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Die neuen Zipp 303 S sind leichter, schneller und günstiger als das Vorgänger-Modell 302
Die neuen Zipp 303 S sind leichter, schneller und günstiger als das Vorgänger-Modell 302
Die Carbonfelge mit 45 mm Profilhöhe ist eine komplette Neuentwicklung
Die Carbonfelge mit 45 mm Profilhöhe ist eine komplette Neuentwicklung
Die Gewichte für das Vorderrad ...
Die Gewichte für das Vorderrad ...
... und das Hinterrad summieren sich auf 1.564 g – wirklich leicht für die Preisklasse
... und das Hinterrad summieren sich auf 1.564 g – wirklich leicht für die Preisklasse
Die Maulweite der Felgen wuchs auf nun 23 mm
Die Maulweite der Felgen wuchs auf nun 23 mm
Das Hookless-Design ohne Haken innen an der Felgenflanke – nur Tubeless- oder Tubeless-Ready-Reifen dürfen gefahren werden
Das Hookless-Design ohne Haken innen an der Felgenflanke – nur Tubeless- oder Tubeless-Ready-Reifen dürfen gefahren werden
Das Hookless-Design sorgt für einen aerodynamisch günstigeren Übergang zwischen Reifen und Felge – hier der Testreifen in 30 mm
Das Hookless-Design sorgt für einen aerodynamisch günstigeren Übergang zwischen Reifen und Felge – hier der Testreifen in 30 mm
Aerodynamisch optimiert sind die Zipp 303 S für 28-622er Reifen. Ein Schwalbe Pro One dieser Größe baut auf der breiten Felge 30 mm breit
Aerodynamisch optimiert sind die Zipp 303 S für 28-622er Reifen. Ein Schwalbe Pro One dieser Größe baut auf der breiten Felge 30 mm breit
Beide Laufräder sind mit 24 gebogenen Speichen aufgebaut
Beide Laufräder sind mit 24 gebogenen Speichen aufgebaut
Das neue Logo-Design sorgt für einen dezenteren Auftritt – die Decals sind unter Klarlack angebracht
Das neue Logo-Design sorgt für einen dezenteren Auftritt – die Decals sind unter Klarlack angebracht
Bei den Naben handelt es sich um die Modelle 76 D und 176 D, die schon im 302-Disc zum Einsatz kamen
Bei den Naben handelt es sich um die Modelle 76 D und 176 D, die schon im 302-Disc zum Einsatz kamen
Als Freilauf-Standards sind Shimano/SRAM  11-fach und SRAM XDR (12-fach) verfügbar
Als Freilauf-Standards sind Shimano/SRAM 11-fach und SRAM XDR (12-fach) verfügbar
Der Freilauf besitzt 3 Sperrklinken. Die Achs-Endkappen sind austauschbar
Der Freilauf besitzt 3 Sperrklinken. Die Achs-Endkappen sind austauschbar
Innen sitzen gedichtete Industrie-Kugellager aus Edelstahl
Innen sitzen gedichtete Industrie-Kugellager aus Edelstahl
Zipp 303 S Test 2020-22
Zipp 303 S Test 2020-22
Wir konnten den neuen Aero-Allrounder von Zipp bereits an einem Trek Domane testen
Wir konnten den neuen Aero-Allrounder von Zipp bereits an einem Trek Domane testen
Für die neue Generation von Rennrädern mit Reifenfreiheit bis 32 mm oder mehr – 38 mm sind es beim Domane – ist der Laufradsatz gemacht
Für die neue Generation von Rennrädern mit Reifenfreiheit bis 32 mm oder mehr – 38 mm sind es beim Domane – ist der Laufradsatz gemacht
Zipp 303 S Test 2020-2
Zipp 303 S Test 2020-2
Die Testfahrten fanden auf einer Vielzahl von Belägen statt
Die Testfahrten fanden auf einer Vielzahl von Belägen statt
Auch grobe Schotterwege wie dieser lassen sich mit breiteren Reifen und geringem Druck fahren, sind aber das Ende des Spektrums
Auch grobe Schotterwege wie dieser lassen sich mit breiteren Reifen und geringem Druck fahren, sind aber das Ende des Spektrums
Exzellenter All-Road Aero-Laufradsatz
Exzellenter All-Road Aero-Laufradsatz

