BMC präsentiert den BMC ICS MTT-Vorbau: Der neue gefederte Vorbau soll den Komfort am Lenker erhöhen ohne zu viel Komplexität und Gewicht mitzubringen. Der Vorbau aus Aluminium bietet über austauschbare Elastomere einen Federweg bis zu 20 mm und wird bereits an einigen BMC-Rädern verbaut.

BMC ICS MTT Vorbau – Infos und Preise

  • Gefederter Vorbau aus Aluminium
  • Federung über austauschbare Elastomere
  • Integrierte Zugführung
  • Vorbaulängen 72 mm, 80 mm, 90 mm, 100 mm, 110 mm
  • Winkel 0 Grad
  • Gewicht 330 g (80 mm Version)
  • Preis 249,- Euro (UVP)
  • Verfügbar ab sofort
  • Infos www.bmc-switzerland.com
Der gefederte BMC ICS MTT-Vorbau soll den Komfort am Lenker beim Gravel Biken deutlich erhöhen.
# Der gefederte BMC ICS MTT-Vorbau soll den Komfort am Lenker beim Gravel Biken deutlich erhöhen.

BMC ICS MTT Vorbau – Details

BMC setzt die Entwicklung der Micro Travel Technology (MTT) mit dem ICS MTT-Vorbau fort. Das Schweizer Unternehmen hat den neuen gefederten Vorbau in Zusammenarbeit mit Redshift Sports entwickelt und möchte damit den Komfort am Lenker deutlich erhöhen. Und zwar mit einem wenig komplexen Bauteil, dafür jedoch mit umfangreicher Einstellbarkeit und geringem Gewicht.

Der neue ICS MTT-Vorbau erinnert optisch an die ungefederten Integrated Cockpit System (ICS)-Vorbauten von BMC und beherbergt nicht nur die Federungstechnik, sondern auch Platz für die Zugführung in seinem Inneren. So wirken auch die Bikes mit gefedertem Vorbau durch die integrierte Zugführung sehr clean und aufgeräumt.

Die Federung erfolgt über eine „überdimensionierte“ Achse und zwei Elastomere und soll eine reaktionsfreudige und sensible Dämpfung ermöglichen. Dank der Torsionssteifigkeit des Vorbaus soll das lebendige und natürliche Fahrgefühl uneingeschränkt erhalten bleiben.

Auch der ICS MTT ermöglicht eine integrierte Zugführung
# Auch der ICS MTT ermöglicht eine integrierte Zugführung - und damit eine aufgeräumte Optik.
Nach dem Lösen von lediglich drei Schrauben sollen die Elastomere einfach zu tauschen sein.
# Nach dem Lösen von lediglich drei Schrauben sollen die Elastomere einfach zu tauschen sein.
Damit soll die individuelle Abstimmung auch Hobbyschraubern möglich sein.
# Damit soll die individuelle Abstimmung auch Hobbyschraubern möglich sein.

Zur individuellen Abstimmung je nach Gewicht und Fahrstil sind die Elastomere in fünf verschiedenen Härtegraden verfügbar. Der Tausch erfolgt durch das Entfernen von drei Schrauben und soll auch für Hobbyschrauber problemlos zu bewältigen sein.

Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht
# Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht - die verbaute Technik ist recht einfach und wenig komplex.
Nur die Schraube zur Achsbefestigung deutet auf die integrierte Federung hin.
# Nur die Schraube zur Achsbefestigung deutet auf die integrierte Federung hin.
Vor der Serienfertigung wurden die Prototypen ausgiebig gestestet.
# Vor der Serienfertigung wurden die Prototypen ausgiebig gestestet.

Die ersten Räder von BMC, die mit dem neuen Vorbau ausgestattet werden, sind das Gravel Bike URS 01 One, das Roadmachine X und das Alpenchallenge AMP.

Video: BMC ICS MTT Vorbau


Was sagst du zu gefederten Vorbauten am Gravel Bike?

