Darauf haben viele gewartet: Der neue Continental Grand Prix 5000 S TR verbessert den Klassiker 5000 S TL in vielen Punkten, ist leichter, hookless kompatibel und pannensicherer – wie zum Bewies wurde gerade mit Sonny Colbrelli Paris-Roubaix gewonnen. Hier die Infos.

Continental Grand Prix 5000 S TR – Infos & Preise

  • Neuer Tubeless Ready Rennrad-Reifen von Continental
  • 20 % weniger Rollwiderstand
  • 28 % stärkerer Seitenwandschutz
  • 50 Gramm leichter (pro Stück in 25-622)
  • Kompatibel mit hakenlosen Felgen (hookless)
  • Einfachere Montage
  • Mit schwarzer oder transparenter Seitenwand erhältlich
  • Größen 700c: 25, 28, 30 und 32 / 650b: 30, 32 (nur transparent)
  • Gewicht 250 g (25-622)
  • Preis 79,90 €
  • Verfügbar ab sofort
  • Infos www.continental-reifen.de
Der neue Continental Grand Prix 5000 S TR
# Der neue Continental Grand Prix 5000 S TR - einfachere Handhabung und Hookless Tauglichkeit sollen den neuen Tubeless-Reifen auszeichnen.
Laut Continental ist der Neue in der Saison 2021 bereits im Einsatz gewesen
# Laut Continental ist der Neue in der Saison 2021 bereits im Einsatz gewesen - hier beim Radace Team.
Alle Varianten sind auch mit Tanwall erhältlich
# Alle Varianten sind auch mit Tanwall erhältlich - Rollwiderstand und Pannenschutz sollen noch einmal verbessert worden sein.

Continental Grand Prix 5000 S TR – Details

Großes Erbe

Als Continental im November 2018 den neuen GP 5000 als Nachfolger für den legendären GP 4000 SII präsentierte, wurde auch zeitgleich eine tubeless taugliche Version angeboten. Mittlerweile hat sich der GP 5000 einen ähnlichen Status wie sein Vorgänger erarbeitet und gilt nach wie vor als einer der besten Allround-Reifen für das Rennrad.

Zahlreiche Testsiege und der Einsatz der GP 5000 Reifen durch unzählige Amateursportler rund um den Globus bestätigen seine Performance genauso wie die Kommentare von Kunden nicht zuletzt im Forum von Rennrad-News.de. Wobei zu bemerken ist, dass die bisherige Tubeless-Version nicht ganz so viel Lob erntete wie der Standard-Reifen. Kritikpunkte waren in erster Linie ein relativ hohes Gewicht und eine fehlende Freigabe für hakenlose Felgen, die sich an immer mehr Rennrad-Laufradsätzen finden lassen.

Kritikpunkte ausgemerzt – deutlich besser als Vorgänger

Die Kritikpunkte will Continental mit dem neuen GP 5000 S TR nun abgearbeitet haben. Der neue Pneu wiegt in Größe 25-622 nur noch 250 Gramm und bringt damit nicht nur rund 50 Gramm weniger auf die Waage als der Vorgänger, sondern ist auch leichter als die meisten vergleichbaren Mitbewerber.

Die Gewichtsreduktion soll laut Continental jedoch keinesfalls die Pannensicherheit geschwächt haben. Vielmehr geben die Korbacher an, den Seitenwandschutz des GP 5000 S TR gegenüber dem Vorgänger um 28 Prozent verbessert zu haben. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, soll das neue Tubeless-Flaggschiff von Continental auch noch 20 Prozent weniger Rollwiderstand aufweisen.

Continental spricht beim Grand Prix 5000 S TR ausdrücklich nicht von einem Update des Vorgängers, sondern von einem gänzlich neuen Ansatz im Bereich Tubeless Reifen. Dank eines Anwender optimierten Tubeless-Systems und einer neuen, zweilagigen Konstruktion, will man es geschafft haben alle relevanten Eigenschaften des Reifens zu verbessern. Zudem ist der neue GP 5000 S TR für hakenlose Felgen freigegeben und soll sich auch noch einfacher montieren lassen als der Vorgänger.

Gestern gewann Sonny Colbrelli auf einem Merida Reacto mit dem neuen Reifen Paris-Roubaix
# Gestern gewann Sonny Colbrelli auf einem Merida Reacto mit dem neuen Reifen Paris-Roubaix - das Rennen beinhaltet über 55 km übles Kopfsteinpflaster. Foto: Merida

Erfolge: Zeitfahr-Weltmeister und Kopfstein-Crusher

Laut Continental befand sich der neue Reifen seit 2019 in der Entwicklung und wurde in der Saison 2021 bereits von einigen Profiteams eingesetzt, die damit überragende Erfolge erzielen konnten. So soll der Grand Prix 5000 S TR nicht nur Filippo Ganna zur Verteidigung des WM-Titels im Zeitfahren getragen, sondern auch seinem Landsmann Sonny Colbrelli zum Sieg bei Paris-Roubaix verholfen haben.