Der neue Zipp 303 S Carbon Aero-Laufradsatz im ersten Test: Zipp 303 S für 1.100 Euro? Die brandneue Variante des Aero-Allround-Klassikers mit dem Kürzel “S” ist nicht nur günstig, sie kann neben Speed auch Gravel richtig gut und wartet mit vielen Innovationen auf. Wir konnten den noch vielseitigeren Allrounder-Laufradsatz bereits einigen angemessenen All-Road-Testfahrten unterziehen. Hier die Infos und unser Eindruck.

Zipp 303 S Infos und Preise

  • Neue Tubeless Disc-Variante des Zipp Aero-Allround Klassikers
  • Komplett überarbeitetes Felgendesign und Carbonlayup
  • Felgenbett 7 mm breiter als bei Zipp 302 Disc
  • Aero optimiert für 28 mm-Reifen
  • Für breite Gravelreifen bis 50 mm und niedrige Drücke geeignet
  • Gewicht 1.564 g (gewogen inkl. Tubeless-Tape und Ventilen)
  • Gewichtszulassung Fahrer max. 115 kg
  • ETRTO-Maß 622 x 23
  • Speichenzahl VR/HR 24
  • Naben Zipp 76 / 176 DB
  • Achstyp v. 12×100 mm / h. 12×142 mm Steckachse
  • Bremstyp Disc (Centerlock)
  • Infos: https://www.zipp.com/

Preis VR: 525 €
Preis HR: 575 € Bikemarkt: Zipp 303 kaufen

Diashow: Neue Zipp 303 S Aero-Allrounder im ersten Test: Schnell, robust, erschwinglich
Zipp 303 S Test 2020-22
Exzellenter All-Road Aero-Laufradsatz
Das neue Logo-Design sorgt für einen dezenteren Auftritt – die Decals sind unter Klarlack angebracht
Das Hookless-Design ohne Haken innen an der Felgenflanke – nur Tubeless- oder Tubeless-Ready-Reifen dürfen gefahren werden
Beide Laufräder sind mit 24 gebogenen Speichen aufgebaut
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Die neuen Zipp 303 S sind leichter, schneller und günstiger als das Vorgänger-Modell 302
# Die neuen Zipp 303 S sind leichter, schneller und günstiger als das Vorgänger-Modell 302

Was ist neu?

Das erste, was uns am neuen Zipp 303 S Carbon-Laufradsatz ins Auge sprang, war der Preis. Mit einer Preisempfehlung von rund 1.100 Euro liegt der Einstieg in die neue Carbon-Aero-Allrounder-Welt bei Zipp jetzt deutlich unter dem Vorgänger Zipp 302 und auf Augenhöhe mit vielen Direktanbietern. Die eigentliche Überraschung ist aber, dass Zipp – neben einer ganz neuen Optik ohne weißes Logo – ein ganzes Paket echter Innovationen in die günstige Variante des Aero-Klassikers gepackt hat. Das fängt bei dem rund 150 g geringeren Gewicht an. Bei der Entwicklung hatte Zipp außerdem klar den All-Road-Einsatz im Visier, den Kern des Aero-Allrounders also konsequent erweiternd. Schließlich vertragen die meisten neuen Rennräder inzwischen Reifen bis 30 mm Breite, und auch bei den Gravelbikes geht der Trend klar zu breiteren Reifen.

