Mit dem Continental Grand Prix 5000 bringen die Korbacher den Nachfolger des beliebten Klassikers GP4000 SII. Der Neue ist auch der Einstieg in die Tubeless-Technik am Rennradreifen bei Conti. Alle Infos.

Der Continental Grand Prix 4000 SII stellte lange Jahre die Referenz für Allround-Rennradreifen dar. Es gibt Rennradreifen, die schneller rollen oder besser haften, zuverlässiger vor Pannen schützen oder länger halten. Aber in der Kombination der Eigenschaften war der Grand Prix 4000 S der Maßstab in vielen Tests (und an unseren Testrädern eine geschätzte Ausstattung), zu der erst in jüngerer Zeit andere Hersteller aufschlossen – und auch durch Tubeless-Systeme sogar überholten. Mit dem Grand Prix 5000 hat Continental nun einen normalen und einen Tubeless-Reifen, der an die alte Dominanz anknüpfen soll.

Continental Grand Prix 5000 kurz und knapp

  • normale und tubeless-Version erhältlich – erster tubeless-fähiger Rennradreifen von Continental
  • weiterentwickelte Black Chili Mischung
  • 12 % weniger Rollwiderstand als GP4000 SII (Tube Version)
  • 20 % verbesserte Pannenschutzwerte (Labor, Tube-Version)
  • Lasergraviertes Flankenprofil für bessere Luftstromanhaftung
  • Größen 23 mm (nur non-tubeless),25 mm,  28 mm, 32 mm in 622 und 25 mm, 28 mm in 27,5-Zoll
  • Gewichte siehe Tabelle
  • Preis UVP 62,90 € und 74,90 € Tubeless
  • Verfügbar k.A.
  • Infos www.continental-reifen.de

Größen und Gewichte im Vergleich

„32 ist das neue 23!“ Der Spruch mag noch etwas vorgegriffen klingen. Aber Continental bietet den GP 5000 gleich bis hin zur Breite von 32 mm an, sowohl in der Tubeless- als auch in der Non-Tubeless-Variante. Bei der Tubeleless-Version verzichtet man gleich auf die Größe 23-622 mm, behält aber beim GP5000 für Fahrer mit Schlauch die konservative Größe im Angebot. Die Tubeless-Reifen in 28-Zoll sind dabei zwischen 80 und 90 g schwerer als die anderen Modelle.

Größe / GewichtGP 5000GP 5000 TL  
32-622295 g380 g
28-622250 g340 g
25-622220 g300 g
23-622205 g
28-584230 g 290 g
25-584205 g
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Neue Techniken

Continental setzt weiter auf die Black Chili Gummimischung, die laut Hersteller kontinuierlich weiterentwickelt wird. Neu ist, dass das Profildesign an den Flanken per Laser in die Lauffläche eingebracht wird. Aero-Versuche von SwissSide haben ergeben, dass das Profil der Seite Einfluss auf den Luftwiderstand hat. Die neue Struktur soll beim Grand Prix, der in dieser Hinsicht ohnehin schon gut war, den Luftstrom noch besser vom Reifen ablösen lassen. Außerdem besitzt der Neue eine „Active Comfort Technologie“, die denn Komfort erhöhen soll. Was sich dahinter verbirgt und wie es funktioniert, beschreibt Conti auf der Webseite jedoch nicht.

Per Laser eingebrachtes Flankenprofil
# Per Laser eingebrachtes Flankenprofil - Der GP 5000 wird wie sein Vorgänger in Deutschland hergestellt

Conti GP 5000 TL

Die spannende Neuerung am Continental Grand Prix 5000 ist sicher der Tubeless-Reifen Grand Prix 5000 TL. Seine Karkasse hat einen anderen Aufbau, unter anderem weniger Fäden mit 3/180 tpi. Außerdem gibt es Maßnahmen wie eine zusätzliche Lage, um die Luftdichtigkeit zu gewährleisten und einen speziellen Fuß, der für sicheren Sitz auf der Felge sorgen soll. Continental macht keine Einschränkungen hinsichtlich des Tubeless-Felgentyps, für den der Reifen geeignet ist. Mit einem Gewichtsaufschlag von 80 bis 90 g ist er ungefähr soviel schwerer wie ein Standard-Schlauch für Rennradreifen. Bei größeren Größen, die einen schwereren Schlauch benötigen, ergibt sich sogar ein leichter Gewichtsvorteil für das Tubeless-System. Hinzu muss man jedoch fairerweise das Gewicht für die Dichtmilch rechnen, deren Gebrauch Conti empfiehlt, womit das Tubeless-System wieder hinten liegt.

Wie seht ihr den Einstieg von Continental in die Tubeless-Technik?


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Infos: Redaktion/Conti / Fotos: Hersteller
  1. benutzerbild

    Recordfahrer

    dabei seit 02/2005

    Das hatte gleich erwartet-dem 20er gleich mal gestrichen. Ist der 5000er in 23mm auch wirklich 23mm breit, oder (wie der aktuelle Grand Prix ohne Zusatz sowie der "23er" Supersonic) aufgepumpt 25mm breit (der Supersonic sogar 26mm)?
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    Oseki

    dabei seit 02/2016

    Toller "Bericht", vor allem

    Bei größeren Größen, die einen schwereren Schlauch benötigen, ergibt sich sogar ein leichter Gewichtsvorteil für das Tubeless-System. Hinzu muss man jedoch fairerweise das Gewicht für die Dichtmilch rechnen, deren Gebrauch Conti empfiehlt, womit das Tubeless-System wieder hinten liegt.

    hat mir gefallen.
  4. benutzerbild

    pjotr

    dabei seit 03/2004

    Mich würde ein vergleich der Rollwiderstände beider Reifgentypen interessieren.
  5. benutzerbild

    lakecyclist

    dabei seit 10/2018

    Recordfahrer
    Das hatte gleich erwartet-dem 20er gleich mal gestrichen. Ist der 5000er in 23mm auch wirklich 23mm breit, oder (wie der aktuelle Grand Prix ohne Zusatz sowie der "23er" Supersonic) aufgepumpt 25mm breit (der Supersonic sogar 26mm)?
    Die Breite hängt maßgeblich von der Felgenbreite ab.
  6. benutzerbild

    Recordfahrer

    dabei seit 02/2005

    lakecyclist
    Die Breite hängt maßgeblich von der Felgenbreite ab.
    Das hätte ich dazuschreiben sollen. Die besagten Reifen fallen auf den gleichen Felgen (13C, Shamal HPW Titanium und Cosmic Carbon SSC deutlich, etwa der Supersonic) breiter im Vergleich zum aktuellen 4000 S II, oder zum Vorgängermodell aus 2017 des Supersonic-Reifens (die jeweils tatsächlich 20mm bzw. 23mm breit waren). Blöderweise hatte ich mich seinerzeit nicht eingedeckt, aber wer rechnet denn mit sowas. Hinterher ist man immer klüger.

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