Text: Harald Englert / Fotos: BMC
  1. benutzerbild

    Huegelreiter

    dabei seit 10/2010

    Interessant. Schaut vom Prinzip, vom gezeigten langen Imbuss und selbst von der Form der Elastomere 1 zu 1 wie eine Umsetzung des Redshift Sports Shockstop Stem aus. Nur halt jetzt mit integrierter Optik und integrierter Zugführung. Quasi best of both worlds, da der Shockstop Stem für den beschriebenen Einsatzzweck hervorragend funktioniert. Und das genau, wie es hier auch für den BMC Vorbau in Anspruch genommen wird: ohne sonderlich Komplexität oder Gewicht ans Rad zuzufügen.

    Frage mich, ob BMC das von Redshift lizensiert hat.
  2. benutzerbild

    rr-mtb-radler

    dabei seit 02/2008

    Es ist dennoch so, dass man offenbar versucht, mit dem Gravel-Bike zunehmend ein Touren-MTB mit Rennlenker zu bauen. Da wundere ich mich zunehmend, warum man nicht gleich ein MTB nimmt. Auf zumindest teilweise groben Strecken, wo Federelemente und Reifen breiter als 50 mm sinnvoll sind, ist schnell auch ein gerader, breiter Lenker und eine entsprechende, aufrechte Sitzposition gewünscht. Damit ist man direkt beim einem Marathon-MTB. Und dort benötigt man keinen gefederten Vorbau, da man bereits eine Federgabel hat.

    John Tomac war seiner Zeit weit voraus.

    Ich hatte Ende 80 den Girvin Vorbau am MTB, bis endlich die Manitou I beim Händler angeliefert wurde. Ein Kumpel und ich bekamen sie direkt aus dem Karton an die Räder geschraubt 😁

    Für mich ist das Gravelbike ein modern gestaltetes, sportlicheres Trekkingrad. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Richtig gut, kann es nichts, ist aber auch niergends richtig schlecht. D.h. nicht, dass sie für mich keine Daseinsberechtigung haben. Für mich persönlich ist weder ein Gravel-, noch ein E-Bike das richtige Rad.
    Beim E-Bike zumindest jetzt noch nicht :)
    Es ist doch schön, dass der Markt so vielfältig geworden ist, dass es extrem schwer ist, kein Rad für sich zu finden.
  3. benutzerbild

    cycliste17

    dabei seit 11/2013

    Wenn's nicht kopiert sondern nur ähnlich ist, wäre das keine Patentverletzung. Wer weiß ob Redshift überhaupt ein Patent darauf hat. Patente sind nicht gerade günstig.
    Vor 20 Jahren wollte ich etwas patentierten lassen. Man braucht über die Jahre eine Menge Geld dafür.
    Shimano hatte früher V-Brakes mit Parallelogramm. Point hat es so ähnlich nachgebaut und hatte keine Probleme bekommen. Es kommt auch immer darauf an was in der Patentschrift steht.
    Bis zu 20mm Federweg hat der Vorbau. Das ist etwas weniger als mein Daumen breit ist. Für 250€ ist das nicht gerade viel Leistung. Ist aber ein nettes Gimmick, was ein Fahrrad zu etwas besonderem macht.
    Gravel soll fahren und kaufen wer will. Wenn man aber überall und fast täglich damit konfrontiert wird, nervt es irgendwann.
  4. benutzerbild

    mss

    dabei seit 07/2022

    Die ungefederten BMC ICS Vorbauten kosten auch schon 219eur.
    Da ist der Aufpreis der Dämpfung schon fast ein Schnäppchen.
  5. benutzerbild

    Felix_RR

    dabei seit 06/2017

    Stellt es nicht ein gewisses Problem dar, dass man suggeriert bekommt, dass der Schlag gedämpft wird, aber der Rahmen und LRS trotzdem den Impact abbekommen? Dadurch kann man doch das Bewusstsein für Schläge von Bordstein und Co. verlieren und das Material wird mehr beansprucht und verschleißt ggf. eher, wenn man jede Kante Volley nimmt. Richtige Gabeldämpfung finde ich da klar im Vorteil. Damit will ich nicht sagen, dass man sie am Gravelbike braucht.

    Hab mein Stahlgravel mit Carbongabel über Wurzeltrails beim Orbit Thüringen gejagt. Das einzige, was ich vermisst habe, war eine Hinterbaudämpfung. Da sollten mehrere Hersteller BMC, Basso und CD nacheifern. Vorallem austauschbare, unterschiedlich harte Polymere wären eine Idee.

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