Die Carbonfelge mit 45 mm Profilhöhe ist eine komplette Neuentwicklung
# Die Carbonfelge mit 45 mm Profilhöhe ist eine komplette Neuentwicklung
Die Gewichte für das Vorderrad ...
# Die Gewichte für das Vorderrad ...
... und das Hinterrad summieren sich auf 1.564 g – wirklich leicht für die Preisklasse
# ... und das Hinterrad summieren sich auf 1.564 g – wirklich leicht für die Preisklasse

“Schneller machen” will uns Zipp mit dem neuen 303 S also zusätzlich auf unebenen Wegen. Und der Weg dahin führte über ein neues Felgendesign in Kombination mit Tubeless-Technik. Die wichtigsten Fakten dazu: Eine stark gewachsene Maulweite auf 23 mm sorgt für zwei Vorteile. Erstens bessere Abstützung breiterer Reifen und geringere Pannenanfälligkeit, ergo die Möglichkeit mit geringerem Druck zu fahren. Zweitens: einen aerodynamisch vorteilhaften Übergang zu breiteren Reifen. Zipp gibt an, dass mit 28-mm-Pneus die besten aerodynamischen Verhältnisse herrschen. Zudem unterstützt das neue hakenlose Felgenbett (hookless) den glatten Übergang von der Felgen- zur Reifenflanke. Es soll außerdem für einfachere Montage der Reifen sorgen.

Die Maulweite der Felgen wuchs auf nun 23 mm
# Die Maulweite der Felgen wuchs auf nun 23 mm
Das Hookless-Design ohne Haken innen an der Felgenflanke – nur Tubeless- oder Tubeless-Ready-Reifen dürfen gefahren werden
# Das Hookless-Design ohne Haken innen an der Felgenflanke – nur Tubeless- oder Tubeless-Ready-Reifen dürfen gefahren werden
Das Hookless-Design sorgt für einen aerodynamisch günstigeren Übergang zwischen Reifen und Felge – hier der Testreifen in 30 mm
# Das Hookless-Design sorgt für einen aerodynamisch günstigeren Übergang zwischen Reifen und Felge – hier der Testreifen in 30 mm
Aerodynamisch optimiert sind die Zipp 303 S für 28-622er Reifen. Ein Schwalbe Pro One dieser Größe baut auf der breiten Felge 30 mm breit
# Aerodynamisch optimiert sind die Zipp 303 S für 28-622er Reifen. Ein Schwalbe Pro One dieser Größe baut auf der breiten Felge 30 mm breit

Ob das geänderte Design die Erwartungen erfüllt, hat Zipp sowohl im Labor als auch in der Praxis mit Fahrern untersucht. Dafür gibt es am Fertigungsstandort in Indianapolis einen Prüfstand, der Fahrten über verschiedene Arten unebener Oberflächen simulieren kann. Die Ergebnisse aus den Tests flossen dabei – neben der Entwicklung – auch in einen neuen Online-Rechner für den optimalen Luftdruck ein. Denn so konnte man messen, mit welchem Druck welche Reifenbreite am effizientesten rollt. Außerdem ermittelte man den Rollwiderstand bei Standard-Testrunden auf ebenen Straßen. Die Summe der Verbesserungen soll zu einer Leistungs-Ersparnis von rund 10 Watt gegenüber vergleichbaren High-End-Laufradsätzen mit 28 mm breiten Reifen bei 40 km/h geführt haben.

Beide Laufräder sind mit 24 gebogenen Speichen aufgebaut
# Beide Laufräder sind mit 24 gebogenen Speichen aufgebaut
Das neue Logo-Design sorgt für einen dezenteren Auftritt – die Decals sind unter Klarlack angebracht
# Das neue Logo-Design sorgt für einen dezenteren Auftritt – die Decals sind unter Klarlack angebracht

Nicht zuletzt wurde die Faserqualität und die Belegung den neuen Einsatzbedingungen angepasst. Der neue Carbon-Verbund soll deutlich stoßresistenter sein. Zipp sagt, die 45 mm hohe Felge soll auch bei sehr harten Stößen noch nicht delaminieren. Man gewährt dem Erstbesitzer ein sehr großzügiges Crash-Replacement, bei dem das Laufrad sogar ersetzt werden soll, wenn aus Versehen die Bordsteinkante in voller Fahrt erwischt wurde. Handelt es sich nicht um mutwillige Zerstörung, verspricht Zipp lebenslangen Ersatz.

