Der Wolf Tooth RoadLink macht Rennradschaltwerke mit größeren Ritzeln kompatibel. Jetzt gibt es den Adapter auch für die aktuellen Shimano Dura Ace und Ultegra-Schaltwerke mit Direct Mount-Technik.

Der Wolf Tooth RoadLink macht breit gestufte Ritzelpakete, wie sie zum Beispiel an Einfach-Antrieben heute üblich sind, mit Rennrad-Schaltwerken nutzbar. Vereinfacht gesagt verlängert das Alu-Frästeil das Schaltauge. Konstruiert wurde der RoadLink, damit Rennradfahrer Ritzelpakete mit MTB-Abstufungen einsetzen können, also Ritzel-Kassetten mit mehr als 32 Zähnen am größten Ritzel. Bei so großen Ritzeln setzen die Zähne des oberen Schaltwerksröllchen auf den Zähnen der Kassette auf. Maximal ist laut Wolf Tooth eine Abstufung von 11-42 fahrbar. Das ist vor allem für Cyclocross- und Gravelbikes interessant, aber auch für Randonneure oder Kletterer. Bislang funktionierte der Adapter nicht für die neuen Shimano Schaltwerke mit Direct Mount-Technik. Jetzt gibt es für diese einen speziellen Adapter.

RoadLink DM Größenvergleich
# RoadLink DM Größenvergleich - Mehr Abstand zum Ritzelpaket

Wolf Tooth RoadLink kurz & knapp

  • kompatibel mit Shimanos Generation R8000 Ultegra und R9100 Dura-Ace Schaltwerken
  • Gewicht: 20 g (Herstellerangabe)
  • wird an Stelle des Shimano Direct Mount montiert
  • optimiert für den Einsatz mit 11-36t, 11-40t und 11-42t 11-fach Kassetten
  • Kettenumwicklung ähnlich wie bei Standard-Konfiguration (siehe Bild)
  • Preis: 27,95 US-Dollar (ca. 22,80 Euro)
  • Mehr Information: www.wolftoothcomponents.com

Wolf Tooth räumt ein, dass die Schaltqualität bei 11-42-Kassetten mit dem Adapter nicht das Werksniveau erreicht. Außerdem verändert der Adapter nicht die Gesamtkapazität des Umwerfers. Die Gesamtkapazität eines Schaltwerks wird von Shimano immer angegeben. Die Angabe muss größer oder gleich hoch sein wie die Differenz aus den Zähnezahlen der beiden Ritzel an der Kurbel und an der Kassette. Also zum Beispiel bei einer Kompaktkurbel (50-34) mit Standard-Bergkassette (32-11) lautet die Rechnung: (50-34)+(32-11)=37.

 

Mit 32 Zähnen sind aktuelle Ritzelpakete schon ziemlich bergtauglich. Braucht ihr noch leichtere Gänge?

Über den Autor

Jan Gathmann

Jan Gathmann leitet die Rennrad-News Redaktion von Wuppertal aus, der Stadt, die ihr Radstadion dem Fußball opferte. Er testet, interviewt und versucht Renngeschehen in Worte zu fassen. Jan ist gelernter Journalist, testet seit 20 Jahren Fahrräder (davor Autos) und schreibt darüber ebenso gerne wie über Menschen aus der Fahrradwelt, unter anderem schon für Trekkingbike, Velomotion und zuletzt beim RADtouren-Magazin. Er fährt am liebsten alles, was einen Rennbügel hat: vom Bahnrad bis zum Monster-Gravelbike. Jan liebt auch Schlamm, weshalb er gelegentlich auf dem MTB gesehen wird. Persönliche Palmarès sind ein beendetes C-Klasse Amateurrennen und ein 10. Platz bei einer Deutschen Fahrradkurier-Meiserschaft in Berlin.

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    JNL

    dabei seit 09/2017

    Anscheinend gibt es einen Bedarf - sicher in der Kombination mit 1-fach-Antrieb.
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    lowridervonquaeldich

    dabei seit 11/2011

    Spätestens beim Tandem mit Rennlenker macht der Roadlink Adapter mehr als Sinn.
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    Oseki

    dabei seit 02/2016

    Wieso mit Rennlenker?
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    lowridervonquaeldich

    dabei seit 11/2011

    Rennlenker = max. 2x11
    50/11 läßt sich am Tandem gut fahren und sobald es länger bergauf geht (oder mit Gepäck) reicht 34/32 nicht aus -> größere Ritzel nötig

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