Zwei Wettbewerbe auf allerhöchstem sportlichen Niveau, die zumindest bisher eigentlich mit gänzlich unterschiedlichen Reifentypen bedient wurden. Während in der „Hölle des Nordens“ ganz klar die Pannensicherheit im Vordergrund steht, wird beim Zeitfahren vor allem Wert auf geringsten Rollwiderstand gelegt. Eigenschaften, die sich eigentlich gegenseitig im Weg stehen. Ist es Continental also gelungen, die „eierlegende Wollmilchsau“, den „One for All-Reifen“ zu entwickeln?

Nun ja, für so viel Begeisterung dürfte es noch etwas zu früh sein, aber nicht zuletzt zeigen diese beiden eindrucksvollen Erfolge mit dem gleichen Reifen, dass die tubeless-Technologie ganz klar weiter auf dem Vormarsch ist und Continental gut daran tut, auch auf diesem Gebiet richtig Gas zu geben.

Continental GP 5000 S TR: Versionen

Der neue Continental Grand Prix 5000 S TR ist vom Start weg in zwei technisch gleichen, aber optisch unterschiedlichen Versionen komplett in schwarz oder mit transparenter Seitenwand erhältlich. Alle Reifen setzen auf das „BlackChilli-Compound“, das immer noch weit vorne liegt, wenn es um die Balance zwischen Grip und Rollwiderstand geht. Ein „Vectran Breaker“ soll für guten Pannenschutz sorgen und „Lazer Grip“ Profil für hervorragendes Kurvenverhalten. Auf Hookless Felgen darf der neue GP 5000 S TR unabhängig von der Größe mit maximal 5 bar gefahren werden. Beim Einsatz auf Hakenfelgen (crotched) sind in 25 mm bis zu 109 psi (7,5 bar) möglich, in größeren Größen entsprechend weniger.

GP 5000S-TR 25-622 bk-tr SE
# GP 5000S-TR 25-622 bk-tr SE
GP 5000S-TR 25-622 bk-bk SE
# GP 5000S-TR 25-622 bk-bk SE
Größe ETRTOTypGewichtMax. Felgenbreite
30-584Faltreifen, Tanwall280 g 25 TSS/C
32-584Faltreifen, Tanwall300 g 25 TSS/C
25-622Faltreifen, Tanwall oder schwarz250 g 21 TSS/C
28-622Faltreifen, Tanwall oder schwarz280 g 25 TSS/C
30-622Faltreifen, Tanwall oder schwarz300 g 25 TSS/C
32-622Faltreifen, Tanwall oder schwarz320 g 25 TSS/C

Ist das der neue Rennrad-Reifen Standard?

Text: Harald Englert, Informationen/Fotos: Continental
  1. benutzerbild

    d^gn

    dabei seit 01/2020

    Tja ... so sah mein GP 5000 TL (32mm breit) Hinterreifen nach nur 4400km am Commuter-Bike (Specialized Source Expert) aus.... 95% Asphalt. Es gibt bei uns halt viele Steigungen und schlechte Straßen. Hat mich echt gewundert, dass der nur so kurz hielt. Bleibe dem Reifen aber treu, denn er ist schnell und die Dämpfung ist prima. Fahre meist mit 6bar, denn zusätzlich zum Rad (12kg) und meinem Gewicht (77kg+Klamotten) kommt noch die Arbeitstasche mit 3-5 kg dazu. Vielleicht ist der Verschleiß auch wegen dem hohen Gewicht so groß.
    nichtmal mein Tufo Calibra Lite sah nach jetzt knapp 8000km so aus smilie ...
  2. benutzerbild

    makaha

    dabei seit 10/2021

    Tja ... so sah mein GP 5000 TL (32mm breit) Hinterreifen nach nur 4400km am Commuter-Bike (Specialized Source Expert) aus.... 95% Asphalt. Es gibt bei uns halt viele Steigungen und schlechte Straßen. Hat mich echt gewundert, dass der nur so kurz hielt. Bleibe dem Reifen aber treu, denn er ist schnell und die Dämpfung ist prima. Fahre meist mit 6bar, denn zusätzlich zum Rad (12kg) und meinem Gewicht (77kg+Klamotten) kommt noch die Arbeitstasche mit 3-5 kg dazu. Vielleicht ist der Verschleiß auch wegen dem hohen Gewicht so groß.

