Cinelli Supercorsa 2026 Klassiker Comeback mit Überraschungseffekt

Das Cinelli Supercorsa kehrt zurück in die Serie – und der Klassiker ist sogar leichter als aktuelle Highend Stahl-Rennräder.
Titelbild

Cinelli Supercorsa 2026 Frameset: Infos und Preise

Über 70 Jahre nach seiner Erstvorstellung wird das Cinelli Supercorsa in einer serienreifen Variante neu aufgelegt. Die Fertigung erfolgt weiterhin vollständig in Italien. Zum Einsatz kommen wie gehabt auch schlanke Columbus SL-Stahlrohre, verbunden mit originalgetreuen Muffen – womit der neue alte Rahmen sogar rund 100 g weniger wiegt als einige aktuelle Rennrad-Rahmen aus Columbus-Rohren, nämlich 1.830 g (M). Selbstverständlich sind die charakteristischen Sloping-Gabel und die Fastback-Sitzstreben. Auch in Sachen Passform ist der Klassiker fit: Der Rahmen ist in insgesamt 17 Größen zu haben. Der Preis bleibt der pinkfarbenen Sonderedition gegenüber gleich: 3.150 € ruft Cinelli für das Rahmenset auf.

  • Rahmen Columbus SL Double Butted Tubeset
  • Gabel Columbus SL, 1 Zoll, Gewindeschaft, Sloping-Design
  • Reifenfreiheit bis 700 x 25 mm
  • Bremsaufnahme Felgenbremse
  • Tretlagergehäuse ITA, 70 mm
  • Sattelstütze Ø 27,2 mm
  • Zugverlegung intern für Hinterradbremse, Anlötösen für Unterrohrschalthebel
  • Gewicht 1.830 g (Rahmen, Größe M); 670 g (Gabel, ungekürzt, alles Herstellerangaben)
  • Rahmengrößen 48–64 cm in 1-cm-Schritten
  • Farben Rosso Ferrari, Bianco Perla, Azzurro Laser, Titanium Grey, Verde Jaguar, Black Tie, Blu China, Giallo Curry
  • www.cinelli-milano.com
  • Preis 3.150 € (UVP)
Nachdem Ende 2025 eine pinkfarbene Sonderedition des Cinelli Supercorsa vorgestellt wurde, gibt es die Neuauflage nun in anderen Rahmenfarben als Serienrahmen.
# Nachdem Ende 2025 eine pinkfarbene Sonderedition des Cinelli Supercorsa vorgestellt wurde, gibt es die Neuauflage nun in anderen Rahmenfarben als Serienrahmen. – Der Rahmen wird originalgetreu in Italien gefertigt und kostet 3.150 € (UVP).
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Details

Das neue Cinelli Supercorsa basiert auf denselben Konstruktionsprinzipien, die Cino Cinelli bereits in den 1960er-Jahren etabliert hat: eine harmonische Abstimmung zwischen Gabel, Hauptrahmen und Hinterbau mit Blick auf Steifigkeit, Elastizität und Fahrverhalten. Besondere Merkmale wie die klassische Muffenverbindung, schlanke SL-Rohr-Querschnitte und die typische Gabelform blieben erhalten. Gefertigt wird das Rahmenset in Mailand, was in einer besonders kurzen Lieferkette innerhalb Italiens resultieren soll.

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Geometrie

Auch bei der Geometrie bleibt Cinelli seinen Wurzeln treu und bescheinigt dem Supercorsa ein sportlich-klassisches Rahmendesign mit direktem Lenkverhalten und Straßenausrichtung – wie man es von einem italienischen Rennradklassiker erwarten würde. Gegenüber der Sonderedition des Supercorsa ist der Serienrahmen in zehn weiteren Rahmengrößen erhältlich – so kommt man auf 17 verschiedene Größen von 48 bis 64 cm, jeweils in 1-cm-Schritten.

