Neuheiten Glaskugel 2026 10 Gravelbikes, die 2026 neu kommen könnten

Das Jahr geht und wir fragen uns, welche Gravelbikes kommen 2026? Aber noch mehr beschäftigt uns eine andere Frage…
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Noch mehr beschäftigt uns diese Frage:

Wer bringt 2026 das erste 32″-Gravelbike?

Denn wenn man eins und eins zusammenzählt, ist klar, 32″ wird nach dem XC-Mountainbike auch den Weg ans Gravelbike finden und es wird groß (Wortspiel beabsichtigt).

32″ Gravelbike

Warum werden 32″ Gravelbikes kommen? Aus dem gleichen Grund, warum Reifen bei Gravelbikes in den letzten Jahren immer breiter wurden. Das moderne Race-Gravelbike hat längst 29er-MTB-Reifen für besonders widrige Rennkurse, weil sie nachweislich schneller rollen, wenn der Belag holprig ist. Und 32″ Reifen rollen noch schneller. Am XC-Bike ist das nachgewiesen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es fürs Gravelbike auch bestätigt wird.

Diashow: Neuheiten Glaskugel 2026: 10 Gravelbikes, die 2026 neu kommen könnten
Es ist keine Frage, dass ein neues Grizl AL kommen muss.
Unser 2022er S-Works Crux Testrad.
Wie man 32-Zöller aerodynamisch gestaltet, wird noch ein Thema sein.
Das Basso Palta auf der Velofollies 2024
Dangerholm und Scott haben zuletzt auf der Bespoked Messe gezeigt, wie Gravelbikes mit sehr großen MTB-Reifen aussehen können.
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Dangerholm und Scott haben zuletzt auf der Bespoked Messe gezeigt, wie Gravelbikes mit sehr großen MTB-Reifen aussehen können.
# Dangerholm und Scott haben zuletzt auf der Bespoked Messe gezeigt, wie Gravelbikes mit sehr großen MTB-Reifen aussehen können. – Von hier ist der Weg zu 32 nicht mehr weit – und Dangerholm ist ja für seine Experimentierfreude bekannt.

Laufradhersteller und Radhersteller werden sich dabei im Unterschied zum XC noch der Aerodynamik widmen, um den Nachteil der größeren Stirnfläche zu schmälern. Letztlich ein Rechenspiel zwischen Aero-Verlusten und Rollwiderstands-Gewinnen. Ich prognostiziere: Bei den großen möglichen Gewinnen schlägt großer Reifen die Aerodynamik. Die 32-Zöller werden 2026 in der Race-Gravel-Nische aufpoppen. Zumal der Nachteil des trägeren Handlings der 32-Zöller auf endlosen Gravel-Geraden wegfällt.

Wie man 32-Zöller aerodynamisch gestaltet, wird noch ein Thema sein.
# Wie man 32-Zöller aerodynamisch gestaltet, wird noch ein Thema sein.

Ja, und natürlich auch, weil es etwas Neues ist und weil sich mit Neuem besser Geld verdienen lässt als mit Altem, Cheers an die Kommentarspalte!

Wer wird so ein 32″ Gravelbike bringen? Naheliegend sind Hersteller, die schon 32″-Mountainbikes am Start haben. Also kleinere Hersteller – auf den Craft Bike Days mit DT Swiss waren das gleich vier. Ein heißer Kandidat darunter ist Bike Ahead Composites. Dieser Hersteller hat auch gleich die passenden Aero-Laufräder. Aber man hat gerade erst ein eigenes 29-Zoll Gravelbike vorgestellt. Also wird vielleicht eine Marke die erste sein, die jetzt schon auf 32″ bei Competition MTB setzt und mit Bike Ahead zusammenarbeitet: Stoll wäre so ein Kandidat. Aber auch BMC treibt 32″ im MTB-Bereich voran und hat sein Race-Gravelbike Kaius nun schon länger am Markt. Womit wir schon beim ersten wahrscheinlichen Modell-Update für 2026 wären.