    Fahre mit dem gleichen Reifen, sogar noch 2-3 Kilo mehr Gesamtgewicht, habe aber nicht im Ansatz so einen hohen Verschleiß. Mal mit etwas weniger Luftdruck ausprobiert? Bin teilweise mit nur 4 Bar unterwegs.
  3. benutzerbild

    SteveJobt

    dabei seit 07/2019

    Tja ... so sah mein GP 5000 TL (32mm breit) Hinterreifen nach nur 4400km am Commuter-Bike (Specialized Source Expert) aus.... 95% Asphalt. Es gibt bei uns halt viele Steigungen und schlechte Straßen. Hat mich echt gewundert, dass der nur so kurz hielt. Bleibe dem Reifen aber treu, denn er ist schnell und die Dämpfung ist prima. Fahre meist mit 6bar, denn zusätzlich zum Rad (12kg) und meinem Gewicht (77kg+Klamotten) kommt noch die Arbeitstasche mit 3-5 kg dazu. Vielleicht ist der Verschleiß auch wegen dem hohen Gewicht so groß.
    Den kannst Du reklamieren, beziehungsweise hättest Du das viel früher machen müssen. Das ist ganz sicher nicht normal. Ich fahre den GP5000 und vorher den Schwalbe Pro One TL. So sah keiner meiner Reifen aus. Der Schwalbe hat sogar 10Tkm gehalten.
  4. benutzerbild

    Turboplop

    dabei seit 10/2021

    Moin, bin neu hier im Forum aber seit knapp 40 Jahren mal mehr, mal weniger auf dem Rad unterwegs. Gehöre somit wohl zu den "Alten" hier...

    Zur Diskussion: ich bin letztes Jahr konvertiert. Sommer 2020 noch auf 23er Conti 4000 auf Mavic 15C. Herbst 2020 auf 30er Schwalbe Pro One auf Zipp 25C Hookless/Tubeless gewechselt. Zum einen, weil's mich interessiert hat und zum anderen - naja, weil der Markt das grade hergab. Nach der ersten Fahrt hab ich es bereut, die ganze Kohle und dann sowas. Dann noch 2-3x gefahren (weil war ja teuer) und fand's immernoch blöd. Das alte Rad genommen und hupps, plötzlich auch blöd. Radfahren jetzt also alles blöd?
    Nein. Warum?
    1. Ich musste seit 7000km nur einen einzigen Reifen abziehen und das trotz gemischten Untergründen vom Waldweg bis in die Stadt und zwar bei jedem(!) Wetter. Kann natürlich Glück sein. Oder vorher oft Pech. In dem kaputten Reifen steckte übrigens eine 3,5 x 40 Rundkopf, hab's erst Zuhause gemerkt...
    2. Auch wenn es sich langsamer anfühlt: ich bin auf langen Strecken flotter. Die kurze 55Km Hausrunde ist in etwa gleich geblieben, aber die 120Km Sonntagsstrecke fahre ich jetzt schneller als vorher. Kann natürlich auch am Training liegen.
    3. Nach ≈200Km auf gemischten Untergründen hat mein Körper vorher AUA! gesagt. Das ist vorbei. Geil!
    4. Bin 3 Rennen damit gefahren, eins mit Schotter. Fazit: bin immer noch langsam ;)
    5. zum Schluss mein wichtigstes Argument: Ich bin früher auf den Crosser gewechselt wenn ich im Winter bei schlechtem Wetter unterwegs war, weil mit 23ern bei Nass-Kalt-Dreck ist so mittel... Der Crosser ist jetzt vererbt.

    Ich hab mir anfangs mit der Umstellung schwergetan, das Fahrgefühl ist echt anders. Inzwischen bin ich von tubeless und breiten Reifen/Felgen überzeugt. Funktioniert für mich hervorragend. Ab und zu vermisse ich das Gefühl vom alten Rad, dann setz ich mich wieder drauf, freue mich und vermisse es dann für 'ne ganze Weile nicht mehr.

    Und als nächstes werde ich den neuen Conti 5000s TR probieren. Bin damit in den Rennen voraussichtlich immernoch langsam...


    PS: auf dem Bild ist gefrorener Nieselregen an der Gabel zu sehen. Bei dem Wetter wäre ich niemals mit 23ern unterwegs gewesen. Dank der breiteren Reifen geht das jetzt.
  5. benutzerbild

    Konni_HB

    dabei seit 09/2011

    Naja, mit den STR wärste dann schon quasi so schnell wie mit den Clinchern :)

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