Keine bahnbrechenden Neuerungen gibt es bei Naben und Speichen. Nach wie vor sollen 24 Sapim CX-Sprint-Speichen mit gebogenen Speichenköpfen vorne wie hinten für die nötige Stabilität sorgen. Die Kombi aus 76D-Nabe vorne und 176D hinten ist ebenfalls geblieben. [Update 5. Mai 20:00] Wer einen Campagnolo-Freilauf benötigt, kann den Laufradsatz nach dem Kauf umrüsten lassen, ab Werk ist die Option aber nicht verfügbar [Update Ende].

Bei den Naben handelt es sich um die Modelle 76 D und 176 D, die schon im 302-Disc zum Einsatz kamen
# Bei den Naben handelt es sich um die Modelle 76 D und 176 D, die schon im 302-Disc zum Einsatz kamen
Als Freilauf-Standards sind Shimano/SRAM  11-fach und SRAM XDR (12-fach) verfügbar
# Als Freilauf-Standards sind Shimano/SRAM 11-fach und SRAM XDR (12-fach) verfügbar
Der Freilauf besitzt 3 Sperrklinken. Die Achs-Endkappen sind austauschbar
# Der Freilauf besitzt 3 Sperrklinken. Die Achs-Endkappen sind austauschbar
Innen sitzen gedichtete Industrie-Kugellager aus Edelstahl
# Innen sitzen gedichtete Industrie-Kugellager aus Edelstahl

In der Hand

Die neuen Zipp 303 S erhielten wir zum Test an einem individuellen Trek Domane SLR-Aufbau. Im Unterschied zu den Vorgängern spielt sich das neue Logo-Design in Grau auf Schwarz weniger in den Vordergrund. Schlicht, wie es ist, dürfte es sich an mehr Rahmendesigns in den Gesamtauftritt fügen. Durch die mattschwarze Oberfläche schimmern vereinzelt Carbon-Strukturen hindurch. Alle Nippelsitze, Bohrungen und Flächen wirken sehr sauber verarbeitet. Ein paar schnelle Drehungen an der Kurbel lassen ein eher dezentes Freilaufgeräusch erklingen.

Zipp 303 S Test 2020-22
# Zipp 303 S Test 2020-22

An der Redaktions-Waage zeigt sich, dass die Tipp 303 S mit 1.564 g für den Satz (VR. 728 g / HR. 836 g) ziemlich exakt die Gewichtsangabe des Herstellers treffen. Damit gehört der 303 S eindeutig zu den Leichten unter den Carbon-Laufradsätzen mit einem vergleichbar hohem Felgenprofil und Preis. Nimmt man neben dem Gewicht die große Maulweite als Kaufkriterium hinzu, finden sich nur noch vereinzelte Carbon Aero-Allrounder der 40- bis 50 mm-Klasse, bei denen man an beiden Stellen einen Haken setzen kann.

Montage

Apropos Haken: Das hakenlose Felgenbett (englisch: hookless) soll nicht nur Aero-Vorteile bringen, sondern auch die Montage von Tubeless-Reifen erleichtern. Unser Testrad kam mit 30 mm breiten WTB Exposure-Reifen. Sie messen auf der Felge beinahe 34,6 mm. Die große Maulweite führt also zu einer deutlich verbreiterten Auflagefläche. Der Reifen ließ sich nach der Demontage mit einer gewöhnlichen Standpumpe wieder ins Felgenbett setzen. Weder waren ein Kompressor noch andere Hilfsmittel nötig. Testweise haben wir außerdem einen Schwalbe Pro One Tubeless Ready-Rennradreifen in 28-622 montiert. Dank der starken Vertiefung in der Mitte des Felgenbetts ließ sich auch dieser eher eng sitzende Reifentyp mit (großen) Handkräften aufziehen, wie es für Tubeless-Reifen angebracht ist. Das erste Setzen verlangte allerdings einen Kompressor-Einsatz. Ein weiterer Test mit einem für Hookless-Felgen optimierten Gavia AC0-Reifen von Giant verlief genauso unkompliziert wie beim WTB Exposure. Einziger Nachteil der Hookless-Bauweise: Reifen für den Betrieb mit Schlauch dürfen nicht montiert werden. Die Luftverluste des Tubeless-Systems halten sich in Grenzen. Nach einer Woche Standzeit reduzierte sich der Druck in den WTB Exposure Reifen um rund 0,8 bar.

