Vanwoid Hunter 2.0: Infos
Das Vanwoid Hunter 2.0, das die Marke aus dem Bayerischen Wald auf den Craft Bike Days 2025 ausstellte, interpretiert RAW-Look im Thema von 70er Jahre-Rennwagen neu: Ein moderner Titanrahmen mit 3D-Druck-Verbindungen, der aussieht, als wäre er seit Jahrzehnten im Einsatz – mit Patina, „Sunburn“-Effekten und leicht abgeschliffenen Logos.
Das erdachte Szenario zum Rad: In den 1970er-Jahren hätten sich zwei große deutsche Marken – Porsche und Braun (man denke an Dieter Rams) – zusammengeschlossen, um ein 24-Stunden-Rennteam zu gründen. Doch statt eines Autos wäre ein Fahrrad entstanden. Das Gedankenexperiment bildete die Grundlage zur Entstehung des Hunter 2.0 „24h“.
Umgesetzt wurde das besondere Lack-Konzept in Zusammenarbeit mit der „Beschichtungsstelle“ aus Leutkirch im Allgäu, die auch für andere Bespoke-Marken wie Jaegher aufwendige Lackierungen realisiert. Im Falle des Hunter 2.0 handelt es sich um eine fünffarbige Beschichtung, die am Ende den Eierschalen-Farbton ergibt. Aber keinesfalls einen Hochglanz-Look, sondern alles soll nach Jahren der Nutzung aussehen, an alte 911er im RAW-Look erinnern: leicht ausgeblichen, an beanspruchten Stellen abgenutzt und gealtert. Das Rad soll wirken, als hätte es schon zahllose Runden auf der Rennstrecke gedreht.
Auch im Detail folgt das Rad dieser Linie. So sind die TRP-Hebel bewusst im gelochten Retro-Stil gewählt. Um die elektronische SRAM Red XPLR-Schaltung dennoch nutzen zu können, entwickelte Vanwoid eine eigene Lösung: 3D-gedruckte Blip-Halter wurden direkt in die Hebel integriert.
Noch mehr 24-Stunden-Rennen Details: Der SON Edelux Scheinwerfer hat eine gelbe Verglasung. Übrigens besitzt der Hunter 2.0 erstmals eine eine interne Lichtkabelführung, die durch den Gabelschaft nach oben in den Vorbau führt – so lässt sich der Scheinwerfer direkt unter dem Computerhalter montieren. Den Strom für ständiges Leuchten liefert der SON 29 S Nabendynamo, aktuell der leistungsstärkste Nabendynamo am Markt. Rennpiloten nehmen Platz auf einem Sattel von Berk mit Alcantara-Bezug, der das Motorsport-Thema aufgreift.
Der Auch die Sattelklemme wurde überarbeitet und folgt dem aerodynamisch integrierten Stil des Rahmens.
Der Rahmen des Hunter 2.0 wurde leicht überarbeitet. Wie gehabt besteht er aus Titan, das in 3D-Druck an den Verbindungen in Form gebracht wird. Die Reifenfreiheit beträgt bis zu 40 mm für schnelles Allroad- oder Gravel-Terrain. Auch die Carbongabel ist neu und wartet erstmals mit der integrierten Stromleitungsführung auf, die durch den Schaft fortgeführt wird. Der UDH-Standard ermöglich den Anbau des SRAM Red XPLR-Antriebs. Beim Antrieb setzt Vanwoid auf eine Kombination aus Cane Creek eeWings-Titan-Kurbel und SRAM Red XPLR-1×13.
Wichtigste Fakten zum Vanwoid Hunter 2.0
- Rahmen: Titan, neue Version mit UDH-Aufnahme und Aero-Sattelklemme
- Gabel: Carbon, interne Lichtkabelführung durch den Gabelschaft
- Antrieb: SRAM XPLR 1×13, Cane Creek eeWings-Titan-Kurbel
- Details: TRP-Hebel mit 3D-gedruckten Blip-Haltern, interne Verkabelung, SON-Nabendynamo
- Design: Cerakote-Lackierung von Beschichtstelle, inspiriert von 70er-Jahre-Rennwagen
- Reifenfreiheit: bis 40 mm
- Zum Hersteller: vanwoid.com
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2 Kommentare
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Was sagt ihr zum Vanwoid Hunter 2.0 „24h Concept“ von den Craft Bike Days 2025?
Die Form und die Details des Rahmens gefallen mir sehr gut, die zweifarbige bzw. selektive Lackierung auch, aber das Sammelsurium an Farben sämtlicher Anbauteile macht alles kaputt. Auf den ersten Blick natürlich die grässlichen Griffgummis, aber dann auch die unterschiedlichen Silber- oder Grautöne von Antrieb, Lampen, Sattelstütze und auch der Bremshebel. Dann kommt sogar noch der abweichende Titanfarbton der Kurbel und der riesige und plump-schwarze Pizzateller von Kettenblatt dazu.
Mag auch daran liegen, dass das harte Blitzlicht für solche Produktfotos maximal unvorteilhaft ist.
Apropos Bremshebel: Wie kann man mit den Hylex eigentlich ein AXS Schaltwerk schalten?
Also erstmal wieder lieben Dank an die Redaktion, auch die weniger großen Marken hier abzubilden!
Sehr gut gefällt die Geometrie des Rahmens, sofern sie sich am Tar Hunter orientiert. Gibt es Aussagen vom Hersteller, ob das genannte Modell demnächst verfügbar sein soll oder generell nur Einzelstückcharakter hat?
Ich finde das Rahmenset super interessant, da ich für Ultralangstrecken eine autarke Lichtanlage bevorzuge. Die meisten Hersteller scheinen eine vollständige Integration der Lichtanlage aber (noch) nicht als relevant genug einzuschätzen. Lediglich im Graveleinsatz gibt es bereits erste Ansätze (Canyon, Rose), Leitungen für Dynamo, Vorder- und Rücklicht oder gar einen Laderegler im Rahmen zu integrieren. Bitte mehr davon und gerne auch im Performancebereich! Wir haben super innovative Unternehmen für Licht- und Dynamoanlagen am Renner. Jetzt dürfen auch gerne die Rahmenhersteller mitziehen.
Beim gezeigten Bike würde das Rücklicht jedoch möglicherweise durch eine Saddle bag oder ein Tailfin system eingeschränkt oder gar nicht sichtbar. Vielleicht ließe sich das Rücklicht auch am linken Ausfallende befestigen (?)
Ich hätte die Komponentenabstimmung vermutlich auch anders gewählt. Begrüße aber den eigenständigen Ansatz!
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