BMC Kaius

Als eines der ersten konsequenten Race-Gravelbikes überhaupt kam das BMC Kaius 2022 bereits auf den Markt (hier zum BMC Kaius Test). Die Schweizer trimmten es konsequent auf Speed: Von der flachen Sitzposition wie auf dem Aero-Rennrad über den leichten und teuren Carbonrahmen mit schmalem Aero-Cockpit bis zur kompakten Radbasis. Sogar das Gewicht von damals (910 g laut Hersteller) wirkt nicht aus der Zeit gefallen. Aber die Reifenfreiheit (44 mm). Echte Racer wollen heute breitere Reifen fahren. Modellzyklus und Markttrends rufen nach einem Update. Und vielleicht findet BMC zurück zur Avantgarde, die die Marke einst bekannt machte. Und kommt gleich mit 32″.

Das BMC Kaius ist einer der ganz heißen Kandidaten für ein Update in 2026.
# Das BMC Kaius ist einer der ganz heißen Kandidaten für ein Update in 2026. – Da BMC im XC-Weltcup mit 32 experimentiert, ist es möglich, dass es hier auch eine 32-Option geben wird.

Arc8 Eero

Noch eine Schweizer Marke, noch ein Gravelbike, das nach heutigen Maßstäben in die Race-Schublade gehört, wenn man sich die Geometrie anschaut. Die liegt verhältnismäßig nah am Rennrad oder Cyclocross-Bike. Da Arc8 schon beim Debüt auf „Aero“ am Gravelbike setzte, wirkt das Rad optisch noch up to date. Es ist aber bereits vier Jahre auf dem Markt und könnte von Fortschritten in der Carbonfertigung profitieren, an der die Marke dank eigenem Entwicklungsingenieur in Taiwan nah dran ist.

Das Arc8 Eero sieht trotz seiner langen Modellgeschichte noch zeitgemäß aus.
# Das Arc8 Eero sieht trotz seiner langen Modellgeschichte noch zeitgemäß aus. – Das ist schon eine Leistung, aber es könnte von Carbon-Fertigungsfortschritten profitieren.

Basso Palta

Dass das Basso Palta seit beinahe sieben Jahren auf dem Markt ist und nur mit geringen Modifikationen in der Zwischenzeit läuft, sieht man dem Allround-Gravelbike der Italiener nicht an. Ähnlich aussehende Gravelbikes kamen noch 2025 neu auf den Markt: innenliegende Leitungen, eine Gabel mit in die Krone verlegter Vorbiegung kennzeichnen das Palta. Ohne UDH-Aufnahme und ohne 2025 gern gesehenes Staufach ist es aber nun reif für ein Update. Wir sind gespannt, in welche Richtung es geht.

Das Basso Palta auf der Velofollies 2024
# Das Basso Palta auf der Velofollies 2024 – sieht ebenfalls nicht aus der Zeit gefallen aus, ist aber schon sehr lange weitgehend unverändert dabei.

Canyon Grizl AL

Das Canyon Grizl erhielt gerade erst ein umfassendes Update und rollte als eines der wegweisenden Adventure-Gravel-Bikes 2025 auf den Markt. Für alle erdenklichen Vorhaben ist das Grizl 2025 vorbereitet. Es ist mit (neuer) Federgabel ebenso zu haben wie mit einem smarten Licht- und Ladepaket auf Nabendynamo-Basis für Bikepacking ins Ungewisse. Auch ein Staufach und massive Reifenfreiheit (bis 54 mm) hat es. Nur eines gibt es nicht: eine Alu-Variante. Sehr wahrscheinlich wird sie 2026 kommen. Alles andere würde dem Rose Backroad, dem anderen frisch renovierten deutschen Gravel-Bestseller mit Alu-Variante, zu lange das Feld überlassen.


Canyon Grizl 2025 Test

Es ist keine Frage, dass ein neues Grizl AL kommen muss.
# Es ist keine Frage, dass ein neues Grizl AL kommen muss. – Die Frage ist nur wann, und welchen Schwerpunkt es setzen wird.

Factor Ostro Gravel VAM

Factor legte 2025 ein richtiges Neuheitenfeuerwerk auf und lieferte mit Factor One Aero-Rennrad eine der spektakulärsten Neuerscheinungen des Jahres. Auch im Gravelbereich hatten die Briten mit dem Factor Aluto (dazu demnächst ein Test von uns) eine Neuerscheinung. Es ist aber eher ein kompetitives Allrounder-Gravelbike als ein echtes Race Gravel, welche Rolle nach wie vor dem Factor Ostro Gravel zukommt. Das Gravel-Geschwister des Aero-Renners Ostro VAM befindet sich schon eine Weile auf dem Markt und hat mit 45 mm ein Reifenfreiheits-Defizit. Gut möglich, dass 2026 einige der radikalen Sitzpositions-Änderungen und Aero-Ansätze des Factor One auf ein neues Race-Gravelbike mit mehr Platz für breite Pneus übertragen werden.