Wir konnten den neuen Aero-Allrounder von Zipp bereits an einem Trek Domane testen
# Wir konnten den neuen Aero-Allrounder von Zipp bereits an einem Trek Domane testen
Für die neue Generation von Rennrädern mit Reifenfreiheit bis 32 mm oder mehr – 38 mm sind es beim Domane – ist der Laufradsatz gemacht
# Für die neue Generation von Rennrädern mit Reifenfreiheit bis 32 mm oder mehr – 38 mm sind es beim Domane – ist der Laufradsatz gemacht

Auf dem Kurs

Vor der ersten Fahrt stand zunächst die Annäherung an den passenden Luftdruck auf dem Programm. Auf der Felge am Ventilloch ist deutlich der Warnhinweis zu lesen, dass 5 bar die Obergrenze ist. Aber was passt? Erfahrungen mit Road-Reifen, die faktisch beinahe 35 mm messen, gab es in der Redaktion noch nicht. Luftdruckempfehlungen gibt auch SRAM. Pünktlich zur Premiere der Laufräder haben die Amerikaner eine Web-App gestartet. Sie berücksichtigt alle relevanten Faktoren, um einen guten Ausgangsluftdruck zu empfehlen. Ein Beispiel: Für einen 75-kg-Testfahrer mit den 30 mm breiten WTB Exposure-Reifen ermittelten wir 3,79 bar vorne und 3,95 bar hinten – ein Wert, der für die meisten Rennradfahrer wohl Welten hinter dem Gewohnten liegt.

Zipp 303 S Test 2020-2
# Zipp 303 S Test 2020-2

Auch für uns. Tatsächlich starteten wir mit 4,5 bar hinten und 4,3 bar vorne die erste Fahrt. Sie führte über 110 Kilometer, die tatsächlich alles vereinten, was an Wegbelägen noch als “befestigt” zu bezeichnen ist. Große Teilstücke auf Asphalt wechselten sich mit längeren Strecken über fein geschotterte und feste Waldwege, aber auch grober Schotter und die eine oder andere Wurzel mischten sich darunter. Alles All-Road also. Im Antritt wirkte das Setup mit den 30-mm-Reifen nicht herausragend dynamisch, was angesichts der Reifenmasse trotz der leichten Felgen nicht verwundert. Gleichwohl präsentierten sich die Räder sehr seitensteif, auch in Kurven mit unebenem Belag ist die Rückmeldung präzise.

Überhaupt die Kurven: Wie viel mehr Sicherheit die breiten Reifen beim schnellen Kurvenfahren auf Asphalt geben, ist einer der bestechendsten Befunde aus den Testfahrten. Auch mit 4 bar wirken sie keineswegs schwammig dank der breiten Reifen. Gleichzeitig wecken unvermittelt am Kurvenausgang auftauchende Asphaltflicken weniger Unsicherheit.

