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Fahrtwind spielt auf dem Rennrad immer eine Rolle
Fahrtwind spielt auf dem Rennrad immer eine Rolle - im Herbst kann er für schnelle Auskühlung sorgen.
Sogenannte 3/4 Hosen gehen übers Knie, lassen je nach Sockenlänge aber ein wenig „Freiraum“ für Abkühlung
Sogenannte 3/4 Hosen gehen übers Knie, lassen je nach Sockenlänge aber ein wenig „Freiraum“ für Abkühlung - Decathlon 3/4 Radhose RC500, UVP 29,99 Euro.
Kurze Hosen gibt es auch mit winddichtem und wasserabweisendem Stoff
Kurze Hosen gibt es auch mit winddichtem und wasserabweisendem Stoff - Rapha Pro Team Winter Bib Shorts, UVP 230 Euro.
Auf der Innenseite ist der Stoff komplett gefüttert
Auf der Innenseite ist der Stoff komplett gefüttert - so bleibt man auch an kühlen Tagen vor Wind und Wetter geschützt.
Knielinge erweitern das Einsatzspektrum einer Bib Shorts
Knielinge erweitern das Einsatzspektrum einer Bib Shorts - Gore Shield Knee Warmers, UVP 44,95 Euro.
Sie lassen sich auch unterwegs schnell an- oder ausziehen
Sie lassen sich auch unterwegs schnell an- oder ausziehen - so kann man flexibel auf Wetteränderungen reagieren.
Wer die Knielinge nicht ganz ausziehen möchte...
Wer die Knielinge nicht ganz ausziehen möchte...
...kann sie unter den Socken verstauen.
...kann sie unter den Socken verstauen.
Beinlinge reichen vom Oberschenkelansatz bis zu den Knöcheln und können so eine lange Hose ersetzen
Beinlinge reichen vom Oberschenkelansatz bis zu den Knöcheln und können so eine lange Hose ersetzen - hier die Thermal Legs von POC (UVP 90 Euro) mit gefütterten Einsätzen an den Knien.
Armlinge bieten auch unterwegs noch Flexibilität
Armlinge bieten auch unterwegs noch Flexibilität - im Herbst ist es jedoch meist schon zu kühl für kurze Ärmel.
Langarm-Trikot mit integrierter Windweste
Langarm-Trikot mit integrierter Windweste - Decathlon Radtrikot RC500 Shield, UVP 39,99 Euro.
Dünnes und eng anliegendes Trikot für sportliche Einsätze
Dünnes und eng anliegendes Trikot für sportliche Einsätze - Rapha Pro Team LS Training Jersey, UVP 115 Euro.
Warmes Merino-Trikot ohne Membran
Warmes Merino-Trikot ohne Membran - Decathlon Radtrikot RC900 Merino, UVP 59,99 Euro.
Stauraum kann man im Herbst nie genug haben, zusätzliche Taschen helfen beim Verstauen von Weste, Jacke und Co.
Stauraum kann man im Herbst nie genug haben, zusätzliche Taschen helfen beim Verstauen von Weste, Jacke und Co. - Rapha Brevet LS Jersey, UVP 165 Euro.
Komplett winddichtes Langarm-Shirt mit Signalfarben
Komplett winddichtes Langarm-Shirt mit Signalfarben - Gonso Marvao Trikot, UVP 99,95 Euro.
Ein hoher Kragen schützt vor kühler Luft
Ein hoher Kragen schützt vor kühler Luft - das ist vor allem auf längeren Abfahrten sehr angenehm.
Signalfraben und reflektierende Elemente erhöhen die passive Sicherheit
Signalfraben und reflektierende Elemente erhöhen die passive Sicherheit - POC Essential Road Mid LS Jersey, UVP 150 Euro.
Warmer Base Layer in 3D Stricktechnik
Warmer Base Layer in 3D Stricktechnik - Decathlon Fahrrad Unterwäsche Training, UVP 14,99 Euro.
Dünner Base Layer mit Netzstruktur
Dünner Base Layer mit Netzstruktur - POC Essential Layer, UVP 70 Euro.
Kurzarm Base Layer mit Windstopper-Membran an der Vorderseite
Kurzarm Base Layer mit Windstopper-Membran an der Vorderseite - Gore Windstopper Base Layer, UVP 59,95 Euro.
Der Windschutz ist über die Schultern nach hinten gezogen
Der Windschutz ist über die Schultern nach hinten gezogen - am Rücken und unter den Armen kommt dünnes Netzmaterial zum Einsatz.
Eine dünne Weste gehört zur absoluten Grundausstattung
Eine dünne Weste gehört zur absoluten Grundausstattung - sie leistet im Herbst wertvolle Dienste als leichter Windschutz.
Spezielle Windjacken sind sehr leicht und klein verpackbar
Spezielle Windjacken sind sehr leicht und klein verpackbar - bei kühlen Temperaturen können sie auch über einer Weste getragen werden.
Eine leichte Regenjacke kann auch gute Dienste als Windjacke leisten
Eine leichte Regenjacke kann auch gute Dienste als Windjacke leisten - hier die Rapha Pro Team Lightweight Gore-Tex Jacket, UVP 260 Euro.
Dank dünnem Material lässt sie sich leicht in der Trikot-Tasche verstauen
Dank dünnem Material lässt sie sich leicht in der Trikot-Tasche verstauen - so kann man jederzeit auf Wetteränderungen reagieren.
Kleine Ursache - große Wirkung: Wintersocken sorgen auch im Herbst für warme Füße
Kleine Ursache - große Wirkung: Wintersocken sorgen auch im Herbst für warme Füße - Rapha Pro Team Winter Socks, UVP 25 Euro.
Im Herbst und Winter tut man gut daran mehrere Bekleidungsteile zu kombinieren
Im Herbst und Winter tut man gut daran mehrere Bekleidungsteile zu kombinieren - Schlauchtücher wie hier das Rapha Lightweight Snood (UVP 17,50 Euro) sind flexible Helfer.
Sonne, Schatten, Nebel, Regen - im Herbst warten auf einer Rennradtour viele Überraschungen
Sonne, Schatten, Nebel, Regen - im Herbst warten auf einer Rennradtour viele Überraschungen - mit gut abgestimmter, passender Bekleidung ist man jedoch gut gerüstet.

