Dangerholm Scott Spark RC Gravel Dropbar trifft auf Federweg

Wenn Gustav „Dangerholm“ Gullholm ein neues Projekt vorstellt, geht es selten um Konventionen. Mit dem Scott Spark RC Gravel zeigt der bekannte Bike-Designer einen radikalen Crossover: ein vollgefedertes XC-Racebike mit Dropbar, Aero-Fokus und Gravel-Antrieb – als kompromissloses Einzelstück.
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Dangerholm gilt als einer der prägendsten Köpfe im modernen Custom-Bike-Bereich. Seine Projekte bewegen sich regelmäßig an der Schnittstelle zwischen Serienprodukt, Ingenieursstudie und fahrbarem Konzept. Der Scott Spark RC Gravel reiht sich genau dort ein: Grundlage ist ein Scott Spark RC in HMX-Carbon, das gezielt umgebaut wurde, um neue Möglichkeiten im Gravel-Bereich auszuloten. Dangerholm und Scott betonen ausdrücklich, dass es sich um ein einmaliges Custom-Bike handelt, das nicht zur Nachahmung gedacht ist.

Dangerholm Scott Spark RC Gravel
# Dangerholm Scott Spark RC Gravel – Der bekannte Custom-Builder kombiniert beim Spark RC erstmals einen vollgefederten XC-Rahmen mit Dropbar, Gravel-Antrieb und elektronisch gesteuertem Fahrwerk. Das experimentelle One-off soll zeigen, wie sich Effizienz, Kontrolle und Aerodynamik jenseits klassischer Kategorien neu denken lassen und ist ausdrücklich nicht zur Serienfertigung vorgesehen.
Diashow: Dangerholm Scott Spark RC Gravel: Dropbar trifft auf Federweg
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Integration und Design

Typisch für Dangerholm steht auch bei diesem Projekt die saubere Integration im Mittelpunkt. Das Cockpit ist als einteilige Aero-Lösung von Darimo ausgeführt (Nexum Drag) und wurde mit 80 mm Länge sowie -12° Winkel speziell auf die Geometrie des MTB-Rahmens abgestimmt. Ergänzt wird der Aufbau durch maßgefertigte Darimo-Spacer, einen Syncros-Steuersatz sowie ein aufgeräumtes Frontend mit Syncros RC Lenkerband. Für die Navigation ist ein Hammerhead Karoo montiert, befestigt über eine Alpitude Stelvio Corretto Halterung.

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Federung

Als zentrales technisches Element des Projekts gilt das RockShox Flight Attendant System – ein elektronisch gesteuertes Fahrwerk, das je nach Fahrsituation automatisch zwischen offenen, straffen und gesperrten Modi wechseln soll – und das für Dangerholm den Ausschlag gegeben haben soll, überhaupt ein Dropbar-Fully umzusetzen. Wie genau das System funktioniert, könnt ihr bei unseren Kollegen auf MTB-News.de erfahren: RockShox Flight Attendant im Langzeit-Test.

Vorne arbeitet eine RockShox SID SL Ultimate Flight Attendant mit 110 mm Federweg. Am Heck kommt ein RockShox Sidluxe Flight Attendant zum Einsatz, dessen Hub von 45 mm auf 40 mm verkürzt wurde. Daraus soll sich ein effektiver Hinterbaufederweg von etwa 0-71-107 mm ergeben.

An der Front arbeitet eine RockShox SID mit Flight Attendant.
# An der Front arbeitet eine RockShox SID mit Flight Attendant.
Nicht zu sehen im integrierten Konzept von Scott ist der Dämpfer hinten, der sich im Rahmen versteckt.
# Nicht zu sehen im integrierten Konzept von Scott ist der Dämpfer hinten, der sich im Rahmen versteckt.

Die Steuerung der Federung soll vollständig über die SRAM AXS Brems-/Schalthebel erfolgen. Durch Doppeltippen können die Modi gewechselt werden, alternativ sollen Bonus-Buttons oder ein Powermeter genutzt werden können, um den automatischen Modus zu aktivieren. Dieser soll anhand von Untergrund, Steigung und Leistungsabgabe selbstständig reagieren – ein Ansatz, der den Einsatz klassischer Lockout-Hebel im Dropbar-Setup überflüssig machen soll.

