Video: Die Bikes der Gravel-WM 2025
S-Works Crux Lorena Wiebes
In einem Herzschlag-Finish übersprinteten Lorena Wiebes, Marianne Vos und Silvia Persico auf der Zielgeraden Shirin Van Aanroiy. Und Wiebes krönte sich zur Gravel Weltmeisterin 2025, mit etwas Vorsprung vor Marianne Vos.
Lorena Wiebes fährt ein Specialized S-Works Crux, mit dem sie einen leichtesten Gravel Bike Rahmen überhaupt als Basis für ihr Arbeitgserät hat. Komplettiert ist das S-Works Crux von Wiebes fast ganz ohne Spezialitäten. Die SRAM Red AXS XPLR mit 1×13 Gängen ist mit einem 46er Kettenblatt kombiniert, wie es die meisten Frauen bei der WM mit XPLR-Gruppe paarten.
Im Vergleich zu anderen war Lorena Wiebes auf schmalen Specialized Pathfinder in 42 mm unterwegs, während sonst gerne mal zu breiteren Reifen gegriffen wurde.
Trek Checkmate von Shirin van Aanroiy
Um ein Haar wäre Shirin van Aanroiy mit einer Solo-Flucht Gravel-Weltmeisterin geworden, aber 3 andere Niederländerinnen machten ihr einen Strich durch die Rechnung.
Shirin fährt ein Trek Checkmate in Größe S. Das Race Gravel Bike der US-Marke ist aerodynamisch optimiert und Shirin hat mit Bontrager Aeolus Laufrädern in 49 mm alle Aero-Register gezogen, um Fluchten zum Erfolg zu verhelfen. Wie einige andere Fahrerinnen hatte sie gleich zwei CO2-Kartuschen am Rad montiert.
Mit Pirelli Cinturato RH Gravel Reifen in 45 mm traf Shirin eher eine breitere Reifenwahl.
Canyon Grail CFR von Yara Kastelijn
Die Vierte des Quartetts, das Shirin van Aanroay auf der Zielgerade abfing war Yara Kastelijn – 3 Niederländerinnen aus 3 verschiedenen Teams fuhren um die Podiumplätze.
Kastelijn fährt für das Fenix Deceuninck Team, das Women Team der Équipe, für die auch der dieses Jahr abwesende Mathieu van der Poel fährt. Entsprechend ist sie bei Gravel-Rennen auf dem Canyon Grail CFR unterwegs. Und auch hier war ein neuer Gravel Reifenr von Vittoria mit dem identischen Profil zu dem an Van Aanroiys Rad zu sehen. Aber das Team hatte gewissenhaft das Label geschwärzt. Ein neuer Vittoria Cinturato RH dürfte also in den Startlöchern stehen.
Canyon Grail CFR von Rosa Klöser
Rosa Klöser hatte sich eindeutig mehr von der Gravel WM 2025 versprochen und wollte eigentlich wie ein Schatten an den Niederländerinnen kleben, wie sie schon am Vortag im Interview gesagt hatte. Aber sie fuhr schon von Beginn ihrer Form weit hinterher und gab später auf.
Auch an Rosas Canyon Gral gab es einen Reifenprototypen zu entdecken, hier allerdings von Continental. Das Profil haben wir so noch gar nicht gesehen, aber es sieht definitiv nach einem schnellen Reifen aus. Und zumindest für Rosa war er auch in 45 mm zu haben.
Rosa erklärte ihre Profilwahl am Vortag so, dass sie auf keinen Fall in den vielen Kurven des Kurses mit zu wenig Grip dastehen wollte, weil sie mit starken Antritten aus Kurven für die Ausbrüche rechnete.
Canyon Grail CFR von Tiffany Cromwell
Definitiv einer der Hingucker unter den Gravel Bikes der WM 2025 war das Canyon Grail CFR von Tiffany Cromwell. Neben Farben im Australien-Design wartet die Lackierung auch mit Sprüchen für mehr Grit am vorderen Ende auf. Ansonsten bliebt das Rad von Tiffany eher nah an der Serie.
Noch mehr WM Arbeitsgeräte und Fahrerinnen
SRAM Rider Hub bei Off the Map
In Maastricht gibt es auch ohne Gravel WM eine lebendige Wielercafé Szene, wie die Cafés in Holland heißen, bei denen sich alles ums Rennradfahren dreht. In einigen davon haben Hersteller für die Dauer der WM ihre Zelte aufgeschlagen.
Off the Maß verwandelte sich zur SRAM Rider Hub mit Gravel-Ausfahrten an jedem Tag und Vorträgen, wenn es zu dunkel zum Radfahren wurde. Werkstattservice von SRAM und eine kleine Bike Ausstellung gab es ebenfalls.
Was sagt ihr zu den Gravel Bikes von der WM 2025?
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46 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumAuf jeden Fall sehen die Räder in den kleinen Größen der Frauen deutlich besser aus als in XXL
Wenn der Zweitplatzierte bei Unbound, der die 326km mit nem Schnitt von knapp 38km/h absolviert hat, das "Adventure" Gravelbike seines Sponsors nehmen muss, weil in das Race Gravelbike keine breiten Reifen passen, ist halt definitiv was falsch gelaufen. Der Rahmen macht sicher keinen Riesenunterschied, aber ganz wegdiskutieren kann man das bei ca. 6h Fahrt in einer zwei Mann Spitzengruppe auch nicht.
Aber klar, bei der Radweg WM am Wochenende war ein Aspero-5 mit 40mm Reifen eine perfekte Wahl.
That being said, ich bin persönlich mit meinem Alu-billo Gravelrahmen mit der Aerodynamik eines Wandschranks voll zufrieden. 😉
den kurs hätte man auch mit schmerzen und nem allroad rad mit 32mm oder 35mm fahren können . also theroetisch! aber tolle räder und feine technik trotzdem!
Warum keine 24 Zoll Räder?
Die Nachfrage ließe doch sicherlich eine Optimierung der Proportionen im Radsport zu?
Beim Frauenfußball schießt man ja auch unter den Balken!
Hab früher sehr gerne die Vorstellungen der Bikes von San Remo oder Roubaix geschaut, aber das hier ist mittlerweile echt spannender.
Danke für die tollen Pics an die Redaktion.
Das „alte“ Speci Crux und Canyon CFR Grail sind aktuell meine Favs, auch der Trend zu schmaleren reifen gefällt mir.
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