Rennrad fahren im Herbst kann richtig Spaß machen, sofern man passend zur Witterung angezogen ist. Wir erklären, worauf es bei der richtigen Rennrad-Bekleidung für den Herbst ankommt und geben Empfehlungen, wie man optimal auf die Launen des Herbst-Wetters vorbereitet ist.

Diashow: Rennrad-Bekleidung für den Herbst: Gut angezogen bei wechselhaftem Wetter
Komplett winddichtes Langarm-Shirt mit Signalfarben
Der Windschutz ist über die Schultern nach hinten gezogen
Eine leichte Regenjacke kann auch gute Dienste als Windjacke leisten
Sonne, Schatten, Nebel, Regen - im Herbst warten auf einer Rennradtour viele Überraschungen
...kann sie unter den Socken verstauen.
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Fahrtwind spielt auf dem Rennrad immer eine Rolle
# Fahrtwind spielt auf dem Rennrad immer eine Rolle - im Herbst kann er für schnelle Auskühlung sorgen.

Rennrad-Bekleidung für den Herbst – besondere Herausforderungen

Morgens kühl und neblig, mittags pralle Sonne, zu warm, zu kalt, nass, trocken, windig – ganz egal, was einem zum Thema Wetterkapriolen auch einfallen mag, der Herbst hält sie alle bereit. Die Jahreszeit rund um die Monate Oktober und November stellt ganz besondere Herausforderungen an gute und funktionelle Rennrad-Bekleidung. Denn in den seltensten Fällen, weiß man morgens beim Start einer Tour, was einem im Laufe des Tages wettertechnisch erwarten wird.

Während man in Sommer in der Regel „kurz/kurz“ und im Winter fast immer „lang/lang“ an den Start einer Tour rollt, ist die Sache im Herbst (und in gewissem Maße auch im Frühjahr) deutlich komplizierter. Bei Temperaturen im groben Bereich zwischen 10 bis 18 Grad scheiden sich die Geister über die richtige Bekleidung. Lange Hosen sind meist zu warm, Kurzarm-Trikots in der Regel zu kalt. Selbstverständlich ist das auch vom persönlichen Empfinden abhängig, aber jeder hat irgendwo eine Temperaturspanne, bei der man nicht so recht weiß, was man idealerweise anziehen sollte, um weder zu frieren, noch übermäßig zu schwitzen, weil man zu dick angezogen ist.

Genau für diese Phase, in der „kurz/kurz“ zu kalt und „lang/lang“ zu warm ist, möchten wir euch einige pfiffige Kleidungsstücke zeigen und Tipps an die Hand geben, wie man sich trotzdem sehr komfortabel und vor allem funktionell anzieht, um auf die meisten Wetterlagen im Herbst vorbereitet zu sein.

Die richtige Rennrad-Hose für den Herbst

Eins vorweg, wir zeigen euch hier keine „echten“ langen Hosen. Sie sind für die wirklich kalten Tage auf dem Rennrad reserviert und sollen deshalb hier kein Thema sein. Dafür beleuchten wir jedoch das Thema kurze Rennrad-Hose, die sogenannten Bib Shorts, ein wenig tiefer. Denn auch hier gibt es spezielle Modelle für kühle Temperaturen. Generell sind die meisten Menschen an den Beinen weniger kälteempfindlich als an Armen oder dem Torso. Zudem sind die Beine beim Rennradfahren der „Motor“ und erzeugen damit auch naturgemäß am meisten Wärme, die sich in langen Hosen schnell stauen kann.