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Antrieb und Schaltung

Beim Antrieb setzt Dangerholm auf ein SRAM RED XPLR Setup mit 13-fach Kassette (10-46T) und einem SRAM Force XPLR Schaltwerk. Gleichzeitig wird explizit darauf hingewiesen, dass SRAM XPLR AXS nicht für den Einsatz an MTB-Rahmen und insbesondere nicht an Fullys vorgesehen ist. Der gezeigte Aufbau soll daher ausschließlich als experimentelles Einzelstück verstanden werden.

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Um größere Kettenblätter realisieren zu können, soll die Kettenstrebe des Rahmens stark modifiziert worden sein. So konnten maßgefertigte Garbaruk DM Aero Kettenblätter mit 42T und 46T eingesetzt werden. Für geringere Reibung soll ein CeramicSpeed OSPW X ALPHA Schaltwerkkäfig sorgen, ergänzt durch ein CeramicSpeed BB ALPHA Innenlager. Die Kurbeln stammen aus der SRAM XX SL Serie mit 170 mm Länge und 168 mm Q-Faktor.

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Da ein klassisches SRAM-MTB-Powermeter in dieser Konfiguration nicht umsetzbar gewesen sein soll, übernimmt die Leistungsmessung ein Paar LOOK X-Track Power Dual Pedale.

Bremsen und Komponenten

Gebremst wird mit SRAM Force Bremsen, kombiniert mit Jagwire Pro LR2 Bremsscheiben in 180 mm. Adapter von Wolftooth sowie Extralite-Hardware sind ebenfalls Teil des Setups.

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Laufräder

Besonders auffällig sind die speziell entwickelten Aero-Laufräder, die als reines Konzept für dieses Projekt entstanden sind und erst kürzlich bei uns vorgestellt wurden (Dangerholms Prototyp-Laufradsatz). Mit 52 mm Außenbreite und 70 mm Felgentiefe bewegen sie sich deutlich außerhalb gängiger Gravel-Standards. Lediglich vier Felgen ohne jegliche Verkaufsabsicht wurden produziert.

Die Entwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit den kanadischen Firmen Faction Bike Studio sowie LX Sim und LX Lab. Um den Prototypenaufwand gering zu halten, soll eine 29″-Enduro-MTB-Felge als Basis gedient haben, auf die ein Carbon-Aeroaufsatz laminiert wurde. Das erklärt auch das hohe Gewicht des Laufradsatzes von 2270 g. Für eine theoretische Serienversion wird eine Felgenmasse von rund 590 g angenommen, was einen Laufradsatz von etwa 1650 g ermöglichen könnte.

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Ziel der extremen Dimensionen soll eine Kombination aus verbesserter Aerodynamik mit breiten Reifen und erhöhter Stabilität bei niedrigen Drücken sein. Die Felgen sind laut Angaben auf 57 mm breite Reifen mit 45 mm Innenweite ausgelegt. Als Naben kommen Extralite HyperSmart 3 zum Einsatz, die sich über Adapterkits sowohl für Boost- als auch für 100/142-mm-Einbaubreiten konfigurieren lassen sollen. Als Speichen sind Alpina Hyperlite verbaut.

Bereift ist das Bike mit Schwalbe Thunder Burt Super Race in 2,25”. Montiert sollen die Reifen bei 1,3 bar eine Breite von rund 59,5 mm erreichen. Als Schläuche sind Revoloop Revo.MTB Ultra angegeben.

Sattel und Sattelstütze

Am Heck setzt Dangerholm auf eine Darimo T1 Loop Sattelstütze, bei der Dyneema-Schnüre den Sattel halten sollen. Ergänzt wird das durch eine Darimo Sub4 Sattelklemme. Als Sattel ist ein Modell von MCFK gelistet. Optional wird eine RockShox Reverb AXS Dropper Post genannt.