Rahmengröße 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64
Laufradgröße andere andere andere andere andere andere andere andere andere andere andere andere andere andere andere andere andere
Reach 374 mm 377 mm 379 mm 377 mm 384 mm 387 mm 383 mm 387 mm 394 mm 396 mm 393 mm 396 mm 398 mm 395 mm 402 mm 399 mm 401 mm
Stack 486 mm 495 mm 505 mm 513 mm 523 mm 533 mm 541 mm 550 mm 560 mm 570 mm 578 mm 587 mm 597 mm 606 mm 616 mm 626 mm 635 mm
STR 1,30 1,31 1,33 1,36 1,36 1,38 1,41 1,42 1,42 1,44 1,47 1,48 1,50 1,53 1,53 1,57 1,58
Lenkwinkel 72° 72° 72,5° 72,5° 72,5° 73° 73° 73° 73° 73° 73° 73° 73° 73° 73° 73° 73°
Sitzwinkel, effektiv 74,5° 74,5° 74,5° 74° 74° 74° 73,5° 73,5° 73,5° 73,5° 73° 73° 73° 73° 73° 73° 73°
Oberrohr (horiz.) 510 mm 515 mm 520 mm 525 mm 535 mm 540 mm 545 mm 550 mm 560 mm 565 mm 570 mm 575 mm 580 mm 580 mm 590 mm 590 mm 595 mm
Steuerrohr 81 mm 88 mm 96 mm 101 mm 111 mm 118 mm 127 mm 137 mm 147 mm 157 mm 166 mm 176 mm 186 mm 196 mm 206 mm 216 mm 226 mm
Kettenstreben 401 mm 402 mm 402 mm 402 mm 403 mm 405 mm 405 mm 405 mm 405 mm 406 mm 407 mm 408 mm 409 mm 409 mm 409 mm 410 mm 411 mm
Radstand 959 mm 964 mm 964 mm 964 mm 975 mm 972 mm 972 mm 978 mm 988 mm 994 mm 995 mm 1.001 mm 1.007 mm 1.007 mm 1.017 mm 1.018 mm 1.024 mm
Tretlagerabsenkung 66 mm 69 mm 70 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm 73 mm
Einbauhöhe Gabel 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm 363 mm
Gabel-Offset 50 mm 50 mm 50 mm 50 mm 50 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm

Die Lenk- und Sitzwinkel sind entsprechend klassisch steil und auch die Radbasis fällt so kompakt aus wie beim Original. Das lässt ein ausgesprochen agiles und wendiges Fahrverhalten erwarten. Das bedingt allerdings auch eine geringe Reifenfreiheit von offiziell 25 mm (wenn der neue Klassiker wie der alte baut, sollten aber auch 28 mm Reifen noch passen, Anmerkung des Lektors).

Die Stack-Werte sollte man nicht überinterpretieren. Denn der klassische Steursatz bringt zusätzliche Höhe (rund 1,5 cm) und der Schaftvorbau ermöglicht eine einfache und schnelle Anpassung der Lenkerposition.

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Was haltet ihr von der Neuauflage der Cinelli Supercorsa? Klassischer Kult oder nostalgischer Sonderweg?


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Infos und Bilder: Pressemitteilung Cinelli

33 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Aber passt das wirklich so eine Carbon Kurbel an einem Oldtimer?
    Technisch sollte das gehen, aber optisch passt das meiner Meinung nach nicht.
    Aber gibt ja auch andere, moderne Kurbeln...
  2. Ich von letztes Jahr diverse rennen gefahren, mit Columbus als, tsx, Reynolds 531 und ritchey logic Rohren. Ich glaube nicht, dass mich das irgendwie gebremst hat, oder andersrum - ob ich mit steiferen Rahmen schneller gestern wäre 😜 ich finde den Rahmen super, toll dass sie ihn wieder anbieten. Aber gerade bei stahl, wenn er nicht wirklich schlecht behandelt wurde, funktionieren die alten Teile doch weiter tadellos. Und auch 126mm, einfach eine 130er nabe rein stecken und nicht weiter drüber nachdenken.