Kurze Hosen gibt es auch mit winddichtem und wasserabweisendem Stoff
# Kurze Hosen gibt es auch mit winddichtem und wasserabweisendem Stoff - Rapha Pro Team Winter Bib Shorts, UVP 230 Euro.
Auf der Innenseite ist der Stoff komplett gefüttert
# Auf der Innenseite ist der Stoff komplett gefüttert - so bleibt man auch an kühlen Tagen vor Wind und Wetter geschützt.

Die meisten Bib Shorts sind mehr oder weniger Universaltalente für jedes Wetter, solange es nur einigermaßen warm und trocken ist. Es gibt jedoch auch Hersteller, die spezielle Modelle für Herbst oder gar Winter anbieten. Diese sind meist partiell mit winddichten Membranen versehen und/oder aus dickerem Funktionsstoff geschneidert oder sogar gefüttert und erhöhen damit den Komfort bei kühlen Temperaturen. Manche verfügen zusätzlich über eine sogenannte DWR-Beschichtung, das heißt eine Imprägnierung, die dafür sorgt, dass Wasser abperlt. Aber richtig wasserdicht sind sie nicht. Wichtig zu wissen: Solche speziellen Herbst-Bib Shorts eignen sich in der Regel nicht mehr für den Sommer. Dann sind sie schlicht zu warm.

Als Beispiele dieser Gattung seien hier drei Exemplare genannt, die auch drei unterschiedliche Konzepte vorstellen:

  • Die Gore Wear Long Distance Bib Shorts+ ist mit einem Windstopper-Einsatz im Schritt ausgestattet und schützt somit den empfindlichen Bereich rund um die Blase auch auf langen Abfahrten und bei hoher Geschwindigkeit vor kalter Zugluft. Eine Eigenschaft, die viele an kalten Tagen schätzen.
  • Die POC Thermal VPDs Bib Shorts ist auf der Vorderseite komplett winddicht, aber nicht gefüttert.
  • Die Rapha Pro Team Winter Bib Shorts ist auf der Vorderseite komplett winddicht und am Bauch weit nach oben gezogen. Zusätzlich ist sie komplett gefüttert – der Name „Winter“ ist hier Programm.

Je nach persönlichem Kälteempfinden, lässt sich mit solchermaßen „aufgewerteten“ und besonders funktionellen Bib Shorts, die es in ähnlicher Form auch von einigen anderen Herstellern gibt, auch an kühlen oder gar kalten Tagen sehr komfortabel trainieren, wenn sie nach Bedarf mit passenden Accessoires wie Beinlingen oder nur Knielingen ergänzt werden (siehe unten).

Sogenannte 3/4 Hosen gehen übers Knie, lassen je nach Sockenlänge aber ein wenig „Freiraum“ für Abkühlung
# Sogenannte 3/4 Hosen gehen übers Knie, lassen je nach Sockenlänge aber ein wenig „Freiraum“ für Abkühlung - Decathlon 3/4 Radhose RC500, UVP 29,99 Euro.

Eine Alternative zur Kombi kurze Hose plus Beinlinge oder Knielinge für kühle Herbsttage sind auch 3/4 Hosen. Deren Beine sind so lang, dass sie zwar die Knie abdecken, aber nicht bis zum Knöchel gehen. So bleibt an den Unterschenkeln genug freie Haut, um eine gewisse Kühlung zu erzielen und einer Überhitzung vorzubeugen.

Einsatzbereich erweitern mit Knie- oder Beinlingen

Kombiniert man die oben gezeigten kurzen Bib Shorts mit entsprechenden Knie- oder Beinlingen, ist man selbst für kältere Wintertage gut gerüstet. Je nach Länge und Material der Knie- und Beinlinge, lassen sich für fast alle erdenklichen Anforderungen praktikable und vor allem variable Lösungen finden. Denn vor allem die etwas kürzeren Knielinge sind schnell an- oder ausgezogen und helfen dabei, das Outfit schnell an die herrschenden Temperaturen anzupassen.

Startet man etwa sehr früh morgens oder fährt in den Abend hinein, ist man mitunter froh über die Zusatzwärme, kann jedoch in der Mittagszeit bei Sonnenschein mit kurzer Hose ohne Hitzestau pedalieren.

Arm-, Knie- und Beinlinge erweitern den Einsatzbereich der vorhandenen Sommer-Garderobe.