Das Factor Ostro Gravel VAM haben wir mit TRP-Classified Schaltung getestet.
# Das Factor Ostro Gravel VAM haben wir mit TRP-Classified Schaltung getestet. – Nach dem Debüt des Factor One könnte es auch hier in eine noch aerodynamischere Richtung gehen. Bei Unbound wurden 2025 schon Prototypen gesichtet.

Giant Race Gravelbike

Keine Frage, das Giant Revolt Advanced ist noch jung und ein ausgesprochen potentes Gravelbike. Es hat alles, was man braucht vom Staufach bis zu massiver Reifenfreiheit – plus großen Komfort, von dem wir in unserem letzten Giant Revolt Test auch profitierten. Die Aufbauten des italienischen SWATT Club-Teams beweisen, dass es durchaus race-tauglich ist mit Cadex-Cockpit und schnellen Laufrädern. Aber die Sitzposition ist ab Werk nicht racy, eine UDH-Aufnahme gibt es nicht und überhaupt sähe ein konsequentes Race-Gravelbike anders aus. Und dass Giant „Aero“ ernst nimmt, haben sie mit dem Propel schon bewiesen. Gut möglich, dass die Taiwaner das Thema in 2026 angehen.

Das Giant Revolt Advanced ist ein richtig gutes Allround-Gravelbike.
# Das Giant Revolt Advanced ist ein richtig gutes Allround-Gravelbike. – Aber ein pures Race Gravel fehlt der Marke noch – ob es 2026 kommt?

Scott Addict Gravel

Noch so ein Race-Gravelbike-Kandidat, der zwar sehr modern aussieht, aber schon seit einigen Jahren nur mit kleineren Neuerungen aufgewertet wurde. Dem Scott Addict RC sieht man nicht an, dass es seit 2021 so zu haben ist, zwischenzeitlich kam eine UDH-Aufnahme für die neuen SRAM XPLR-Schaltwerke hinzu, aber die Reifenfreiheit steht noch bei 45 mm in 700c. Da Scott in 2026 das WorldTour Team NSN sponsern wird und Gravel Racing auch für die Straßenteams immer wichtiger wird und der Modellwechsel-Zyklus erreicht ist, könnte ein Update bevorstehen. Da die Schweizer zudem zu DT Swiss zumindest eine räumliche Nähe pflegen, warum nicht was mit Gravel-Federgabel – dass man Drop-Bar und dicke Reifen generell schon zusammen denken kann, zeigten zuletzt die Kreationen von Scott-Botschafter Dangerholm auf der Bespoked Messe.

Das Scott Addict Gravel RC auf der Gravel WM 2025.
# Das Scott Addict Gravel RC auf der Gravel WM 2025. – Das Modell ist seit 2021 zu haben und könnte ein Update bekommen, auch wenn es mit den brandneuen Vittoria Terreno Pro-Reifen sehr modern aussieht.

Specialized Crux

Fast vier Jahre sind seit unserem ersten Specialized Crux Test zur Neuvorstellung des Gravelbikes 2022 vergangen. Nach wie vor ist das Carbonrahmen-Set des S-Works Crux unerreicht leicht und auch ein Update auf UDH-Aufnahme hat das Do-it-All von CX bis Race Gravel Bike aus Kalifornien inzwischen erhalten. Nach wie vor gehört es aus Redaktionssicht auch zu den interessantesten Gravelbikes dort draußen, doch die Optik- und Reifen-Trends machen auch vor dem Crux nicht halt – zuletzt erhielt der Straßen-Zwilling Aethos integrierte Leitungen. Nachdem 2025 klar wurde, dass die vierte Specialized Diverge Generation eher zum Adventure-Gravel-Bike tendiert (hier zu Specialized Diverge 4 Test), richten sich alle Racer-Augen auf das Crux. Oder kommt von Specialized 2026 gar ein ganz neues Aero Race Gravelbike?

