Top Auslieferungszustand & umfangreiches Zubehör
Contra
  • "nur" 25 mm breite Reifen

Was haltet ihr vom Canyon Ultimate CF SL Disc 7.0? Seid ihr schon auf Scheibenbremsen unterwegs?


Alle Tests zu Disc-Rennrädern für 2.199 EUR

  1. benutzerbild

    JNL

    dabei seit 09/2017

    Lieblingsleguan
    Die 120kg freigegebenes Systemgewicht (also knapp 110kg Fahrer-Nacktgewicht) finde ich so besonders nicht. Cannondale akzeptiert z.B. für das SuperSix 129kg für Fahrer und Gepäck (also ca. 136kg Gesamtgewicht) und mein Fuji 120kg Fahrergewicht.

    Warum das 36er Blatt ein Problem sein könnte, wenn Canyon dazu eine 11-32er Kassette und ein mittellanges Schaltwerk montiert, erschließt sich mir auch nicht. Bei einem kurzen Schaltwerk und 11-28 Kassette könnte ich die Argumentation nachvollziehen, weil dann ein Umbau recht teuer wird.
    Erstmal danke für den pointierten, aber doch gegen Ende sachlichen Kommentar. Richtig, andere geben noch höhere Gewichte frei, im Vergleich der vier Räder zum Beispiel auch Giant. Allerdings gibt es auch sehr viele, die weniger frei geben = "gängige Praxis". Deshalb ist 120 kg für uns "gut", anders ausgedrückt.

    Zur Übersetzung: "Schlecht für das Rad" steht nicht da, sondern gut für welchen Fahrer / Einsatzbereich. Und so war es auch gemeint. Es lesen ja nicht nur erfahrene Rennradfahrer hier mit. Für das Rad, wie es ausgelegt ist, ist die Übersetzung stimmig, vielleicht nochmal zur Klarstellung.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    dobelli

    dabei seit 08/2013

    Lieblingsleguan
    2199€ für Shimano 105 statt Ultegra, 700g Mehrgewicht und die Pferdepimmel STIs.
    Diese klobigen STI sind doch seit der neuen 105er Gruppe Geschichte.

    Ich dachte beim ersten überfliegen des Textes, dass es hier um ein neues Rad geht/2019er Modell. Aber das ist dann ja das 2018er Modell, das hier getestet wurde. Kommt der Test dann nicht ein 3/4tel Jahr zu spät?
  4. benutzerbild

    Beppe

    dabei seit 02/2004

    Di2 vorbereitet? M.W. wird der Rahmen entweder als mechanical oder e Version ausgeliefert, die abgebildete Öffnung zw den Flahagewinden nimmt den Klapperschutz in Form einer Klemme für den innen verlegten Zug auf....
  5. benutzerbild

    JNL

    dabei seit 09/2017

    Beppe
    ... die abgebildete Öffnung zw den Flahagewinden nimmt den Klapperschutz in Form einer Klemme für den innen verlegten Zug auf....
    Stimmt, danke für den Hinweis, Bild wurde geändert
  6. benutzerbild

    Lieblingsleguan

    dabei seit 08/2006

    JNL
    pointierten, aber doch gegen Ende sachlichen
    Ich, äh, kann bei diesen fies hässlichen und Gott sei Dank wieder abgeschafften STIs nicht ruhig bleiben, sorry :eek::D

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