Die deutlich längeren Beinlinge können je nach Ausführung leichter Wärmegarant für kühle, trockene Tage bei trübem Wetter sein, oder mit Windschutz und warmer Fütterung sogar eine lange Winterhose für Gelegenheitsfahrer ersetzen. Im Herbst reichen meist dünnere Ausführungen, die sich klein zusammengefaltet problemlos in der Trikottasche verstauen lassen. So kann man unterwegs entsprechend auf Wetteränderungen reagieren.

Knielinge erweitern das Einsatzspektrum einer Bib Shorts
# Knielinge erweitern das Einsatzspektrum einer Bib Shorts - Gore Shield Knee Warmers, UVP 44,95 Euro.
Sie lassen sich auch unterwegs schnell an- oder ausziehen
# Sie lassen sich auch unterwegs schnell an- oder ausziehen - so kann man flexibel auf Wetteränderungen reagieren.
Wer die Knielinge nicht ganz ausziehen möchte...
# Wer die Knielinge nicht ganz ausziehen möchte...
...kann sie unter den Socken verstauen.
# ...kann sie unter den Socken verstauen.
Beinlinge reichen vom Oberschenkelansatz bis zu den Knöcheln und können so eine lange Hose ersetzen
# Beinlinge reichen vom Oberschenkelansatz bis zu den Knöcheln und können so eine lange Hose ersetzen - hier die Thermal Legs von POC (UVP 90 Euro) mit gefütterten Einsätzen an den Knien.

Das richtige Rennrad-Trikot für den Herbst

Das „eine“ richtige Rennrad-Trikot für den Herbst kann es freilich nicht geben, aber wir möchten euch einige Punkte nennen, auf die es in den kühlen Monaten ganz besonders ankommt. Kurzarm-Trikots mit Armlingen zu kombinieren, ist eine gute Lösung und es lassen sich unzählige, verschiedene Varianten finden, um seine persönliche Komfortlösung zu schaffen. Ein großer Vorteil ist zudem, dass man seine vorhandenen Shirts weiter nutzen kann.

Armlinge bieten auch unterwegs noch Flexibilität
# Armlinge bieten auch unterwegs noch Flexibilität - im Herbst ist es jedoch meist schon zu kühl für kurze Ärmel.
Langarm-Trikot mit integrierter Windweste
# Langarm-Trikot mit integrierter Windweste - Decathlon Radtrikot RC500 Shield, UVP 39,99 Euro.
Dünnes und eng anliegendes Trikot für sportliche Einsätze
# Dünnes und eng anliegendes Trikot für sportliche Einsätze - Rapha Pro Team LS Training Jersey, UVP 115 Euro.
Warmes Merino-Trikot ohne Membran
# Warmes Merino-Trikot ohne Membran - Decathlon Radtrikot RC900 Merino, UVP 59,99 Euro.
Stauraum kann man im Herbst nie genug haben, zusätzliche Taschen helfen beim Verstauen von Weste, Jacke und Co.
# Stauraum kann man im Herbst nie genug haben, zusätzliche Taschen helfen beim Verstauen von Weste, Jacke und Co. - Rapha Brevet LS Jersey, UVP 165 Euro.

Wer jedoch viel Rennrad fährt, tut gut daran, sich auch mindestens ein Langarm-Trikot anzuschaffen. Im Herbst wird es meist nicht mehr warm genug, dass man den Drang verspürt mit kurzen Ärmeln unterwegs zu sein. Auch das Tragegefühl von dünnen Regenjacken oder Windjacken direkt auf der Haut möchten viele lieber vermeiden. Deshalb ist ein Langarm-Trikot in dieser speziellen Jahreszeit häufig die bessere Lösung. Im Gegensatz zu den Beinen, müssen die Arme auf dem Rennrad nämlich nichts leisten, das Thema Überhitzung spielt hier also eine eher untergeordnete Rolle.

Das Angebot an Langarm-Trikots ist schier unüberschaubar. Hier findet man vom dünnen Trainingstrikot für harte Einheiten bis zum winddichten Merino-Shirt mit hoher Wärmeleistung für jeden Anspruch ein passendes Teil. Auch Trikots mit den gleichen Eigenschaften, wie bei den Bib-Shorts beschrieben, gibt es. Wichtig ist es dabei in erster Linie, die Atmungsaktivität im Auge zu behalten und das Shirt passend zum Vorhaben und zur bestehenden Garderobe zu wählen. Bei einer intensiven Trainingseinheit mit harten Intervallen benötigt man eine andere Wärmeleistung als auf einer gemütlichen Sonntagstour. Die Atmungsaktivität sollte jedoch immer gut sein, denn irgendwann kommt man auf fast jeder Tour mal ins Schwitzen.

