Bund und Länder in Deutschland haben sich auf eine Verlängerung des geltenden Lockdowns bis mindestens zum 31. Januar 2021 geeinigt. Dazu kommt auch eine Verschärfung, die auch beim Rennradfahren Folgen hat. In Kreisen mit einer Inzidenz von über 200 gilt ab dem Inkrafttreten der neuen Regeln ein maximaler Bewegungsradius von 15 km um den Wohnort. Wir zeigen euch, wie ihr diesen bestimmen könnt!

Die wohl prominenteste Regelverschärfung, die auch für viele Rennradfahrer Konsequenzen haben dürfte, ist die Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort. Dies gilt nur in Kreisen, in denen die 7-Tages-Inzidenz bei einem Wert über 200 liegt – also über 200 neue Corona-Fälle die Woche pro 100.000 Einwohner.

Aktuell ist dies vor allem in Landkreisen in Sachsen, Thüringen sowie Bayern der Fall. Diese Bewegungseinschränkung darf nur unter triftigen Gründen gebrochen werden. Was genau darunter gefasst werden wird, ist aktuell unklar – Arztbesuche und der Weg zur Arbeitsstelle sollen jedoch definitiv dazugehören. Mit Sicherheit ausgeschlossen sind jedoch Tagesausflüge. Das bedeutet, dass eine lange Rennradrunde, die einen Radius von 15 km um den Wohnort verlässt, nicht mehr gestattet ist.

Wie genau diese 15 km gemessen werden sollen, ist noch nicht ganz klar. Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel werde die Entfernung innerhalb einer Großstadt wie Berlin nicht gemessen. Man kann also davon ausgehen, dass die 15 km nicht von der genauen Adresse aus, sondern um die äußeren Grenzen der jeweiligen Stadt herum gezeichnet werden.

Zudem sind die Regelungen in den einzelnen Bundesländern teils unterschiedlich. Laut Bericht der Tagesschau von heute gelte in Sachsen beispielsweise schon jetzt die Regelung für 15 km um das Wohnumfeld und demnach „praktisch ab der Haustüre“. Für den Rest des Bundesgebietes geht man aber davon aus, dass die 15 km ab dem Wohnort gemessen werden sollten, also ab den Grenzen, die durch die Ortschilder markiert sind. Wie die Regel in den Bundesländern außer Sachsen übernommen wird, entscheiden diese noch.

Das Online-Tourenplanungstool BRouter kann jetzt automatisch eine 15 km Grenze um den Wohnort berücksichtigen
# Das Online-Tourenplanungstool BRouter kann jetzt automatisch eine 15 km Grenze um den Wohnort berücksichtigen

Für die Bestimmung des Aktionsradius‘ gibt es einige spannende Tools für den Computer oder das Smartphone, mit denen sich leicht ein passender Kreis auf eine Karte zeichnen lässt:

  • iPhone Die kostenlose App „Radius auf Karte“ ermöglicht es, sich um einen vorgegebenen Ort einen Wunschradius zu zeichnen.
  • Android Ganz ähnlich funktioniert die ebenfalls kostenlose Android-App „Location Radius“.
  • PC Für den PC braucht es keine App – hier muss man lediglich www.calcmaps.com besuchen. Auf der Website lässt sich leicht ein Wunschradius um eine eingegebene Adresse ziehen.
  • Computer und BRouter Das Online-Tourenplanungs-Werkzeug BRouter konnte in Frankreich schon länger einen 20 km Radius um einen gewählten Punkt als Grenze nutzen. Jetzt gibt es die Einstellung auch mit 15 km. Dazu muss man nur die deutsche Webseite unter diesem Link aufrufen: https://brouter.m11n.de
  • .

Im BRouter auf den Kreis klicken
# Im BRouter auf den Kreis klicken - Schon wird automatisch ein 15 km Radius um den Punkt festgelegt. Für Stadtgrenzen ist das Werkzeug weniger nützlich

Kann man im vorgegebenen Radius um seinen Wohnort eine Tour fahren, dann sollte man unbedingt beachten, dass man im Januar mit lediglich einer Person, die nicht im eigenen Haushalt wohnt, unterwegs sein darf. Dazu zählen künftig auch Kinder unter 14 Jahren!

Wir werden diesen Artikel weiter aktualisieren, sobald genau Infos von Bund und Ländern vorliegen.

Könnt ihr eure Lieblingsrunde noch fahren oder müsst ihr verkürzen?


Dieser Beitrag erschien zuerst am 6. Januar 2021 um 12:01 auf MTB-News.de

  1. benutzerbild

    Oxylomorph

    dabei seit 05/2012

    Also für NRW wird wohl lt. derzeitigen Berichten die 15km Regel überhaupt nicht umgesetzt. Was mich jetzt im Rahmen der Winterberg Aktion schon etwas verwundert.
    Weil dort für spezifische Plätze es nicht unbedingt Vorteilhaft sein muss wenn man versucht indirekt so ein akutes Problem zu lösen.
    Bei größeren Ansammlungen sollte man eher die Zufahrtsstraßen zu dieser Region sperren, die Parkplätze und notfalls auch die Wege - wie es teils im Sommer bei manchen Badeseen gemacht wurde.

    Ob die 5000 Leute aus dem direktem Umkreis kommen, oder von auch verschiedenen Orten ( aber auch die Leute mehr potenzielle Ziele ansteuern können es sich so mehr verläuft ... ). Wenn man dies als zuviel empfindet, sollte man das Problem an den Orten direkt angehen.

    Alles andere funktioniert nicht.
  2. benutzerbild

    dilettant

    dabei seit 06/2020

    In Berlin gibts jetzt auch die Corona-Leine. Hab nicht exakt die Verordnung gelesen, aber sie scheint wohl ab Stadtgrenze zu gelten, wenn die Inzidenz über 200 steigt. Allerdings weiß ich mal wieder nicht, ob das je Stadtbezirk gilt oder für ganz Berlin. Lichtenberg war zuletzt bei 199,9...

    Der Effekt ist natürlich, dass sich die frischluftsuchenden Berliner am Wochenende eben nicht mehr im Briesetal, der Schorfheide oder der Buckower Schweiz zerstreuen, sondern sich in der Wuhlheide, auf dem Tempelhofer Feld und im Grunewald auf den Füßen rumstehen. Dort geht es jetzt schon zu wie normalerweise am Adventssonntag auf'm Kudamm.

    Naja, auf dem Tempelhofer Feld ist wenigstens in aller Regel ordentlich Wind...
  3. benutzerbild

    Uwetest

    dabei seit 01/2021

    Im Mittelalter wurden Katzen getötet, weil sie als Überträger der Pest angesehen wurden. Als alle ylatzen tot waren und die Pest aktiv blieb, wurden die Katzenbesitzer gehängt.
    Der Lockdown beruht auf einem ähnlichen Erkenntnisniveau. Man vergleiche Sterblichkeit übernJahre , Fallzahlen in Krankenhäusern, lockdown-Staaten und solche ohne LD.
    Boris Palmer sagte, LD ist wie Sekbstmord aus Angst vor dem Tod.
  4. benutzerbild

    dobelli

    dabei seit 08/2013

    Geschwurbel.
    Na da sind wir ja alle froh, dass du dich extra hier angemeldet hast, um deine Weisheit mit uns zu teilen.

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