Die Testfahrten fanden auf einer Vielzahl von Belägen statt
# Die Testfahrten fanden auf einer Vielzahl von Belägen statt
Auch grobe Schotterwege wie dieser lassen sich mit breiteren Reifen und geringem Druck fahren, sind aber das Ende des Spektrums
# Auch grobe Schotterwege wie dieser lassen sich mit breiteren Reifen und geringem Druck fahren, sind aber das Ende des Spektrums

Auf der Geraden auf Asphalt im Unterlenker lässt sich die Leistung der Laufräder kaum von der üblichen Aero-Performance bei dieser Felgenhöhe unterscheiden. Jedenfalls solange wenig Wind weht. Greift der Wind böig von Seite an, zeigen sich die Zipp 303 S von ihrer ausgesprochenen Schokoladenseite: Die Lenkeinflüsse waren – trotz höher bauender Reifen-Felge-Kombi – spürbar weniger ausgeprägt als bei einigen anderen Carbon-Laufradsätzen der 40er bis 45er Höhe, die schon im Praxistest waren. Dabei boten die Testfahrten auf den ausgesetzten Kuppen des Bergischen bei böigem bis mäßigen Wind mehr als genug Möglichkeiten, den Windeinfluss zu testen.

Die Stunde der Zipp 303 S schlägt auf feinen, befestigten Schotterwegen.

Jan Gathmann

Die Stunde der Zipp 303 S (mit den breiteren) schlägt auf feinen, befestigten Schotterwegen, etwa den typischen Belägen nicht asphaltierter Bahntrassen, wo die weniger prall aufgepumpten gefühlt deutlich leichter und bei Richtungswechseln vorhersehbarer abrollen als die klassischen 25er und sogar 28er Rennradreifen mit Schlauch und ein wahrnehmbares Komfortplus geben. Und die Sternstunde ist der klassische Gravel, der bisweilen mit gröberen Brocken gespickt ist. Wo man sich sonst sehr unwohl fühlt, kann man jetzt auch mit Slicks noch gut und weitgehend ohne Defektangst fahren. Ab und an knallt mal ein Stein unter dem Reifen hervor und fliegt zur Seite, aber Platten blieben im Test auf insgesamt 300 km über gemischte Beläge aus. Selbst auf grobem Schotter mit scharfen Kanten bekamen die Felgen keine Blessuren. Solche Teilstücke sind allerdings endgültig keine Domäne der 30er Slicks mehr.

Die Perspektive? Vergleichende Fahrten mit Leistungsmessung bei verschiedenen Luftdrücken stehen noch aus. Sobald sie stattgefunden haben, gibt es hier ein Update im Artikel.

Exzellenter All-Road Aero-Laufradsatz
# Exzellenter All-Road Aero-Laufradsatz

Fazit – Zipp 303 S

Mit dem neuen Zipp 303 S gelingt der Marke aus Indianapolis eine echte Überraschung im Segment der Aero-Allrounder aus Carbon. Der neue Laufradsatz aus Indianapolis ist leichter, breiter und dadurch vielseitiger als die allermeisten Carbon-Laufradsätze der Preisklasse und Felgenhöhe. Dazu bietet er ein im Windkanal optimiertes Felgenprofil mit nachgewiesener Aero-Performance und untermauert vielversprechende Robustheit mit einer großzügigen Garantie. Die Naben sind zwar nicht Oberklasse, aber solide. Unser erster Eindruck von den Fahreigenschaften ist hervorragend: Vor allem die geringe Seitenwindanfälligkeit beeindruckte, obgleich man die gewohnte Aero-Beschleunigung spürt. Auch beherzte Ausflüge über groben Schotter konnten den Felgenflanken nichts anhaben. Dabei erleichtert die Möglichkeit, den Druck mit nominell 28 mm breiten Rennradreifen auf deutlich unter 4 bar abzusenken, das Fahren auf festen Waldwegen spürbar. In der Summe der Qualitäten dürfte das zur Zeit ein hochattraktives Angebot für viele sein, solange man bereit ist, sich zu 100 Prozent auf Tubeless einzulassen.

Pro
  • Zipp Speed Aero-Kompetenz
  • Vielseitige Maulweite der Felge
  • Sehr geringe Seitenwindanfälligkeit
  • Robustes Felgendesign
  • Großzügige Garantie
  • Einfache Montage
  • Preis/Leistung
Contra
  • Hookless-Felgendesign nur für Tubeless- und Tubeless-Ready-Reifen geeignet

Wie findet ihr den neuen Zipp 303 S?