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Gewicht

Das Gesamtgewicht des Bikes wird mit 10,33 kg ohne Pedale angegeben. Für die montierten LOOK X-Track Power Dual Pedale sind 404 g genannt. Zusätzlich werden theoretische Gewichtsvarianten aufgeführt: Mit leichter konstruierten Felgen könnte das Bike bei rund 9,73 kg liegen, mit schmaleren 30-mm-Felgen sogar bei etwa 8,95 kg.

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Komplette Ausstattung des Dangerholm Scott Spark RC Gravel

  • Rahmen: Scott Spark RC (HMX, Größe M)
  • Dämpfer: RockShox Sidluxe Flight Attendant (custom 40 mm stroke)
  • Gabel: RockShox SID SL Ultimate Flight Attendant 110 mm
  • Steuersatz: Syncros
  • Spacer: Darimo custom
  • Lenker: Darimo Nexum Drag 80×380 mm -12º
  • Topcap: Darimo carbon mit Extralite bolt
  • Lenkerband: Syncros RC
  • Sattel: MCFK
  • Sattelstütze: Darimo T1 Loop
  • Sattelklemme: Darimo Sub4
  • Kurbeln: SRAM XX SL 170 mm 168 mm Q-factor
  • Kettenblatt: Garbaruk DM Aero custom (42T und 46T options)
  • Innenlager: CeramicSpeed BB ALPHA
  • Pedale: LOOK X-Track Power Dual
  • Kette: SRAM RED
  • Kassette: SRAM RED XPLR 13-speed 10-46T
  • Schaltwerk: SRAM Force XPLR
  • Schaltwerkkäfig: CeramicSpeed OSPW X ALPHA
  • Bremsen: SRAM Force
  • Bremsscheiben: Jagwire Pro LR2 180 mm
  • Bremsadapter: Wolftooth
  • Brems-Hardware: Extralite Extrabolt 4.5
  • Naben: Extralite HyperSmart 3 mit Boost Adapter Kit
  • Speichen: Alpina Hyperlite
  • Felgen: Faction Bike Studio / Lx Sim / Dangerholm
  • Reifen: Schwalbe Thunder Burt Super Race 2,25”
  • Schläuche: Revoloop Revo.MTB Ultra
  • Computerhalterung: Alpitud Stelvio Corretto
  • Bike-Computer: Hammerhead Karoo
  • Gewicht ohne Pedale: 10,33 kg
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Ist das genau die Art von Grenzverschiebung, für die Dangerholm steht – oder geht dieses Gravel-Fully-Konzept einen Schritt zu weit?

Infos und Bilder: Pressemitteilung Scott Sports

84 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Ein 0mm Vorbau existiert halt nicht....
    Doch: https://nullvorbau.de
    Oder gar mit negativer Länge: https://www.mtb-news.de/news/bmb-raised-reversed-stem/
  2. Der von RooX damals war günstiger.

  3. Doch: https://nullvorbau.de
    Oder gar mit negativer Länge: https://www.mtb-news.de/news/bmb-raised-reversed-stem/
    "Wir haben es geschafft die Lenkeigenschaften eines Tretrollers mit dem Comfort eines Fullies zu verbinden. Wir nennen es das evolutionäre 'Kipp Schock' System "

    😂😂 lenkt sich sicher super!
  4. Doch: https://nullvorbau.de
    Oder gar mit negativer Länge: https://www.mtb-news.de/news/bmb-raised-reversed-stem/
    ist uns Kritikern alles wohl bekannt; allein: so etwas hat selbst mit einem 760er flat bar ein sehr eigenartiges Lenkverhalten, und mit einem schmalen drop bar ist das schlicht suizidal! Null Kontrolle!
  5. Klar kann man. Man kann auch einfach so mit dem Kopf gegen eine Wand laufen. Dann blutet halt die Nase. Ist das ein guter Vergleich? Nein, aber ich hatte Bock drauf.
    Gut! Ich erkenne deinen Horizont ;-)
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