Komplett winddichtes Langarm-Shirt mit Signalfarben
# Komplett winddichtes Langarm-Shirt mit Signalfarben - Gonso Marvao Trikot, UVP 99,95 Euro.
Ein hoher Kragen schützt vor kühler Luft
# Ein hoher Kragen schützt vor kühler Luft - das ist vor allem auf längeren Abfahrten sehr angenehm.
Signalfraben und reflektierende Elemente erhöhen die passive Sicherheit
# Signalfraben und reflektierende Elemente erhöhen die passive Sicherheit - POC Essential Road Mid LS Jersey, UVP 150 Euro.

Rennrad-Bekleidung für den Herbst – passende Baselayer

Es gibt Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer, die selbst im Hochsommer nicht auf Baselayer verzichten und auch bei Temperaturen über 30 Grad mit einem Funktionsunterhemd unterwegs sind. Im Sommer kann man darüber streiten, aber bei kühleren Temperaturen sollte man nicht auf gute „Unterwäsche“ verzichten. Der Baselayer ist die erste Schicht im Zwiebelprinzip und liegt am Oberkörper direkt auf der Haut. Hier gibt es die meiste Arbeit zu tun, denn hier fließt der Schweiß und es wird darüber entschieden, wie komfortabel sich die Trägerin oder der Träger des Baselayer fühlt.

Warmer Base Layer in 3D Stricktechnik
# Warmer Base Layer in 3D Stricktechnik - Decathlon Fahrrad Unterwäsche Training, UVP 14,99 Euro.
Dünner Base Layer mit Netzstruktur
# Dünner Base Layer mit Netzstruktur - POC Essential Layer, UVP 70 Euro.

Ein guter Baselayer nimmt den Schweiß von der Haut auf und trägt dazu bei, dass er schnell verdunsten kann oder in die nächste Bekleidungsschicht weiter transportiert wird. Dabei ist es wichtig, dass sich das Unterhemd nicht nass anfühlt und in allen Lebenslagen auf dem Rad ein angenehmes Tragegefühl vermittelt. Bei kühlen Temperaturen kann es zudem erheblich zur Wärmeisolierung beitragen.

Auch hier gibt es unzählige Konzepte und unterschiedlichste Materialien. Meist werden Kunstfasern eingesetzt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. In den letzten Jahren tauchen jedoch auch in diesem Bereich vermehrt Kleidungsstück mit einem hohen Anteil an Merinowolle auf. Wer dabei sofort an ein kratziges Gefühl auf der Haut denkt, kann jedoch beruhigt sein – moderne Fertigungsmethoden haben zu einem sehr komfortablen Tragegefühl geführt. Mitunter fühlen sich Baselayer mit Merino-Anteil etwas feuchter an, als Ausgleich dazu wärmen sie aber auch im feuchten Zustand noch, wenn man mal länger pausiert.

Kurzarm, Langarm, dick, dünn, Meshgewebe, Kunstfaser oder Merino? Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Aber letztlich gilt auch hier: es sollte zur geplanten Aktivität passen. Intervalle am Berg bei relativ milden Temperaturen? Da kann auch im Herbst ein dünnes Netzshirt ideal funktionieren – das Netzshirt ist hier ohnehin ein Tipp, da es Isolation durch den Lufteinschluss und Atmungsaktivität hervorragend unter einen Hut bringt. Wer jedoch eine gemütliche Tour bei eher kalter Witterung fährt, kann auch über ein Langarm-Baselayer in höherer Materialstärke, für längere Cafépausen auch gerne mit Merino-Anteil nachdenken.

Kurzarm Base Layer mit Windstopper-Membran an der Vorderseite
# Kurzarm Base Layer mit Windstopper-Membran an der Vorderseite - Gore Windstopper Base Layer, UVP 59,95 Euro.
Der Windschutz ist über die Schultern nach hinten gezogen
# Der Windschutz ist über die Schultern nach hinten gezogen - am Rücken und unter den Armen kommt dünnes Netzmaterial zum Einsatz.

Noch eine abschließende Bemerkung zu diesem Thema: Bitte niemals auf die Idee kommen, das gute alte klassische Baumwoll-Unterhemd aus dem Kleiderschrank zu ziehen! Das mag sich auf den ersten Metern angenehm anfühlen, aber ist das Teil erst einmal nass geschwitzt, wird es während der weiteren Tour nicht mehr trocknen. Und niemand möchte im Herbst mit nassen Klamotten durch die Gegend fahren. Dass es immer noch Menschen geben soll, die eine Unterhose unter die Bib Short anziehen, mag ich hingegen kaum glauben. Ganz schlechte Idee!