Mehr zu Carbon-Laufradsätzen auf Rennrad-News lest ihr hier:

  1. benutzerbild

    lakecyclist

    dabei seit 10/2018

    iwsnx schrieb:

    Sag mal, wieso stellt denn so ein riesiger Hersteller wie Zipp keinen Aufbau des Laufrades mit Längenangaben zur Verfügung? Das kriegt jeder kleine chinesische Hersteller auf die Reihe.

    Mich würde die totale Felgenbreite interessieren, denn der Übergang "Felge zum Reifen" ist sehr entscheidend bei der Aerodynamik, darauf weist auch immer wieder Hambini hin. Wenn hier mit optimaler Aerodynamik bei 28mm-Reifen geworben wird, müsste die Felge sehr breit sein, light-bicycle macht das zum Beispiel, ist bisher allerdings eine Seltenheit.
    Nach dem guten Giant-Test, finde ich diesen wieder ziemlich schwach, genauere Angaben zu den Maßen sollten das Mindeste sein.

    Außenbreite ist 27 mm. Steht etwas versteckt auf der Zipp-HP. Also die 105% wurde nicht beachtet. Aber Zipp schreibt nur „schnell mit 28 mm“, daher spielt auch der Rollwiderstand eine Rolle und nicht nur Aero. Ob die 105% wirklich die letzte Weisheit ist, würde ich auch mal in Frage stellen. CFD-Berechnungen leben von den Randbedingen. Je nach dem was man annimmt, kann man jedes Ergebnis haben....
  2. benutzerbild

    X-lite

    dabei seit 01/2018

    eins4eins schrieb:

    Dieses ständige Rumgejammer wenn neue Produkte keine veralteten Gewohnheiten mehr bedienen ist echt nervig.

    Stimmt
    mein Schwalbe One gerade auf die Felge friemeln sieht so aus,
    beim Platten auf der Tour wird das lustig
  3. benutzerbild

    Recordfahrer

    dabei seit 02/2005

    eins4eins schrieb:

    Kann man so pauschal nicht sagen. Ich musste nach einem großem Cut letztens einen Schlauch einziehen. Das war weder komplizierter noch hat es länger gedauert, als wenn vorher auch ein Schlauch drin gewesen wäre.

    Dieses ständige Rumgejammer wenn neue Produkte keine veralteten Gewohnheiten mehr bedienen ist echt nervig.


    Nervig ist, dass sich immer genug Dumme Leute finden, die dem Marketing-Blabla (in diesem Fall die ach so viiiiel besseren Breitfelgen und -reifen) auf den Leim gehen. Sicherlich läuft ein 28mm-Reifen mit 5 bar leichter als ein 23mm oder 20mm Reifen mit 5 bar-aber so wenig kommt da nunmal nicht rein. Wenn dann noch Latexschläuche montiert werden, kleben die schmalen Reifen auch auf der Straße, statt bei den kleinsten Unebenheiten zu hüpfen. Wenn breite Reifen so viel besser rollen würden, müßten die Mountainbiker auf der Straße zumindest bergauf ja an mir vorbeihuschen statt umgekehrt.

    eins4eins schrieb:
    Sowas ist doch Quatsch. Es gab nie eine größere Auswahl an Felgen mit Bremsflanke wie jetzt. Zig Maulweiten, Felgenhöhen, Bremsoberflächen, Lochzahlen und das noch von günstig bis teuer.