    Mit einer 1" Columbus minimal würde mir der Rahmen schon sehr gut gefallen, aber die ist leider auch rar geworden

    Alle Stahlrahmen die ich früher hatte haben spätestens bei 90kmh in der Abfahrt massiv zu schwingen begonnen, der Lenker hat mehr als nur vibriert, der musste richtig festgehalten werden...

    Ist das bei modernen Stahlrahmen noch immer so? Denn 90kmh erreicht man eigentlich, so man "halbwegs" in den Bergen wohnt, auf so gut wie jeder Abfahrt an irgendeiner Stelle.
  3. So ein Cinelli hatte schon immer seinen Preis, wer sich eines besorgt hat, dem war der Preis nicht wichtig.

    Viel wichtiger ist die "Emotione" 🥰. Mit solch einem Renner fällt Frau oder Mann auf. Hatte ich erst letztes Jahr. Vor dem lokalen Supermarkt hält eine Studentin mit einem original Cinelli und Campa Record, da kam ich nicht umhin, um einen kurzen Plausch zu bitten, wie sie zu diesem Vintage-Rad kam 🤩.

    Ich frage mich, ob man mit einem Cinelli-Neuaufbau bei Classic-Veranstaltungen starten dürfte.

    Ich habe immer noch einen alten Stahlrenner aus den 80ern im täglichen Einsatz als Stadtschlampe (Gitane aus Reynolds 531 mit DuraAce aus den 80er komplett). Meines hat noch nie geflattert und ist mir steif genug, ich bin selbst jedoch eher zart gebaut smilie.

    Alte Stahlrahmen weisen häufig eine erstaunlich große Reifenfreiheit auf. Begrenzend sind die verbauten Bremsen. An meinem Gitane sind 35 mm Schwalbe Marathon montiert, die passen problemlos rein.

  4. Alle Stahlrahmen die ich früher hatte haben spätestens bei 90kmh in der Abfahrt massiv zu schwingen begonnen, der Lenker hat mehr als nur vibriert, der musste richtig festgehalten werden...

    Ist das bei modernen Stahlrahmen noch immer so? Denn 90kmh erreicht man eigentlich, so man "halbwegs" in den Bergen wohnt, auf so gut wie jeder Abfahrt an irgendeiner Stelle.
    Da kam man eben nur sicher runter, wenn man den Rahmen mit den Oberschenkeln einklemmt.

    Das andere ist schlicht eine Frage der Dimensionierung. Größere Rohr-Querschnitte und/ oder dickere Wandstärken sorgen für mehr Steifigkeit. Quer-ovale Rohre können ebenso dazu beitragen.

    Dafür spielt die Legierung, die Festigkeit keine Rolle ( die Festigkeit ist eher dafür ausschlaggebend, wie dünn man die Rohre ziehen kann). "Modern" oder "klassisch" ist da eher eine Definitionsfrage. Schon Ende der 80er und Anfang der 90er gab es Rahmen mit dickeren Rohren. Und womöglich waren das auch nicht die ersten.
  5. Da kam man eben nur sicher runter, wenn man den Rahmen mit den Oberschenkeln einklemmt.

    Das andere ist schlicht eine Frage der Dimensionierung. Größere Rohr-Querschnitte und/ oder dickere Wandstärken sorgen für mehr Steifigkeit. Quer-ovale Rohre können ebenso dazu beitragen.

    Dafür spielt die Legierung, die Festigkeit keine Rolle ( die Festigkeit ist eher dafür ausschlaggebend, wie dünn man die Rohre ziehen kann). "Modern" oder "klassisch" ist da eher eine Definitionsfrage. Schon Ende der 80er und Anfang der 90er gab es Rahmen mit dickeren Rohren. Und womöglich waren das auch nicht die ersten.
    Danke für die Aufklärung
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