Im Herbst unverzichtbar: Weste und Jacke

Da sich im Herbst (genau wie im Frühjahr) die Bedingungen während einer längeren Tour häufig ändern können, sind Weste und eine leichte Regenjacke absolute Basic-Teile. Sie gehören in jeden Schrank mit Rennrad-Bekleidung! In der Regel nimmt man im Herbst eine leichte Windweste auf fast jeder Ausfahrt mit. Sie dient bei kühleren Temperaturen am Morgen oder gegen Ende der Tour in den Abendstunden genauso wie auf längeren Abfahrten als guter Schutz gegen zu schnelles Auskühlen.

Eine dünne Weste gehört zur absoluten Grundausstattung
# Eine dünne Weste gehört zur absoluten Grundausstattung - sie leistet im Herbst wertvolle Dienste als leichter Windschutz.
Spezielle Windjacken sind sehr leicht und klein verpackbar
# Spezielle Windjacken sind sehr leicht und klein verpackbar - bei kühlen Temperaturen können sie auch über einer Weste getragen werden.
Eine leichte Regenjacke kann auch gute Dienste als Windjacke leisten
# Eine leichte Regenjacke kann auch gute Dienste als Windjacke leisten - hier die Rapha Pro Team Lightweight Gore-Tex Jacket, UVP 260 Euro.
Dank dünnem Material lässt sie sich leicht in der Trikot-Tasche verstauen
# Dank dünnem Material lässt sie sich leicht in der Trikot-Tasche verstauen - so kann man jederzeit auf Wetteränderungen reagieren.

Den gleichen Zweck erfüllt eine dünne Windjacke, die meist extrem leicht ist und sich in der Regel sehr klein verpacken lässt. So kann man an trockenen Tagen Gewicht und Packvolumen sparen. Wer nicht ganz so viele Kleidungsstücke kaufen und/oder besitzen möchte, nimmt einfach eine leichte Regenjacke als Windschutz mit. Sie gehört im Gegensatz zur Windjacke ohnehin zur Grundausstattung.

Eine leichte Windweste gehört zur absoluten Grundausstattung.

Dank neuer Materialien und Verarbeitungstechnologien, gibt es mittlerweile auch sehr leichte Regenjacken, die sich völlig problemlos in der Trikottasche verstauen lassen. Sie sind zwar immer noch ein wenig schwerer und voluminöser als hochwertige Windjacken, aber dafür auch wasserdicht. Ein Nachteil ist natürlich die schlechtere Atmungsaktivität gegenüber einer reinen Windjacke – erfahrungsgemäß erreichen aber zum Beispiel die sehr hochwertigen Modelle mit Gore Shakedry Technologie ähnlich hohen Komfort. Wir haben aktuell sechs leichte Rennrad-Regenjacken im Test und werden die entsprechenden Ergebnisse demnächst in einem eigenen Artikel veröffentlichen.

Rennrad-Bekleidung für den Herbst – die richtigen Socken

Kleine Ursache – große Wirkung: Wer mit kalten Füßen durch die Gegend fährt, wird selten Spaß auf dem Rad haben. Empfindliche Naturen oder Menschen mit sehr gut belüfteten Rennrad-Schuhen, können sich gerne schon im Herbst aus dem Winter-Regal der Bekleidungshersteller bedienen. Denn warme Füße sind an kühlen Tagen die halbe Miete.

Kleine Ursache – große Wirkung: Warme Füße sind die halbe Miete für einen guten Rennrad-Tag bei kühler Witterung.

Wintersocken tragen natürlich ein wenig dicker auf als ultradünne Race-Socken für den Sommer, aber in der Regel passen die Füße dennoch gut in die gewohnten Radschuhe. So kann man zu sehr überschaubaren Kosten dafür sorgen, dass die Füße auch auf langen Touren warm bleiben. Viele Hersteller bieten mittlerweile ein breites Angebot an Socken in verschiedenen Materialzusammensetzungen, die speziell an die Bedürfnisse von Radsportlern angepasst wurden.

Für kühle Herbsttage sollte man zu Versionen mit einem höheren Wollanteil greifen und größere Längen bevorzugen. So lässt sich auch die „freie Lücke“ am Bein zwischen 3/4 Hosen oder Knielingen und dem Fußgelenk sehr klein halten oder ganz überdecken.

Kleine Ursache - große Wirkung: Wintersocken sorgen auch im Herbst für warme Füße
# Kleine Ursache - große Wirkung: Wintersocken sorgen auch im Herbst für warme Füße - Rapha Pro Team Winter Socks, UVP 25 Euro.

Alternativ kann man bei sehr gut belüfteten/offenen Radschuhen auch einen kurzen Überschuh verwenden, der von vorne über die Front des Schuhs gezogen wird und diesen nur zu rund 50 % abdeckt. So lässt sich verhindern, dass kalter Fahrtwind die Zehen und Füße auskühlt.