    Diese Aussage ist Quatsch. 13C-Felgen gibt es gar nicht mehr, 15C werden auch kaum noch angeboten. In der Regel geht es mit 17C los, auf der anderen Seite scheint sich die Felgenhöhe von 45mm als inoffizieller Standard herausgebildet zu haben, 50mm oder 55mm sind eher selten geworden. Wenn ich bedenke, wie ein auf dem Cosmic Carbon SSC-Vorderrad montierter 20mm Supersonic bergab schon Geschwindigkeit kostet, weil der auf 23mm aufgeht, möchte ich mir noch breiteren Kram nicht montieren. Die Stirnfläche nimmt nun einmal enorm zu. Schlussendlich geht es nach dem Aufstieg auch wieder bergab (die wenigsten werden wohl Bergrennen fahren, wo es nur bergauf geht), und da lasse ich es nunmal lieber laufen statt nur zu rollen, anders kommt meinereiner mit knapp 63kg FliegenFahrergewicht und entsprechend geringerer Hangabtriebskraft nicht vom Fleck. Leider gibt es echte Aero-Laufräder so gut wie gar nicht mehr, wo dann auch die Speichenzahlen entsprechend reduziert werden, und das Gewicht nachrangig behandelt wird. 24 Speichen hatte ich früher auch mal-aber vorne und hinten zusammengerechnet. Außerdem sollte man bedenken, dass derart leichte Laufräder wie diese Zipp 303S dann auch eine entsprechend hohe Seitenwindempfindlichkeit haben, und wenn man dann wegen entsprechender Windverhältnisse etwa nicht mehr am Liegelenker greifen kann, sondern am Basislenker greifen muss, ist ein Vorteil gegenüber schmalen und schwereren Laufrädern, sofern es diesen überhaupt gibt, eh für die Katz.
  4. benutzerbild

    iwsnx

    dabei seit 08/2017

    lakecyclist schrieb:

    Außenbreite ist 27 mm. Steht etwas versteckt auf der Zipp-HP. Also die 105% wurde nicht beachtet. Aber Zipp schreibt nur „schnell mit 28 mm“, daher spielt auch der Rollwiderstand eine Rolle und nicht nur Aero. Ob die 105% wirklich die letzte Weisheit ist, würde ich auch mal in Frage stellen. CFD-Berechnungen leben von den Randbedingen. Je nach dem was man annimmt, kann man jedes Ergebnis haben....


    Merci, hatte ich in der Zwischenzeit auch gefunden, gut versteckt. Letzte Weisheit bestimmt nicht, aber ich denke, dass 95-105% schon ein ganz guter Anhaltspunkt sind.
    Persönlich mache ich mir über "marginal gains" sowieso keine Gedanken, aber wenn sich Hersteller mit bestimmten Begriffen brüsten, werde ich hellhörig.
    Gebe ich dir Recht, auch deine genannten Faktoren spielen eine Rolle, aber eine 27mm breite Felge ist nach dem aktuellen Stand definitiv zu schmal um, ich zitiere: "Aero optimiert für 28 mm-Reifen" zu sein.
  5. benutzerbild

    Recordfahrer

    dabei seit 02/2005

    iwsnx schrieb:

    Merci, hatte ich in der Zwischenzeit auch gefunden, gut versteckt. Letzte Weisheit bestimmt nicht, aber ich denke, dass 95-105% schon ein ganz guter Anhaltspunkt sind.
    Persönlich mache ich mir über "marginal gains" sowieso keine Gedanken, aber wenn sich Hersteller mit bestimmten Begriffen brüsten, werde ich hellhörig.
    Gebe ich dir Recht, auch deine genannten Faktoren spielen eine Rolle, aber eine 27mm breite Felge ist nach dem aktuellen Stand definitiv zu schmal um, ich zitiere: "Aero optimiert für 28 mm-Reifen" zu sein.


    27mm zu schmal?! Dann nimmt man eben einen schmäleren Reifen (irgendeinen 25er, der dann eh noch etwas aufgeht). Außerdem fehlt bei diesen "Hookless"-Felgen mit dem traditionellen Felgenhorn dann der vermeintlich nachteilige Übergang zwischen Felge und Reifen, daher ist diese 27mm breite Felge weiß Gott breit genug. Wem das dann noch zu schmal ist, der möge sich ein MTB kaufen, für den ist eben ein Rennrad, das den Namen noch verdient, nicht das richtige.

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