Unser 2022er S-Works Crux Testrad.
# Unser 2022er S-Works Crux Testrad. – Noch immer hat das Crux den leichtesten Gravelbike-Rahmen, aber viele wünschen sich Leitungsintegration. Gut möglich, dass 2026 etwas in der Richtung passiert – oder ein ganz neues Race-Modell erscheint.

Van Rysel Race Gravel

Die gleiche Frage wie bei Specialized stellt sich im Grunde bei Van Rysel. Die Marke von Decathlon hat mit dem Kauf des einstigen Decathlon AG2R WorldTeams und neuen Competition-Rennrädern untermauert, dass sie die technologische und sportliche Spitze im Visier hat – das Van Rysel RCR-F Aero-Rennrad zählt Windtunnel-Tests anerkanntermaßen zu den schnellsten der Welt. Etwas stiefmütterlich aufgestellt sieht dagegen der Gravelbereich aus. Hier fokussiert sich der Sportartikel-Gigant bisher eindeutig auf Brot-und-Butter-Modelle. Das Performance-Modell ist das Van Rysel Gravel Gravelbike GCR. Es sieht weder schnell aus, noch ist es besonders leicht und es besitzt keine UDH-Aufnahme. Wenn Decathlon 2026 auch im Gravel-Renngeschehen angreifen will, dann muss hier etwas Neues kommen. Und wenn, dann schon bei der Velofollies im Januar.

Van Rysel zeigte auf der Velofollies 2024 eine spannende Gravelbike-Studie.
# Van Rysel zeigte auf der Velofollies 2024 eine spannende Gravelbike-Studie. – Die bei Decathlon käuflichen Carbon Gravelbikes wirken dagegen recht altbacken – wir werden sehen, was auf der Velofollies 2026 steht.

Fallen euch noch Kandidaten für ein Update in 2026 ein?


Hier lest ihr mehr zum Thema Gravelbike-Neuheiten auf Rennrad-News

Titelbild: Google Gemini

206 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Kiste ist schon mal da (leider nicht bei mir)

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  2. Auf die 32er für XC bin ich schon sehr gespannt
    Bin gespannt, ob das einer der Profis fahren wird, da die Wendigkeit ordentlich leiden wird.
  3. Starke Worte dafür dass du dir für dein Rumgeeier ein Rennrad hast aufschwatzen lassen.
    Da hat die Industrie wohl einmal mehr ihr Ziel erreicht.
  4. ich arbeite auch für einen Hersteller, ich weiß schon über Lieferanten von sehr großen Herstellern, die dieses Jahr mit 32" kommen werden. Unserem Testern nach sind 32" XC MTBs auf dem Großteil der Strecken schneller, deckt sich einigermaßen mit den Werten von Journalisten. Besserer Überrollwiderstand, entsprechend weniger Verluste im Fahrwerk (jegliche Energie, die in der Dämpfung langet, wird in Wärme umgewandelt) und das Rad kann mit einer weniger abrupten Bewegung über ein Hindernis hinweg rollen. Durch die niedrigeren möglichen Luftdrücke und längerem Latsch kann man mit weniger Profil/Stollen fahren bei gleichbleibendem Grip oder das selbe Profil mit mehr Grip fahren.
    Solche Texte konnte man zur Einführung von 29" am MTB auch lesen - und man würde sie auch bei 36" wieder lesen, so es denn irgendwann kommt.

    Ein 32" Hardtail würde ich aber sehr gerne mal ausprobieren. Und ich beobachte immer interessiert, wie sich andere Dinge darauf anpassen. Z.B. ob man dann eher kleinere Kettenblätter fährt oder ob die Ritzel noch größer werden; werden die Rahmen länger oder der Lenkwinkel flacher; bekommen die Laufräder mehr Speichen; bekommen die Räder größere Bremsscheiben; kommt dann ein breiterer Standard für die HR-Nabe, weil die Füße durch längere Kettenstreben genug Platz hätten und die Kassetten ja auch nicht schmaler werden;... all solche Entwicklungen finde ich interessant zu beobachten. Mit dem Umstieg von 26" auf 29" im XCO hat man ja ein Vorbild dafür, welche Änderungen die größeren Räder nach sich zogen.
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