Richtig kombinieren führt zum Ziel!

Wer ein breites Angebot an Rennrad-Bekleidung im Schrank liegen hat, kann sich glücklich schätzen und daraus eine gute Kombination für jedes Wetter zusammenstellen. Wer sich ganz neu eindecken möchte, sollte auf gute Kombinationsmöglichkeiten achten. So lässt sich eine gute Bib Short mit Knie- oder Beinlingen durchaus auch an sehr kühlen Tagen fahren. Ein dünnes Langarm-Trikot kann in Verbindung mit einer Weste oder Jacke fast das ganze Jahr über gute Dienste leisten.

Im Herbst und Winter tut man gut daran mehrere Bekleidungsteile zu kombinieren
# Im Herbst und Winter tut man gut daran mehrere Bekleidungsteile zu kombinieren - Schlauchtücher wie hier das Rapha Lightweight Snood (UVP 17,50 Euro) sind flexible Helfer.

Prinzipiell ist es ratsam auf das Zwiebelprinzip zu setzen, also bei kühlen Temperaturen mehrere Bekleidungsschichten übereinander zu tragen. So steckt man in einem Baselayer, Trikot und einer dünnen Jacke ebenso warm, wie in einem speziellen Winter-Trikot, kann erstere Ausrüstung aber auch im Sommer benutzen.

Rennrad-Bekleidung für den Herbst im Test

Wer viel fährt und/oder es sich leisten kann, darf hingegen sehr gerne auch zu sehr speziellen Produkten greifen, die mittlerweile von einigen Herstellern angeboten werden. So gibt es zum Beispiel mit Funktions-Materialien aufgewertete oder gefütterte Bib Shorts oder winddichte Trikots, ebenso wie hochfunktionelle Knie- und Beinlinge.

Wir haben für euch fünf aktuelle Herbst-Sets der Marken Decathlon, Gonso, Gore, POC und Rapha getestet und geben euch konkrete Empfehlungen, wie ihr gut auf dem Rennrad durch den Herbst kommt.

Hier geht es direkt zu den Einzeltests:

Wer sich schon jetzt auf die demnächst kommenden kalten Tage einstimmen möchte, findet in unserem Artikel „Radfahren im Winter“ viele Tipps und Tricks sowie Bekleidungs-Empfehlungen.

Hier gibt es Tipps zu passender Rennrad-Bekleidung für den Winter

Einen Test zu spezieller Bekleidung (auch für den Herbst) zum Gravel Biken findet ihr hier: Endura GV 500

Sonne, Schatten, Nebel, Regen - im Herbst warten auf einer Rennradtour viele Überraschungen
# Sonne, Schatten, Nebel, Regen - im Herbst warten auf einer Rennradtour viele Überraschungen - mit gut abgestimmter, passender Bekleidung ist man jedoch gut gerüstet.

Was ist euer Lieblings-Outfit für den Herbst?


Text: Harald Englert / Fotos: Moritz Zimmermann, Jan Gathmann
  1. benutzerbild

    laidback

    dabei seit 09/2015

    Was heißt "vollgesogen"? – Nass wird die Faser zweifelsohne auch, nur bleibt halt ein Teil der Feuchtigkeit im 'Faden' und kann isolierend wirken - das Neoprenprinzip halt.
    Den Effekt, den Du evtl. meinst, ist bei immer wieder vollschwitzen und zwischentrocknen, dass im Stoff durch die mineralische Anreicherung/Ablagerung aus dem Schweiß, der Stoff/die Faser immer weniger angenehm zu tragen wird.
    Ähnlich wie das irgendwann 'pappige' Schwitzen mit weißen Spuren bei langen Touren im Sommer.
    Naja, ich habe es heute mal getestet. Auf einer flachen Tour (unter 200 HM) mit moderater Geschwindigkeit (25 km/h) spürte ich nach ca. 30 km die erste Feuchtigkeit an den Unterarmen und im Bauchbereich (leicht unangenehm durch etwas Gegenwind/Windchill). Das besserte sich erst als nach etwa 60 km die Sonne es durch den Nebel schaffte. Als ich nach ca. 90 km wieder in den Hochnebel fuhr war das feuchte Gefühl wieder da. Jetzt allerdings nicht mehr so unangenehm wegen Rückenwind.

    Zuhause waren die Ärmel des Baselayers (Merino) bis zur Hälfte der Unterarme richtig nass. Auch der Bauchbereich war feucht bis nass und auf der Haut des Bauches ein deutliches Kältegefühl. Ansonsten war der Baselayer vor allem im Brust-, Schulter- und Rückenbereich völlig trocken. Die Radjacke darüber war an Unterarmen und am Bauch ebenso nass, ansonsten teilweise feucht bis trocken.

