Beim Sechstagerennen in Berlin traten in der ersten Nacht Jens Voigt und Olaf Ludwig in einem Einlage-Wettbewerb gegeneinander an. Im Hauptwettbewerb der Six Day übernahmen die Niederländer die Führung. Heute geht es bei Deutschlands ältestem Sechstagerennen mit einigen Neuerungen weiter: Erstmals fahren die Frauen ein Omnium. Und beim 8bar „Last One Standing“ sind Hobbyfahrer auf der Bahn. Alle Rennen sind ab 21.00 Uhr auf Eurosport zu sehen.

7.900 Zuschauer verfolgten laut Veranstalter den ersten Abend, an dem die Niederländer Wim Stroetinga und Yoeri Havik dem Rennen ihren Stempel aufdrückten. Sie sind die ersten Gesamtführenden der Six Day Berlin. Das Traditionsrennen im Berliner Velodrom wird von einem britischen Unternehmen betrieben, das hofft in Deutschland den Bahnsport (wieder) so beliebt zu machen wie im eigenen Land.

Ein Grundstein ist in der ersten Nacht gelegt. Im Gesamtklassement geht es eng zu. Die ersten drei Teams trennen nur drei Punkte mit 85 Punkten für das Duo Stroetinga/Havik, 83 Punkten für Selentani/Marguet und 82 Punkten für Kluge/Reinhardt. „Klar wollen wir wieder gewinnen, aber der Kampf ist erst am Dienstag zu Ende und im Moment liegt das Feld sehr dicht zusammen. Alles ist möglich“, so Wim Streotinga nach der letzten Jagd.

Sprinterduell bei den Six Day Berlin 2018
# Sprinterduell bei den Six Day Berlin 2018

Im Sprint feierte Stefan Bötticher nach langer Verletzungspause sein Comeback. Im 250m-Zeitfahren und Sprint-Finale holte er sich den Sieg und mit 48 Punkten Platz eins in der Gesamtwertung, gefolgt von Maximilian Levy (40 Punkte) und Pavel Kelemen (40 Punkte), der das Keirin-Finale für sich entscheiden konnte. „Ich bin positiv überrascht, wie gut es heute ging und bin sehr zuversichtlich, dass in den kommenden Tagen noch etwas mehr geht“, so Bötticher. „Aber es wird eine harte Nummer und wir werden mit den Lokalmatadoren Levy und Förstemann noch einige spannende Rennen sehen.“

Erstmals im Rahmen der Six Day Berlin 2018 stiegen auch die Frauen am ersten Tag ins Renngeschehen ein – mit einer starken Performance der Französin Laurie Berthon: Sie gewann sowohl im 10km-Scratch als auch im Ausscheidungsfahren und geht damit nach Tag eins mit 140 Punkten in Führung, gefolgt von der Italienerin Maria Giulia Confalonieri (104 Punkte) und der Deutschen Lisa Klein (102 Punkte).

Profi-Prominenz war beim Legenden-Rennen am Start, in dem 25 ehemalige Profis gegeneinander antraten. Olaf Ludwig holte sich den Sieg bei der „Cosy-Wash Nacht der Legenden“, gefolgt von Jens Veggerby und Jens Voigt.

Die zweite Nacht von Six Day Berlin, die Club Nacht, istz bereits gestartet. Mit zwei Jagden über 20 und 45 Minuten wird ein enger Kampf um die Gesamtwertung erwartet. Sowohl die Sprinter wie auch die Damen kommen mit je drei Wettbewerben entsprechend zum Zug. Ebenfalls heute werden sich zum zweiten Mal in der Geschichte des Berliner Sechstagerennens die Hobbyradfahrer auf der Bahn beim 8bar „Last One Standing“ duellieren.

Mehr Infos: www.sixday.com/berlin

Text: Pressemitteilung / Fotos: Arne Mill

Über den Autor

Jan Gathmann

Jan Gathmann leitet die Rennrad-News Redaktion von Wuppertal aus, der Stadt, die ihr Radstadion dem Fußball opferte. Er testet, interviewt und versucht Renngeschehen in Worte zu fassen. Jan ist gelernter Journalist, testet seit 20 Jahren Fahrräder (davor Autos) und schreibt darüber ebenso gerne wie über Menschen aus der Fahrradwelt, unter anderem schon für Trekkingbike, Velomotion und zuletzt beim RADtouren-Magazin. Er fährt am liebsten alles, was einen Rennbügel hat: vom Bahnrad bis zum Monster-Gravelbike. Jan liebt auch Schlamm, weshalb er gelegentlich auf dem MTB gesehen wird. Persönliche Palmarès sind ein beendetes C-Klasse Amateurrennen und ein 10. Platz bei einer Deutschen Fahrradkurier-Meiserschaft in Berlin.

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