    Diese Verteilung von Nässe und Feuchtigkeit erlebe ich im Prinzip bei allen Ausfahrten und allen Kleidungsstücken. Der Schweiß wird also in die Ärmel und den Bauchbereich abgeleitet und sammelt sich dort, bzw. die Menge wird dann dort irgendwann so groß, dass sie nicht mehr ausreichend an die umgebende Luft abgegeben werden kann. Am Bauch kann ich dies durch die teilweise schützende Körperhaltung noch nachvollziehen, aber die Ärmel sind ja immer direkt exponiert und eine Abgabe von Feuchtigkeit in die umgebende Luft sollte nicht gestört sein.
  2. benutzerbild

    CG82

    dabei seit 03/2021

    Ich muss auch sagen, dass ich es mit geeigneter Kleidung gut hinkriegr lange GA1 Touren bei ca 0-14 Grad hinzubekommen. Je nach Range mit langer Assos Equipe Winter, Castelli Sorpasso ROS und Alpha Ros oder Equipe RS Jacke mit variablen Base und Mid Layern. Bei wärmerem Wetter Assos Equipe RS Fall bib Tight mit Gabba ROS +/- Nanoflex Armlinge. Fahre ich aber Berge oder L4/SST Intervalle werde ich auch mit runter gerollten Armlingen und komplett offener Jacke/Trikot so nass, dass es dann anschließend auch nach dem Schließen tendenziell zu kalt wird. Also dieser Wechsel von Hitze/Schweiß und Kühle ist einfach limitiert möglich durch die gegenseitige Begrenzung von Atmungsaktivität und Winddixhtigkeit. Zumindest hab ich da noch keine richtig gute Lösung gefunden außer langsamer draußen zu fahren und intensiv auf der Rolle.
  3. benutzerbild

    Leix

    dabei seit 03/2021

    Naja, ich habe es heute mal getestet. Auf einer flachen Tour (unter 200 HM) mit moderater Geschwindigkeit (25 km/h) spürte ich nach ca. 30 km die erste Feuchtigkeit an den Unterarmen und im Bauchbereich (leicht unangenehm durch etwas Gegenwind/Windchill). Das besserte sich erst als nach etwa 60 km die Sonne es durch den Nebel schaffte. Als ich nach ca. 90 km wieder in den Hochnebel fuhr war das feuchte Gefühl wieder da. Jetzt allerdings nicht mehr so unangenehm wegen Rückenwind.

    Zuhause waren die Ärmel des Baselayers (Merino) bis zur Hälfte der Unterarme richtig nass. Auch der Bauchbereich war feucht bis nass und auf der Haut des Bauches ein deutliches Kältegefühl. Ansonsten war der Baselayer vor allem im Brust-, Schulter- und Rückenbereich völlig trocken. Die Radjacke darüber war an Unterarmen und am Bauch ebenso nass, ansonsten teilweise feucht bis trocken.

    Diese Verteilung von Nässe und Feuchtigkeit erlebe ich im Prinzip bei allen Ausfahrten und allen Kleidungsstücken. Der Schweiß wird also in die Ärmel und den Bauchbereich abgeleitet und sammelt sich dort, bzw. die Menge wird dann dort irgendwann so groß, dass sie nicht mehr ausreichend an die umgebende Luft abgegeben werden kann. Am Bauch kann ich dies durch die teilweise schützende Körperhaltung noch nachvollziehen, aber die Ärmel sind ja immer direkt exponiert und eine Abgabe von Feuchtigkeit in die umgebende Luft sollte nicht gestört sein.
    Castelli Beta RoS müsst genau dein Ding sein!
  4. benutzerbild

    Formiga

    dabei seit 06/2021

    Ich trage die winddichte Schicht am Körper (GORE windbreaker base layer) und darüber ein Langarmtrikot, das nicht winddicht ist. Funktioniert für mich am besten, wenn ich schwitze bin ich auch schnell wieder trocken bzw bin ich nie nass. Bis 0 Grad geht das wunderbar (längere Touren um die 200km) , bei Minusgraden ziehe ich dann noch eine Windweste drüber. Die Weste wird auch in Pausen übergezogen. Pausen halte ich bei kalten Temperaturen generell sehr kurz (5-10 Minuten Kaffee an der Tankstelle.)
  5. benutzerbild

    Alsterstar

    dabei seit 08/2009

    "#6 Sie lassen sich auch unterwegs schnell an- oder ausziehen - so kann man flexibel auf Wetteränderungen reagieren."

    Da scheine ich irgendeinen Trick nicht zu kennen, aber ich muss anhalten, möglichst hinsetzen, Schuhe aus, Beinlinge aus...

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